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Manhattan Transfer

Hörspiel. Ausgezeichnet als Hörbuch des Jahres 2016

Durch eine Fülle von Schauplätzen und Charakteren lässt John Dos Passos ein schillerndes Porträt des urbanen New Yorker Dschungels entstehen, in dem das Jagdfieber wütet: nach Arbeit, Glück und Macht. Die Figuren der Geschichte - ein junger Einwanderer, ein Gewerkschaftsführer, ein Mörder, ein Karrierist, eine nach Selbstständigkeit strebende Frau und andere - scheinen aus der großen Masse der Stadtbewohner herausgerissen, um irgendwann wieder in ihrem Gewühl unterzugehen. Der eigentliche Protagonist des Romans ist jedoch die Großstadt New York in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg.

Mit Manhattan Transfer rückte John Dos Passos im Jahr 1925 mit einem Schlag in die Riege der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Basierend auf der Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren setzen der preisgekrönte Regisseur Leonhard Koppelmann und der Komponist Hermann Kretzschmar diesen Roman erstmals als Hörspiel in Szene.
Portrait
Dos Passos, John
John Dos Passos, 1896 bis 1970, gehörte mit Ernest Hemingway und Scott F. Fitzgerald zur "Lost Generation" der amerikanischen Literatur. Mit seinem Roman Manhattan Transfer (1925) und der Romantrilogie U.S.A. (1932-36) schuf er ein Gesellschaftsbild der modernen USA und erlangte Weltruhm.

Kretzschmar, Hermann
Der Pianist Hermann Kretzschmar, geboren 1958, studierte Schulmusik und Germanistik sowie im Anschluss Klavier bei Bernhard Ebert in Hannover. Seit 1985 ist er Mitglied des Ensemble Modern in Frankfurt. Er ist Mitbegründer von HCD-Productions, die unter anderem CDs mit Werken von Paul Bowles und Howard Skempton veröffentlichen. Seit 2001 realisiert Hermann Kretzschmar regelmäßig Hörstücke, darunter John Cages Stufen, Doktor Faustus, Der Tod in Rom und Strahlungen nach Ernst Jünger.

Koppelmann, Leonhard
Leonhard Koppelmann, 1970 geboren, arbeitet seit 1996 als Autor und Regisseur vornehmlich für den Funk. Neben Originalhörspielen ist er vor allem bekannt für seine kongenialen Adaptionen literarischer Vorlagen. Zu den bekanntesten gehören Die Säulen der Erde, Die Reise zum Mittelpunkt der Erde und Doktor Faustus. Inzwischen sind unter seiner Regie über 200 Hörspiele entstanden. Seine Arbeiten wurden mehrfach zum »Hörspiel des Monats« gewählt; seine Inszenierung von Schimmelpfennigs Für eine bessere Welt wurde 2004 als »Hörspiel des Jahres« ausgezeichnet. Bei Hörbuch Hamburg erschien das unter seiner Regie entstandene Hörspiel Alles über Sally von Arno Geiger.

Konarske, Stefan
Stefan Konarske, geboren 1980 in Stade, absolvierte sein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin mit Auszeichnung. Er war Ensemblemitglied am Deutschen Theaters Berlin sowie am Münchner Residenztheater. Im Kino konnte man ihn in Filmen von Detlev Buck (Knallhart und Same Same But Different) und Leander Haußmann (NVA) sehen. Seit 2012 spielt er im Dortmunder Tatort den Oberkommissar Daniel Kossik.

von Pufendorf, Max
Max von Pufendorf, geboren 1976 in Hilden, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Es folgten Engagements am Residenztheater München, am Maxim-Gorki-Theater und am Deutschen Theater Berlin sowie zahlreiche Film- und Fernsehrollen, u. a. im Kinofilm Crazy und der Buddenbrooks-Verfilmung von Heinrich Breloer sowie im Tatort. Darüber hinaus wirkt er regelmäßig in Hörspielen mit und überzeugt mit seiner Stimme auch bei Live-Lesungen.

Eggert, Maren
Maren Eggert spielte am Schauspielhaus Bochum sowie am Hamburger Thalia Theater und ist seit 2009 Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. 2002 erhielt sie den Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung und wurde 2007 mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis ausgezeichnet. Einen Namen als Film- und Fernsehschauspielerin machte sich Maren Eggert u. a. in Oliver Hirschbiegels Kinoerfolg Das Experiment sowie als Polizeipsychologin Frieda Jung im Kieler Tatort.

Hosemann, Marc
Marc Hosemann, geboren 1970 in Hamburg, absolvierte seine Schauspielausbildung in der Hansestadt und in Paris. Seine erste Filmhauptrolle spielte er 1998 an der Seite von Heike Makatsch und Moritz Bleibtreu in Detlev Bucks Liebe Deine Nächste und überzeugte danach in Filmen wie Oh Boy!, Tschick, Magical Mystery und Serien wie Babylon Berlin. Neben seiner Arbeit vor der Kamera spielt er Theater, u. a. als Ensemblemitglied der Volksbühne Berlin und leiht seine Stimme regelmäßig Hörspielen.

Matthes, Ulrich
Ulrich Matthes, 1959 in Berlin geboren, ist einer der profiliertesten deutschen Darsteller auf der Bühne, im Fernsehen und im Kino. Er war an den Münchner Kammerspielen und dem Wiener Burgtheater engagiert und ist seit 2004 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Im Kino verkörperte er unter anderem Joseph Goebbels im preisgekrönten Kriegsdrama Der Untergang und für seine Rolle im Tatort Im Schmerz geboren wurde er 2015 mit dem Grimme Preis sowie als bester Schauspieler national mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet. Ulrich Matthes ist zudem ein gefragter Hörbuchinterpret.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Marc Hosemann, Ulrich Matthes, Ulrich Noethen, Stefan Konarske, Max Pufendorf
Anzahl 6
Altersempfehlung 12 - 99
Erscheinungsdatum 26.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783957130273
Verlag Hörbuch Hamburg
Auflage 5
Spieldauer 338 Minuten
Übersetzer Dirk Gunsteren
Verkaufsrang 7.840
Hörbuch (CD)
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16,59
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Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Solingen

Vielschichtiger Gesellschaftsroman, welcher alle Facetten New Yorks, den Menschen und des frühen 19. Jahrhunderts gnadenlos offen legt. Verdiente Weltliteratur. Vielschichtiger Gesellschaftsroman, welcher alle Facetten New Yorks, den Menschen und des frühen 19. Jahrhunderts gnadenlos offen legt. Verdiente Weltliteratur.

Kundenbewertungen

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Miguel Oliveira: John Dos Passos' Manhattan Transfer, eine kurze Rezension
von Miguel Oliveira aus Madeira am 24.10.2007
Bewertet: Taschenbuch

John Dos Passos’ Roman Manhattan Transfer (1925 erschienen) ist zwar nicht der erste Großstadtroman auf dem Weltmarkt – Vorreiter war unter anderen Andrej Belyj, der 1916 bereits einen Roman über die russische Metropole Sankt Petersburg veröffentlicht hatte – jedoch ist es Dos Passos der durch die Kombination moderner Stilmittel... John Dos Passos’ Roman Manhattan Transfer (1925 erschienen) ist zwar nicht der erste Großstadtroman auf dem Weltmarkt – Vorreiter war unter anderen Andrej Belyj, der 1916 bereits einen Roman über die russische Metropole Sankt Petersburg veröffentlicht hatte – jedoch ist es Dos Passos der durch die Kombination moderner Stilmittel den wohl einflussreichsten Roman in dieser Kategorie verfasst. Interessant ist der Roman, der New York zu seiner Hauptfigur kürt, nicht nur wegen dieser neuen Stilgrundlagen, sondern auch, weil das Thema der Migration in ihm behandelt wird. Dabei scheint die These von John Dos Passos in Manhattan Transfer auf das Scheitern des amerikanischen Traums hinzudeuten. Spätere Werke von Dos Passos, wie Chosen Country, weisen dann einen Sinneswandel auf. Allerdings ist keiner seiner Spät-Werke literarisch mit Manhattan Transfer oder seiner U.S.A.-Trilogie zu vergleichen. Beide gehören zum Kanon der Weltliteratur, und beide lohnt es zu lesen.

Kaleidoskop
von Polar aus Aachen am 24.07.2007
Bewertet: Taschenbuch

Kann man die moderne Welt überhaupt noch durch etwas anderes als ein Raster betrachten? Wie in einem Kaleidoskop fügt John Dos Passos in seinem Roman die Schicksale seiner Helden zusammen, spart nicht mit sozialer Kritik an den Verhältnissen, prangert das Kapital an, rückt die Armut ins Scheinwerferlicht und zeichnet... Kann man die moderne Welt überhaupt noch durch etwas anderes als ein Raster betrachten? Wie in einem Kaleidoskop fügt John Dos Passos in seinem Roman die Schicksale seiner Helden zusammen, spart nicht mit sozialer Kritik an den Verhältnissen, prangert das Kapital an, rückt die Armut ins Scheinwerferlicht und zeichnet hier wie dort das Verlorensein in allen Farben nach. Als sei dies nicht genug, bedient er sich einer für die damalige Zeit revolutionären Sprache, die der Hektik der Stadt, der Zerrissenheit seiner Menschen, deren innere Uhr einem neuen, schnelleren Takt zu gehorchen hat, ihren eigenen Ausdruck verleiht und reiht Geschichte um Geschichte einer Stadt in einzelnen Episoden zu einem großen impressionistischen Gemälde. Wir schauen kurz nach rechts, nach links, spüren, daß alles ineinander verwebt ist und doch liegen die Fäden am Boden, werden aufgehoben und führen ins Nichts, verlieren sich irgendwo zwischen die Häuserblocks. Und die Hoffnung? Irgendein berühmter Mann hat einmal behaupt, die sterbe zuletzt. Grandios.