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Codename Caesar

Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie. Ausgezeichnet mit dem 37. Geschwister-Scholl-Preis 2016

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„Jeden Tag hörte ich die Stimmen der Opfer, die ihr Leid herausschrien, um zu erzählen, was in den Gefängnissen geschieht. Niemand war da, um es zu bezeugen, niemand antwortete ihnen. Diese Toten haben mir die Verantwortung auferlegt, Zeugnis von ihren Qualen abzulegen, vor ihren Familien, der Menschheit und der freien Welt.“ Noch nie ist das brutale Wesen des Assad-Regimes so deutlich offenbart worden wie in diesem Buch. „Caesar“ – so sein Deckname – war Fotograf bei der syrischen Militärpolizei. Zwei Jahre lang musste er nach Beginn der Aufstände gegen Assad die Opfer des Regimes fotografieren: Leichen von Oppositionellen, die grausam zu Tode gefoltert worden waren. Rund 50.000 dieser Fotos hat er außer Landes geschmuggelt, als er 2013 aus Syrien floh. Garance Le Caisne ist es als einziger Journalistin gelungen, ihn ausfindig zu machen und mit ihm zu sprechen. Aus Caesars Berichten und den Geschichten von ehemaligen Häftlingen, die sie ebenfalls aufspüren konnte, ist hier ein Dokument unsäglichen Grauens entstanden. Es berichtet von Assads System der Folter, von der Routine des Mordens, dem Zynismus der Schergen, von physischen und psychischen Qualen unvorstellbarer Art. Während man im Westen schon wieder bereit ist, in Assad das kleinere Übel zu sehen, enthüllt dieses Buch das massenhafte Morden, das bis heute weitergeht.

Portrait

Garance Le Caisne ist freie Journalistin und schreibt für „Le Journal du Dimanche“ und „L’Obs“. Seit 1990 berichtet sie über den Nahen Osten. Nachdem sie mehrfach in das vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien gereist ist, hat sie sich auf die Suche nach „Caesar“ gemacht. Mehr als ein halbes Jahr dauerte es, bis sie ihn fand und sein Vertrauen gewann.

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  • Vorstellung der Syrer, die in diesem Buch als Zeugen
    auftreten

    Prolog

    1 Aufdecken. Bezeugen. Anklagen

    2 Beruf Leichenfotograf

    3 Aus Routine wird Grauen

    4 Die Archive des Todes

    5 Gemeinschaften und Religionen

    6 Zwischen den Fronten

    7 Bei den Familien der Verschwundenen sein

    8 Lebend hinauskommen, eine Pflicht

    9 Diplomatie der kleinen Schritte, ergebnislos

    10 Bericht in Washington

    Anmerkungen

    Anhänge 1 - 6

    Dank

    Ausgewählte Literatur






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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 249
Erscheinungsdatum 10.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-69211-6
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 20,3/12,3/2,2 cm
Gewicht 326 g
Originaltitel Opération César. Au coer de la machine de mort syrienne
Auflage 2
Übersetzer Stefan Lorenzer
Buch (Taschenbuch)
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Greueltaten am eigenen Volk unter dem aktuellen syrischen Regime
von einer Kundin/einem Kunden am 17.03.2016

Ich habe einen Dokumentarfilm zur 'Operation Ceasar' gesehen. 55 000 Fotos hat ein ehemaliger Fotograf der Militärpolizei aus dem syrischen Gulag herausgeschmuggelt. Sie erinnern uns an Bilder der im 2. Weltkrieg von den Alliierten befreiten KZs, an die Militärdiktaturen in Chile und Argentinien und an den Krieg in Ex-Jugoslawie... Ich habe einen Dokumentarfilm zur 'Operation Ceasar' gesehen. 55 000 Fotos hat ein ehemaliger Fotograf der Militärpolizei aus dem syrischen Gulag herausgeschmuggelt. Sie erinnern uns an Bilder der im 2. Weltkrieg von den Alliierten befreiten KZs, an die Militärdiktaturen in Chile und Argentinien und an den Krieg in Ex-Jugoslawien. Der syrische Diktator Baschar Al Assad und sein Geheimdienst Muchabarat verschleppen und töten ihr eigenes Volk und schalten Regimekritiker seit der vergessenen gescheiterten Revolution im Jahre 2011 systematisch aus. Erschütternd!