Schweigen ist Goldfisch

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Reden ist Silber, Schweigen ist … auch keine Lösung. Denn Worte können zwar unendlich verletzen – aber sie können auch unendlich glücklich machen.

'Mein Name ist Tess Turner – dachte ich jedenfalls bis vor kurzem.

Und ja, ich habe eine Stimme, aber sie gehört nicht wirklich mir. Ich habe Dinge gesagt, um dazuzugehören, um meinen Eltern zu gefallen, um allen zu gefallen. Ich habe so getan, als wäre ich jemand, der ich gar nicht bin. Ich habe gelogen.

Dabei ist mir übrigens nie in den Sinn gekommen, dass alle anderen auch lügen könnten.

Die Lügen sind aber eigentlich gar nicht das Problem. Was wirklich weh tut, ist die Wahrheit: Sechshundertsiebzehn wahre Worte, die meine ganze Welt auf den Kopf stellen.

Und weil Worte so gefährlich sind – die gelogenen und die wahren –, habe ich beschlossen, sie nicht mehr zu benutzen.

Ich bin Pluto. Schweigend. Unerreichbar. Milliarden Meilen von allem entfernt, was ich zu kennen glaubte.'

Tess hatte nie das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Als sie eines Nachts am Computer ihres Vaters die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt – nämlich dass er eben nicht ihr Vater ist – weiß sie auch, warum das so ist. Sie ist Pluto, aber ihre Eltern wollten einen Mars. Oder wenigstens eine Venus.

Was soll Tess dazu noch sagen? Ihr fehlen die Worte. Und so schweigt sie. Schweigend sucht sie ihren richtigen Vater. Schweigend unterhält sie sich mit ihrem Plastikgoldfisch, Mister Goldfisch. Schweigend verliert sie ihre beste Freundin und findet einen neuen Seelenverwandten. Und sie gewinnt die allerwichtigste Erkenntnis überhaupt: nämlich, dass Schweigen Macht verleiht – aber Reden noch viel mehr.

Ein großartiges literarisches Jugendbuch mit einer ganz eigenen Atmosphäre und einer wundervollen Erzählerin, die mit ihren klaren und poetischen Worten mitten ins Herz jeder Leserin trifft.

Der neue Roman der Autorin von ›Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims‹ und ›Ketchuprote Wolken‹
Portrait
Annabel Pitcher verließ die Oxford University mit einem Abschluss in Englischer Literatur und dem festen Vorsatz, Kinderbuchautorin zu werden. Es folgten diverse andere Jobs, bevor sie sich ihren Wunsch erfüllte, die Welt bereiste und sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Yorkshire, England.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Altersempfehlung 14 - 15
Erscheinungsdatum 25.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7373-5375-5
Verlag Fischer Sauerländer
Maße (L/B/H) 22,3/14,7/4,5 cm
Gewicht 716 g
Originaltitel Silence is Goldfish
Auflage 1
Übersetzer Susanne Aus d. Englischen u. a. Hornfeck
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Stellenweise recht schwach
von Caterina aus Magdeburg am 19.07.2016

Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Vor einigen Monaten entdeckte ich die Autorin neu für mich und ich war schnell von ihrem Schreibstil angetan. Das war auch der Grund, der mich dazu brachte, ihren neuen Roman zu lesen. Recht unscheinbar ist dieses Cover gestaltet und mir wäre es vielleicht nicht so... Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Vor einigen Monaten entdeckte ich die Autorin neu für mich und ich war schnell von ihrem Schreibstil angetan. Das war auch der Grund, der mich dazu brachte, ihren neuen Roman zu lesen. Recht unscheinbar ist dieses Cover gestaltet und mir wäre es vielleicht nicht so ins Auge gesprungen. Aber der Titel klang für mich im Gegensatz zum Cover sehr vielversprechend, ebenso die Grundidee, von der ich schnell angetan war. Einstieg: Die Autorin beginnt augenblicklich mit der eigentlichen Handlung und der Leser wird mit der 15-Jährigen Protagonistin Tess bekannt gemacht. Schnell verliebte ich mich in den angenehmen Schreibstil der Autorin. Das Buch beginnt mit viel Wirbel und mir wurde die Situation, in der sich Tess befindet vor Augen geführt. Allerdings hatte ich gleich zu Beginn meine Problemchen mit der Protagonistin, so dass der Einstieg für mich recht holprig begann. Charaktere: Immer wieder erwischte ich mich dabei, wie ich ratlos und grübelnd da saß und nicht so ganz schlau aus Tess wurde. Auf der einen Seite konnte ich ihren Drang nach einem richtigen Dad verstehen, aber nicht immer nachvollziehen. Manchmal zeigte sie eine sehr naive Seite, die mir das Vorankommen gelegentlich erschwerte. Besonders unglaubwürdig wurde sie dann, als Tess mit einer Taschenlampe in Form eines Goldfisches spricht und sonst in Schweigen versinkt. Für mich blieb sie ein recht blasser Charakter, da konnte der personale Ich-Erzähler nicht so viel herumreißen. Leider konnte ich mich nur stellenweise in sie hineinversetzen. Handlung: Von der Grundidee war ich sehr schnell begeistert und ich wollte mich gemeinsam mit Tess auf die Suche nach ihrem richtigen Vater machen. Neben der Suche nach ihrem leiblichen Vater, entwickelt sich schnell die Suche nach sich selbst. Annabel Pitcher verband diese beiden Stränge gut miteinander. Hin und wieder konnte sie mich sehr gut mit ihrer Grundidee begeistern, nur der Funke sprang nie gänzlich über. Schreibstil: Passagenweise gefiel mir der Schreibstil von Annabel Pitcher ausgesprochen gut, so dass ich recht schnell mit dem Lesen voran kam. Auf der anderen Seite gab es jedoch auch Phasen, die sehr schleppend vorangingen. Durch ihre angenehme Erzählweise verstand ich nach und nach immer besser, was im Köpfchen der Protagonistin vor sich geht, auch wenn der Sympathiefunke nie wirklich übersprang. Mein Urteil Die Grundidee gefiel mir schon nach wenigen Minuten, noch bevor ich zum eigentlichen Buch griff. Leider hatte ich gleich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten in die Handlung einzusteigen. Tess machte es mir nicht gerade leicht. Oft hatte ich Probleme ihre Taten und Gedanken nachzuvollziehen und es machte sich eine Naivität breit, die mir das Voranschreiten erschwerte. Die Handlung war stellenweise etwas dünn, so dass ich einfach nicht weiterlesen wollte. Annabel Pitcher hätte viel mehr aus dieser spannenden Grundidee machen können. Für mich war es nur ein mittelmäßiges Leseerlerbnis. Schade. Ich vergebe 3 von 5 Welten.

Manchmal ist weniger mehr
von Kathrineverdeen am 18.06.2016

Es gibt Bücher, die so außergewöhnliche und bewegende Geschichten in sich beherbergen, dass sie viele ihrer Leser nicht loslassen. Wenn mich jemand nach einem guten Buch fragt, empfehle ich immer genau diese Geschichten und dabei fällt mir stets eine Autorin ein: Annabel Pitcher. Diese junge Autorin hat mich bisher... Es gibt Bücher, die so außergewöhnliche und bewegende Geschichten in sich beherbergen, dass sie viele ihrer Leser nicht loslassen. Wenn mich jemand nach einem guten Buch fragt, empfehle ich immer genau diese Geschichten und dabei fällt mir stets eine Autorin ein: Annabel Pitcher. Diese junge Autorin hat mich bisher immer mit ihren Werken begeistern können und ich habe mich buchstäblich in ihren außergewöhnlich schönen Schreibstil, mit dem sie ihre bewegenden Themen beschreibt, und in ihre literarischen Figuren verliebt. Bei „Schweigen ist Goldfisch“, ihrem neuen Roman für etwas jüngere Leser, erging es mir jedoch etwas anders. Gesprochene oder niedergeschriebene Worte können so verletzend sein, dass man, wenn man sie hört oder liest, keine Erklärung dafür findet, um zu beschreiben was eben diese Worte, tief in unserem Innersten ausgelöst haben. Meist bleibt dann eben nur ein Ausweg: Man zieht sich zurück. Auch Tess, der fünfzehnjährigen literarischen Hauptfigur aus „Schweigen ist Goldfisch“, fehlen die Worte, nachdem sie durch eine zufällige Begebenheit, auf eine sehr unglückliche Weise erfahren hat, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Seitdem schweigt Tess. Doch in ihr tobt ein lauter und erbitterter Kampf, denn ihre bislang heile Welt liegt in Trümmern und sie weiß nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann. Sie sehnt sich nach Antworten, ist aber nicht fähig mit jemandem darüber zu sprechen. „Die anderen können sie vielleicht nicht hören, aber da sind Wörter, Tausende von Wörtern, sie wirbeln unter der Oberfläche wie Flocken in einer Schneekugel und werfen sich lautlos gegen das Glas. Und ich werde es nicht zerschmettern. Für niemanden.“ Seite 202 Die etwas pummelige Außenseiterin Tess, die sich gerne als große, dunkle und lauernde Gewitterwolke am Horizont sieht, führt uns durch die Geschichte und berichtet teilweise in einer sehr poetischen Sprache, von einem großen Einschnitt in ihrem Leben und von den Folgen. Tess erzählt aber auch von einer wichtigen Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird und von kleineren Problemen, mit denen sie in ihrem Schulalltag zu kämpfen hat. Sie ist eine sehr interessante literarische Figur, an der ich mir während des Lesens, buchstäblich die Zähne ausgebissen habe. Ihre Charaktereigenschaften sind sehr facettenreich, wirken zum größten Teil aber sehr konträr zueinander. Sprachlich täuscht sie über ihr eigentliches Alter hinweg und ihre manchmal etwas kindlichen Taten haben auf mich sehr unpassend und nicht stimmig gewirkt. Ohne jegliche Hintergrundinformationen macht sich dieses sprachlich hochbegabte und intelligente Mädchen auf den Weg, um ihren Vater zu suchen. Sie sucht jedoch nicht gezielt, sondern wahllos in der Masse von Menschen nach äußern Erkennungsmerkmalen. Jeder Mann, der braune Augen hat, wird näher von Tess begutachtet. Etwas befremdlich habe ich auch ihre inneren Dialoge mit ihrer Taschenlampe - die die Form eines Goldfisches hat-, empfunden. Sie schweigt, nimmt schweigend in Kauf, dass ihre Familie und Freunde dadurch verletzt werden, und plaudert derweil mit einem Goldfisch, der aus seinem Maul leuchtet. Annabel Pitcher hat für ihr neues Buch bewegende und wichtige Themen gewählt, die viele Leser ansprechen werden: Erwachsenwerden, die Suche nach dem eigenen Ich und nach seinen Wurzeln, Freundschaft, Liebe und Mobbing. Vielleicht hat die Autorin sich bei dieser Vielzahl der Themen etwas übernommen. Ihren thematisch etwas sprunghaften Roman hätte ein klarerer definierter Schwerpunkt gut getan, denn die gut dargestellte, problematische Vater – Tochter – Beziehung, wird immer wieder von anderen weniger gewichtigeren Themen verdrängt. „Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher ist ein Roman, den ich mit hohen Erwartungen begonnen habe und etwas enttäuscht wurde. Nachdem ich das Buch beendet hatte, ließ es mich Zwiegespalten zurück. Denn zum einen konnten mich die Grundidee und der Schreibstil der Autorin in vielen Kapiteln sehr begeistern. Jedoch wirkten viele Passagen zu konstruiert und die Taten der literarischen Hauptfigur Tess waren teilweise nicht nachzuvollziehen.

tolle Grundidee, für mich teilweise nicht nachvollziehbar…
von einer Kundin/einem Kunden am 16.06.2016

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich den Titel schon toll fand. Ich wollte wissen, aus welchem Grund Tess aufhört zu sprechen und was danach passiert. Ich wollte erfahren, warum Tess das, was sie herausfindet, nicht einfach anspricht und aus der Welt schafft! Und ich glaube,... Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich den Titel schon toll fand. Ich wollte wissen, aus welchem Grund Tess aufhört zu sprechen und was danach passiert. Ich wollte erfahren, warum Tess das, was sie herausfindet, nicht einfach anspricht und aus der Welt schafft! Und ich glaube, das war das größte Problem zwischen ?dem Buch und mir?! Zu Beginn fand ich Tess sehr sympathisch, sie tat mir teilweise auch sehr leid. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass Tess in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist. Manchmal wirkte sie autistisch, manchmal fehlten ihr einfach nur soziale Kompetenzen. Das machte sie zu einer interessanten und trotzdem sehr sympathischen Person. Als sie dann aber diese 617 wahre Worte entdeckt und sie das Reden einstellt, habe ich die Welt nicht mehr verstanden. Eigentlich habe ich weder Tess verstanden noch die Eltern. Tess spricht das Problem nicht an, versucht es anderweitig zu lösen und wird dabei immer einsamer und trauriger. Von ihrem Nichtreden ganz zu schweigen. Von ihren Eltern hätte ich mehr erwartet, mehr Einfühlsamkeit, mehr Ideen, woran es liegen könnte! Die Idee mit dem Fisch fand ich klasse, richtig genial und konnte mir die Gespräche bildlich vorstellen! Diese Szenen konnten mich begeistern. Der Titel ist dahingehend auch richtig gut gewählt! Insgesamt aber zog sich das Buch sehr in die Länge. Trotz einer sehr großen Schrift sind 464 Seiten trotzdem eine Menge und richtig viel passiert eigentlich nicht. Ich fand es stellenweise wirklich langatmig und musste dann natürlich immer denken: ?Sprich doch einfach mit deinen Eltern!? Vielleicht ist das zu leicht gesagt für so ein junges Mädchen, das schon vorher eine Außenseiterrolle inne hatte! Ich weiß es nicht und kann es mir auch nicht vorstellen! Das Ende war gut und konnte mich von der Aussage her zufriedenstellen. Ich hätte mir insgesamt noch mehr Überraschungen oder Wendungen gewünscht. Sicherlich ist das hier ein Buch, das Anreize zum Nachdenken und Diskutieren gibt. Mir persönlich war es jedoch nicht mitreißend und eingängig genug! Tess gelang es leider nicht, mich zum Mitfühlen und -fiebern zu animieren! 3 Stars (3 / 5)