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Die Lausitzer Musen

Historischer Kriminalroman

Dr. Cornelius Waldeck 1

(6)
Unterm Mühlrad im Wasser der Löbau werden kurz hintereinander zwei Frauenleichen geborgen. Während die Bewohner von einem tragischen Unglück ausgehen und den beiden Vorfällen weiter keine Beachtung schenken, glaubt der Wandergeselle Jakub nicht an einen Zufall. Zusammen mit der Magd Mathilde und Dr. Cornelius Waldeck versucht er, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch die Zeit drängt, denn schon bald könnte die nächste Frau im Wasser der Löbau gefunden werden.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Erscheinungsdatum 02.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783839248881
Verlag Gmeiner Verlag
eBook
9,99
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Tote Musen in der Löbau
von janaka aus Rendsburg am 30.04.2016
Bewertet: Taschenbuch

Der Müllergesell Jakub landet auf seiner Wanderschaft in der schönen Lausitz. Er trifft das Dorf in tiefer Trauer, ein junges Mädchen, die Tochter des Müllers wurde tot in der Löbau gefunden. In kurzer Zeit ist er dem Müller eine große Stütze geworden und Jakub gefällt es im Dorf sehr gut,... Der Müllergesell Jakub landet auf seiner Wanderschaft in der schönen Lausitz. Er trifft das Dorf in tiefer Trauer, ein junges Mädchen, die Tochter des Müllers wurde tot in der Löbau gefunden. In kurzer Zeit ist er dem Müller eine große Stütze geworden und Jakub gefällt es im Dorf sehr gut, woran die schöne Schankmagd Mathilde nicht ganz unschuldig ist. Dann wird ein zweites Mädchen tot in Löbau gefunden. Alles nur Zufall? Auch Dr. Cornelius Waldeck wird hellhörig und zusammen untersuchen sie die beiden Todesfälle etwas genauer. Die Zeit drängt… "Die Lausitzer Musen" von Ivonne Hübner ist mein erster historischer Krimi und wird bestimmt nicht mein letzter sein. Zuerst musste ich mich ein bisschen an die Zeit und Sprache gewöhnen. Die Autorin schafft es mit ihren detaillierten und anschaulichen Beschreibungen über das Land, den Menschen und die Gepflogenheiten dieser Zeit mir einen genauen Einblick vom frühen 19. Jahrhundert zu geben. Ihr Schreibstil ist angenehm und flüssig, nur die Spannung hat mir an manchen Stellen gefehlt. Die Ängste und Träume der Menschen in diesem Dorf sind greifbar beschrieben worden. Die Todesangst des ersten Mordopfers konnte ich förmlich spüren. Die Charaktere sind vielschichtig und lebendig beschrieben. Der Unterschied von Adel zu dem einfachen Volk ist sehr anschaulich, man bekommt ein Gefühl das Leben um 1815. Jakub ist mir schnell ans Herz gewachsen, er ist ehrlich, bescheiden und hilfsbereit. Mathilde ist ein schüchternes und fleißiges Mädchen, dass Jakub zwar anziehend und attraktiv findet, sich aber fern von ihm hält, weil ein Müller auf Wanderschaft nicht der richtige Umgang für sie ist und dann kommt er auch noch aus Böhmen. Graf Adrian ist eine weitere sehr interessante Person, sein Auftreten ist zwar selbstbewusst aber eigentlich ist er unsicher, nur in seiner Malerei findet er Zuflucht und Bestätigung. Seine Musen findet er im Dorf, doch leider sterben diese sobald das Bild beendet ist. Ist er vielleicht der Mörder? Fazit: Dieser Krimi hat mich neugierig auf weitere historische Kriminalromane gemacht, hier herrscht eine andere Spannung, nämlich ganz ohne Technik. Freue mich auf eine Fortsetzung mit Dr. Cornelius Waldeck und Jakub.

Die Lausitzer Musen
von dorli am 13.04.2016
Bewertet: Taschenbuch

Lausitz, 1815. Nach Henriette Müllerin wird auch Gertrude Baumert tot unter dem Mühlrad im Wasser der Löbau aufgefunden. In beiden Fällen gehen die Dorfbewohner von Selbstmord aus. Die 17-jährige Mathilde, die sich mit Gertrude ein Zimmer geteilt hat, bezweifelt jedoch, dass diese sich das Leben genommen hat, ganz einfach,... Lausitz, 1815. Nach Henriette Müllerin wird auch Gertrude Baumert tot unter dem Mühlrad im Wasser der Löbau aufgefunden. In beiden Fällen gehen die Dorfbewohner von Selbstmord aus. Die 17-jährige Mathilde, die sich mit Gertrude ein Zimmer geteilt hat, bezweifelt jedoch, dass diese sich das Leben genommen hat, ganz einfach, weil es keinen Grund dafür gab. Gemeinsam mit Cornelius und Jakub beginnt sie daher nachzuforschen… In einem zweiten Handlungsstrang lernt man den Grafen Adrian von Gersdorf und seine junge Frau Josephine kennen. Die Ehe der beiden ist nicht gerade glücklich, während Josephine sich nur inmitten ihrer zahlreichen Puppen wohlfühlt, vergräbt Adrian sich voll und ganz in seiner Malerei… In ihrem historischen Kriminalroman „Die Lausitzer Musen“ entführt Ivonne Hübner den Leser in ein kleines Dorf ans Löbauer Wasser und wartet mit einer spannenden Geschichte auf. Die Handlungsorte werden von der Autorin sehr detailliert beschrieben, so dass man sich ein gutes Bild von den Schauplätzen machen kann. Die ländliche Atmosphäre des frühen 19. Jahrhunderts wird sehr gut vermittelt. Nach einem kurzen Prolog, in dem man den grausigen Mord an der jungen Henriette Müllerin miterlebt, lernt man die Hauptakteure kennen. Da ist zunächst einmal der Arzt Cornelius Waldeck. Cornelius ist gebildet, wirkt aber auf den ersten Blick ein wenig schusselig. Er macht sich viele Gedanken über seine Mitmenschen und steht nicht gerne im Mittelpunkt. Jakub, ein Müllergeselle auf Wanderschaft, ist freundlich und hilfsbereit. Er will kein Aufsehen erregen und versucht, jeglichem Ärger aus dem Weg gehen. Mathilde ist Magd im Wirtshaus. Dem netten, zuverlässigen Mädel fehlt es ein wenig an Selbstbewusstsein. Die Spurensuche dieses ungewöhnlichen Ermittlertrios verläuft in sehr ruhigen Bahnen. Da die drei bei ihren Ermittlungen stets im Rahmen ihrer Möglichkeiten bleiben, wirkt das ganze Geschehen durchweg echt und glaubwürdig. Der Blick des Lesers wird im Verlauf der Handlung in unterschiedliche Richtungen gelenkt, so dass man bis zum Schluss über die Identität des Täters mitgrübeln kann. „Die Lausitzer Musen“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mir ein paar spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert. Obwohl die Krimihandlung nur langsam in Schwung kommt, hat es mir großen Spaß gemacht, in das Jahr 1815 zu reisen und die Akteure bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

Das Wandern ist des Müllers Lust
von Damarel am 01.04.2016
Bewertet: Taschenbuch

Das trifft auch auf Jakub, den Müllerburschen aus Böhmen zu und so landet er in der Lausitz. Land und Leute gefallen ihm ganz gut und vor allem die junge Schankmagd Mathilde. Jakub findet nicht nur schnell Arbeit und Unterkunft in der Mühle am Ort, sondern auch Anklang bei Mathilde,... Das trifft auch auf Jakub, den Müllerburschen aus Böhmen zu und so landet er in der Lausitz. Land und Leute gefallen ihm ganz gut und vor allem die junge Schankmagd Mathilde. Jakub findet nicht nur schnell Arbeit und Unterkunft in der Mühle am Ort, sondern auch Anklang bei Mathilde, aber das dauert etwas länger. Mathilde hat zwar noch einen zweiten, eher heimlichen Verehrer(Clemmens Waldeck, den ortsansässigen Arzt), aber da Jakub offensiver vorgeht, kommt er ihm zuvor und bändelt dann recht heftig mit Mathilde an. Der Doktor ist aber ganz gut mit der gräflichen Familie beschäftigt, vor allem mit Josefine, der jungen Frau des Grafen Adrian. Und zwischendrin verlieren drei junge Mädchen aus dem Ort ihr Leben. In der dörflichen Gemeinschaft geht man von Selbstmord aus, aber irgendwann wird der Doktor stutzig und ermittelt zusammen mit Mathilde und Jakub. "Die Lausitzer Musen" haben mir eigentlich ganz gut gefallen. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Alles ist recht eindrücklich beschrieben, so dass die Zeit, das Leben damals, Land und Leute gut vorstellbar sind, man ist so richtig mittendrin. Auch die Darstellung der einzelnen Stände fand ich recht gelungen. Man war dabei, wenn Mathilde nach getaner Arbeit mit schmerzenden Füssen in ihr Bett sank, wenn Josefine sich verzweifelt ihren Puppen widmete, weil ihr Gatte mal wieder im gräflichen Selbstmitleid badete. Zusammen mit dem Doktor verdrehte man heimlich die Augen, über die gräflichen Spinnereien und Marotten. Man durfte mitbekommen, wie Jakub und Mathilde sich annäherten. Und man durfte einem Mord und einer Exhumierung beiwohnen. All diese Kleinigkeiten sorgen für ein buntes Bild und ein anschauliches Leseerlebnis. Allerdings war das Buch für mich war kein Kriminalroman. Dazu plätscherte alles dann zu gemächlich dahin. Mir fehlte einfach dieser "rote Spannungsfaden", der sich doch durch einen Krimi ziehen sollte. Der Einstieg in die Kriminalgeschichte und die Ermittlungen erfolgte für mich zu spät und die Neugierde in Bezug darauf, wer denn nun der Mörder ist, wurde bei mir nicht geweckt. Ich war eher daran interessiert, wie es mit den Protagonisten weiterging. Das allerdings hätte mich nicht so sehr gestört, die Geschichte ist ja nett und kurzweilig zu lesen. Mein Hauptkritikpunkt ist aber die Handlung auf den letzten 100 Seiten, bzw. die für mich nicht nachzuvollziehenden Handlungsweisen einiger Personen. Auch wirkte am Ende vieles recht überstürzt. Doch darüber sollte sich jeder selbst seine Meinung bilden, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich würde das Buch mit 3,5 Sternen bewerten. Da das nicht funktioniert, runde ich auf vier Sterne auf.