Die Ausgelieferten

Roman

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Im Mai 1945 setzten sich 3000 deutsche Soldaten und 167 Balten, die der Waffen-SS angehörten, nach Schweden ab. 1946 lieferte Schweden die Mehrzahl dieser Flüchtlinge in die Sowjetunion aus, mit ungewissem Schicksal. Anhand von privaten Dokumenten, Augenzeugenberichten und Gesprächen geht Per Olov Enquist einem politischen Trauma auf den Grund und vollzieht die schwierige Grenzziehung zwischen Schuld und Unschuld, Politik und Gewissen.
Portrait
Per Olov Enquist, geboren 1934 in Nord-Schweden, lebt in Stockholm. Er arbeitete als Theater- und Literaturkritiker und zählt heute zu den bedeutendsten Autoren Europas. Für seinen international erfolgreichen Roman ›Der Besuch des Leibarztes‹ (Bd. 15404) wurde er u.a. in Leipzig mit dem Deutschen Bücherpreis 2002 ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 27.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-03111-5
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,3/3,2 cm
Gewicht 349 g
Originaltitel Legionärerna - En roman baltutlämmingen
Auflage 1
Übersetzer Hans-Joachim Maass
Buch (Taschenbuch)
12,99
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Deutungen
von Helga Ebenkofler am 21.07.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Was ist Geschichte, inwieweit kann sie objektiv beschrieben werden und wie sehr hängt die Interpretation verfügbarer Dokumente oder lebender Zeitzeugen vom „Untersucher“ ab? Diese Fragen stellt sich der Autor in diesem 1968 erstmals erschienenen, vom Hanser Verlag jetzt wieder neu aufgelegtem halbdokumentarischen Roman. Auch wenn uns die Geschichte der Auslieferung... Was ist Geschichte, inwieweit kann sie objektiv beschrieben werden und wie sehr hängt die Interpretation verfügbarer Dokumente oder lebender Zeitzeugen vom „Untersucher“ ab? Diese Fragen stellt sich der Autor in diesem 1968 erstmals erschienenen, vom Hanser Verlag jetzt wieder neu aufgelegtem halbdokumentarischen Roman. Auch wenn uns die Geschichte der Auslieferung deutscher und baltischer SS- Soldaten an die Sowjetunion nicht mehr sonderlich interessiert, so ist es doch die Extrapolierbarkeit auf eine allgemeingültige Ebene die fesselt. Auch 40 Jahre nach Erscheinen des Buches ist die von Enquist vertretene These, dass Geschichtsschreibung und Interpretation politischer Herrschaftsverhältnisse immer auch nach ästhetischen, ethischen und ja, nach dramatischen Gesichtspunkten ausgesucht und bewertet werden, eine aktuelle und diskutierbare. Zudem erschließt sich eine eindeutige Logik immer weniger, je mehr man auswertet, je tiefer man in die Materie eindringt, weil sich Blickwinkel und Sichtweise – bei Offenheit und Kritikfähigkeit- immer ändern werden. Irgendwann sagen dann die Untersuchungen auch sehr viel über den Untersucher selbst aus. Der Mann, der in die“ Geschichte hineinging,(war) nicht der gleiche, der aus ihr hervorging“, schreibt der Autor. Nein das ist kein gefälliges Buch, kein Buch der Muße, es ist ein intellektuelles, ein reflektiertes und reflektierendes Werk eines jungen Autors, das als zeitloser „Versuch über Geschichtsschreibung“ gelesen werden muss, es ist ein Buch, an dem zu „arbeiten“ es sich in jedem Falle lohnt.