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Weil sie das Leben liebten

Roman

Charlotte Roth

(16)
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Beschreibung

Berlin Ende der 1920er Jahre: Die junge Franka hat nur einen Wunsch – sie möchte Zoologie studieren. Ihre strengen Eltern und die Weltwirtschaftskrise machen ihren Traum zunichte, doch immerhin gelingt es ihr, eine Stelle als Tierpflegerin im Berliner Zoo zu bekommen. Die Arbeit mit den geliebten Tieren geht ihr über alles, ihnen schenkt sie ihre ganze Liebe – nicht den Menschen. Nur ganz allmählich fasst sie Zutrauen zu dem Tierarzt Carl, der vom Leben ähnlich gebeutelt wurde wie sie. Dann lernt sie den faszinierenden Adam kennen und lieben. Doch Adam ist Sinti, und inzwischen haben die Nazis die Macht in Deutschland ergriffen. Adams Leben ist in höchster Gefahr, und Franka ist bereit, für ihn zu kämpfen – und für ihre Tiere. Fortan weiß sie nicht mehr, wem sie trauen kann …

"Ein hinreißend lebendiger Roman, der auch an das Flusspferd Knautschke erinnert, das nach dem Krieg für viele Berliner zum Symbol des Überlebenswillens der Stadt wurde." Petra (Buch-Extra), 01.07.2016

Charlotte Roth, Jahrgang 1965, ist gebürtige Berlinerin, Literaturwissenschaftlerin und seit zehn Jahren freiberuflich als Autorin tätig. Charlotte Roth hat Globetrotter-Blut und zieht mit Mann und Kindern durch Europa. Sie lebt heute in London, liebt aber Berlin über alles.Ihr Debüt, „Als wir unsterblich waren“, war ein Bestseller, dem seitdem zahlreiche weitere Romane über Frauenschicksale vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte folgten.

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 01.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-51729-1
Verlag Knaur Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,6/3,4 cm
Gewicht 401 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 30360

Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Eine rührende Geschichte über ein wirklich schwieriges Thema.

das Leben lieben, in jeder Kreatur der Schöpfung

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein wichtiges "Zeitzeugnis", gut verpackt in eine Geschichte um des Berliner liebstes Ausflugsziel "Zoo". Die Unmenschlichkeit der Nazizeit einerseits und die mutigen, engagierten, menschlichen Helfer andererseits dürfen einfach NIE vergessen werden. Und Charlotte Roth schafft es, diesen beiden Strömungen Gesichter zu geben, die haften bleiben, nicht einfach nur schwarz weiß sind, sondern zum Nachdenken anregen, ab welchem "Wegsehen" man zum Mittäter wird... Die Story entwickelt sich langsam (mir war das streckenweise zu langsam), bis sich die zumindest laut Klappentext benannten Hauptfiguren treffen, vergehen 2/3 des Romans. Die meisten Figuren wirken sehr zerrissen in ihren Gefühlen, Erfahrungen, Tun - im Nachhinein betrachtet ein gutes Stilmittel, die Befindlichkeiten des deutschen Volkes in seinem kleinen tägliche Alltag aufzuzeigen. Aufgrund des Themas kein ganz einfacher Schmöker.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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Interessant und bewegend
von Susi Aly am 09.07.2017

Von den ersten beiden Romanen der Autorin war ich unglaublich begeistert, so daß mein Herz gleich höher schlug, als ein neues erschien. Doch ich weiß nicht, woran es lag, daß mich dieses Buch nicht ganz so begeistert hat. Vielleicht lag es daran, daß ich gerade zu Franka keine richtige Bindung aufbauen konnte. Sie war nicht gr... Von den ersten beiden Romanen der Autorin war ich unglaublich begeistert, so daß mein Herz gleich höher schlug, als ein neues erschien. Doch ich weiß nicht, woran es lag, daß mich dieses Buch nicht ganz so begeistert hat. Vielleicht lag es daran, daß ich gerade zu Franka keine richtige Bindung aufbauen konnte. Sie war nicht greifbar genug und entglitt mir immer wieder. Bei Kirschla dagegen habe ich die Leidenschaft und die Tiefe ihrer Emotionen sehr gut spüren können. Wie gewohnt wartet auch hier die Autorin mit einer sehr schmerzlichen und brisanten Thematik auf. Wir bewegen uns im Zeitraum von 1923 - 1945, dabei ist das Buch in 5 gegliedert, die einzelnen Kapitel sind dabei normal bis lang gehalten. Sie schreibt sehr lebendig , mit Leidenschaft und ganz viel Herzblut und doch hatte ich das Gefühl mir fehlte etwas. Der Einstieg gelang mir zunächst recht gut, doch leider hatte ich das Gefühl, Franka nicht näher zu kommen. Obwohl sie eigentlich eine recht interessante und facettenreiche Persönlichkeit ist. Mit Menschen kann sie nicht viel anfangen, mit Tieren dafür umso mehr. Ihr Elternhaus ist nicht einfach, so wird sie auch immer mehr von ihrem Traum einmal Zoologin zu werden entfernt. Doch für Franka gibt es einen anderen Weg mit Tieren zu arbeiten und man spürt einfach wofür ihr Herz schlägt. Aber es geht hier nicht nur um Franka. Es geht um Carl, Kirschla, Tokeli, Anita und auch um Frankas Onkel. Die Entwicklung von letzterem fand ich besonders interessant und hätte ich so nicht erwartet. Besonders berühren konnte mich aber Kirschla, sie mochte ich besonders gern. Wir erfahren hierbei verschiedene Perspektiven, z.b. von Franka, Kirschla und auch Anita. Was zwar erstmal viel wirkt , aber entgegen meiner Erwartungen , hat mir das keine Probleme bereitet. Man taucht in eine geschichtliche Zeit ein und erfährt erschreckendes, aber auch bewegendes. Dabei hat die Autorin wirklich eine sehr tolle und lebendige Art dies alles zu beschreiben. Immer wenn sie mit mir in diese Zeit reist, habe ich das Gefühl dies hautnah mitzuerleben , was es natürlich umso intensiver macht. Sie beleuchtet es sehr gut und lässt dabei nichts außen vor. Es hat mich fasziniert, gefesselt und mitgerissen. Je mehr man eintaucht, umso weniger kann man sich wieder lösen und doch hätte ich mir teilweise gewünscht man hätte es noch intensiver behandelt. Leider war es stellenweise aber auch etwas langatmig und die Spannungsmomente kamen an einigen Stellen einfach nicht richtig heraus. Auch hier gab es wieder Erkenntnisse und Begebungen, die ich noch nicht wusste. Es hat mich wirklich nicht kalt gelassen, dafür war es zu bewegend und schmerzvoll. Die Zeit selbst sagt schon viel darüber aus, womit man es hier zutun bekommt. Die Autorin hat es geschafft mit einigen Wendungen, mich wirklich zu überraschen. Was sehr gut gelungen war und dem Ganzen nochmal Auftrieb verschafft hat. Schlussendlich hat sie auch hier wieder einen bewegenden und interessanten Roman zu Papier gebracht. Er bewegt, macht vieles bewusst und man wird mit allerhand konfrontiert. Dennoch konnte ich mich nicht ganz fallen lassen. Ich hoffe, das gelingt ihr mit ihrem nächsten Roman wieder mehr. Hilfreich fand ich am Ende des Buches, das Glossar, das noch einmal einiges erklärt. Fazit: Ein weiterer bewegender, aber auch schmerzlicher Roman aus der Feder von Charlotte Roth. Obwohl er sehr interessant und emotional war, konnte er mich leider nicht so begeistern, wie ihre vorherigen. Nichtsdestotrotz hat sie aber auch hier wieder ein sehr gutes Thema erörtert und interessante Charaktere aufs Papier gebracht. Besonders ihre Liebe zu Tieren spricht sehr heraus. Ich hoffe einfach, ihr nächster gibt mir einfach wieder mehr. Von mir gibt es daher nur 3,5 Punkte. Trotzdem gebe ich eine klare Leseempfehlung aus, denn auch diesen Roman finde ich sehr wichtig und lesenswert.

Tolles Stück Geschichte aus einer besonderen Perspektive
von Nadine am 11.04.2017

Ein zart-besaiteter Charakter und ein so selten dagewesener Schauplatz für eine Geschichte über den Nationalsozialismus! Ein weiteres tolles Buch von Charlotte Roth!

Ein gelungener aber auch schockierender Roman
von Isin I. aus Zürich am 09.02.2017

Wie die anderen beiden Bücher der Autorin Charlotte Roth ,die ich regelrecht verschlungen habe, hat mich dieses auch wieder tief berührt. Es handelt sich auch bei diesem Buch nicht um einen reinen Liebesroman. Besonders in diesem Werk möchte die Autorin neben der Unterhaltung durchaus Wichtiges und Profundes über den Menschen ... Wie die anderen beiden Bücher der Autorin Charlotte Roth ,die ich regelrecht verschlungen habe, hat mich dieses auch wieder tief berührt. Es handelt sich auch bei diesem Buch nicht um einen reinen Liebesroman. Besonders in diesem Werk möchte die Autorin neben der Unterhaltung durchaus Wichtiges und Profundes über den Menschen und die Deutsche Geschichte mitteilen. Wie der Klappentext verrät, entführt uns die Autorin ins Berlin Ende der 1920er Jahre. Die junge Franka liebt Tiere über alles und so wünscht sie sich nichts sehnlicher als Zoologie zu studieren. Doch die Weltwirtschaftskrise und ihr strenges Elternhaus machen diesen Traum zunichte. So beginnt sie als Tierpflegerin im Berliner Zoo zu arbeiten. Dort lernt sie den Tierarzt Carl kennen, und freundet sich mit ihm an. Als Franka eines Tages den faszinierenden Adam kennenlernt, verliebt sie sich schnell und heftig in ihn. Doch die Liebe der beiden steht unter keinem guten Stern, denn inzwischen haben die Nazis das Regiment in Deutschland übernommen und Franka fürchtet um Adam's Leben ... Charlotte Roth schreibt ihre Geschichten nicht einfach auf. Nein, sie lebt diese Geschichten mit Worten, so lebendig, so nah und macht mich zu einem Teil davon. Sie hat mich abgeholt und mit genommen auf die Reise in eine Zeit, die ich nur aus Erzählungen kenne und die so wichtig ist. Ihr Schreibstil ist emotional und atmosphärisch, einfach brilliant. Ein gelungener aber auch schockierender Roman.

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