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China-Krimi

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Portrait
Geboren im Nachrevolutionsjahr 1969 in der bayrischen Provinz, zog es Volker Häring nach dem Abitur in die weite Welt. Mitte der 1990er-Jahre studierte er in Peking Chinesisch und Theater und unterrichtete Deutsch am Goethe-Institut. Nach seiner Rückkehr in die Heimat gründete er 2001 den Spezialreiseveranstalters »China By Bike« und organisiert seitdem Rad- und Aktivreisen in China und Südostasien. Wenn er nicht gerade durch Asien radelt, lebt Häring als freier Journalist in Berlin und schreibt seit einigen Jahren regelmäßig für verschiedene Magazine, Wochen- und Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer China- und Asien-Reiseführer. Mit seiner Band »Alptraum der Roten Kammer« bringt er als Sänger und Gitarrist chinesische Rockklassiker auf deutsche Bühnen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 01.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95889-100-5
Reihe Länderkrimis
Verlag Conbook Medien GmbH
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/2,8 cm
Gewicht 397 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
12,95
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Faszination China mit etwas Krimi
von Igelmanu66 aus Mülheim am 30.03.2018

»Die Tote hatte also Freunde in der Partei? ? Freunde, die ein Interesse an der Aufklärung haben. Oder darauf achten, dass gewisse Details nicht bekannt werden?« Inspektor Wang ist nicht gerade begeistert, dass ihm eine junge, ganz neu in Peking eingetroffene Kommissarin zur Seite gestellt wird. Der altgediente Inspektor ist... »Die Tote hatte also Freunde in der Partei? ? Freunde, die ein Interesse an der Aufklärung haben. Oder darauf achten, dass gewisse Details nicht bekannt werden?« Inspektor Wang ist nicht gerade begeistert, dass ihm eine junge, ganz neu in Peking eingetroffene Kommissarin zur Seite gestellt wird. Der altgediente Inspektor ist sehr traditionsbewusst und kennt vor Ort alles und jeden. Die Aufklärung des aktuellen Falls wäre bestimmt kein Problem für ihn, die gewollte Mitarbeit von Xiang Xia muss also einen Grund haben. Auch Xiang Xia hatte sich ihren ersten Arbeitstag in Peking anders vorgestellt. »Die Partei zählt auf Sie!«, hat man ihr mitgeteilt. Was das aber zu bedeuten hat, ist ihr nicht ganz klar. Und nun steht sie vor der Leiche einer jungen, bildhübschen Schauspielstudentin im Innenhof des Pekinger Theaterinstituts, neben sich einen griesgrämigen Dinosaurier, der offenbar gewillt ist, es ihr so schwer wie möglich zu machen und für den Computer und Smartphone immer noch Fremdworte sind. Dieses Buch hat mich wirklich begeistert! Ich habe beim Lesen so viel über China erfahren, über das Leben der Menschen, die stetigen Konflikte zwischen Tradition und Moderne. Die beiden Ermittler verkörpern zwei Extreme, die täglich versuchen müssen, miteinander klar zu kommen. Das ist sehr reizvoll und die Fremdartigkeit ? auch des modernen Chinas ? ungemein reizvoll. Zusätzliche Brisanz bringen die politischen Aspekte, denn offenbar hatte die Ermordete Beziehungen in entsprechende Kreise. Da fragt man sich beim Lesen, ob eine Aufklärung des Falls überhaupt möglich sein wird. Ein weiteres Thema ist das Miteinander von Chinesen und dort lebenden Ausländern, insbesondere verfolgt man hier das Schicksal des deutschen Studenten Phillip. Wie man sich vorstellen kann, ist das Verhältnis nicht immer konfliktfrei und von gegenseitigen Vorurteilen geprägt. Der Stil ist sehr lebendig, das Buch liest sich leicht und man bleibt gerne dran. Immer wieder konnte ich auch herzhaft lachen, aufgrund witziger Szenen oder amüsanter Wortwahl. Auch die diversen Exkurse in die offenbar vorhandene chinesische Kunst zu schimpfen, die mit einer enormen Kreativität in Sachen Neuschöpfung von Schimpfwörtern einhergeht, fand ich sehr unterhaltsam! Der Krimi allerdings kommt ein bisschen kurz. Sicher wird ermittelt, aber im Fokus stehen die anderen Aspekte, eine kleine Liebesgeschichte kommt auch noch dazu. Ich finde das Buch wirklich klasse, man muss sich nur darauf einstellen, keinen puren Krimi vor sich zu haben. Fazit: Faszination China mit etwas Krimi. Habe ich sehr gerne gelesen! »Ehrlich gesagt möchte ich Sie nur warnen ? China ist für einen Ausländer manchmal relativ kompliziert. Es gibt Sachen, die sehr speziell sind.«

Die unterschiedlichen Seiten Pekings
von leseratte1310 am 14.08.2016

Im Innenhof des Zentralen Theaterinstitutes Peking wird eine junge Schauspielstudentin tot aufgefunden. Zunächst gehen alle von Selbstmord aus, aber im Laufe der Ermittlungen gibt es an der Theorie Zweifel. Gerade erst wurde Kommissarin Xiang Xia nach Peking versetzt und nun ermittelt sie in diesem komplizierten Fall. Unterstützt wird sie... Im Innenhof des Zentralen Theaterinstitutes Peking wird eine junge Schauspielstudentin tot aufgefunden. Zunächst gehen alle von Selbstmord aus, aber im Laufe der Ermittlungen gibt es an der Theorie Zweifel. Gerade erst wurde Kommissarin Xiang Xia nach Peking versetzt und nun ermittelt sie in diesem komplizierten Fall. Unterstützt wird sie dabei von dem erfahrenen Inspektor Wang. Die Ermittlungen ergeben, dass die Tote ein Doppelleben geführt hat. Da sie keine Unbekannte im Nachtleben von Peking war und enge Beziehungen zu hochrangigen Politikern hatte, geraten unsere Ermittler in ein Geflecht aus Macht, Geld Korruption und Intrigen. Diese Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen und vermittelt einem ein Bild von China, das einem bisher nicht so geläufig ist. Der Fall spielt in einem Land, das im Umbruch ist zwischen Tradition und Moderne. Man lernt das Vorzeige-Peking genauso kennen wie die Armenviertel. Der Autor hat uns durch Peking geführt, vorbei an Karaokebars und Massageclubs. Ich konnte förmlich die Düfte aus den Garküchen riechen. Ich hatte den Eindruck, dass es nur Kontraste gibt. Diese ganzen Eindrücke sind fast noch spannender als der Kriminalfall. Die beiden Ermittler geben ein interessantes Team ab. Xiang ist jung und gerade erst in diese große Stadt gekommen, wo sie sich noch einleben muss. Ihr erfahrener Kollege Wang hat eigentlich schon das Rentenalter erreicht, aber mit Sturheit und Beziehungen hat er sich auf seinem Posten gehalten. Es ist ein komplexer Fall in einem sehr fremden Land, der einen bis zum Schluss gefangen nimmt.

Krimi im heutigen Peking
von mabuerele am 09.08.2016

Phillip ist Student in Peking. Jeden Morgen hört er ab 6 Uhr die Schauspielstudenten auf dem Hof vor seinem Zimmer. üben. Heute endet das mit einem spitzen Schrei. Phillip findet das übertrieben, dreht sich auf die andere Seite und schläft weiter. Kommissarin Xiang Xia hatte die Nachricht vom Todesfall auf... Phillip ist Student in Peking. Jeden Morgen hört er ab 6 Uhr die Schauspielstudenten auf dem Hof vor seinem Zimmer. üben. Heute endet das mit einem spitzen Schrei. Phillip findet das übertrieben, dreht sich auf die andere Seite und schläft weiter. Kommissarin Xiang Xia hatte die Nachricht vom Todesfall auf ihrem Weg zur Polizeistation erreicht. Ihr Dienststellenleiter hatte sie telefonisch darauf hingewiesen, dass sie sensibel mit dem Fall umgehen solle. Es könne zu politischen Verwicklungen kommen. Der Autor hat einen interessanten Kriminalroman im heutigen Peking geschrieben. Die Protagonisten werden ausreichend charakterisiert. Xiang war vor einer Woche in die Hauptstadt gekommen. An das Tempo von Peking musste sie sich erst gewöhnen. Ihr zur Seite gestellt wird Inspektor Wang. Er galt als genialer Polizist, sollte ziemlich stur sein und hatte es durch Beziehungen geschafft, trotz Erreichung der Pensionsgrenze weiterarbeiten zu dürfen. Die Tote war die 21jährige Schauspielstudentin He Lin, die aber üblicherweise Xiao Fang genannt wurde. Sie lag auf dem Sportplatz der Theaterhochschule. Selbstmord durch einen Sprung vom Dach konnte schnell ausgeschlossen werden. Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Dazu trägt die vielschichtige Handlung bei, die einen umfassenden Einblick in das Leben im heutigen Peking gibt. Dabei war geschickt eingeflochten, dass es in anderen Städten und vor allem auf dem Land weit konventioneller zugeht. In Peking konkurrieren neue Ansichten und ein moderner Lebensstil mit den alten Auffassungen gestandener Parteimitglieder. Der Autor führt mich im Laufe der Handlung nicht nur in die Theaterhochschule mit ihren diffizilen Beziehungen zwischen inländischen und ausländische Studenten sowie dem Lehrkörper, sondern auch in verschiedene Gaststätten und eine Karaokebar und ein Edelbordell. Abwechslungsreich gestaltet sind die Dialoge. Während Phillip und Xiang sich über das tägliche Leben in China unterhalten, wird bei den Gesprächen von Phillip und Steve deutlich, was sich in den letzten 20 Jahren in Peking geändert hat. Damals hat Steve, ein Engländer, an der Theaterhochschule studiert. Er ist nun für einige Tage nach China zurückgekehrt und hat dabei Phillip kennengelernt. Gekonnt wird die Balance zwischen Anspruch und Wirklichkeit insbesondere in moralischen Fragen herausgearbeitet. Parteikader genießen einen besonderen Schutz, doch die Aufnahme in die Partei setzt ein Auswahlverfahren voraus. Korruption gehört zum Alltag. Die umfangreichen Informationen über das Leben in China lassen zeitweise die Ermittlungen in den Hintergrund treten. Andererseits machen sie die Geschichte besonders facettenreich und geben einen Einblick in eine Welt, die uns sonst meist verschlossen bleibt. Wie bei jedem guten Krimi sind aber am Ende alle Fragen beantwortet. Das rote Cover mit dem geöffneten Fächer passt zum Geschehen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das lag weniger an der unspektakulären Krimihandlung, sondern an den interessanten Informationen über Handlungsort und Protagonisten.