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Die Autobiographie der Zeit

Ein Roman

(6)
Lilly Lindner ist ein literarisches Ausnahmetalent unter den jungen deutschsprachigen Autorinnen. Seit sie ihr wortgewaltiges Debüt "Splitterfasernackt" vorlegte – die Verarbeitung ihrer eigenen Geschichte –, hat sie eine große Fangemeinde um sich geschart. Auf ihren zahlreichen Lesungen bewegt und erschüttert Lilly Lindner ihre Zuhörer, viele reisen ihr nach, um ihren Worten lauschen zu können. Es ist die Sprache dieser Autorin, die den Menschen unter die Haut geht. In ihrem neuen Buch erzählt Lilly Lindner die Autobiographie der Zeit – eine faszinierende Geschichte voller Weisheit, Poesie und Kraft.
Rezension
"Die Autobiographie der Zeit", der neue Roman der Berliner Schriftstellerin Lilly Lindner, ist fast aphoristisch verknappte Poesie voller Melancholie und Grausamkeit.
tip Berlin, Erik Heier, 09.06.2016
Portrait

Lilly Lindner wurde 1985 in Berlin geboren. Bereits mit fünfzehn begann sie autobiographische Texte und Romane zu schreiben. Viel Zeit verbringt sie heute mit der Arbeit mit Kindern.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.04.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783426438749
Verlag Droemer eBook
Dateigröße 2590 KB
Illustrator Lisa Wöhling
eBook
12,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Jasmin Spieler, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Lillys Worte berühren und beschäftigen, wie immer, Kopf und Herz. Da Handlung und Figuren (zB die Zeit) sehr abstrakt sind, fand ich‘s manchmal schwer, inhaltlich Zugang zu finden. Lillys Worte berühren und beschäftigen, wie immer, Kopf und Herz. Da Handlung und Figuren (zB die Zeit) sehr abstrakt sind, fand ich‘s manchmal schwer, inhaltlich Zugang zu finden.

„Ein Meisterwerk, dass seinesgleichen sucht!“

Julia Brunner, Thalia-Buchhandlung Dresden

"Es gibt da ein Flüstern in der Zeit, das größer ist als jeder Schmerz. Und wir. Wir sind nicht unsichtbar. Das ist nur ein Gefühl. Es geht vorbei. Wie alles andere auch..."

Lilly Lindner ist bekannt für ihr großartiges Talent mit wenigen Worten zu spielen und beweist dies mit einem Werk das zum Nachdenken anregt.

Dabei erzählt sie von der Frustration der Mächte, der Menschheit sinnlos dabei zuzuschauen wie sie sich selbst zugrunde richtet.

Die Mächte sind in diesem Fall Kevin, der den Raum beherrscht, die Beständigkeit namens David, Shay die den Abgrund inne hat und die Zeit.

Zutiefst beeindruckt von der Sprachgewalt und den einzigartigen Illustrationen, wird mir die Autobiographie der Zeit noch lange in Gedanken bleiben!
"Es gibt da ein Flüstern in der Zeit, das größer ist als jeder Schmerz. Und wir. Wir sind nicht unsichtbar. Das ist nur ein Gefühl. Es geht vorbei. Wie alles andere auch..."

Lilly Lindner ist bekannt für ihr großartiges Talent mit wenigen Worten zu spielen und beweist dies mit einem Werk das zum Nachdenken anregt.

Dabei erzählt sie von der Frustration der Mächte, der Menschheit sinnlos dabei zuzuschauen wie sie sich selbst zugrunde richtet.

Die Mächte sind in diesem Fall Kevin, der den Raum beherrscht, die Beständigkeit namens David, Shay die den Abgrund inne hat und die Zeit.

Zutiefst beeindruckt von der Sprachgewalt und den einzigartigen Illustrationen, wird mir die Autobiographie der Zeit noch lange in Gedanken bleiben!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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„Wenn Worte meine Sprache wären“
von goat am 02.11.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Was Tim Bendzko für die Musik ist, ist Lilly Lindner für die Literatur. Ihr Name war mir bis dato kein Begriff. Aber an diesem Büchlein mit dem auffälligen Titel und der wunderschönen Gestaltung kam ich einfach nicht vorbei. Das Cover ziert eine aufgeklappte Taschenuhr, aus der Wasser fließt, auf... Was Tim Bendzko für die Musik ist, ist Lilly Lindner für die Literatur. Ihr Name war mir bis dato kein Begriff. Aber an diesem Büchlein mit dem auffälligen Titel und der wunderschönen Gestaltung kam ich einfach nicht vorbei. Das Cover ziert eine aufgeklappte Taschenuhr, aus der Wasser fließt, auf dem wiederum ein Papierboot schwimmt. Das nennt man wohl Zeitfluss?! Und genau diese Zeit verging beim Lesen wie im Flug. Der Roman umfasst nur 240 Seiten, von denen längst nicht alle komplett beschrieben sind und die viele herausragende Illustrationen enthalten. An dieser Stelle auch ein großes Lob an Lisa Wöhling. Die Inhaltsangabe selbst sagt sehr wenig über den Inhalt des Buches aus. Aber gerade das alles zusammen hat mich noch neugieriger auf „Die Autobiographie der Zeit“ gemacht. Protagonistin ist die 15-jährige Ich-Erzählerin, die Zeit. Als sie stirbt und der Tod kommt, um sie abzuholen, lastet er ihr eine unheimliche Bürde auf. Sie muss ihren Heimatplaneten „Winter“ verlassen, um zukünftig für „den Rest der Zeit“ als unsterbliche Macht über die Welt zu wachen. Zusammen mit den anderen Mächten – Kevin (dem Raum), David (der Beständigkeit) und Shay (dem Abgrund) versucht sie, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Aber gerade die Menschen lassen diese Aufgabe zu einem schwierigen und komplexen Unterfangen werden … Die Sätze sind zwar sehr kurz und bündig, aber wählt man die richtigen Worte aus, sagen sie weitaus mehr aus als manch ein langer Roman. Die Autorin muss die Seiten nicht komplett mit Wörtern füllen, denn sie überlässt es uns Lesern, etwas Wortgewaltiges daraus zu machen. Lilly Lindner schreibt über Glück und Unglück, Mut und Angst und auch über Hoffnung und tiefe Hoffnungslosigkeit. Alles in der Macht stehende tun, um ein Unheil abzuwenden? Wie sollen die vier Mächte das schaffen, wenn der Mensch sich selbst zugrunde richtet? Die Autorin hat mich mit ihren Worten tief bewegt. Ihr Buch handelt von uns Menschen, der Zeit und was wir aus dieser Zeit machen. Über all das machen wir uns viel zu wenig Gedanken und nehmen vieles als selbstverständlich hin. Wer nach diesem Buch nicht ins Grübeln gerät, hat die ganze Geschichte nicht verstanden. „Die Autobiographie der Zeit“ ist ein wundervolles und kostbares Werk, welches ganz sicher fünf Sterne verdient hat. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung.

Sperrige Sprache, Lilly Lindners sonstige Leichtigkeit fehlt
von Crowandkraken am 06.06.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Geschicke der Menschheit werden von vier Mächten begleitet: Kevin, dem Raum, Shay, dem Abgrund, David, der Beständigkeit, und der namenlosen Zeit. Die Zeit berichtet, wie sie auf ihrem Heimatplaneten Winter auserwählt wurde, eine der unsterblichen Mächte zu werden, und wie es für sie und die anderen in der Menschenwelt... Die Geschicke der Menschheit werden von vier Mächten begleitet: Kevin, dem Raum, Shay, dem Abgrund, David, der Beständigkeit, und der namenlosen Zeit. Die Zeit berichtet, wie sie auf ihrem Heimatplaneten Winter auserwählt wurde, eine der unsterblichen Mächte zu werden, und wie es für sie und die anderen in der Menschenwelt weiterging. Sie erzählt über einen großen Zeitraum hinweg, und sie erzählt, wie einer nach dem anderen von ihnen, den Mächten, an der Aufgabe, der Unsterblichkeit und nicht zuletzt an den Menschen zerbrach. Vor allem aber geht es um sie selbst, die sich mit ihrer Aufgabe nicht anfreunden kann, sich von den anderen Mächten nicht verstanden und einsam fühlt, und sie ständig auf der Suche ist. Vielleicht nach Ruhe, vielleicht nach Verstehen. Und am Ende stellt sich heraus, dass die Mächte vielleicht unsterblich sind, die Personen, die sie darstellen, aber nicht. „Ich starb unsichtbar und lautlos. Und dann. Dann kam eine neue Zeit.“ Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt – Der Anfang der Zeit, Der Ozean im Meer, und Das Ende der Zeit – die jeweils relativ kurze, manchmal nur ein, zwei Sätze umfassende Kapitel beinhalten. Lilly Lindner wird immer wieder für ihr Sprachgefühl gelobt und gilt als Ausnahmetalent der deutschen Literatur. Doch genau diese Sprache funktionierte für mich dieses Mal nicht. Während ich in Was fehlt, wenn ich verschwunden bin hineinsank, fand ich zu Die Autobiografie der Zeit keinen Zugang. Die Sprache wirkte oft gewollt poetisch, zu konstruiert, was sie unglaublich anstrengend zu lesen machte. Die Interpunktion ist mühselig, der Verlauf der Geschichte zäh. Die Leichtigkeit Lindners Sprache, von der Kritiker immer schwärmen, war hier nicht vorhanden. Hier nutzte sie ihr Sprachgefühl, um eine ungeheure Sperrigkeit und Schwere zu erzeugen. Das sind vermutlich beabsichtigte Stilmittel der Autorin, ich vermute, um die Schwermütigkeit der Zeit und ihr unterbrochenes Selbst zu unterstreichen, und sie machen den Roman zu einem durchdachten Werk. Trotzdem fühlte ich mich immer außen vor und konnte mit der Zeit kaum mitfühlen. Die Illustrationen von Lisa Wöhling in diesem Buch sind wunderschön und stellen mit ihrem leichten Aquarellstil einen Bruch zur sperrigen Sprache dar.

Ein kleines Meisterwerk!
von Jasmin am 12.05.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Die Autobiographie der Zeit" besteht aus zahlreichen kleinen Kapiteln in denen es um ein junges Mädchen geht, das zur Zeit wird. Sie hat drei Freunde: Kevin, der Raum. David, die Beständigkeit. Shay, der Abgrund. Und "Ich bin die Zeit" (Seite 11) Ich habe schon einige Bücher von Lilly Lindner gelesen und bis jetzt... "Die Autobiographie der Zeit" besteht aus zahlreichen kleinen Kapiteln in denen es um ein junges Mädchen geht, das zur Zeit wird. Sie hat drei Freunde: Kevin, der Raum. David, die Beständigkeit. Shay, der Abgrund. Und "Ich bin die Zeit" (Seite 11) Ich habe schon einige Bücher von Lilly Lindner gelesen und bis jetzt haben mich ihre Romane/Autobiographien immer zu Tränen gerührt. Doch dieses Buch ist anders, als alles was ich von Lilly Lindner bis jetzt lesen durfte. Diesmal schreibt sie nicht schonungslos über ihr eigenes Leiden, sondern beschreibt aus dem Sichtpunkt der Zeit das Leiden der Menschen auf der ganzen Welt. Die Kapitel bestehen teilweise nur aus wenigen Sätzen, doch diese wurden sorgsam gewählt und treffen genau ins Herz. Ich konnte das Buch den ganzen Abend nicht aus den Händen legen und alles um mich herum schien vergessen zu sein, während ich der Zeit und ihren Freunden folgte. Lilly Lindner ist für mich ein Ausnahmetalent. Ihre Bücher sind beeindruckend, erschreckend ehrlich und jeder einzelne Satz bewegend. Man merkt, wie wichtig der Autorin Worte sind und dass diese für sie in schweren Zeiten ein Strohhalm waren, an dem sie sich festklammern konnte. Wenn ich ihre Bücher lese, dann habe ich das Gefühl das Worte alles sind, was zählt. Ein wundervolles Gefühl! Ich kann zwar nicht sagen, dass "Die Autobiographie der Zeit" mein liebstes Werk von ihr ist, aber selbst das Schwächste ihrer Bücher zählt zu meinen Favouriten. Mit den kurzen Absätzen hält sie sich zwar, was die Wortanzahl angeht, zurück aber dafür gibt sie dem Leser sehr viel Raum und selbst nachzudenken und über die Aussage ihres Buches zu grübeln. Das hat mir unglaublich gut gefallen und die Gedanken die ich mir zu diesem Werk machen durfte, werden mich noch viele Tage begleiten. ~ FAZIT ~ Wieder einmal konnte mich Lilly Lindner zu Tränen rühren und mich mit ihren Worten bewegen. Deshalb kann ich euch dieses kleine, wundervolle Büchlein voller Weisheiten und Poesie nur ans Herz legen!