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Gegen das Zwielicht

Roman

100 Jahre nach dem alles vernichtenden großen Krieg ist die Welt nicht mehr, wie sie einmal war. Die Städte liegen in Schutt und Asche, die Menschen kämpfen ums Überleben. Nur die sieben Bezirke stellen eine erste Zivilisation dar, die durch den Regenten und sein Heer Sicherheit und Schutz gegen die Waldvölker bietet. Doch dafür zwingt sie ihre Angehörigen in eine strenge Klassengesellschaft. Der junge Sichem gehört der untersten Schicht dieses Systems an. Er soll die Todesstrafe erhalten, weil er sich gegen Soldaten aus dem wohlhabenden ersten Bezirk verteidigt hat. Doch in letzter Sekunde rettet Klara, die Tochter des Regenten, sein Leben. Jahre später steigt Sichem unerkannt zum Leibwächter der Herrscherfamilie auf und eine zarte Freundschaft zwischen ihm und Klara entspinnt sich. Die Ereignisse überschlagen sich, als der erste Bezirk gestürzt werden soll. Sichem selbst gerät zwischen die Fronten, als er sich entscheiden muss: Kämpft er für eine Welt der sozialen Gerechtigkeit oder beschützt er Klara und ihre Familie?

Portrait
Carolin Kippels wurde 1995 in Gummersbach geboren. In ihrer Kindheit erkundete sie die Wälder des bergischen Landes und brachte mit klaren Strichen abenteuerliche Fantasiegebilde auf Papier. In der Schulzeit entwickelte sich ihr reges Interesse an zwischenmenschlichen Prozessen, über die sie Kurzgeschichten verfasste. Nach ihrem Abitur 2013 baute sie dieses Interesse aus und startete ein Psychologiestudium in Köln. Mit 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Thriller in Eigenregie. Sie ist eine Hundefreundin und widmet sich in ihrer Freizeit leidenschaftlich ihren Lieblingsserien Game of Thrones, Sherlock und American Horror Story.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 300 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.11.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783958180697
Verlag Forever
Dateigröße 4877 KB
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Zuviel Hass, Rache und Gewalt für mich
von Sandra Budde von BuchZeiten aus Neuss am 27.12.2015

Inhalt: Lange nach dem großen Krieg, der alles vernichtete, ist die verbleibende Welt in 7 Bezirke aufgeteilt. Über alle herrscht die Regentenfamilie. Sie gibt der Bevölkerung mit ihrem Militär Schutz vor den Wilden, die außerhalb der Bezirke hausen. Doch dieses System birgt große Nachteile. Wer in die untersten Bezirke geboren... Inhalt: Lange nach dem großen Krieg, der alles vernichtete, ist die verbleibende Welt in 7 Bezirke aufgeteilt. Über alle herrscht die Regentenfamilie. Sie gibt der Bevölkerung mit ihrem Militär Schutz vor den Wilden, die außerhalb der Bezirke hausen. Doch dieses System birgt große Nachteile. Wer in die untersten Bezirke geboren wird, der verbleibt dort für immer, kaum einem gelingt es, aufzusteigen. Klara, die Tochter des Regenten mag dieses System nicht, doch sie kann dagegen genau so wenig tun, wie die Menschen, die es betrifft. Doch eines Tages hilft sie unbewusst einem Jungen aus dem untersten Bezirk und durch eine glückliche Fügung schafft er den Sprung hoch, ins Militär. Nie vergisst er, dass es Klara war, die ihm das ermöglichte. Doch auch die größte Dankbarkeit wird auf eine harte Probe gestellt, wenn es um das Ganze geht. Meine Meinung: Das ist gar nicht so einfach. Ich bin ein sehr großer Fan von Dystopien. Ich weiß, dass sie dunkel sind und oft hoffnungslos, das zeichnet sie aus. Doch was ich zumeist an Dystopien genau so liebe ist, dass es immer einen Funken Hoffnung gibt, etwas, was das bestehende verändern kann. Einen Lichtschimmer ins Dunkle bringt. Und genau das hatte ich mir hier auch erhofft. Eine mitreißende Dystopie, tiefschwarz, so wie das Cover es einem suggeriert und doch einen Hauch Hoffnung, was ich mir durch die leuchtende Person erhoffte. Statt dessen erhielt ich eine hmm, ja tiefschwarze Dystopie - aber sie blieb auch so schwarz. Licht suchte ich verzweifelt. Es herrscht Hass, Rache, das Streben nach Macht .. und das von allen Seiten. Und davon gab es eine Menge. Eigentlich ist das Buch aus der Perspektive von 6 Menschen erzählt: den drei Kindern des Regenten, dem Jungen vom Militär, zwei hmm nennen wir sie Feuerkindern. Ich habe jetzt absichtlich nicht ihre Namen aufgezählt, sie würden Euch hier auch nichts nutzen. Wir haben also 6 Fäden, die hier abgespult werden. Jedes neues Kapitel bringt auch eine andere Figur mit sich. Und die Kapitel sind kurz. Sehr kurz. Und so wechselt der Leser ununterbrochen. Zwar bleibt die Geschichte immer in einem Lauf (sonst wäre es wohl nicht lesbar gewesen), aber ständig wechselt es. Das bringt es mit sich, dass man als Leser das Gefühl hat, einem Theaterstück zu folgen, wo ständig eine Person auf die Bühne tritt, man widmet sich ihr 2-3 Minuten und dann kommt die nächste. Ich hatte keine Gelegenheit, mich näher mit ihnen zu befassen, mich mit ihnen vertraut zu machen. Zumal bei dem, was ich so erfuhr, mir auch nicht einer wirklich sympathisch gewesen wäre. Vielleicht am ehesten noch Klara, eine der Regententöchter. Was mir hier eindeutig fehlte, war die Spannung. Durch den stetigen Wechsel war es nicht möglich, mal einen Strang mit Spannung weiterzulesen. Vielleicht ganz am Ende ein bisschen, als Fäden zusammenlaufen - obwohl, da laufen sie dann auch direkt wieder auseinander ... Die Idee der Geschichte an sich ist nicht schlecht. Ich fand auch keine Ähnlichkeiten zu Panem, wie hier schon geschrieben. Ja es gibt 7 Bezirke, die haben aber mit denen aus Panem nicht so viel gemein finde ich, denn hier sind es klare Hierarchien, die die Bezirke von einander abgrenzen während bei Panem eigentlich alle gleich arm waren. Für mich stellt sich am Ende des Buches aber eher die Frage - ja und jetzt? Was ist jetzt anders, außer, dass alles, was mir das Buch erzählte nur Hass, Rache und Gewalt war? Weder weiß ich genau, was die Wilden von außerhalb sind, noch was aus ihnen wird. Hoffnung - hab ich bereits vor dem Ende des Buches begraben - der Leser wird wissen, wann es war. Die Überlebenden? Waren für mich so uninteressant, dass es mich nicht weiter interessiert, was aus ihnen wird. Schade. Dennoch muss ich sagen, dass es der Autorin mit ihren Schilderungen zumindest sehr gut gelungen ist, eine ganz eigene Welt aufzubauen. Das dunkle, negative wurde hier großartig in Szene gesetzt und wer das mag, der wird vielleicht auch sehr glücklich mit diesem Buch. Und es könnte - obwohl mir dies Buch nicht so zusagte - gut sein, dass ich wieder zu einem Buch der Autorin greifen würde, da sie es schafft, mühelos Bilder im Kopf des Lesers zu erschaffen. Fazit: Eine Dystopie die ihrem Namen alle Ehre macht. Hass, Rache und Gewalt sind hier vorherrschend. Mut, Hoffnung und Veränderung sucht man vergebens. Durch die vielen, ständig wechselnden Perspektiven fällt es schwer, Spannung oder einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen. Sie bleiben oberflächlich. Das fand ich schade, denn die Geschichte an sich gefiel mir gut.

In einer Welt ohne Gnade und Erbarmen...
von Klaudia Szabo am 02.12.2015

Inhalt Asher ist der Partykönig schlechthin und der Sohn des Regenten der sieben Bezirke. Nach einer nuklearen Katastrophe wurden diese etabliert, um den Menschen Sicherheit vor den wilden Völkern zu bieten. Asher interessiert sich jedoch herzlich wenig für die Politik, und noch weniger für die Armut, in der ein Großteil der ... Inhalt Asher ist der Partykönig schlechthin und der Sohn des Regenten der sieben Bezirke. Nach einer nuklearen Katastrophe wurden diese etabliert, um den Menschen Sicherheit vor den wilden Völkern zu bieten. Asher interessiert sich jedoch herzlich wenig für die Politik, und noch weniger für die Armut, in der ein Großteil der Menschen lebt – Menschen wie Sichem. Als er angeklagt wird, eine Wache geschlagen zu haben, rettet ihm ausgerechnet die ruhige, kluge Klara, Ashers Halbschwester, das Leben und gibt ihm die Möglichkeit, eine Karriere als Soldat zu starten. Jahre später sieht er sie, Asher und ihre Schwester Blaire wieder, und steigt zu ihrem Leibwächter auf, um sich bei ihr zu bedanken. Die Ereignisse nehmen in dem zerrütteten Staat ihren Lauf, als Sichem von einer Rebellengruppe angeheuert wird und Asher ein Opfer bringen muss, um nach dem Tod seines Vaters Regent zu werden. Schon bald stellt sich die Frage: Wer wird leben, wer wird sterben? Meine Bewertung Als ich diese Geschichte innerhalb eines Tages komplett gelesen habe, musste ich am Ende erstmal schlucken. Wer auf Dystopie mit Liebesgeschichten und einem ultraglücklichen Happy End steht, ist nämlich bei “Gegen das Zwielicht” komplett an der falschen Stelle. Wer sowas sucht: Legt dieses Buch aus der Hand. Carolin Kippels Weltentwurf ist düsterer als viele andere Bücher dieses Genres, und lässt wohl niemanden kalt, wenn sie mit neuen Geschehnissen schockt, bei denen man als Leser immer wieder in der eigenen Moral gefordert wird. Die Geschichte an sich ist wirklich gut gemacht, auch wenn sie anfangs immer mal wieder ein wenig an “Die Tribute von Panem” erinnert. Das Grundsetting fügt sich somit sehr gut in die typische Dystopie ein, allerdings gelingt es der Autorin, hier wirklich nicht zu schnell Besserung ins System zu bringen. Viel eher geht es darum, die Abgründe der Menschen aufzuzeigen, und das Buch zeigt auch hervorragend, wie sich die Geschichte wiederholt und immer wieder dieselben alten Probleme entstehen, angetrieben durch die Machtgier der Herrscher, die anfangs nur das Beste wollen. Ich bin mir sicher, dass mir die Geschichte noch besser gefallen hätte, wenn ich wirklich einen Draht zu den Charakteren bekommen hätte. Dies bleibt für mich das größte Manko an dem Buch: Eine Geschichte, die aus sechs Sichten erzählt wird, gibt leider nur wenig Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere. Teilweise waren sie mir ein wenig zu flach, durchliefen zu wenig Entwicklung, auch wenn sie immer wieder in schwierige Situationen geworden wurden. Ausnahmen bleiben dabei Asher und Psycra, ein Mädchen, das von den Wilden angegriffen und verletzt wurde. Sie war mir mit die Sympathischste im Buch, allerdings bekommen die Charaktere einzeln einfach zu wenig Spielzeit, um wirklich glänzen zu können. Dies hätte verhindert werden können, wenn man in die Ich-Perspektive gewechselt wäre, anstatt der dritten Person, oder einfach durch die Begrenzung der Protagonisten. Für meinen Geschmack hätte es völlig gereicht, wenn Sichem, Klara und Louis, Psycras Gefährte und ein gefährlicher Pyromane, die Geschichte getragen hätten. Auch der Einstieg war für meinen Geschmack etwas langgezogen, aber man hatte zumindest dort die Chance, die Charaktere ein wenig kennenzulernen. Viele der Sachen, die dort geschehen sind, wären allerdings nicht unbedingt notwendig gewesen, da sie die Geschichte in meinen Augen kaum vorantreiben. Ich hätte mir auch ein wenig mehr von der undurchsichtigen Beziehung zwischen Klara und Sichem erhofft, wobei ich mit deren Ausgang sehr zufrieden bin. In einer solch düsteren Welt sind mir Happy Ends oft zu kitschig, und die Autorin hat es hier wirklich gut gemeistert, aufzuzeigen, wie schwierig das Leben unter solchen Bedingungen ist. Man muss harte Entscheidungen treffen, und selbst wenn man nur das Beste will, stirbt manchmal die Hoffnung. In diesem Sinn fand ich das Buch in dem Genre sehr erfrischend. Ich denke nicht, dass “Gegen das Zwielicht” mein letztes Buch von Carolin Kippels bleiben wird, und ich bin sehr froh, dass ich es als Rezensionsexemplar bekommen habe. Es stellt eine schöne Abwechslung dar, ist allerdings für zartbesaitete Romantik-Fans nicht zu empfehlen. Das Ende überrascht, schockiert, und bietet doch eine sehr interessante Ansicht darauf, wie Menschen in Extremsituationen Entscheidungen treffen. Für die Zukunft würde ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefgang bei den Charakteren wünschen, die leider etwas zu kurz gekommen sind.