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Montana

Roman

(4)
In den abgeschiedenen Tälern und nahezu undurchdringlichen Bergwäldern im Nordwesten von Montana ist der Sozialarbeiter Pete Snow unterwegs, um Kindern zu helfen. Da gibt es drogensüchtige Mütter, gewalttätige Väter, Waffen- und Bibelnarren, aber vor allem die ganz normale Armut. Als eines Tages Benjamin, ein halb wilder, vernachlässigter Junge, in seiner Stadt auftaucht, lernt er dessen Vater Jeremiah Pearl kennen, einen Anarchisten und Weltverschwörer, der im Wald lebt und sich gegen die Endzeit wappnet …
Pete Snow ist Sozialarbeiter in der kleinen Stadt Tenmile im Nordwesten von Montana, und es gibt viel zu tun in den Dörfern und abgelegenen Farmen mitten in der Wildnis. Das Leben vieler Leute ist geprägt von Armut, Gewalt, Alkohol und Drogen, und oft steht Pete zwischen seinen Klienten und der Polizei. Über sein eigenes Leben verliert Pete zusehends die Kontrolle, vor allem als seine halbwüchsige Tochter Rachel davonläuft und er immer wieder vergeblich nach ihr sucht.
Eines Tages trifft Pete in Tenmile auf Benjamin Pearl, einen unterernährten elfjährigen Jungen, der offenbar in der Wildnis lebt, und als er dessen Vater kennenlernt, stößt er fast an seine Grenzen, als Sozialarbeiter wie als Mensch. Denn Jeremiah Pearl ist ein paranoider Anarchist, der außerhalb des Gesetzes lebt. Nach und nach gewinnt Pete Jeremiahs Vertrauen, und eine seltsame Annäherung findet zwischen den beiden so unterschiedlichen Vätern statt. Bis plötzlich Polizei und FBI in Aktion treten, die Jeremiah Pearl schon länger im Visier haben …
Ein großer, packender amerikanischer Roman, der eine ganz eigene Stimme hat und der wie Richard Ford, Jonathan Franzen oder Cormac McCarthy wichtige Themen berührt, die diese komplexe und widersprüchliche Nation ausmachen.
Rezension
"Wort- und bildgewaltig in Szene gesetzt. Das ist episches Erzählkino, so dass es mir wirklich Gänsehaut bereitet hat."
Portrait
Smith Henderson, geboren und aufgewachsen in Montana, hat als Sozialarbeiter und Gefängniswärter sowie in einer Werbeagentur gearbeitet und lebt inzwischen als Schriftsteller in Los Angeles. Für seine Shortstorys erhielt er mehrere Preise, darunter 2011 den PEN Emerging Writers Award. Sein erster Roman »Montana« löste in den Feuilletons amerikaweit Begeisterung aus, wurde in zahlreichen Zeitungen als eines der »Best Books of the Year« empfohlen, wurde ausgezeichnet mit dem Montana Book Award 2014 und kam auf mehrere Shortlists, u.a. für den Ken Kesey Award for the Novel und den Fiction’s Flaherty-Dunnan First Novel Prize.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 608 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.04.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783641158132
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Übersetzer Walter Ahlers, Sabine Roth
Verkaufsrang 70.296
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Mal was ganz anderes
von einer Kundin/einem Kunden am 04.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch ist kein gewöhnliches.Pete, der Sozialarbeiter, erlebt seinen alltäglichen Wahnsinn und nimmt den Leser mit. Drogensüchtige, vernächlässigte, gewalttätige oder vergessene Kinder... Er kümmert sich um sie und hilft wo er kann. Doch seine eigene Familie bzw Tochter bleibt auf der Strecke.Er kann nicht allem gerecht werden. Der Schreibstil des Autors... Dieses Buch ist kein gewöhnliches.Pete, der Sozialarbeiter, erlebt seinen alltäglichen Wahnsinn und nimmt den Leser mit. Drogensüchtige, vernächlässigte, gewalttätige oder vergessene Kinder... Er kümmert sich um sie und hilft wo er kann. Doch seine eigene Familie bzw Tochter bleibt auf der Strecke.Er kann nicht allem gerecht werden. Der Schreibstil des Autors hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Das was ich kritisiere ist der an einigen Stellen zu ausführliche Stil bzgl Beschreibungen etc, sowie manchmal nicht nachvollziehbare Reaktionen der Protagonisten. Dies aber nur am Rande.Er zeigt die andere Seite von Amerika in der Dunkelheit, Armut etc herrscht. Es hat nichts mit demtollen Bild des Landes zu tun, was man so kennt.Es war spannend und unterhaltsam zu lesen.

War nichts für mich!
von einer Kundin/einem Kunden aus Duisburg am 24.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Montana von Smith Henderson Cover: Das Cover empfand ich als sehr passend zum Thema des Buches. Irgendwie einsam und trostlos, irgendwo am Ende der Welt. Inhaltsangabe: In den abgeschiedenen Tälern und nahezu undurchdringlichen Bergwäldern im Nordwesten von Montana ist der Sozialarbeiter Pete Snow unterwegs, um Kindern zu helfen. Da gibt es Waffen-... Montana von Smith Henderson Cover: Das Cover empfand ich als sehr passend zum Thema des Buches. Irgendwie einsam und trostlos, irgendwo am Ende der Welt. Inhaltsangabe: In den abgeschiedenen Tälern und nahezu undurchdringlichen Bergwäldern im Nordwesten von Montana ist der Sozialarbeiter Pete Snow unterwegs, um Kindern zu helfen. Da gibt es Waffen- und Bibelnarren, drogensüchtige Mütter, gewalttätige Väter, aber vor allem die ganz normale Armut. Als eines Tages Benjamin, ein halb wilder, vernachlässigter Junge, in Petes Stadt auftaucht, lernt er dessen Vater Jeremiah Pearl kennen, einen Anarchisten und Weltverschwörer, der im Wald lebt und sich gegen die Endzeit wappnet ? Smith Henderson legt mit seinem ersten Roman ein großes, kühnes und packendes Werk vor, das von der dunklen Seite Amerikas erzählt. Vorsicht! Rezension enthält Spoiler! Meinung: Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht fällt, dieses Buch zu rezensieren. Ich habe länger als gewöhnlich an diesem Buch gelesen, da mich zwischendurch immer wieder die Lust am weiterlesen verlassen hatte. Das lag nicht etwa daran, dass das Buch schlecht war, sondern das Thema mich schwermütig machte und ich zeitweise wirklich nichts mehr über die Schicksale der einzelnen Charaktere wissen wollte. Das Buch spielt Anfang der 80 `er in Montana. Dreh- und Angelpunkt dieser Story ist Pete. Er ist Sozialarbeiter im Nordwesten Montanas und kümmert sich um seine Schützlinge, in einer Gegend , in der die Hoffnung schon vor langer Zeit Reißaus genommen hat. Die Menschen in dieser Gegend haben schon vor langer Zeit sich, ihre Stadt und alle anderen aufgegeben. Es gibt kaum Arbeit, keinerlei Perspektiven und wer kann, nimmt die Beine in die Hand und schaut nie mehr zurück. In dieser trostlosen Umgebung voller Gewalt, Alkohol, Drogen, Prostitution, religiösem Wahn und absoluter Gleichgültigkeit, ist Pete unterwegs und versucht Familien zu unterstützen, die gar keine Hilfe wollen. Ja, sie empfinden Pete als ihr eigentliches Problem und an ihrem selbst auferlegten Schicksal, sind auch alle anderen Schuld. Unermüdlich kämpft Pete gegen die Windmühlen der Gleichgültigkeit um ihn herum, nicht nur in den Familien, sondern auch bei seinen Kollegen, den Vorgesetzten, die Polizei und in den Heimen. Dabei ist Pete keineswegs ein Heiliger. Seine eigene Familie hat er aufgrund seiner Arbeit vernachlässigt, ist jetzt geschieden. In seiner Freizeit säuft er und ist auch Drogen gegenüber nicht abgeneigt. Während er privat nichts geregelt bekommt, kniet er sich doch hartnäckig in seine Fälle und versucht zu helfen wo er kann. Egal, wie schlecht es ihm selbst gerade geht. Dabei bekommt er ziemlich oft eins auf die Mütze und Hunde auf den Hals gehetzt. Und das sind abgesehen von seinen eigenen Problemen mit der eigenen Tochter, ein paar echt harte Fälle, die einem schon arg an die Nieren gehen. Ich glaube, das ist auch der Hauptgrund, warum ich mich mit diesem Buch so schwer getan habe. Auch wenn die Story Anfang der 80`er Jahre am Arsch der Welt in den USA angesiedelt ist, lässt sich das Problem überall auf der Welt finden und lässt das Buch so erschreckend real werden. Bittere Armut, Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit und die daraus resultierenden Probleme, gehen einem beim Lesen wirklich nicht am Arsch vorbei. Man weiß, das es diese Schicksale Realität sein könnten und heute noch aktuell sind. . Und wie in den meisten Fällen, gibt es im wahren Leben nun meist kein Happy End. Niemand kommt und macht das alles wieder gut wird, weil das meiste was dort hinter verschlossenen Türen geschieht, nie wieder und von niemandem mehr gut zu machen ist. Junge Menschen, die glauben sie könnten sich dem Sog entziehen und etwas Besseres aus sich und ihrem Leben machen, aber als Leser weiß man: Das wird nie passieren. Mit dem Schreibstil haderte ich das ein oder andere Mal. Der Wechsel zwischen Umgangssprache und der Wortgewalt, die der Autor dann an den Tag legte, und den unendlich erscheinenden bildhaften Beschreibungen der Umgebungen, haben mir beim Lesen, eine ziemliche Geduld abverlangt. Fazit: Dieses Buch liest man nicht mal eben so und es ist mit Sicherheit keine leichte Lektüre. Viele waren von diesem Roman begeistert, geradezu euphorisch, ich kann mich der Begeisterung nicht anschließen, da mir das Thema des Buches zu schwer im Magen lag. Deshalb läuft es für mich unter: >>Kann man lesen, muss man aber nicht.<< Von mir gibt's: 3 von 5 Sternen

Spannend, aber teilweise zäh
von Lales Bücherwelt am 17.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Inhalt: Pete Snow ist Sozialarbeiter in dem abgelegenen Montana. Sein Job ist es, den "Problem-Familien" aus der Patsche zu helfen. Armut, Drogen, Gewalt, Alkohol und sonstige Probleme - sind Pete's Alltag. Besonders als der schmächtige und verwilderte Junge Benjamin auftaucht, ist Pete klar, dass er Hilfe braucht. Doch sein Vater... Inhalt: Pete Snow ist Sozialarbeiter in dem abgelegenen Montana. Sein Job ist es, den "Problem-Familien" aus der Patsche zu helfen. Armut, Drogen, Gewalt, Alkohol und sonstige Probleme - sind Pete's Alltag. Besonders als der schmächtige und verwilderte Junge Benjamin auftaucht, ist Pete klar, dass er Hilfe braucht. Doch sein Vater Jeremiah Pearl ist ein besonders harter Brocken, als Anarchist und Weltverschwörer ist er gegen alles und jeden. Doch während Pete's Job ihm zunehmend härtere Situationen und Erfahrungen abverlangt, geht sein eigenes Familienleben den Bah hinunter ... Meine Meinung: Ein Buch über das Leben der amerikanischen Bürger in Montana während der 80er mit allem, was das damalige Leben bestimmt hat. Montana -abgeschiedene Täler und Bergwälder, wenig Zivilisation und Moderne. Hier ist Pete Snow unterwegs, um Kindern aus benachteiligten bzw. problematischen Familien zu helfen. Seine eigene Familie hat er verlassen, die an ganz ähnlichen Problemen zerbrochen ist. Pete ist es ein wichtiges Anliegen, den Familien zu helfen. Doch es kommt dann oftmals dazu, dass er zwischen seinen Klienten und der Polizei steht und er selbst das ein oder andere Mal etwas einstecken muss. Eines Tages taucht plötzlich der halbwüchsige und verwilderte Junge Benjamin auftaucht, ist Pete klar, dass hier seine Hilfe gefragt ist. Doch der scheinbar wahnsinnige Vater Jeremiah Pearl will davon nichts wissen. Zurückgezogen und gegen alles und jeden verschworen, leben er und seine Familie im tiefsten Wald. Während seinem Versuch, sich der Familie anzunähern, erhält Pete eine schreckliche Nachricht - seine Tochter Rachel ist von zuhause weggelaufen und unauffindbar... Das Buch hat eine sehr realistische und geheimnisvolle Aufmachung, die gut mit dem Handlungsort Montana harmoniert. Auch der Klappentext passt dazu, ist allerdings sonst nicht sehr aussagekräftig. Mehr erfährt man erst durch die Inhaltsangabe. Die Handlung wird aus der Sicht von Pete selbst erzählt, sodass man als Leser einen guten Eindruck davon bekommt, wie das damalige Leben und die Schwierigkeiten des Sozialarbeiterberufs, waren. Besonders eindrucksvoll fand ich die Kapitel in denen Pete bei den Familien war und versucht hat ihnen zu helfen. Durch die zahlreichen Beschreibungen und bildhaften Darstellungen, habe ich einen gute Vorstellung von der harten Zeit bekommen. Allerdings muss ich sagen, dass die Beschreibungen und Ausführungen sich teilweise sehr in die Länge gezogen haben und sehr zäh waren. Das hat es an einigen Stellen echt schwierig gemacht dran zu bleiben und meine Geduld auf die Probe gestellt. Zudem kommt, dass mich die Geschichte - bis auf die spannenden Stellen mit den Familie - nicht wirklich gepackt hat. Mir hat die Tiefe und die Emotionen der Charaktere gefehlt. Zwischendurch gibt es Einschübe, in der eine Art Interview mit Rachel, Pete's Tochter, geführt werden, sodass man gleichzeitig erfährt, was sie erlebt. Jedoch wird das Gespräch bzw. der Gesprächspartner sehr vage gehalten, man erfährt also nichts genaueres. Fazit: Eine realistische Geschichte über das Montana in den 80ern, die vorallem das Trostlose und die Schwierigkeiten der damaligen Verhältnisse aufzeigt. Mich hat sie leider nicht gepackt, aber allen, die sich für Amerika - insbesondere in den 80ern - interessieren, möchte ich das Buch trotzdem empfehlen.