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Glückskind mit Vater

Roman

(14)

Ironisch-humoristisch, anrührend, ohne Sentimentalität oder Sarkasmus erzählt Christoph Hein ein beispiellos-beispielhaftes Leben in mehr als sechzig Jahren deutscher Zustände.
Was verdankt ein von der Mutter »Glückskind« genannter Sohn dem Vater? Seit seiner Geburt im Jahr 1945 versucht Konstantin Boggosch, in der entstehenden DDR lebend, aus dem Schatten seines kriegsverbrecherischen toten Vaters zu treten: Er nimmt einen anderen Namen an, will in Marseille Fremdenlegionär werden, reist kurz nach dem Mauerbau wieder in die DDR ein, darf dort kein Abitur machen, bringt es gleichwohl, glückliche Umstände ausnutzend – Glückskind eben –, in den späten DDR-Jahren bis zum Rektor einer Oberschule – fast.
Am Ende erkennt er: Eine Emanzipation von der allgemeinen und der persönlichen Geschichte ist zum Scheitern verurteilt. Durch solche Verkettung von Vergangenheit und Gegenwart wird aus dem Glückskind ein Unheilskind. Gerade dadurch verkörpert Boggosch wie in einem Brennspiegel die unterschiedlichsten Gegebenheiten Deutschlands in den politischen, gesellschaftlichen und privaten Bereichen.

Rezension
»... wenn das nicht erzählenswert ist!«

Tobias Schwartz, tip Berlin 5/2016
Portrait

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut.

Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 527 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783518744536
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 1652 KB
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Wie wächst man auf in der Nachkriegs-DDR, als Kind eines Kriegsverbrechers? Ein kluger Deutschlandroman und ein interessantes Stück deutscher Geschichte. Wie wächst man auf in der Nachkriegs-DDR, als Kind eines Kriegsverbrechers? Ein kluger Deutschlandroman und ein interessantes Stück deutscher Geschichte.

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Deutsche Geschichte so spannend verpackt das man noch viele Bücher dieses Autors lesen möchte. Deutsche Geschichte so spannend verpackt das man noch viele Bücher dieses Autors lesen möchte.

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Altes Unrecht wird durch immer wieder neues vergolten .
Aber Boggosch ist ein Glückskind ,da er es schafft aus seinem Schicksal das beste zu machen . Zeitgeschichte !


Altes Unrecht wird durch immer wieder neues vergolten .
Aber Boggosch ist ein Glückskind ,da er es schafft aus seinem Schicksal das beste zu machen . Zeitgeschichte !


Katrin Köber, Thalia-Buchhandlung Dallgow-Döberitz

"Ich war so weit von daheim weg, aber immer wieder holte mich mein Vater ein." Und doch ist Boggosch ein Glückskind ... mit Vater, ein mehr als treffender Titel. Großartiger Roman. "Ich war so weit von daheim weg, aber immer wieder holte mich mein Vater ein." Und doch ist Boggosch ein Glückskind ... mit Vater, ein mehr als treffender Titel. Großartiger Roman.

Evgenia Bolshakova, Thalia-Buchhandlung Halle

Ein großartiger, epischer Roman über ein Schicksal in den Wirren des 20. Jahrhunderts Ein großartiger, epischer Roman über ein Schicksal in den Wirren des 20. Jahrhunderts

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Ein eindrucksvoller, anspruchsvoller Roman. Spiegelt die deutsch-deutsche Geschichte in politischer, gesellschaftlicher und privater Sicht. Nehmen Sie sich etwas Zeit. Ein eindrucksvoller, anspruchsvoller Roman. Spiegelt die deutsch-deutsche Geschichte in politischer, gesellschaftlicher und privater Sicht. Nehmen Sie sich etwas Zeit.

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

70 Jahre deutsche Geschichte anhand eines Lebens, überschattet vom nie kennengelernten, hingerichteten Nazivater. Eine Steuerschuld führt letzlich zur Konfrontation und Erzählung. 70 Jahre deutsche Geschichte anhand eines Lebens, überschattet vom nie kennengelernten, hingerichteten Nazivater. Eine Steuerschuld führt letzlich zur Konfrontation und Erzählung.

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Absolut und ohne Einschränkung großartig! Ein Deutschland-Roman aus einem Guss. So spannend, dass mir die Ohren beim Lesen geglüht haben! Fünf Sterne und noch einen obendrauf!!! Absolut und ohne Einschränkung großartig! Ein Deutschland-Roman aus einem Guss. So spannend, dass mir die Ohren beim Lesen geglüht haben! Fünf Sterne und noch einen obendrauf!!!

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Konstantin lernt seinen Vater nie kennen. Trotzdem beeinflusst dieser sein komplettes Leben. Eine deutsche Geschichte. Wunderbar. Konstantin lernt seinen Vater nie kennen. Trotzdem beeinflusst dieser sein komplettes Leben. Eine deutsche Geschichte. Wunderbar.

„Mutig leben!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein großer, sehr zum Nachdenken anregender Roman über ein mutiges und ereignisreiches Leben immer wieder versuchend aus den Schatten der Vergangenheit herauszutreten! Sehr berührend und äußerst spannend geschrieben! Ein großer, sehr zum Nachdenken anregender Roman über ein mutiges und ereignisreiches Leben immer wieder versuchend aus den Schatten der Vergangenheit herauszutreten! Sehr berührend und äußerst spannend geschrieben!

„Sippen-Haft“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Auf Empfehlung eines Kollegen las ich den fast biografisch anmutenden Roman von Christoph Hein und war mehr als positiv überrascht.
Die Lebensgeschichte des Konstantin Boggosch, geboren in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges, ist durch die Taten seines Vaters gezeichnet. Der wurde zwar in den letzten Tagen des Krieges durch ein Schnellgericht als Kriegsgewinnler und Naziverbrecher gehenkt und doch reicht der Schatten weit. In der DDR bedeutete es ausgegrenzt zu sein, keine Förderung aufgrund guter schulischer Leistungen, kein Studium seiner Wahl, kein berufliches Fortkommen. In der BRD allerdings könnte er sich aufgrund des Vaters eine erfolgreiche Zukunft aufbauen und nutznießen.
Auch wenn Konstantin sich selbst davon distanziert, klebt der Ruf und die Taten des Vaters wie Pech an ihm. Kein Wechsel des Namens, Flucht nach Frankreich oder die Zeit können helfen. Einzige Lichtblicke sind Freunde und Bekannte, die dann doch und trotz allem zu ihm stehen.
Großartig zu lesen, nachdenklich machend (denn Mitläufertum und political correctness sind kein ostdeutsches Phänomen) kann ich die Lektüre nur jedem empfehlen!!!
Auf Empfehlung eines Kollegen las ich den fast biografisch anmutenden Roman von Christoph Hein und war mehr als positiv überrascht.
Die Lebensgeschichte des Konstantin Boggosch, geboren in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges, ist durch die Taten seines Vaters gezeichnet. Der wurde zwar in den letzten Tagen des Krieges durch ein Schnellgericht als Kriegsgewinnler und Naziverbrecher gehenkt und doch reicht der Schatten weit. In der DDR bedeutete es ausgegrenzt zu sein, keine Förderung aufgrund guter schulischer Leistungen, kein Studium seiner Wahl, kein berufliches Fortkommen. In der BRD allerdings könnte er sich aufgrund des Vaters eine erfolgreiche Zukunft aufbauen und nutznießen.
Auch wenn Konstantin sich selbst davon distanziert, klebt der Ruf und die Taten des Vaters wie Pech an ihm. Kein Wechsel des Namens, Flucht nach Frankreich oder die Zeit können helfen. Einzige Lichtblicke sind Freunde und Bekannte, die dann doch und trotz allem zu ihm stehen.
Großartig zu lesen, nachdenklich machend (denn Mitläufertum und political correctness sind kein ostdeutsches Phänomen) kann ich die Lektüre nur jedem empfehlen!!!

„Schatten“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Dies ist für mich ein ganz großartiger Roman. Und dabei kann ich es nicht belassen.
Das Buch ließ mich nachdenklich, auch traurig zurück.
Konstantin hat sein ganzes Leben mit dem Schatten des Vaters, mit dem Erbe des Vaters zu leben, zu kämpfen, sich auseinanderzusetzen. Und dabei hat er doch nur einen Wunsch: als Konstantin Boggosch wahrgenommen zu werden. Er versucht sich zu befreien, sein eigenes Leben zu leben. Viele Orte wählt er dafür aus, dennoch kommt er immer wieder zurück, und somit auch irgendwann zu sich selbst.
Sein Bruder Gunthard wählt ein ganz anderes Leben, einen ganz anderen Umgang mit der familiären Vergangenheit. Es muss hier zum Bruch kommen.
Aber bitte - lesen Sie selbst.
Dies ist für mich ein ganz großartiger Roman. Und dabei kann ich es nicht belassen.
Das Buch ließ mich nachdenklich, auch traurig zurück.
Konstantin hat sein ganzes Leben mit dem Schatten des Vaters, mit dem Erbe des Vaters zu leben, zu kämpfen, sich auseinanderzusetzen. Und dabei hat er doch nur einen Wunsch: als Konstantin Boggosch wahrgenommen zu werden. Er versucht sich zu befreien, sein eigenes Leben zu leben. Viele Orte wählt er dafür aus, dennoch kommt er immer wieder zurück, und somit auch irgendwann zu sich selbst.
Sein Bruder Gunthard wählt ein ganz anderes Leben, einen ganz anderen Umgang mit der familiären Vergangenheit. Es muss hier zum Bruch kommen.
Aber bitte - lesen Sie selbst.

Kundenbewertungen

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