Nach der Schafskälte

Benedikta zu Stolberg

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Beschreibung

Frauke Meyer kommt nach dem Tod ihres Mannes nach Nordfriesland, um ehrenamtlich im Naturschutz zu arbeiten und neue Pläne für ihr weiteres Leben zu entwerfen. Doch die Idylle trügt.
Der zauberhaften Landschaft steht die Zerstörung durch den Raubbau des Menschen gegenüber.
Frauke sieht den Leiden der Tiere in der industrialisierten Landwirtschaft nicht länger tatenlos zu und beginnt einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Massentierhaltung und für die Rechte der Tiere.
Doch der Versuch, den Landwirt Frerk Petersen zur Abkehr von seinen Stallerweiterungsplänen zu bewegen, eskaliert, der skrupellose Tierhalter verunglückt tödlich. Frauke fürchtet, für den Tod des Bauern zur Rechenschaft gezogen zu werden. Nachdem auch die begonnene Liebesbeziehung zu dem Ranger Hannes Persson zerbricht, verliert sie den Boden unter den Füßen und begibt sich auf eine Reise über das Meer - mit ungewissem Ausgang.

Benedikta zu Stolberg wurde 1955 in Lübeck geboren und wuchs in Ostholstein und Hamburg auf. Nach Abitur und Ausbildung begleitete sie ihre beiden Kinder auf deren Weg durch Kindheit und Jugend und arbeitete als Möbelrestauratorin, Fremdsprachensekretärin, in Bibliotheken und im Kunsthandel. Seit vielen Jahren lebt sie in Nordfriesland. Die Ideen für ihre Kurzgeschichten und Romane entwickelt sie auf windigen Wanderungen über die nordfriesischen Moore, im Wald und auf dem Deich.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Altersempfehlung 18 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 02.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7375-5959-1
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 19/12,5/2,1 cm
Gewicht 430 g
Auflage 2. Auflage

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Keine leichte Lektüre
von mabuerele am 09.04.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

„...Das Meer spiegelte die Mittagssonne, unzählige Glanzlichter fügten sich auf seiner Oberfläche zu einem funkelnden Teppich...“ Frauke, 43 Jahre alt, ist seit einem Jahr Witwe. Ihr Mann Niko starb bei einem Autounfall. Seitdem lebt Frauke wie hinter einer Nebelwand. Ihr einziger Begleiter ist Leo, ihren Labrador. Die Kinder... „...Das Meer spiegelte die Mittagssonne, unzählige Glanzlichter fügten sich auf seiner Oberfläche zu einem funkelnden Teppich...“ Frauke, 43 Jahre alt, ist seit einem Jahr Witwe. Ihr Mann Niko starb bei einem Autounfall. Seitdem lebt Frauke wie hinter einer Nebelwand. Ihr einziger Begleiter ist Leo, ihren Labrador. Die Kinder sind aus dem Haus und haben eigene Wege gefunden, um mit der Trauer umzugehen. Ihre Schwiegermutter Erika möchte sie aus ihrer Lethargie reißen und empfiehlt ihr, sich für den Bundesfreiwilligendienst zu melden. Frauke entscheidet sich, nach Nordfriesland zu gehen. Die Arbeit im Naturschutzgebiet könnte sie auf andere Gedanken bringen. Doch sie findet nicht die heile Welt, von der sie träumt. Die Autorin hat anhand einer persönlichen Geschichte die Frage nach dem richtigen Umgang mit Tieren in den Mittelpunkt ihres Buches gestellt. Die gegensätzlichen Meinungen der Protagonisten regen zum Nachdenken an und fordert dazu auf, sich einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten. Die Protagonisten wurden gut charakterisiert. Über Frauke habe ich oben das Wichtigste gesagt. Ihr Betreuer in Husum ist der Ranger Hannes. Er lebt auf dem Hof seiner Frau. Doch die einzige Gemeinsamkeit, die sie noch haben, ist Sina, die Tochter der beiden. Aus Angst, von dem Kind getrennt zu werden, beugt sich Hannes den Launen seiner Frau. Das hat nicht nur für ihn ungeahnte Folgen. Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Für die Beschreibung von Land und Leuten findet die Autorin treffende Metapher, wie das obige Zitat zeigt. Ausführliche wird der Lehrgang dargestellt, den Frauke belegen muss. Es warten anspruchsvolle Aufgaben auf sie. Je mehr Frauke aber die Schattenseiten der idyllischen Gegend kennenlernt, die sich vor allem in der industriellen Landwirtschaft zeigen, um so mehr steigt ihre Verbitterung. Gut gefallen haben mir die Hhinweise und Verbindungen zu Storms „Schimmelreiter“. Fraukes innere Zerrissenheit, ihre Einsamkeit und Trauer werden sprachlich gekonnt wiedergegeben. Ein Stilmittel dazu sind die Dialoge mit Hannes. Nach und nach steigert sie sich in einen Absolutismus, der keine Kompromisse kennt. Bei der Beschreibung der Tierhaltung nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund. Deutlich und ohne Beschönigung werden die Zustände und Missstände angeprangert. Besondere Stellen im Handlungsablauf sind die Rückblenden. Ein einschneidendes Erlebnis in Fraukes Kindheit sollte Folgen für ihr ganzes Leben haben. In der Ehe aber findet sie Halt und Erfüllung. Nun fühlt sie sich zu Hannes hingezogen. Das Cover mit den Schaf auf der Wiese passt zum Thema. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Buch, dass nicht nur für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren tierischen Mitbewohnern auffordert, sondern auch für mehr Mitmenschlichkeit und Empathie wirbt. Die Worte von Fraukes Tochter, sie möge über den Tieren nicht die Menschen vergessen, zeigen, dass einseitiges Handeln nicht ohne Konsequenten für das persönliche Umfeld bleiben.

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