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Die Allee der verbotenen Fragen

Roman

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Ihr Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe öffnet Akelei die Augen: Sie ist nicht mehr das junge Mädchen, dem die ganze Welt offen steht, sondern eine pummelige, mittelalte Frau im pastellgrünen Mantel. Als Finn, ihre Sandkastenliebe, als Spiegelung in der Scheibe hinter ihr auftaucht, kann sie es nicht glauben. Denn auf mysteriöse Weise verschwand er vor 18 Jahren aus Akeleis Leben. Sie erkennt ihre letzte Chance – auf Abenteuer, auf Glück, auf Liebe – und folgt Finn, ohne nachzudenken. Ohne zu wissen, wohin. So geht sie auch einen Weg zurück: in ihre Kindheit, in die Erinnerung und in die Allee der verbotenen Fragen.
Rezension
"Der neue Roman der Usedomer Autorin erzählt eine ungewöhnliche Geschichte, die mit ihrer ebenso zauberhaften wie frechen Sprache begeistert."
Schweriner Volkszeitung, 23.05.2016
Portrait
Antonia Michaelis, 1979 geboren, begann bereits als Kind zu schreiben. Sie ist eine renommierte Autorin von zahlreichen Büchern und Theaterstücken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihr Roman „Der Märchenerzähler“ wurde für den Deutschen Jugendbuchpreis und den Buxtehuder Bullen 2012 nominiert. Antonia Michaelis lebt mit ihrer Familie in einem Dorf nahe der Insel Usedom.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783426424988
Verlag Knaur eBook
Dateigröße 699 KB
eBook
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Allee der verbotenen Fragen
von Ikopiko aus Hesel am 28.10.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Johann ist Engländer und macht vor Beginn seines Studiums eine Reise durch Deutschland. Als er sich eine Kirche und den dazugehörigen Friedhof ansieht, steht er auf einmal vor seinem eigenen Grab. Der Pastor händigt ihm daraufhin ohne weitere Erklärungen einen Koffer aus. Die geplante Reise ist damit vorbei, und... Johann ist Engländer und macht vor Beginn seines Studiums eine Reise durch Deutschland. Als er sich eine Kirche und den dazugehörigen Friedhof ansieht, steht er auf einmal vor seinem eigenen Grab. Der Pastor händigt ihm daraufhin ohne weitere Erklärungen einen Koffer aus. Die geplante Reise ist damit vorbei, und Johann versucht, dieses Rätsel zu lösen. Akelei ist Ende dreißig und eigentlich mit ihrem Leben zufrieden. Sie hat einen Mann, ist finanziell abgesichert und die Tagesabläufe sind geregelt. Doch dann wirft sie ein Spiegelbild völlig aus der Bahn. Sie glaubt, ihre Jugendliebe Finn gesehen zu haben. Tatsächlich ist es Johann, der dem jungen Finn sehr ähnlich sieht. Akelei folgt ihm nun auf Schritt und Tritt. Immer in einer Tasche dabei: ein lebendiges Huhn! Es sollte ursprünglich ihr Abendessen werden … „Die Allee der verbotenen Fragen“ von Antonia Michaelis fand ich zu Anfang sehr verwirrend. Zeitweise fragte ich mich, ob es sich um Science Fiction handelt. Dann fügten sich wieder Puzzleteile zusammen, die eine Lösung des Rätsels um die Verbindung der beiden näher brachte. Obwohl die Geschichte eigentlich traurig ist, denn Akelei läuft ihrem verlorenen Glück hinterher, gibt es immer wieder tragisch-komische Szenen, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Einen großen Anteil daran hatte das Huhn – zeitweise Akeleis einzige Vertraute.

Wunderbares Werk einer einmaligen Autorin!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 31.07.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Antonia Michaelis ist eine einmalige Autorin. In dem Buch "Die Allee der verbotenen Fragen" geht es um die Protagonistin Akelei, die eines Tages durch einen Blick in ein Schaufenster erwacht und feststellt, dass sie weder die ist, die sie dachte zu sein, noch das Leben führt, das sie immer... Antonia Michaelis ist eine einmalige Autorin. In dem Buch "Die Allee der verbotenen Fragen" geht es um die Protagonistin Akelei, die eines Tages durch einen Blick in ein Schaufenster erwacht und feststellt, dass sie weder die ist, die sie dachte zu sein, noch das Leben führt, das sie immer führen wollte. Als sie in eben diesem Schaufenster dann den vor 18 Jahren verschwundenen Nachbarsjungen Finn entdeckt, folgt sie ihm kurzerhand und begibt sich auf eine Reise, auf der sie sich mit allerhand Fragen, vor allem sich selbst betreffend, auseinander setzen muss. Die Geschichte ist zugleich witzig und traurig, sie berührt durchgehend und regt ebenso zum Nachdenken an. Antonia Michaelis schreibt einfühlsam und warmherzig. Sie traut sich über unangenehme, andere Themen zu schreiben, über die mit Sicherheit nicht Jedermann lesen will. Sie setzt sich mit diesen Themen auseinander, sorgt dafür, dass der Leser dies ebenfalls tut und geht dafür außergewöhnliche, einmalige Wege, die mit Sicherheit auch nicht Jedermanns Sache sind. Antonia Michaelis erzählt die Geschichte aus der Perspektive eines personalen Erzählers, der abwechselnd die Charaktere Akelei und Johann fokussiert. Sie stiftet Verwirrung, gibt dem Leser einige Fragen auf, so dass dieser das Buch vor Spannung nicht aus der Hand legen will. Auch fantastische Elemente weiß sie in die Geschichte mit einzuweben. Die Charaktere gelingen der Autorin echt, was für die menschlichen ebenso gilt, wie für die tierischen.

Ungewöhnliche Zeit- und Deutschlandreise
von einer Kundin/einem Kunden aus Herbstein am 17.05.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch: Das Außergewöhnlichste an Mittdreißigerin Akelei ist ihr Vorname. Ansonsten führt sie ein geordnetes, unaufgeregtes Leben und kann weder ihrem Ehemann, ihrem Job noch ihrem Beruf besondere Begeisterung entgegenbringen. Niemand also, dem man eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland zutrauen würde - bis Akelei in einer Schaufensterscheibe ihren Jugendfreund... Das Buch: Das Außergewöhnlichste an Mittdreißigerin Akelei ist ihr Vorname. Ansonsten führt sie ein geordnetes, unaufgeregtes Leben und kann weder ihrem Ehemann, ihrem Job noch ihrem Beruf besondere Begeisterung entgegenbringen. Niemand also, dem man eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland zutrauen würde - bis Akelei in einer Schaufensterscheibe ihren Jugendfreund Fin zu sehen glaubt, der vor 18 Jahren spurlos verschwand. Bevor sie näher darüber nachdenken kann, hat sich Akelei an die Spur des Fremden geheftet, tatkräftig unterstützt von einem Huhn, das eigentlich als Sonntagsbraten enden sollte... Zeitgleich steht der junge Engländer Fin Paul Smith, der das norddeutsche Heimatdort seiner Eltern besucht, vor einem Grabstein, der seinen Namen trägt. Der Dorfpfarrer drückt ihm einen Koffer in die Hand, der ein merkwürdiges Sammelsurium an Erinnerungsstücken enthält - und eine Adresse in Berlin. Fin Paul macht sich auf den Weg, um das Geheimnis um Grabstein und Koffer zu lüften, immer verfolgt von einem geheimnisvollen Mann in einem grauen Wollpullover... Meine Meinung: Die Bücher von Antonia Michaelis leben davon, dass sie in poetischer Sprache nicht ganz alltägliche Geschichten erzählt, moderne Märchen quasi. Wer sich darauf einlassen kann, dass die Grenze zwischen Traum und Realität zeitweise verschwimmt oder dass Hühner auftreten, die den Fernsehhund "Lassie" in den Schatten stellen, der wird auch in "Die Allee der verbotenen Fragen" wieder mit einer außergewöhnlichen Geschichte belohnt, die quer durch Deutschland und zeitweise auch in die jüngere deutsche Geschichte führt, in die Zeiten vor der Wende. Man bekommt einen Einblick in Akeleis Kindheit in der Kastanienallee, der titelgebenden "Allee der verbotenen Fragen". Alles hier entspricht den Regeln und ist wohlgeordnet, bis auf Familie Paul, mit denen Akelei keinen Kontakt haben darf. Aber gerade das Verbotene und Chaotische übt einen unwiderstehlichen Reiz auf Akelei aus und so freundet sich das Einzelkind aus dem linientreuen Arzthaushalt natürlich doch mit dem jüngsten Sprössling der "wilden" Familie Paul an. Die Zeitsprünge in der Geschichte fordern den Leser auf, selbst mitzurätseln was vor 18 Jahren geschah, warum Fin spurlos verschwand und was es mit dem unheimlichen Grabstein auf sich hat. Die Lösung allerdings ist dann doch eine Überraschung und bietet Diskussionsstoff. Besonders gefallen hat mir, dass sich die handelnden Personen nicht sofort in eine Schublade einsortieren lassen. Häufig musste ich im Verlauf des Buches meine gefasste Meinung über einige Nebencharaktere ändern und eigene Vorstellungen hinterfragen, ob nun über Akeleis zunächst farblos erscheinenden Ehemann oder ihre behütende, politisch engagierte Mutter. Auch das Huhn spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte und sorgt für einige komödiantische Szenen, unter anderem auf der Reeperbahn :breitgrins:. Hier pfeife ich gerne mal auf Realitätsnähe und lasse mich lieber gut unterhalten. Wer spannungsgeladene Geschichten mag, wird vor allem im letzten teil des Buches voll auf seine Kosten kommen. Einziges Manko: Das letzte Buch, das ich von Antonia Michaelis gelesen habe, "Paradies für alle", hat mich noch einmal auf einer ganz anderen Ebene berührt. "Die Allee der verbotenen Fragen" ist genauso gut gemacht, ist aber von der Thematik her etwas "leichter verdaulich".