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Der Ort, an dem die Reise endet

Roman

(21)
Kenia, 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie bereit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe – oder zumindest eine Verbindung – nimmt ihren Anfang.

›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ein großer Roman über eine versehrte Familie und ein zerrissenes Land. Mit einer Sprache, die einem den Atem raubt, voller Kraft und Intensität, erzählt Yvonne Adhiambo Owuor eine Geschichte von universeller Dringlichkeit – eine Geschichte von Macht und Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben.

»Dieser kraftvolle erste Roman wird Vergleiche mit William Boyd und sogar Graham Greene und Joseph Conrad evozieren … Eine wichtige Ergänzung der Literatur der afrikanischen Gegenwart.« BOOKLIST

»Owuor beweist auf diesen Seiten außergewöhnliches Talent und eine beachtliche Bandbreite. Ihr Stil ist im Wechsel impressionistisch und rau, beschwörend und drängend. Ein bemerkenswerter Roman.« THE WASHINGTON POST
Rezension
»Yvonne Owuor hat mit ihrem ersten Roman ein Stück Weltliteratur geschrieben.«
Katharina Granzin, TAZ

»Yvonne Owuor bündelt Wut und Trauer über das Scheitern Kenias in einem packenden Roman.«
Thekla Dannenberg, NZZ

»Große Literatur«
Marie-Spohie Adeoso, FRANKFURTER RUNDSCHAU

»Kenia wurde von Ngũgĩ wa Thiong’o auf die literarische Weltkarte gesetzt, Yvonne Adhiambo Owuor schraffiert nun diese Karte neu.«
Ilija Trojanow, WELTEMPFÄNGER LITPROM-BESTENLISTE

»Poetisch, brutal und präzise«
Katja Nele Bode, BRIGITTE WOMAN

»Ein großes Buch [...] atemberaubende, poetische Sprache.«
EMMA

»Am Ende ist man dieser […] Familie unsagbar nah und will sofort los zum ›Ort, an dem die Reise endet‹ - so fantastisch und groß muss er trotz aller seiner Schrecken sein.«
Angela Wittmann, BRIGITTE

»BRUTAL & BRILLIANT«
Lara Gonschorowski, COSMOPOLITAN

»Menschheitsgeschichte aus Kenia - Literatur für die ganze Welt.«
Mareike Ilsemann, WDR 3

»Faszinierend, anschaulich und panoramatisch ausgefächertes Porträt einer kämpfenden, leidenden, aber nicht hoffnungslosen afrikanischen Gesellschaft.«
Sigrid Löffler, ORF

»Ein Debütroman und dann gleich so einer! […] [Es ist] Owuor absolut gelungen, kein politisches Pamphlet, sondern einen fesselnden Roman zu schreiben.«
Dina Netz, SWR2

»Unheimlich sicher tritt Owuor mit ›Der Ort an dem die Reise endet‹ neben Ngugi wa Thiong'o, den berühmten Erzähler der neueren Geschichte Kenias, als Größe eigener Art.«
Rainer Hartmann, KÖLNER STADT-ANZEIGER MAGAZIN

»Yvonne Adhiambo Owuor lehrt uns, was Sprache kann.«
Lisa Ndokwu, AFRIKANET

»Voller poetischer Momente.«
Saskia Stöcker, FREUNDIN

»Mitreißend und fesselnd.«
HÖRZU

»So dicht und physisch geschrieben, dass man zwischendurch nach Luft schnappen muss vor lauter Abgasen, fremden Parfums, Staub, Blut und Zaubersprüchen.«
Susanne Vohwinkel, L’OFFICIEL

»Ein in seiner Bildsprache ungemein kraftvoller Roman, peilend zwischen poetisch zarten und drastischen Tönen, aus Rückblenden und Vorausverweisen kunstvoll gewoben.«
Hartmut Buchholz, BADISCHE ZEITUNG

»[Eine] Sprache, die voller Bilder und Metaphern steckt und einen schon nach wenigen Worten in ihren Bann zieht.«
Katrin Schmiedekampf, NIDO
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783832189105
Verlag DUMONT Buchverlag
Übersetzer Simone Jakob
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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21 Bewertungen
Übersicht
5
13
3
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Zerrissenes Land
von KrimiElse am 20.07.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim... Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim Lesen erfordert. Klappentext Kenia 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie breit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe - oder zumindest eine Verbindung - nimmt ihren Anfang. "Kenias offizielle Sprachen: Englisch, Swahili und Schweigen." Die kenianische Autorin nimmt den Leser mit auf eine atemlose Reise durch die jüngere Kenianische Geschichte vom zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2007, jagd vorbei am Mau-Mau-Krieg in den 50er Jahren bis zur Unabhängigkeit, bebildert brutal und eindringlich Massenverfolgung und Vertreibung ganzer ethnischer Gruppen nach Vertreibung der Kolonialmacht, malt Bilder von Korruption im ganz großen Stil ebenso wie wirtschaftliche Probleme, Betrügereien und alte Seilschaften mit den ehemaligen Kolonialherren. Die Protagonisten der Geschichte, die Mitglieder der Kenianischen Familie Oganda und die nach dem zweiten Weltkrieg nach Kenia ausgewanderten Briten der Familie Bolton balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und völliger Niedergeschlagenheit. Sie alle umgeben sich mit unausgesprochenen Geheimnissen, an denen sie schwer zu tragen haben und fast zerbrechen. Owuor treibt die bruchstückhafte und durch viele Rückblicke und verschiedene Zeitebenen geprägte Geschichte in einem für mich völlig ungewöhnlichen, fast atemlosen Stil voran. Schneller Episodenwechsel, virtuose, bildhafte, eindringliche Sprache mit vielen poetischen und metaphorischen Andeutungen, kraftvolle Bilder der Verzweiflung, aber auch des Glückes schaffen einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Dies erfordert allerdings auch hohe Konzentration beim Lesen, sowohl in Bezug auf Verfolgung der Handlung als auch hinsichtlich des historischen Hintergrundes. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich während der Lektüre sehr oft Wikipedia hinsichtlich bestimmter Ereignisse bemüht habe. Für mich hat das Buch den erschreckenden Alltag des Lebens zwischen Gewalt, Korruption, Verzweiflung und Zerrissenheit sehr greifbar gemacht. Ich betrachte es als sehr moralisches und poetisches Buch, dem man nicht anmerkt, dass es ein Debütroman ist. Ich vergebe vier Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

Zerrissenes Land
von KrimiElse am 20.07.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim... Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim Lesen erfordert. Klappentext Kenia 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie breit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe - oder zumindest eine Verbindung - nimmt ihren Anfang. "Kenias offizielle Sprachen: Englisch, Swahili und Schweigen." Die kenianische Autorin nimmt den Leser mit auf eine atemlose Reise durch die jüngere Kenianische Geschichte vom zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2007, jagd vorbei am Mau-Mau-Krieg in den 50er Jahren bis zur Unabhängigkeit, bebildert brutal und eindringlich Massenverfolgung und Vertreibung ganzer ethnischer Gruppen nach Vertreibung der Kolonialmacht, malt Bilder von Korruption im ganz großen Stil ebenso wie wirtschaftliche Probleme, Betrügereien und alte Seilschaften mit den ehemaligen Kolonialherren. Die Protagonisten der Geschichte, die Mitglieder der Kenianischen Familie Oganda und die nach dem zweiten Weltkrieg nach Kenia ausgewanderten Briten der Familie Bolton balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und völliger Niedergeschlagenheit. Sie alle umgeben sich mit unausgesprochenen Geheimnissen, an denen sie schwer zu tragen haben und fast zerbrechen. Owuor treibt die bruchstückhafte und durch viele Rückblicke und verschiedene Zeitebenen geprägte Geschichte in einem für mich völlig ungewöhnlichen, fast atemlosen Stil voran. Schneller Episodenwechsel, virtuose, bildhafte, eindringliche Sprache mit vielen poetischen und metaphorischen Andeutungen, kraftvolle Bilder der Verzweiflung, aber auch des Glückes schaffen einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Dies erfordert allerdings auch hohe Konzentration beim Lesen, sowohl in Bezug auf Verfolgung der Handlung als auch hinsichtlich des historischen Hintergrundes. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich während der Lektüre sehr oft Wikipedia hinsichtlich bestimmter Ereignisse bemüht habe. Für mich hat das Buch den erschreckenden Alltag des Lebens zwischen Gewalt, Korruption, Verzweiflung und Zerrissenheit sehr greifbar gemacht. Ich betrachte es als sehr moralisches und poetisches Buch, dem man nicht anmerkt, dass es ein Debütroman ist. Ich vergebe vier Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

Afrikanisches Familienepos
von TochterAlice aus Köln am 16.07.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein afrikanisches Buddenbrooks? Oder gemahnt es doch eher an "Korrekturen", den (fast) zeitgenössischen großen Roman von Jonathan Franzen? Nichts von beidem, finde ich: es ist eine weitere eindringliche Familiengeschichte, eine sehr spezielle. Eine aus einer absolut fremden, fernen Welt, eine, die mich zunächst neugierig werden ließ. Doch aufgrund des... Ein afrikanisches Buddenbrooks? Oder gemahnt es doch eher an "Korrekturen", den (fast) zeitgenössischen großen Roman von Jonathan Franzen? Nichts von beidem, finde ich: es ist eine weitere eindringliche Familiengeschichte, eine sehr spezielle. Eine aus einer absolut fremden, fernen Welt, eine, die mich zunächst neugierig werden ließ. Doch aufgrund des fahrigen, nicht stringenten Erzählstils war für mich der Zauber rasch verflogen, als mühselig empfand ich es, mir diese Geschichte von einem fernen Kontinent, einem mir gänzlich unbekannten Land, zu erarbeiten, mich auf die Charaktere und ihre Schicksale einzulassen. Die Geschichte, in deren Mittelpunkt zwei Generationen und zwei Familien, nein: eigentlich eine Familie in der Hauptrolle, eine in der Nebenrolle und eine Freundschaft, die aber auch beide Familien über beide Generationen berührt, stehen, ist sehr fahrig und - man möge es mir verzeihen - aus meiner Sicht wirr erzählt, immer wieder wird die Zeit und das Setting gewechselt. Und es kommen - eigentlich überaus interessant und spannend - eine Menge kenianische Persönlichkeiten (und auch solche aus den Nachbarstaaten) vor. Eigentlich mag ich so etwas, im vorliegenden Kontext empfand ich es einfach nur als verwirrend. Es ist eine tragische Geschichte, in die ich mich aber nicht so einfinden konnte, dass sie mich tiefer berührt, in mir das Interesse an weiteren Nachforschungen zu Kenia geweckt hat. Der Stil ist anspruchsvoll, eindringlich, dabei nicht unanstrengend, nicht zuletzt aufgrund der vielen fremdartigen Namen von Personen und Ortschaften, die eine Rolle spielen oder auch nur erwähnt werden, denn auch das passiert ständig. Wobei diejenigen, die sich darauf einlassen, durchaus Unterstützung erfahren, nämlich in Form eines ausführlichen Glossars am Ende des Buches. Die Autorin Yvonne Adhiambo Owuor ist sicher eine gewaltige Stimme ihres Landes, aber leider eine, die mich nicht so ganz erreichen konnte!