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Mr Gwyn

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Jasper Gwyn, ein berühmter englischer Schriftsteller Anfang vierzig, fasst eines Tages einen weitreichenden Entschluss. In einem Zeitungsartikel listet er 52 Dinge auf, die er fortan nicht mehr zu tun gedenkt, darunter auch: Bücher schreiben. Stattdessen beschließt er, in seinem neuen Leben als "Kopist" zu arbeiten und Porträts anzufertigen - dies allerdings nicht mit Pinsel und Palette, sondern in geschriebener Form. Er mietet ein Atelier an, wo ihm fortan Menschen Modell sitzen, die sich später in seinen Porträts gänzlich wiederfinden werden. Bis eine junge Frau auftaucht, die sich den strengen Regeln des Kopisten entzieht.
Portrait
Alessandro Baricco, 1958 in Turin geboren, studierte Philosophie und Musikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber verschiedener Literaturzeitschriften und von La Repubblica. 1994 gründete Baricco zusammen mit Freunden eine Privatuniversität, an der er Kreatives Schreiben unterrichtet. Neben seinen Romanen hat Baricco zahlreiche Essays, Erzählungen und Theaterstücke verfasst. Sein Roman Seide wurde zum internationalen Bestseller. Er wurde mit dem Premio Campiello, dem Premio Viareggio und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Roman Mr. Gwyn (2015).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783455813890
Verlag Hoffmann und Campe
Übersetzer Annette Kopetzki
Verkaufsrang 26.699
eBook
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg


Kopist sein und Porträts von Menschen schreiben....
Geniale Idee perfekt umgesetzt!

Kopist sein und Porträts von Menschen schreiben....
Geniale Idee perfekt umgesetzt!

Lisa Kohl, Thalia-Buchhandlung Hagen

Dies ist die Geschichte eines Schriftstellers, der beginnt statt Geschichten Porträts zu schreiben. Ein gefühlvoller Roman der zeigt dass wir mehr sind, als man von außen sieht! Dies ist die Geschichte eines Schriftstellers, der beginnt statt Geschichten Porträts zu schreiben. Ein gefühlvoller Roman der zeigt dass wir mehr sind, als man von außen sieht!

Evgenia Bolshakova, Thalia-Buchhandlung Halle

Ein ganz besonderes Buch über Menschen und Bücher, denn jeder Mensch ist eine Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden! Ein ganz besonderes Buch über Menschen und Bücher, denn jeder Mensch ist eine Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden!

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Ein tolles neues Buch von Seide Autor Baricco - über einen Neuanfang und den Wunsch, aus gewohnten Bahnen auszubrechen. Ein tolles neues Buch von Seide Autor Baricco - über einen Neuanfang und den Wunsch, aus gewohnten Bahnen auszubrechen.

Claudia Bremer, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein Schriftsteller beschließt, 52 Dinge nicht mehr zu tun, u. a. Bücher schreiben. Von jetzt an fertigt er nurmehr Portraits von Menschen in Schriftform. Spannende Einblicke! Ein Schriftsteller beschließt, 52 Dinge nicht mehr zu tun, u. a. Bücher schreiben. Von jetzt an fertigt er nurmehr Portraits von Menschen in Schriftform. Spannende Einblicke!

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ein weltberühmter Schriftsteller widmet sich forrtan den schriftlichen Portraits zahlender Kunden. Dieser neuere Bariccio ist nicht sein Bestes Buch, lieber das "Land aus Glas"! Ein weltberühmter Schriftsteller widmet sich forrtan den schriftlichen Portraits zahlender Kunden. Dieser neuere Bariccio ist nicht sein Bestes Buch, lieber das "Land aus Glas"!

Tina Lehmann-Klein, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Baricco schafft es wieder, den Leser in seine eigene Welt zu entführen. Nach der Lektüre hat man ein Lächeln auf dem Gesicht. Baricco schafft es wieder, den Leser in seine eigene Welt zu entführen. Nach der Lektüre hat man ein Lächeln auf dem Gesicht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Über die Ästhetik von Glühbirnen
von einer Kundin/einem Kunden am 21.03.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im Jahr 1994 gründete Alessandro Baricco eine Privatuniversität, an der kreatives Schreiben unterrichtet wird. Doch wie hilft man einem bereits erfolgreichen Autor, dem die Lust an der Literatur und dem gesamten Betrieb abhanden gekommen ist? Denn so ergeht es Jasper Gwyn, dem titelgebenden Protagonisten aus Bariccos jüngstem Roman. Nach zweijähriger... Im Jahr 1994 gründete Alessandro Baricco eine Privatuniversität, an der kreatives Schreiben unterrichtet wird. Doch wie hilft man einem bereits erfolgreichen Autor, dem die Lust an der Literatur und dem gesamten Betrieb abhanden gekommen ist? Denn so ergeht es Jasper Gwyn, dem titelgebenden Protagonisten aus Bariccos jüngstem Roman. Nach zweijähriger Abstinenz von jeglicher Form von Schriftstellertum spürt er jedoch das Verlangen in sich aufsteigen, Sprache in eine Form zu hüllen und auf Papier bringen zu können. Da initiiert der Besuch in einer Gemäldegalerie die zündende Idee: Mr. Gwyn wird Portraits anfertigen – jedoch nicht malend, sondern schreibend. Mit Hilfe seiner Assistentin und verschiedenen Künstlern und Handwerkern (darunter ein alter Mann, der händisch Glühbirnen mit minutiös bemessener Lichtqualität und Lebensdauer herstellt und sie nach adeligen Prinzessinnen und Königinnen benennt) richtet er ein, nur scheinbar karges, Atelier ein, in welchem sich die von ihm Portraitierten einen Monat lang vier Stunden jeden Tag aufhalten und er sie stumm beobachtet. Die neue Arbeit als „Kopist“ erfüllt den ehemaligen Schriftsteller gleichermaßen, wie es die Begeisterung seiner Kunden über seine Portraits schürt und schon bald wird der eigentlich nun zurückgezogen leben wollende Mr. Gwyn wieder zum gefeiertsten „Geheimtipp“ des Literaturbetriebs.

Ein schöner Roman mit zauberhafter Sprache
von Tany Bee am 19.12.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Jasper Gwyn ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Eines Tages veröffentlicht er eine Liste in der Zeitung mit Dingen, die er nicht mehr tun wird. Einer der Punkte lautet: Bücher schreiben. Viele halten das für einen Marketingcoup oder eine Art Auszeit, aber Jasper Gwyn ist fest entschlossen. Er macht sich auf... Jasper Gwyn ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Eines Tages veröffentlicht er eine Liste in der Zeitung mit Dingen, die er nicht mehr tun wird. Einer der Punkte lautet: Bücher schreiben. Viele halten das für einen Marketingcoup oder eine Art Auszeit, aber Jasper Gwyn ist fest entschlossen. Er macht sich auf die Suche nach einer neuen Beschäftigung und beschließt Porträts von Menschen anzufertigen. Literarische Porträts. Wie das genau aussehen soll? Das muss er selbst noch herausfinden. Es ist für mich ganz schwierig, meine Begeisterung für dieses Buch in Worte zu fassen. Die Handlung ist einigermaßen abstrus, und es könnte genauso gut ein ganz schlechtes Buch sein. Aber die Sprache des Buches hat mich verzaubert. Die Charaktere sind treffend geschildert, ohne dabei groß auf Äußerlichkeiten wert zu legen. Eher durch ihre Taten verraten sie ihr Wesen. Jasper Gwyn geht mit großer Präzision vor und scheint sich seiner Sache so sicher zu sein. Das hat mir sehr gut gefallen in Zeiten wie unseren, in denen alles möglich ist, aber eben auch alles unsicher. Für Mr. Gwyn muss alles perfekt sein. Als Leser wundert man sich vielleicht erst darüber, aber später fügt sich alles so wunderbar zusammen. Mir ist aufgefallen, dass in diesem Buch einige Sachen vorkommen, die mich in anderen Büchern genervt haben. Zum Beispiel, dass Mr. Gwyn mit einer toten bzw. imaginären Person spricht. Hier fand ich es überhaupt nicht nervig, sondern sehr natürlich und passend. Besonders gelungen finde ich auch, wie der Autor mit der Neugier des Lesers spielt. Viele Dinge bleiben wage, dem Leser verborgen. Und wenn man schon denkt, damit muss man sich abfinden, wird vielleicht doch noch das eine oder andere aufgeklärt. Aber ich möchte nicht zu viel verraten! Wer sich unsicher ist, ob er das Buch lesen soll, der sollte einfach die ersten zwei Seiten lesen. Nach zwei Seiten hatten mich die Sprache und die Art des Autors schon vollkommen gefesselt.

Der Geniestreich eines unwilligen Schriftstellers
von Jenny Vogler am 12.06.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Eines Tages habe ich erkannt, dass mir nichts mehr wichtig war und dass mich alles tödlich beleidigte.“ Inhalt Jasper Gwyn, ein recht bekannter Autor, befindet sich an einem Wendepunkt seines Lebens und beschließt fortan kein Schriftsteller mehr zu sein. Ganz zum Ärgernis seines Agenten, zieht er sich vollkommen aus der Welt... „Eines Tages habe ich erkannt, dass mir nichts mehr wichtig war und dass mich alles tödlich beleidigte.“ Inhalt Jasper Gwyn, ein recht bekannter Autor, befindet sich an einem Wendepunkt seines Lebens und beschließt fortan kein Schriftsteller mehr zu sein. Ganz zum Ärgernis seines Agenten, zieht er sich vollkommen aus der Welt der Literatur zurück, um ein äußerst ungewöhnliches Projekt zu starten. In nächster Zeit wird er sich ein Atelier einrichten und dort in ansprechendem Ambiente Portraits anfertigen. Doch seine Modelle werden nicht gemalt, sondern beschrieben, denn Jasper kann sich trotz anfänglichem Widerwillen der Schönheit der Worte und dem Schreiben an sich nicht entziehen. Sein erstes Modell ist eine oberflächliche Bekanntschaft aus seiner bisherigen Agentur und die Aktstudie gelingt beiderseits zur vollsten Zufriedenheit. So scheint es fast, das Mr. Gwyn eine neue, sinnbringende Berufung gefunden hat, indem er andere Menschen mittels Sprache studiert. Doch bei seinem 11. Portrait begeht er einen folgeschweren Fehler, der Jasper zwingt seine Arbeit aufzugeben und fortan in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Meinung Alessandro Baricco besticht in diesem äußerst ungewöhnlichen, kreativen Roman mit einer bezaubernden, humorvollen und gleichsam tragenden Sprache und einer fiktiven, spannenden Geschichte. Geprägt von Stille und Intensität entwickelt der Leser ein Gespür für die Handlung und den eher verschrobenen, kauzigen Charakter des Hauptprotagonisten. Auf geheimnisvolle Art und Weise wird man in den Strudel der Ereignisse hineingezogen und möchte ähnlich wie der enttäuschte, ehemalige Agent des Schriftstellers wissen, was Jasper Gwyn denn nun tatsächlich in seinen geschriebenen Portraits festhält. Die Kraft der Literatur treibt die Handlung vorwärts und steuert systematisch auf einen Höhepunkt zu. Doch bevor man diesen erreicht, fällt das Kartenhaus in sich zusammen und hinterlässt einen leicht bitteren Nachgeschmack. Denn Mr. Gwyn verschwindet auf unerhörte Art und Weise aus dem Roman und nur sein erstes Modell entdeckt eine Möglichkeit, ihm auf die Spur zu kommen. So greift der Autor in einer zweiten, kleineren Erzählung mit dem Namen „Dreimal im Morgengrauen“ eine weitere, recht unlogische Kurzgeschichtensammlung auf und nutzt dieses Stilelement, um dem Leser eine Antwort darauf zu geben, was denn nun wirklich geschah und wer sich hinter dem Namen Jasper Gwyn tatsächlich verbirgt. Doch dieses Selbstportrait des gefeierten Autors lässt mich unbefriedigt zurück und erzeugt bei mir die Wirkung, dass ich weder den Protagonisten noch die Aussage des Buches so recht verstanden haben. Fazit Ich vergebe 4 Sterne für diesen ungewöhnlich, künstlerischen Roman der mit zahlreichen Stilelementen und treffenden Worten jongliert, der weise Sätze aufstellt und den Leser zum Schmunzeln bringt. Eine harmonische Ausgewogenheit durchzieht die gesamte Erzählung und Begriffe wie Identität, Selbstzweck und Lebensaufgabe bekommen einen glänzenden, bedeutenden Schein. Doch das Resümee, welches ich ziehe entzieht sich einer tatsächlichen Grundlage und bleibt sehr undeutlich, fast schwammig. Ich persönlich mag es gerne etwas realistischer und weniger abstrakt.