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Das zerstörte Leben des Wes Trench

Roman

(37)
Als Hurrikan Katrina mit den Südstaaten der USA fertig ist, hat Wes Trench alles verloren. Er ist kaum erwachsen, und doch erscheint es ihm, als sei sein Leben schon vorbei. Weil er es zu Hause nicht länger aushält, heuert Wes beim Shrimper Lindqvist an. Der alte Fischer ist noch übler dran: Was er fängt, reicht kaum zum Leben, ein Ölteppich bedroht die Küste, und zu allem Unglück ist ihm auch noch die Armprothese gestohlen worden. Besessen von der Idee, in den Sümpfen der Küste einen Schatz zu finden, fährt er immer wieder mit seinem Boot raus. Auch die gefährlich durchgeknallten Toup-Brüder, deren Grasplantagen er zu nahe kommt, können ihn nicht davon abhalten. Wes genießt die Freiheit an Lindqvists Seite und fasst allmählich neuen Mut, bis ihn ein weiterer Schicksalsschlag zu einer Entscheidung zwingt. Ein großer Roman, der packend und mit viel Liebe zu seinen störrischen, gebeutelten Figuren von Verlust erzählt und davon, was es heißt, allen Widrigkeiten zum Trotz immer wieder aufzustehen.
Rezension
Marion Hirsch, Literatur-Expertin Thalia:
"Tom Coopers Roman "Das zerstörte Leben des Wes Trench" hat mich umgehauen. Wir sind in der verlorenen Welt der "Sumpfratten" in den Südstaaten, einem Kaff namens Jeanette. "Selbst Dritte-Welt-Länder würden den Ort für einen Außenposten der Zivilisation halten." Hurrikan "Katrina" hat das sowieso schon knallharte Leben der Shrimpfänger zur Hölle gemacht, überall das verdammte Öl im Wasser. Alles geht den Bach runter, die Taxis sind Schrottkarren, in denen es nach „Fußfäule und frittierten Zwiebeln“ riecht und mitten drin Wes Trench, siebzehn Jahre jung. Seine Mutter ist bei der Flut nach dem Hurrikan ertrunken und Wes' Leben scheint vorbestimmt. Vorbestimmt zur Tristesse. Denn "siebzehn in der Barataria zu sein war nicht wie siebzehn anderswo." Chancen? Vergiss es! Aber Wes tut alles, um dem miesen Leben alles abzutrotzen. Als er bei dem einarmigen Lindqvist anheuert, natürlich ein Shrimper, scheint er so etwas wie Freiheit zu finden ... Für mich die Entdeckung des Frühjahrs - sprachlich fantastisch, düster, prall: manchmal fühlt man sich direkt in die erste, großartige Staffel von "True Detective" katapultiert. Unbedingt lesen!"
Portrait
Tom Cooper hat in zahlreichen literarischen Magazinen Amerikas, u.a. dem New Yorker, Erzählungen veröffentlicht und wurde für den renommierten Pushcart Prize nominiert. Cooper lebt in New Orleans.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 12.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08096-8
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,3/3,8 cm
Gewicht 566 g
Originaltitel The Marauders
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Peter Torberg
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Lassen Sie ich mitreißen vom Sog dieser Geschichte und tauchen Sie ein in das prallvolle Leben in den Sümpfen Louisianas. Düster, tragisch, schräg, skurill, lustig: Lesenswert! Lassen Sie ich mitreißen vom Sog dieser Geschichte und tauchen Sie ein in das prallvolle Leben in den Sümpfen Louisianas. Düster, tragisch, schräg, skurill, lustig: Lesenswert!

„Dicker kann es kaum noch kommen. “

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

Als Hurrikan Katrina Louisiana verwüstet, verliert Wes Trench seine Mutter. Sie rutscht vom Dach, dem letzten Zufluchtsort, und stürzt in die Fluten.
Doch das Leben geht weiter. Unerbittlich. "Wes" heuert bei einem Krabbenfischer an, versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Dann das Unglück der Deepwater Horizon, die dem gebeutelten Land auch noch eine Ölpest beschert. Zudem nutzen die Toup-Brüder ihre kriminelle Energie um in den Sümpfen ihr "Gras" anzubauen und die Gegend zu beherrschen. Wes, konfrontiert mit der rauen harten Wirklichkeit muss sich entscheiden: Bleiben, aufbauen oder gehen und woanders neu anfangen.
Mir hat der Roman wegen seiner skurrilen schrägen Figuren und der pragmatischen Erzählweise sehr gefallen. Nur mit einer Prise schwarzen Humor's lässt sich das ganze ertragen. Abenteuerlich, spannend und der unbedingte Wille das beste aus allem zu machen. Cooper findet trotz aller Tragik genau den richtigen Ton. Also unbedingt lesenswert!
Als Hurrikan Katrina Louisiana verwüstet, verliert Wes Trench seine Mutter. Sie rutscht vom Dach, dem letzten Zufluchtsort, und stürzt in die Fluten.
Doch das Leben geht weiter. Unerbittlich. "Wes" heuert bei einem Krabbenfischer an, versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Dann das Unglück der Deepwater Horizon, die dem gebeutelten Land auch noch eine Ölpest beschert. Zudem nutzen die Toup-Brüder ihre kriminelle Energie um in den Sümpfen ihr "Gras" anzubauen und die Gegend zu beherrschen. Wes, konfrontiert mit der rauen harten Wirklichkeit muss sich entscheiden: Bleiben, aufbauen oder gehen und woanders neu anfangen.
Mir hat der Roman wegen seiner skurrilen schrägen Figuren und der pragmatischen Erzählweise sehr gefallen. Nur mit einer Prise schwarzen Humor's lässt sich das ganze ertragen. Abenteuerlich, spannend und der unbedingte Wille das beste aus allem zu machen. Cooper findet trotz aller Tragik genau den richtigen Ton. Also unbedingt lesenswert!

Lisa Teichmann, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Eine außergewöhnliche Geschichte voller schwarzem Humor. Ganz großer Tipp! Eine außergewöhnliche Geschichte voller schwarzem Humor. Ganz großer Tipp!

Diotima Johanns, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Tom Cooper erzählt spannend, realistisch und mit viel schwarzem Humor, wie die Menschen am Bayou dem Leben die Stirn bieten. Tom Cooper erzählt spannend, realistisch und mit viel schwarzem Humor, wie die Menschen am Bayou dem Leben die Stirn bieten.

„Ein moderner Western“

Anna Harms, Thalia-Buchhandlung Leer


Gleich doppelt gestraft sind die Bewohner der Sumpflandschaft rund um den Bayou. Erst Hurricane Katrina, dann die BP Ölkatastrophe. Atmosphärisch dicht und brutal schildert Tom Cooper das Überleben an einem unwirtlichen Ort.

Gleich doppelt gestraft sind die Bewohner der Sumpflandschaft rund um den Bayou. Erst Hurricane Katrina, dann die BP Ölkatastrophe. Atmosphärisch dicht und brutal schildert Tom Cooper das Überleben an einem unwirtlichen Ort.

Rita Berhausen, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Die von Katrina und der Brent Spar-Katastrophe Betroffenen versuchen ihr Glück. Dieser Roman atmet die Schwüle der Sümpfe und Verzagen. Wie ein Roman von Mark Twain! Die von Katrina und der Brent Spar-Katastrophe Betroffenen versuchen ihr Glück. Dieser Roman atmet die Schwüle der Sümpfe und Verzagen. Wie ein Roman von Mark Twain!

Victoria Blos, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Cooper lässt uns mit der Barataria Bay in eine düstere, fast märchenhafte Welt reisen, wo wir auf Gauner, Krabbenfischer und Schatzsucher treffen. Ein großes Lesevergnügen! Cooper lässt uns mit der Barataria Bay in eine düstere, fast märchenhafte Welt reisen, wo wir auf Gauner, Krabbenfischer und Schatzsucher treffen. Ein großes Lesevergnügen!

Arne Meyer Abich, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Hurrikan Katrina ist noch nicht vergessen: Über das (Über-)Leben der Bewohner der Sümpfe New Orleans. Ungeheuer dicht und atmosphärisch geschrieben! Hurrikan Katrina ist noch nicht vergessen: Über das (Über-)Leben der Bewohner der Sümpfe New Orleans. Ungeheuer dicht und atmosphärisch geschrieben!

Katrin Knauft, Thalia-Buchhandlung Bernburg (Saale)

In Episoden wird von den zerstörten Existenzen der Bewohner einer Küstenregion erzählt. Die vielfältigen Charaktere kombiniert mit einem tragischen Humor zeichnen das Buch aus. In Episoden wird von den zerstörten Existenzen der Bewohner einer Küstenregion erzählt. Die vielfältigen Charaktere kombiniert mit einem tragischen Humor zeichnen das Buch aus.

Christian Schumacher, Thalia-Buchhandlung Siegburg

5 Menschen auf der Suche nach dem Glück. Verrückte und tragische Figuren mit denen man mit fiebert und leidet. Ein packender und unterhaltsamer Roman. Lesen! 5 Menschen auf der Suche nach dem Glück. Verrückte und tragische Figuren mit denen man mit fiebert und leidet. Ein packender und unterhaltsamer Roman. Lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
37 Bewertungen
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Im Süden..
von Der Bücherwurm aus Österreich am 23.03.2017

an dieses Buch erinnert mich die Geschichte über Wes Trench und die anderen Protagonisten in diesem schön geschriebenen Buch über den Bayou im Süden von Louisiana. Tom Cooper hält sprachlich mit Daniel Woodrell mit.

Wes
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

„Das zerstörte Leben des Wes Trench“ ist wahrlich kein Kuschelroman mit Wohlfühltitel. Dabei ist der Satz, der das Buchcover schmückt noch stark untertrieben. Denn in diesem Roman wimmelt es nur so von zerstörten Existenzen mit selbstzerstörenden Ansätzen. Tom Cooper entführt seine Leser nach Louisiana. Der Hurrikan Katrina hat die... „Das zerstörte Leben des Wes Trench“ ist wahrlich kein Kuschelroman mit Wohlfühltitel. Dabei ist der Satz, der das Buchcover schmückt noch stark untertrieben. Denn in diesem Roman wimmelt es nur so von zerstörten Existenzen mit selbstzerstörenden Ansätzen. Tom Cooper entführt seine Leser nach Louisiana. Der Hurrikan Katrina hat die Region vor einiger Zeit heimgesucht. Im Bayou ist scheinbar Ruhe eingekehrt, die Gewässer stehen wie immer, alles könnte sein wie immer, doch die Menschen sind ein Schatten ihrer selbst, sie haben es den stehenden Gewässern gleich gemacht. Die Armut und Hoffnungslosigkeit hat sich durch sämtliche Bevölkerungsschichten gegraben. Jeder der sich bewegt wird nur noch tiefer in die Tiefe gezogen. Wer still steht wird von Drogen und Medikamenten dahin gerafft. Ein solcher Roman hat keine Helden, nur Typen wie Lindquist, der einarmig und vereinsamt durch das brackige Wasser stapft, um mit einem Metall-Detektoren nach Gold zu suchen, wobei ihn die Toup Zwillinge misstrauisch beäugen. Die Brüder verdienen ihren Bourbon mit dem Hanfanbau und trauen ansonsten nur ihrer stattlichen Waffensammlung. Schließlich wimmelt es nur so von Alligatoren in den nahen Gewässern. Schlimmer ist nur noch der Mensch. Wes Trench, der titelgebende Held reiht sich in dieses skurrile Männerensemble ein, noch bevor er das Erwachsenenalter erreicht hat verliert er seine Mutter durch den Wirbelsturm. Oder am Ende gar durch den Vater? Die Schuld, die Erinnerungen kreisen über Vater und Sohn, wie ein Geierpärchen. Tom Cooper fährt ein ganzes Arsenal an Südstaaten Tristesse auf. Interessant, dass ein Roman, der fast völlig ohne Frauen auskommt heutzutage noch den Weg in den Buchhandel findet. Hut ab, den Versuch war es wert. Die Männer in diesem Buch können nicht von der Vergangenheit lassen, der selbstständigen handwerklichen Arbeit, abseits der Normalowelt von Stadtmenschen, die von einem Heimgekommen in diesem Buch repräsentiert wird. Grimes stammt aus der Gegend. Für die BP ist er zurückgekehrt, vorgeblich, um Schadensersatz für die Ölverschmutzung zu leisten, eigentlich um die Einwohner abzuzocken. Wie ein Uhrwerk geht er seinem Schlips und Kragenhandwerk in einer börsenorientierten Welt nach, bis seine Mutter an die Reihe kommt. Es sind diese tiefschürfenden zwischenmenschlichen Momente, die den Roman zu einem Erlebnis machen. Das Buch hat insgesamt einen etwas zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen. Das beginnt mit der Sprache, die ganz auf einen Abenteuerroman zugeschnitten zu sein scheint. Auf Unterhaltung, also. Doch so funktioniert der Roman letztendlich nicht. Das ist ein Stück amerikanischer Literatur, keine große, aber auch keine kleine. Aber auf jeden Fall ein Stück Wahrheit. Leider wird einiges an ironischem Potential verschenkt. Wenn ich allein an Lindquist und seinen verlorenen Arm denke, den Alligatorenausflug oder die Hanf Gangster. Aber um Effekte ging es dem Autor offensichtlich beim Schreiben nicht. Er macht sich sehr viel Mühe sein Personal aufzubauen und bekommt seine Geschichte sauber in die Gänge und in der Tat entfaltet dann das Buch eine Kraft und Sogwirkung, die bis mich bis zum Ende bei der Stange gehalten hat. Überzeugend finde ich vor allem die Figurenzeichnung und die sehr interessante Geschichte. Man meint die Verzweiflung fast spüren zu können. Insgesamt ein gelungenes Buch!

Alle suchen das Gleiche: Glück!!
von Marion L. aus Tornesch am 16.07.2016

5 Menschen sind auf der suchen nach dem Gleichen und zwar Glück. Und nur einer wird seinen Traum umsetzen. Ein spannender Roman, in dem die Protagonisten nicht die besten Voraussichten für ihr Leben haben. Jeder verdächtigt jeden und fühlt sich von seiner Umwelt verfolgt. Und auch jedes Mittel ist... 5 Menschen sind auf der suchen nach dem Gleichen und zwar Glück. Und nur einer wird seinen Traum umsetzen. Ein spannender Roman, in dem die Protagonisten nicht die besten Voraussichten für ihr Leben haben. Jeder verdächtigt jeden und fühlt sich von seiner Umwelt verfolgt. Und auch jedes Mittel ist Recht, um sein Ziel zu verwirklichen, aber nicht für alle geht es glimpflich aus. Ein kurzweiliges Buch, und hin wieder musste ich schmunzeln, auf was für Ideen die Herrschaften kommen. Es lohnt sich.