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Manhattan Transfer

Hörspiel. Ausgezeichnet als Hörbuch des Jahres 2016

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Durch eine Fülle von Schauplätzen und Charakteren lässt John Dos Passos ein schillerndes Porträt des urbanen New Yorker Dschungels entstehen, in dem das Jagdfieber wütet: nach Arbeit, Glück und Macht. Die Figuren der Geschichte - ein junger Einwanderer, ein Gewerkschaftsführer, ein Mörder, ein Karrierist, eine nach Selbstständigkeit strebende Frau und andere - scheinen aus der großen Masse der Stadtbewohner herausgerissen, um irgendwann wieder in ihrem Gewühl unterzugehen. Der eigentliche Protagonist des Romans ist jedoch die Großstadt New York in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg.
Mit Manhattan Transfer rückte John Dos Passos im Jahr 1925 mit einem Schlag in die Riege der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Basierend auf der Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren setzen der preisgekrönte Regisseur Leonhard Koppelmann und der Komponist Hermann Kretzschmar diesen Roman erstmals als Hörspiel in Szene.
Portrait
Ulrich Matthes, 1959 in Berlin geboren, ist einer der profiliertesten deutschen Darsteller auf der Bühne, im Fernsehen und im Kino. Er war an den Münchner Kammerspielen und dem Wiener Burgtheater engagiert und ist seit 2004 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Im Kino verkörperte er unter anderem Joseph Goebbels im preisgekrönten Kriegsdrama Der Untergang und für seine Rolle im Tatort Im Schmerz geboren wurde er 2015 mit dem Grimme Preis sowie als bester Schauspieler national mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet. Ulrich Matthes ist zudem ein gefragter Hörbuchinterpret.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Marc Hosemann, Ulrich Matthes, Ulrich Noethen, Stefan Konarske, Max Pufendorf
Anzahl 6
Altersempfehlung 12 - 99
Erscheinungsdatum 26.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783957130273
Verlag Hörbuch Hamburg
Auflage 5
Spieldauer 338 Minuten
Übersetzer Dirk van Gunsteren
Verkaufsrang 5.998
Hörbuch (CD)
13,99
bisher 17,99

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Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Solingen

Vielschichtiger Gesellschaftsroman, welcher alle Facetten New Yorks, den Menschen und des frühen 19. Jahrhunderts gnadenlos offen legt. Verdiente Weltliteratur. Vielschichtiger Gesellschaftsroman, welcher alle Facetten New Yorks, den Menschen und des frühen 19. Jahrhunderts gnadenlos offen legt. Verdiente Weltliteratur.

Kundenbewertungen

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Miguel Oliveira: John Dos Passos' Manhattan Transfer, eine kurze Rezension
von Miguel Oliveira aus Madeira am 24.10.2007
Bewertet: Taschenbuch

John Dos Passos’ Roman Manhattan Transfer (1925 erschienen) ist zwar nicht der erste Großstadtroman auf dem Weltmarkt – Vorreiter war unter anderen Andrej Belyj, der 1916 bereits einen Roman über die russische Metropole Sankt Petersburg veröffentlicht hatte – jedoch ist es Dos Passos der durch die Kombination moderner Stilmittel... John Dos Passos’ Roman Manhattan Transfer (1925 erschienen) ist zwar nicht der erste Großstadtroman auf dem Weltmarkt – Vorreiter war unter anderen Andrej Belyj, der 1916 bereits einen Roman über die russische Metropole Sankt Petersburg veröffentlicht hatte – jedoch ist es Dos Passos der durch die Kombination moderner Stilmittel den wohl einflussreichsten Roman in dieser Kategorie verfasst. Interessant ist der Roman, der New York zu seiner Hauptfigur kürt, nicht nur wegen dieser neuen Stilgrundlagen, sondern auch, weil das Thema der Migration in ihm behandelt wird. Dabei scheint die These von John Dos Passos in Manhattan Transfer auf das Scheitern des amerikanischen Traums hinzudeuten. Spätere Werke von Dos Passos, wie Chosen Country, weisen dann einen Sinneswandel auf. Allerdings ist keiner seiner Spät-Werke literarisch mit Manhattan Transfer oder seiner U.S.A.-Trilogie zu vergleichen. Beide gehören zum Kanon der Weltliteratur, und beide lohnt es zu lesen.

Kaleidoskop
von Polar aus Aachen am 24.07.2007
Bewertet: Taschenbuch

Kann man die moderne Welt überhaupt noch durch etwas anderes als ein Raster betrachten? Wie in einem Kaleidoskop fügt John Dos Passos in seinem Roman die Schicksale seiner Helden zusammen, spart nicht mit sozialer Kritik an den Verhältnissen, prangert das Kapital an, rückt die Armut ins Scheinwerferlicht und zeichnet... Kann man die moderne Welt überhaupt noch durch etwas anderes als ein Raster betrachten? Wie in einem Kaleidoskop fügt John Dos Passos in seinem Roman die Schicksale seiner Helden zusammen, spart nicht mit sozialer Kritik an den Verhältnissen, prangert das Kapital an, rückt die Armut ins Scheinwerferlicht und zeichnet hier wie dort das Verlorensein in allen Farben nach. Als sei dies nicht genug, bedient er sich einer für die damalige Zeit revolutionären Sprache, die der Hektik der Stadt, der Zerrissenheit seiner Menschen, deren innere Uhr einem neuen, schnelleren Takt zu gehorchen hat, ihren eigenen Ausdruck verleiht und reiht Geschichte um Geschichte einer Stadt in einzelnen Episoden zu einem großen impressionistischen Gemälde. Wir schauen kurz nach rechts, nach links, spüren, daß alles ineinander verwebt ist und doch liegen die Fäden am Boden, werden aufgehoben und führen ins Nichts, verlieren sich irgendwo zwischen die Häuserblocks. Und die Hoffnung? Irgendein berühmter Mann hat einmal behaupt, die sterbe zuletzt. Grandios.