Abgezockt und doch verloren

Erinnerungen an Georg. Mein Kind - mein Sohn. Ein Mann - ein Vater.

Vero KAa

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Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Georg und seine Spedition... Immer öfter habe ich Schwierigkeiten mit der Versicherung. Egal ob schuldig oder unschuldig, Mum, es kommt einfach zu viel zusammen.“ Er nannte mich immer „Mum“, was ich sehr schön fand. Doch an diesem Tag sagte er: „Mum, es ist so: Wenn man sich im Kreislauf der Selbstständigkeit befindet, kommt man auch nicht mehr so schnell heraus. Außer man hat genügend Rücklagen, um ein Unternehmen aufzulösen. Aber wer kann das schon? Man müsste im Lotto gewinnen, oder?“ So kreisten unsere Gedanken hin und her. Dann antwortete ich ihm: „Georg, wem sagst du das, du weißt, wie es uns geht. Auch wir sind seit mehr als zwanzig Jahren selbstständig.“ „Ja, Mum, ich weiß, aber meiner Firma geht es nicht gut“, antwortete er. Ich fragte, ob ich ihm helfen könne, doch er verneinte. Sein Stolz stand ihm im Weg, um Hilfe anzunehmen. Heute weiß ich so viel mehr – und doch gar nichts. Ich frage mich, muss ich alles wissen? Nein, man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Nun sind es schon sieben Jahre, dass mein Sohn Georg tot ist. Gestorben an Herzversagen, so steht es im Totenschein. Gestorben in einem fremden Land. Ich hatte keine Chance, ihn nochmals zu sehen, mich zu verabschieden. Keine letzte Umarmung – nichts. In den Morgenstunden gestorben, am Nachmittag schon beerdigt. „So ist das Leben!“ Dieser Spruch steht für meine Trauer. Nur so kann ich mir selbst Kraft geben und den Schmerz lindern. Er war gerade mal achtunddreißig Jahre alt. Gestorben an einem gebrochenen Herzen. Wie heißt es doch im Leben: „Der Mensch denkt, aber Gott lenkt“. Hier hat dieser Spruch voll zugetroffen. Aber ich möchte weitererzählen: Damals, zwei Tage später, unterhielten wir uns wieder über Georgs Geldsorgen. Dabei sagte er mir so nebenbei: „Man könnte einen Coup landen, indem man viele Euroschecks sammelt und diese im Ausland einlöst.“ Ich antwortete neckisch: „Das müssen aber sehr viele sein und dann über Jahre gesammelt. Denn jeder Euroscheck hat doch nur eine Deckung bis 400 DM.“

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 124
Altersempfehlung 1 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7375-6652-0
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 21/14,8/0,7 cm
Gewicht 177 g
Auflage 4. Auflage

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Berührender Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Calbe am 25.01.2020

Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Man merkt direkt zwischen den Zeilen den Schmerz, den die Autorin fühlt. Das Buch ist eine wahre Begebenheit. Es handelt vom Sohn der Autorin, der Auszog und nicht wieder kam. Ich kann total gut nachvollziehen wie man sich als Mutter fühlt, wenn der eigene Sohn sich abwendet. ... Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Man merkt direkt zwischen den Zeilen den Schmerz, den die Autorin fühlt. Das Buch ist eine wahre Begebenheit. Es handelt vom Sohn der Autorin, der Auszog und nicht wieder kam. Ich kann total gut nachvollziehen wie man sich als Mutter fühlt, wenn der eigene Sohn sich abwendet. Diesen Schmerz merkt man beim lesen, da die Autorin genau diese Gefühle vermittelt mit ihren Worten. Die Geschichte ist sehr emotional und hat mich berührt. Ich kann nur hoffen, dass sie ihre Geschichte gut verarbeiten kann und wieder bzw. trotzdem glücklich ist.

Helfen aber wie
von einer Kundin/einem Kunden am 07.01.2020

Die Autorin erzählt in diesem Büchlein von ihren Erlebnissen mit ihrem Sohn Georg. Im Alter von 31 Jahren beschließt er auszuwandern. Er löst von Heute auf Morgen seine Speditionsfirma auf, macht die Konten bis zum Anschlag leer und prellt ein Autohaus um drei LKW´s mit Auflieger. Die Wagen verkauft er. Mit dem Erlös aus dem Ver... Die Autorin erzählt in diesem Büchlein von ihren Erlebnissen mit ihrem Sohn Georg. Im Alter von 31 Jahren beschließt er auszuwandern. Er löst von Heute auf Morgen seine Speditionsfirma auf, macht die Konten bis zum Anschlag leer und prellt ein Autohaus um drei LKW´s mit Auflieger. Die Wagen verkauft er. Mit dem Erlös aus dem Verkauf und der Firmenauflösung setzt er sich ins Ausland ab. Für die Familie folgt das Erwachen mit vielen unbeantworteten Fragen. Polizei ist eingeschaltet. Trotzdem hält die Mutter zu ihrem Sohn. Sie kann ihn nicht fallen lassen. Georg meldet sich sporadisch, verrät aber nicht seinen Aufenthaltsort. Die Sache rückt die Familie ins Licht des öffentlichen Interesses. Es ist nicht leicht zu ertragen, wie die Leute über die Geschichte herziehen und urteilen. Der Mutter machen zudem Schuldgefühle sehr zu schaffen. Im Ausland findet Georg im geschäftlichen Sinn kein Glück. Er gerät an windige Geschäftspartner, die ihn mehrfach ins Gefängnis bringen. Sie Geld verliert er. Bei allen Erfahrungen bietet ihm die Familie immer wieder etwas Halt. Die Mutter ist am Ende ihrer Kraft und sucht psychiatrische Hilfe für sich selbst. Privat findet Georg eine Ehefrau und bekommt einen Sohn. Die Familie der Frau steht ihnen zur Seite. Trotzdem schafft Georg es nicht, den Teufelskreis seiner Gedanken zu durchbrechen. Sie drehen sich in erster Linie um Profite. Sein Glück nimmt er nicht wahr. Das Büchlein beruht auf einer wahren Begebenheit. Eher sachlich und sehr ehrlich schildert die Autorin ihre Erlebnisse. Bis zuletzt ist das Herantasten an die mit der Geschichte verbundenen Gefühle spürbar.

Wieviel Schmerz kann/muss ein Mutterherz ertragen
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuhaus am 07.01.2020

Der Roman "Abgezockt und doch verloren" wurde von VeraKAa 2015 im Verlag epubli veröffentlicht. Er bruht auf wahren Begebenheiten. VeraKAa lässt uns an ihren Erfahrungen und Gefühlen gegenüberihrem 3. Sohn Georg teilhaben. Georg hat eine eigene Speditionsfirma, welche leider nicht gut läuft. Hilfe lehnt er komplett ab und schl... Der Roman "Abgezockt und doch verloren" wurde von VeraKAa 2015 im Verlag epubli veröffentlicht. Er bruht auf wahren Begebenheiten. VeraKAa lässt uns an ihren Erfahrungen und Gefühlen gegenüberihrem 3. Sohn Georg teilhaben. Georg hat eine eigene Speditionsfirma, welche leider nicht gut läuft. Hilfe lehnt er komplett ab und schlägt, zum späteren Erschrecken seiner Familie, einen ganz anderen, für alle unbegreiflichen, Weg ein. Er prellt die Bank und verkauft drei neue LKW’s mit Auflieger, welche ihm gar nicht gehören. In einer Nacht- und Nebelaktion räumt er 1996 Büro, Lager und Werkstatt und geht ins Ausland. Völlig unwissend lässt er seine Eltern zurück. Aber auch in seiner neuen Wahlheimat und später mit seiner eigenen kleinen Familie findet er kein Glück. Sein Wesen, sein Charakter aber auch seine Gesundheit wandeln sich immer mehr. Abgesehen, dass er sich selten bis gar nicht meldet, macht er seiner „Mum“ schwere Vorwürfe und über viele Jahre ein schlechtes Gewissen. VeroKAa wäre keine liebende Mutter, wenn sie nicht trotz alledem zu ihrem Sohn stehen würde und dies ihm auch immer wieder beteuern würde. Doch kein Einsehen und Verständnis von Georg! Doch wieviel Schmerz kann ein Mutterherz wirklich verkraften oder in diesem Fall, wieviel MUSS es verkraften ohne daran kaputtzugehen?! Vielen Dank an VeraKAa, dass sie uns in ihre Gefühlswelt mitnimmt! Ich persönlich muss zugeben, dass ich an einigen Stellen sehr sauer auf Georg war und mit VeroKAa mitgelitten habe. Hut ab, dass sie bis heute ihren Sohn Georg liebt und verteidigt, ich selber (auch Mutter), wüsste nicht, ob mir dies so gelungen wäre.


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