Das Traumbuch

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

Nina George

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Beschreibung

Es gibt kein Richtig. Es gibt kein Falsch. Es gibt nur das, was ungetan geblieben ist.

Ein Unfall verändert die Leben dreier Menschen: Edwinna, genannt Eddie, die Verlegerin für Phantastische Literatur mit besonderem Gespür für das Wunderbare. Sam, der hochbegabte 13-Jährige, der Klänge als Farben sieht und Menschen, Orte oder Stimmungen intensiver wahrnimmt als andere. Und Henri, Eddies einstiger Geliebter sowie Sams Vater. Der ehemalige Kriegsreporter war nach dem Unfall acht Minuten lang tot und kämpft nun darum, aus dem Koma zu erwachen. Denn von dort, wo er beinah verloren gegangen ist, bringt er eine Botschaft für die, die er liebt. Nina George erzählt von den unbekannten Welten zwischen Leben und Tod, Realität und Traum – und von den kleinen Momenten, in denen sich Türen zu ganz anderen Lebenswegen öffnen, die zu gehen wir uns nur nicht trauen.

Nina George, geboren 1973, schreibt Romane, Sachbücher, Thriller, Reportagen, Kurzgeschichten sowie Kolumnen. Ihr Roman "Die Mondspielerin" erhielt 2011 die DeLiA, den Preis für den besten Liebesroman.Ihr Roman "Das Lavendelzimmer" stand weit über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, wurde in 30 Sprachen übersetzt und eroberte auch international die Bestsellerlisten, so in den USA, in England und Italien. Nina George ist Beirätin des PEN-Präsidiums und Sprecherin der Initiative Fairer Buchmarkt.

Jacob Weigert ist Schauspieler, Hörbuchinterpret und Synchronsprecher. Einem breiten Publikum wurde er durch die Rolle des Enrique Vegaz in der TV-Serie "Anna und die Liebe" oder durch Auftritte in der Hörspielserie "TKKG" bekannt.

Richard Barenberg hat in Leipzig Schauspiel studiert und fühlt sich auf der Bühne ebenso Zuhause wie vor der Kamera oder vor dem Mikrofon. Seine warme, unwiderstehliche Stimme und seine kluge Interpretation garantieren ein echtes Hörerlebnis.

Cathlen Gawlich spielte nach ihrem Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« an zahlreichen renommierten Bühnen wie dem Deutschen Theater Berlin, dem Maxim Gorki Theater und der Staatsoper Berlin. Regelmäßiger Gast ist sie an der Schaubühne Berlin. In Film und Fernsehen war sie beispielsweise in "Nachtgestalten" von Andreas Dresen sowie als Hauptprotagonistin in der RTL-Serie "Die Sitte" zu sehen. Darüber hinaus ist Cathlen Gawlich eine äußerst wandelbare Sprecherin. Sie ist unter anderem die feste Snychronstimme von so unterschiedlichen Frauen wie Elizabeth Banks, Leslie Bibb und Spongebobs Freundin Sandy, dem Hamster. Auch in zahlreichen Hörbüchern und Hörspielen sorgt sie mit ihren lebhaften und klugen Interpretationen für beste Unterhaltung.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Richard Barenberg, Cathlen Gawlich, Jacob Weigert
Spieldauer 589 Minuten
Erscheinungsdatum 17.03.2016
Verlag Argon
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783839814642

Buchhändler-Empfehlungen

Alina Borzenkova, Thalia-Buchhandlung Trier

Die einen werden es lieben, die anderen nicht. Ich bin sonst nicht der Nina George Leser, doch ihr Umgang mit dem Thema war interessant. Mal realistisch, mal traumhaft, bietet Sie einem Stoff um selbst einmal über den Tod und seine Auswirkungen nachzudenken. Mir hat es gefallen.

Ganz anders, aber wieder wunderbar und weise

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Nina George muss ich Ihnen sicherlich nicht mehr vorstellen. Spätestens seit 2013 ihr Buch „Das Lavendelzimmer“ erschienen ist, ist sie eine der deutschen Autorinnen par excellence. Wer kann denn schon von sich sagen, dass sein Roman in 36 Sprachen übersetzt wurde und es dann auch noch geschafft hat in den USA sowohl in die NY-Times-Bestsellerliste als auch in die Indiebound-Liste aller Independent-Buchläden zu kommen? Der jetzt als Taschenbuch erschienene Titel „Das Traumbuch“ ist bereits 2016 als Hardcover mit einem ganz anderen Cover erschienen. Seitdem hat die Autorin noch zwei weitere Bücher geschrieben. Diese drei letzten Bücher sind schon sehr unterschiedlich zu „Die Mondspielerin“ und „Das Lavendelzimmer“. Es eint sie allerdings die poetische Sprache und die Weisheit und Empathie der Autorin. Dieses Buch spielt zur Abwechslung einmal nicht in Frankreich, sondern in London im Wellington-Hospital. In diesem Hospital treffen die 4 Protagonisten aufeinander: - Henri, ein ehemaliger Kriegsreporter, der nach einem Unfall im Koma liegt und darum kämpft zurück ins Leben zu kommen. - Sam, sein dreizehnjähriger Sohn, der in einem One-Night-Stand mit der Kriegsfotografin Mariefrance gezeugt wurde. - Edwinna, genannt Eddie, die ehemalige Geliebte von Henri - Maddie, ein Mädchen, das seine ganze Familie bei einem Autounfall verloren hat und nun ebenfalls im Koma liegt Eigentlich wollte Henri endlich seinen Sohn Sam kennenlernen, den er seit der Geburt nie wiedergesehen hat. Doch ein Autounfall macht dieses zunichte. Stattdessen liegt er im Wellington-Hospital im Koma. Sein Sohn Sam, ein ganz besonderer Junge, der die Welt anders als andere Menschen wahrnimmt, besucht ihn jeden Tag gegen den Willen seiner Mutter. Im Krankenhaus lernt Sam Eddie kennen, die letzte große Liebe von Henri. Doch diese Liebe durfte nicht sein, denn Henri hatte Angst vor zu viel Nähe. Trotzdem hat er ausgerechnet Eddie die Patientenverfügung über sein Leben überlassen. Und dann ist da noch Maddie, ein Mädchen, das Sam eigentlich per Zufall entdeckt. Aber dieses Mädchen, das niemanden mehr hat und schon seit einiger Zeit im Koma liegt, berührt ihn zutiefst. Und so erzählt Nina George in ihrem aktuellen Roman von Liebe und Leid, von Nähe, von der Angst vor der Nähe, dem Leben, der Liebe und dem Tod. Es ist wieder ein großartiger Roman geworden, der uns von der Endlichkeit des Lebens erzählt. Man muss sein Leben jetzt und heute leben, denn es gibt kein zweites. Oder falls doch, ist es auf jeden Fall ein ganz anderes, in dem wir die Fehler nicht wiedergutmachen können. Es ist ein Buch, welches zwischen den Welten der Lebenden, der im Zwischenstadium Gefangenen und der Toten hin- und herwechselt. Sie beschreibt wechselnd aus den Perspektiven von Henri, der in seinen Träumen gefangen ist, wobei diese wiederkehrenden Träume jedes Mal etwas anders sind. Von Eddie, die sich an ihre Zeit mit ihrem Vater und Henri erinnert und von Sam, der einfach hofft, dass es eine Zukunft für ihn mit seinem Vater und Maddie geben kann. Dieses Buch sollte man zweimal lesen. Beim ersten Mal wird man ganz in die Geschichte hineingezogen. Man muss immer weiterlesen, denn man will unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht. Man eilt durch das Buch, wohl wissend, dass man ganz viel verpasst. Und dann beim zweiten Mal kann man es genießen - diese wunderbare Sprache, diese Worte und Wortschöpfungen, die ganz genau die Gefühle beschreiben, die man selbst auch beim Lesen empfindet. Diese klugen Gedanken, diese Weisheit über die Menschen, ihre Defizite, ihr Unvermögen in Liebesdingen. Aber dieses Buch hat mir auch Angst gemacht. Angst um die Autorin, die sich so tief in die Menschen hineindenken kann. Woher weiß sie dies alles? Ist so ein Leben nicht unglaublich schwierig, wenn man so offen für Gefühle ist? Zerbricht man daran nicht? Trotz der tragischen Geschichte ist es wieder ein grandioses Buch geworden. Es ist zwar ganz anders als die anderen. Es ist nicht einfach. Es ist nicht kitschig. Es ist einfach wunderbar, anders und besonders! Ich liebe es und hoffe, dass ich mir irgendwann die Zeit nehmen kann, es noch einmal ganz in Ruhe zu lesen. Denn das hat dieses Buch unbedingt verdient!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
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Es gibt so viel mehr zwischen Leben und Tod.
von tines_bookworld aus Berlin am 31.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Das Traumbuch" beschäftigt sich mit der Frage, ob da noch mehr ist zwischen Leben und Tod. Wenn man im Koma liegt, was bedeutet das? Wo ist man? Lebt man? Die Autorin begegnet dieser Thematik unglaublich tiefgründig, zeigt wissenschaftliche und philosophische Sicht auf und lädt den Leser zum Nachdenken ein. Wir begleiten Hen... "Das Traumbuch" beschäftigt sich mit der Frage, ob da noch mehr ist zwischen Leben und Tod. Wenn man im Koma liegt, was bedeutet das? Wo ist man? Lebt man? Die Autorin begegnet dieser Thematik unglaublich tiefgründig, zeigt wissenschaftliche und philosophische Sicht auf und lädt den Leser zum Nachdenken ein. Wir begleiten Henri, der im Koma "lebt", die wichtigen Wendepunkte seines Lebens in Revue passieren lässt und die Möglichkeiten sieht, falls er sich anders entschieden hätte. Eddie, die niemals wirklich über die Trennung von Henri hinweggekommen ist und einen Weg sucht, Henri zu erreichen. Und Sam, Henris Sohn, der seinen Vater nie kennengelernt hat und nun herausfinden will, wer er ist. Die Charaktere wurden alle so gut ausgearbeitet, man hat mit jedem gelitten und keine Sichtweise kam zu kurz. Sämtliche Emotionen, von Angst, Trauer und Wut bis zu Hoffnung, Freude und Glück, sind vertreten und wechseln sich kontinuierlich ab. Der Schreibstil ist leicht und schwer zugleich, man fliegt durch die Seiten, beschäftigt sich aber noch tagelang danach mit der Geschichte. Es war wunderschön zu lesen. Das Ende schließlich hätte ich so niemals erwartet und hat mich fast zum Weinen gebracht. Die Grenzen verschwinden und es tun sich ganz neue Wege auf. Denn es gibt so viel mehr zwischen Leben und Tod. Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe, ist die zwischenzeitliche Langatmigkeit. Einige Szenen hätte man raffen können, da die Philosophie dabei solche Dimensionen angenommen hat, dass die Handlung auf der Stelle getreten ist. Ansonsten ist "Das Traumbuch" aber unglaublich empfehlenswert, besonders, wenn man seinen Horizont erweitern und sich auch jenseits von Wissenschaft mit dem Thema "Koma" beschäftigen möchte. Ich vergebe 4/5 Sterne.

Zwischen Leben und Tod
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Etwas zu erzählen, was nicht mit Worten zu fassen ist – das ist die Magie der Literatur“ (Seite 111). Henri ist auf dem Weg zum Treffen mit seinem Sohn, als ein unerwartetes Ereignis seine Pläne durchkreuzt. Nach einem lebensbedrohlichen Unfall liegt er im Koma. Sam ist Henris unehelicher Sohn. Seine Mutter hasst den Erze... „Etwas zu erzählen, was nicht mit Worten zu fassen ist – das ist die Magie der Literatur“ (Seite 111). Henri ist auf dem Weg zum Treffen mit seinem Sohn, als ein unerwartetes Ereignis seine Pläne durchkreuzt. Nach einem lebensbedrohlichen Unfall liegt er im Koma. Sam ist Henris unehelicher Sohn. Seine Mutter hasst den Erzeuger ihres Kindes und verweigert dem Jungen aus diesem Grund jeglichen Kontakt zu ihm. Doch den Besuch im Krankenhaus lässt sich Sam nicht verwehren. Dafür schwänzt der sensible, hochbegabte Junge den Unterricht. Als dritte Protagonistin taucht Eddie auf. Auf sie hat Henri seine Patientenverfügung ausgestellt, obwohl sie seit Jahren getrennt sind. Alle drei erzählen die Geschichte jeweils aus ihrer Sicht. Während die Tage nach dem Unglück genauer angesehen werden, schaut die Autorin in die innersten Gedanken von Henri, Sam und Eddie. So entstand ein aufwühlender, emotionaler Roman, in dem deutlich wird, dass es „mehr [gibt] zwischen Leben und Tod als wir von hier aus sehen können“ (Seite 408). Die mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin Nina George (*1973) hat drei Romane geschrieben, in denen sie sich mit dem Tod auseinandersetzt. Auf diese Art versuchte sie, den Verlust ihres Vaters zu verarbeiten. „Die Mondspielerin“, den ersten Roman dieser Reihe, kenne ich noch nicht. Doch „Das Lavendelzimmer“ hatte sich sofort in mein Herz geschlichen. Es landete in meiner persönlichen literarischen Apotheke, die nun durch „Das Traumbuch“ ergänzt wird.

Das Traumbuch - Nina George
von einer Kundin/einem Kunden aus Solingen am 22.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Traumbuch von Nina George hat mich von Seite eins in den Bann gezogen. George verführt, mit einem flüssigen und metaphorischen Schreibstil, die Leser in eine emotionale Achterbahn. Sie erzählt von all den Momenten und von all den getroffenen und nicht-getroffenen Entscheidungen, die das Leben beeinflussen sowie von der St... Das Traumbuch von Nina George hat mich von Seite eins in den Bann gezogen. George verführt, mit einem flüssigen und metaphorischen Schreibstil, die Leser in eine emotionale Achterbahn. Sie erzählt von all den Momenten und von all den getroffenen und nicht-getroffenen Entscheidungen, die das Leben beeinflussen sowie von der Stärker und Bedeutung der Gefühle. Alle drei Protagonisten stehen nach dem großen Unfall vor unendlich vielen Herausforderungen, die allesamt authentisch aufgefangen und mit dem Schicksal der anderen Personen verwoben werden. Dem Leser wird die Geschichte aus allen drei Perspektiven erzählt, was die Spannung und Emotionalität der Geschichte steigert. Das Buch löst gleichzeitig glückliche und traurige Gefühle aus, in dem realistisch und magisch vom Leben, Tod und den Welten dazwischen berichtet wird. Die Lektüre hat mich einige Tage emotional mitgenommen und im Gefühlsrausch zurückgelassen. Einzig das Ende war mir an einigen Stellen zu inszeniert. Trotz dessen kann ich das Buch jedem empfehlen, der die Bedeutung der Zeit, des Lebens, der Hoffnung und des Trostes spüren möchte. Die Geschichte berührt das Herz.


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