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Ist Shakespeare tot?

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

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Anlässlich des 400. Todestags von Shakespeare erstmals ins Deutsche übersetzt

Ein Dichter ohne Bücher? Ein Autor, der nicht einen Brief schrieb? Ein gefeierter Dramatiker und Schauspieler, an den sich kurz nach seinem Tod schon niemand mehr erinnert? Das Leben eines gewissen William Shakespeare aus dem englischen Provinzort Stratford upon Avon gab dem amerikanischen Literaten und scharfzüngigem Beobachter Mark Twain zu denken. Er besah sich die Tatsachen und formulierte seine Antwort auf die drängendste Frage der englischen Literaturgeschichte: War William Shakespeare wirklich der Dichter, für den wir ihn halten? Niemand hat sich seither diesem unerschöpflichen Thema amüsanter und pointierter genähert als Mark Twain. "Ist Shakespeare tot?" ist ein Glanzstück literarischer Satire.
Portrait
Leander Haußmann, Jahrgang 1959, Film- und Theaterregisseur, Schauspieler, Drehbuchautor. 1995–2000 Intendant des Schauspielhauses Bochum, Regie u. a. bei den Kinofilmen "Sonnenallee" (2000), "Herr Lehmann" (2003) und "Hotel Lux" (2011). Er inszenierte zahlreiche Shakespeare-Stücke. Zur Legende wurde seine unkonventionelle Umsetzung von "Romeo und Julia", mit der er 1993 selbst hartgesottene Theaterverweigerer ins Münchner Residenztheater lockte.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Leander Haussmann
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 07.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783864843457
Genre Belletristik
Verlag Roof Music GmbH
Auflage 1
Spieldauer 106 Minuten
Hörbuch (CD)
13,79
bisher 15,99

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Mit Stärken und Schwächen
von Dodo am 23.04.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im Rahmen seiner Autobiographie beschäftigte sich der amerikanische Literat Mark Twain auch mit dem englischen Dichter William Shakespeare, genauer gesagt mit der Frage, ob der William Shakespeare aus Stratfort-upon-Avon der eigentliche Verfasser all der Werke war, die man ihm gemeinhin zuschreibt. Pointiert berichtet Twain, welchem Umstand er seiner nahen... Im Rahmen seiner Autobiographie beschäftigte sich der amerikanische Literat Mark Twain auch mit dem englischen Dichter William Shakespeare, genauer gesagt mit der Frage, ob der William Shakespeare aus Stratfort-upon-Avon der eigentliche Verfasser all der Werke war, die man ihm gemeinhin zuschreibt. Pointiert berichtet Twain, welchem Umstand er seiner nahen Bekanntschaft mit Shakespeare verdankt und wie er sich im Laufe der Zeit zu einem "Brontosaurianer" entwickelte - einem Mensch, der weiß, dass der Shakespeare aus Stratfort die Werke nicht geschrieben hat und eine starke Vermutung, aber keine endgültige Gewissheit darüber hat, dass Francis Bacon als graue Emminenz hinter der Maske "Shakespeare" steckt. Er stellt sich mit seiner Position neben die Baconisten und gegen die Shakespearianer. Die humorvolle Anekdote, warum er für seine Position den Ausdruck "Brontosaurianer" wählt, ist einer der kleinen Höhepunkte, mit der die erste Hälfte aufwartet. In der zweiten Hälfte flacht die Begeisterung für Twains Schrift ab. Er verbeisst sich in einem einzigen Argument, das zugegeben schlüssig klingt - Shakespeares intimes Wissen über juristische Fachsprache, das in seine Stücke eingeflossen ist. Dieses exakte Wissen kann man bei einem Mann mit William Shakespeares einfacher Herkunft zu der damaligen Zeit eigentlich kaum erwarten. Die Ernüchterung liegt auch nicht in Twains einseitiger Sichtweise begründet. Dass in dieser kurze Abhandlung keine ausführliche Beleuchtung beider Seiten zu erwarten ist, leuchtet ein. Auch dass man relativ wenig über William Shakespeare selbst erfährt, versteht sich von selbst. Bei einer dürftigen Faktenlage gibt es wenig zu berichten. Die Anmaßung, mit der Twain die Shakesperianer herabkanzelt, gefällt schon weniger. Ironische Überzeichnung ist das eine, eine derb ausufernde Beschimpfung allerdings das andere. So bleibt bis zu einem gewissen Grad das schale Gefühl, der teilweisen Selbstmontage eines ältlichen Egozentrikers beizuwohnen, der mit seinem Essay weit über das Ziel hinausgeschossen hat. Es ist sicher keine Verlust, wenn man das Büchlein gelesen hat. Ein Gewinn aber auch nicht.