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Beethoven: Fidelio

Empfohlen für Hörer von 0 bis 99 Jahren.
Rezension
Diese Opernaufzeichnung von den Salzburger Festspielen 2015 belegt einen weiteren Höhepunkt in der Karriere des Münchner Tenors Jonas Kaufmann. Mit dem "Fidelio" erscheint bereits der dritte Opern-Livemitschnitt mit ihm in diesem Jahr - nach "La Forza del Destino" von Giuseppe Verdi aus der Münchner Staatsoper (2013) sowie "Cavalleria Rusticana" von Pietro Mascagni von den Salzburger Osterfestspielen 2015. Zwar war diese "Fidelio"-Aufführung nach der Premiere heftig umstritten - zu statisch wirkte die Regiearbeit von Claus Guth. Doch der Bildtonträger relativiert diesen Kritikpunkt mit vielen Nahaufnahmen, die sowohl die Sänger als auch die ausgefeilte Lichttechnik voll zur Geltung bringen. Sie wirkt besonders gut im Kontrast zum spartanischen Bühnenbild, das aus weißen Kassettenwänden über Eck sowie einem schwarzen Quader besteht, der als Symbol für die Gefängniszelle immer wieder unheilvoll herunter schwebt. Regisseur Claus Guth verzichtet komplett auf die gesprochenen Dialoge, dafür baut er teils verstörende Hintergrundgeräusche ein. Auch die Optik wirkt düster in schwarz-weiß-grauem Design. Die Reduktion der Farben betont den Schattenwurf an den Wänden. Mit dieser Technik lässt Guth eine tiefenpsychologische Parallelwelt entstehen: Gleich Geistern wechseln die Schatten je nach Stimmung ihre Kontur und changieren zwischen verschwommenen, verzerrten und gestochen klaren Umrissen. Einig waren sich Kritiker und Publikum bei der überragenden Leistung von Jonas Kaufmann. Mit seiner strahlend hellen Tenorstimme sorgt er für Gänsehautmomente, die auch in der Aufnahme wirken: Schon sein erster Auftritt im zweiten Satz ist großartig, wenn er den Ausruf "Gott! welch' Dunkel hier!" aus dem Off erst anschwellen und dann wieder ersterben lässt, bevor er auf der Bühne erscheint. Dass Kaufmann das Zeug zum strahlenden Helden hat, bewies er bereits viele Male. Doch sein Fidelio ist ein düsterer Antiheld, dem gebrochen und traumatisiert sogar das Happy End verwehrt bleibt. Dies mag ebenfalls ein Grund für die zunächst kontroversen Reaktionen auf diese Inszenierung gewesen sein. Doch gerade wegen der trostlosen Gesamtstimmung und Jonas Kaufmanns irritierender Darstellung des Florestan hat diese Aufnahme das Zeug zum Klassiker. Dass mit den Wiener Philharmonikern unter der fachkundigen Leitung von Franz Welser-Most ein hochkarätiges Spitzenensemble für das musikalische Tableau sorgt, ist schließlich das Tüpfelchen auf dem i. Birgit Schlinger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
Portrait
Jonas Kaufmann ist ein deutscher Tenor, der am 10. Juli 1969 in München geboren wurde. Bis heute lebt er mit seine Familie in der Nähe von München. Im Jahr 1994 schloss er sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Examen als Opern- und Konzertsänger ab. Daraufhin nahm er von 1994-1996 am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken seine Tätigkeit auf, wo er Partien des lyrischen Repertoires übernahm.
In Den folgenden Jahren war er freischaffend tätig und musizierte auf den größten Opernbühnen der ganzen Welt vorwiegend im lyrischen, zunehmend aber auch im jugendlich-heldischen Fach.
Sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen war in der Eröffnung am 25. Juli 2010 die Titelrolle in Wagners Lohengrin in der Inszenierung von Hans Neuenfels, dirigiert von Andris Nelsons, nachdem er in der gleichen Rolle 2009 an der Bayerischen Staatsoper als Sänger des Jahres ausgezeichnet wurde, ebenso wie Anja Harteros als Elsa.

Kaufmann tritt jedoch neben seinem Opernschaffen auch als Konzertsänger auf und arbeitet bei Liederabenden mit dem Begleiter Helmut Deutsch zusammen. Im Jahr 2007 schloss er einen Exklusivvertrag mit der Plattenfirma DECCA (Universal Music) ab, welche im darauffolgenden Jahr sein Debütalbum "Romantic Arias" veröffentlichte. Wieder ein Jahr später, am 22. Mai 2009, erschien das zweite Album "Sehnsucht" mit deutschem Repertoire. Am 13. September 2013 erschien das Album "The Verdi Album" bei Sony Classical, wo Jonas Kaufmann einen langjährigen Exklusivvertrag abgeschlossen hat.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 08.07.2016
Sprache Deutsch
EAN 0888751935198
Genre Oper
Hersteller Sony Music Entertainment
Spieldauer 136 Minuten
Komponist Ludwig van Beethoven
Dirigent Franz Welser-Möst
Produktionsjahr 2016
Musik (DVD)
11,99
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