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Kind, versprich mir, dass du dich erschießt

Der Untergang der kleinen Leute 1945

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Monatelang brandete 1945 eine Selbstmordwelle durch Deutschland, die Tausende – Frauen, Männer und Kinder – in den Untergang riss. In welchen Abgrund hatten die Menschen geblickt, dass sie angesichts der Befreiung vom Dritten Reich nur im Tod einen Ausweg sahen? Aus der Sicht derer, die das unfassbare Geschehen selbst miterlebt haben, erzählt der Historiker Florian Huber von dem größten Massenselbstmord der deutschen Geschichte und seiner Verdrängung durch die Überlebenden – ein fesselnder Blick auf die Gefühle der kleinen Leute, die in ihren Untergang marschierten.
Portrait
Florian Huber, geboren 1967, promovierte als Historiker zur Besatzungspolitik der Briten in Deutschland. Er ist der Autor von historischen Büchern wie »Meine DDR. Leben im anderen Deutschland« und »Schabowskis Irrtum. Das Drama des 9. November«. Als Filmemacher hat Florian Huber preisgekrönte Dokumentarfilme zu zeitgeschichtlichen Stoffen produziert, darunter der Mauerfall, das mysteriöse Ende des Dichters Antoine de Saint-Exupéry sowie die Olympischen Spiele von 1936.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 02.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30898-4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,6/12,1/2,9 cm
Gewicht 290 g
Verkaufsrang 86.376
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Kind, versprich mir, dass du dich erschießt
von Ikopiko aus Hesel am 23.12.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

1945, das Ende des Zweiten Weltkrieges ist sicher. Die Deutschen haben den Hass vieler Länder auf sich gezogen. Nicht nur durch die reinen Kriegshandlungen, sondern insbesondere durch die „begleitenden“ Greueltaten. Dass die verantwortlichen Machthaber davor Angst haben zur Rechenschaft gezogen zu werden, war mir klar. Allen vorweg Adolf Hitler, der... 1945, das Ende des Zweiten Weltkrieges ist sicher. Die Deutschen haben den Hass vieler Länder auf sich gezogen. Nicht nur durch die reinen Kriegshandlungen, sondern insbesondere durch die „begleitenden“ Greueltaten. Dass die verantwortlichen Machthaber davor Angst haben zur Rechenschaft gezogen zu werden, war mir klar. Allen vorweg Adolf Hitler, der sogar nach seinem Selbstmord den toten Körper verbrennen ließ, damit dieser den Siegermächten nicht in die Hände fällt. Darüber, dass auch tausende andere in der Bevölkerung solche Angst vor Rache, insbesondere der Russen hatten, dass sie sich das Leben nahmen, hatte ich nie nachgedacht. Die Flüchtlinge aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien, zu denen auch meine Vorfahren gehören, wurden von der Angst angetrieben: Der Russe kommt! Aber natürlich – warum sollte es den „Daheimgebliebenen“ besser ergehen … So thematisiert über die Ängste der Bevölkerung in den späteren „Ostblock-Gebieten“ habe ich nie gelesen. Wie viel Angst muss eine Mutter haben, wenn sie erst ihre Kinder, dann sich selbst erhängt? Was muss ein Mann fühlen, wenn er erst seine Frau, dann sich selbst erschießt? Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, wenn er sich in einem Gewässer ertränkt, in dem er stehen kann? Florian Huber hat die Schicksale einzelner Menschen und eines ganzen Dorfes aufgezeigt. Er hat versucht, die Gefühle und Gedanken dieser Verzweifelten in Worte zu fassen, die diese in den Tod trieben.