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Wir Nachgeborenen

Kinder berühmter Eltern

Wie gehen die Töchter und Söhne mit ihrem Erbe um, das ihnen eine Ausnahmeposition zuweist, die nicht die eigene ist? Ist ein berühmter Name Türöffner oder Hindernis? Wieviel Mut erfordert es, sich auf Gebiete zu wagen, auf denen die eigenen Eltern oder Großeltern Bedeutendes geleistet haben? Und wieviel innerer Größe bedarf es, einzusehen, dass das eigene Talent nicht ausreicht? Anatol Regnier, Sohn von Charles Regnier und Pamela Wedekind, Enkel Frank Wedekinds und Autor spannender und unterhaltsamer erzählender Sachbücher, beleuchtet die Schicksale von Menschen, die aus berühmten Familien stammen und angesichts bedeutender Vorfahren ihren eigenen Weg finden müssen

Ausstattung: 54 s/w-Abb.

Portrait
Anatol Regnier wurde 1945 als zweites Kind von Pamela Wedekind und Charles Regnier geboren. Schon früh lernte er das Gitarrenspiel. Er studierte am Royal College of Music in London und reiste dann als Gitarrist durch In- und Ausland. Lange dozierte er am Konservatorium in München. 1985 ging er mit seiner Frau, der bekannten israelischen Sängerin Nehama Hendel, und seinen Kindern nach Australien. 1997 veröffentlichte er "Damals in Bolechow", ein Buch über das Schicksal einer jüdischen Familie aus Galizien. Zuletzt erschien bei Knaus die Familienbiographie "Du auf deinem höchsten Dach". Heute lebt Anatol Regnier in München und am Starnberger See.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 09.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71373-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,7/11,8/2,7 cm
Gewicht 306 g
Abbildungen 54 schwarzweisse - Abbildungen, schwarz-weiss Illustrationen
Verkaufsrang 68116
Buch (Taschenbuch)
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Das Suchen und Finden eines eigenen Weges
von Michael Lehmann-Pape am 07.10.2014
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Zu Zeiten der hohen Prominenz ihrer jeweiligen Eltern waren so gut wie alle „Nachkommen“ jener Eltern ebenfalls Teil des öffentlichen Interesses. Oft den ein oder anderen Artikel in den bunten Blättern wert, zumindest häufig am Rande mit erwähnt und mit abgelichtet. Es ist schon ein besonderes Aufwachsen im Schatten berühmte... Zu Zeiten der hohen Prominenz ihrer jeweiligen Eltern waren so gut wie alle „Nachkommen“ jener Eltern ebenfalls Teil des öffentlichen Interesses. Oft den ein oder anderen Artikel in den bunten Blättern wert, zumindest häufig am Rande mit erwähnt und mit abgelichtet. Es ist schon ein besonderes Aufwachsen im Schatten berühmter oder bekannter Väter oder Mütter. Im Fall von Charles Regnier zudem noch eines ebenso bekannten Großvaters. Und bei Weitem nicht immer waren die Eltern in der Realität zu zugewandt und verständnisvoll, wie sie es im öffentlichen Bild gerne darstellten. Die beiden Söhne von Helmut Kohl haben da in den letzten Jahren sehr ausführlich den Schleier über der privaten Ebene gelüftet. Auch Gero Erhardt kann da ein Lied von singen. „Ein Papa zum Anfassen war er nur in Anwesenheit der Presse“, ist seine lapidare Zusammenfassung der väterlichen Qualitäten von Heinz Erhardt. „Irgendwann habe ich den Gedanken an die Zukunft aufgegeben. Was soll ich (denn) hier noch leisten?“, fragte sich Thomas Frankenfeld noch lange, der erst nach dem Tod des Vaters Peter („Der Druck war weg“) seinen eigenen Weg und seine eigene Berufung gefunden hat. Ein Buch, in dem nicht nur die (teils alltäglichen, teils besonderen) Lebensläufe der Nachgeborenen erzählt wird, sondern das, natürlich, auch vielfache Informationen und Hintergründe über das gemeinsame Leben mit den entsprechenden prominenten Eltern liefert und zudem selbstverständlich auch privates über diese selbst zu berichten hat. All die Ängste, Zwänge, Bedenken, natürlich auch die Stärken, die Energie, die Kraft, all das wirkte sich auf die Kinder mit aus und bietet im gesamten ein differenziertes Bild dafür, dass das Leben als Nachkomme eines bekannten, oft vermögenden Prominenten „einfach“ so gut wie nie ist und war. „Das sind andere Welten, damit können wir uns nicht vergleichen“ ist daher eine wichtige, sich weitgehend durchziehende Erkenntnis im Leben der Kinder, die, jeder und jede für sich, am Ende ihren eigenen Weg gefunden haben. Unter dem Druck natürlich, sich irgendwann gegen besonders schwierige familiäre Umstände emanzipieren zu müssen. Wie lebt es sich als Kind berühmter Eltern? Wie findet man unter diesem teils „erdrückenden“ Talent die ganz eigenen Stärken und Wege? Wie kommt man unter Umständen mit der einem gegebenen “Mittelmäßigkeit“ dann zurecht? Und nicht allen gelang es, so schnell eine (gute) innere Distanz aufzubauen, wie es Benedikt Hoppe gelang. „Meine fröhliche Grundeinstellung…..schützte mich davon, mein Leben als zweitklassig zu empfinden“. Ein durchaus interessanter, wenn auch nicht „umwerfender“ Einblick in „ganz normale“ Leben, die dennoch ihre ganz persönlichen Stärken entwickelt haben und ein Einblick in die „Familienwelt“ von Menschen, von denen weitgehend nur das „Image“ bekannt wurde.