Wir bauen eine Brücke

von uns, hinaus in die Welt. Eine Anthologie pflegender Angehöriger

(3)
„Wir bauen eine Brücke – von uns hinaus in die Welt“ ist eine Anthologie von pflegenden Angehörigen.
Das Wort ›Pflege‹ ist jedem bekannt. Was bedeutet es aber, ›Pflegende/r Angehörige/r‹ zu sein?
Wir laden Sie einen Augenblick in unsere Welt ein, bauen eine Brücke von uns zu Ihnen. Lernen Sie uns und unsere Gedanken kennen.
Trauer, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Angst stehen für uns nicht im Vordergrund, sondern die LIEBE zu unseren Angehörigen, die uns die Kraft gibt, diese zu pflegen.
Der gesamte Verkaufserlös geht an eine Stiftung, die sich für die Belange von pflegenden Angehörigen einsetzt: 'Wir! Stiftung pflegender Angehöriger'.
Damit geben wir etwas für diesen Einsatz zurück.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Wiebke Worm
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 15.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7392-2933-1
Verlag Books on Demand
Maße (L/B/H) 21,6/13,6/1,5 cm
Gewicht 268 g
Abbildungen mit 3 Farbabbildungen
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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Das Kurzweilige für den guten Zweck !
von einer Kundin/einem Kunden aus Salem am 15.02.2016

Ich hab's gekauft, gelesen, mich dabei entspannt zurückgelehnt und auch einiges nachvollziehen können, zumal ich selbst 24h-Pfleganer bin. Ich kann das Büchlein durchaus weiterempfehlen.

WIR bauen eine Brücke ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Niederkassel am 14.02.2016

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm, und ich kreise jahrtausendelang; und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang. Die Beiträge in dieser Anthologie... Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm, und ich kreise jahrtausendelang; und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang. Die Beiträge in dieser Anthologie haben einen großen Wiedererkennungswert für mich. Drücken sie doch all das aus, was ich im Laufe von über drei Jahrzehnten durch Pflege und Betreuung von zwei Angehörigen erlebt, gedacht und empfunden habe. Auf welches Unverständnis ich von außen gestoßen bin, auf welchen unsinnigen Verwaltungsapparat, der die Pflege zu einer ganz besonders kräftezehrenden Herausforderung gemacht hat. Meine Ängste, meine Sorgen, meine Hoffnung, mein Vertrauen und vor allem meine Liebe zu den Menschen, die mir anvertraut waren. Meine Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Sinnfindung und die Fragen nach selbstbestimmten und selbsterfülltem Leben. Fragen um das Schicksal eines Menschen. Vor ihm weg laufen oder sein Schicksal annehmen oder das eines anderen Menschen zu begleiten. Manchmal kam ich mir in diesem von mir angenommenen Schicksal vor wie der Panther in seinem Käfig, den Rainer Maria Rilke beschrieben hatte. Keine Zeit für sich selbst, den Focus auf den zu Pflegenden gerichtet, der sein Leben ebenfalls in wachsenden Ringen versucht, auf die Familie, die nicht zu kurz kommen darf und weniger auf mich selbst. Die Fragen nach dem Selbst, was ist das Selbst, bin ich noch ich selbst. Vor allem als ich es während der nahezu sieben Jahre Pflege meiner dementen Mutter, bei ihr hab schwinden sehen. Zumindest dachte ich so, dass es schwinden würde. An einen Rückzug zu sich selbst habe ich bei der Krankheit nicht gedacht und mich später damit getröstet, dass sie ihre Reise angetreten hat, ihr eigenes Selbst wieder zu finden, das sie im Laufe der Jahrzehnte nach den Wirrungen und Irrungen eines unseligen Krieges, durch Flucht und Wiederaufbau in einem Land, das noch harte Bedingungen für jeden von uns, bereit hielt, um unsere Familien durchzubringen, mit dem nötigsten zu versorgen, nachdem alles in Schutt und Asche lag und Menschen ihr Hab und Gut verloren hatten. Dass sie sich mit einem Trauma herumgeplagt haben mag, ausgelöst durch Krieg und Flucht. Sozialleistungen im Laufe der Jahrzehnte erst wieder erarbeitet werden mußten. Urlaubs- und Krankengeld noch nicht üblich waren, um sich selbst durchzubringen, der Lohn harter Arbeit karg war. Im Laufe der Jahre habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden, dass Rilkes Gedicht „Ich versuche mein Leben in wachsenden Ringen“, er, der ja selbst von einer Krankheit heimgesucht war, mein Leben dann doch eher beschrieb. „…. Ich kreise um Gott, den alten Turm, und ich kreise jahrtausendelang, und ich weiß nicht, bin ich ein Falke, bin ich ein Sturm oder ein großer Gesang ...“ Sich Eins fühlen mit der Natur und der Welt ringsumher, eingebunden sein im Göttlichen, das in jedem von uns wohnt, sind wir nun religiös oder auch nicht, diese Erfahrung hat mich stark gemacht, ein Gefühl in der Unendlichkeit des Universums einen Sinn gefunden zu haben, für einen anderen DA zu sein, ihn als ein Stück von mir zu sehen, ja ein Leben ohne ein DU kein sinnerfülltes sein kann, das mich ausgefüllt hätte, trotz aller Entbehrungen und Opfer, die ich gebracht habe in der jahrelangen Pflege meiner Angehörigen. Die Umstände und Erschwernisse ringsumher, die so ein Leben mit Stolpersteinen mit sich bringen und das in dieser Gesellschaft eines der schwersten für uns ist, die wir in der Pflege sind. Diese ungeheure seelische und körperliche Kraftanstrengung läßt sich nur bewältigen, wenn wir in der LIEBE sind. Und Gott sei Dank hat sie mich immer begleitet, wie die Betroffenen in dieser Anthologie auch. Liebe braucht Mut und den haben wir alle bewiesen. Ich verneige mich vor all den Menschen, die ihre Aufgaben angenommen haben unter Verzicht von eigener „Selbstverwirklichung“, von eigener Karriere, die sie hätten machen können, unter Verzicht ihres Berufes und eigenem Einkommen, das der Sicherung ihrer eigenen Existenz dienen sollte, unter Verzicht von Freunden und Verwandten und der Anteilnahme an gesellschaftlichem Leben, das uns zum großen Teil durch Pflege verwehrt geblieben ist. Die RundumdieUhr-Pflege geht oft mit mangelndem Nachtschlaf einher und so muß ein jeder von uns Prioritäten setzen, wie er seine karg bemessene Freizeit nutzen kann. Das Gefühl von „einsam im Nebel zu wandern“, ist uns allen sehr bekannt. Doch die Liebe zu unseren Menschen hält uns aufrecht, wenn es die Gesellschaft nicht mehr zu leisten vermag. Ich danke allen, die diese Anthologie möglich gemacht haben, um denjenigen, die in der Pflege sind und durch den „demografischen Wandel“ demnächst noch sein werden, den Mut zu geben, den sie brauchen, um diese Arbeit und Aufgabe, die auch von hohem gesellschaftlichen Wert ist, zu bewältigen. Unsere Erfahrungen möchten wir gerne weiter geben und von einer Nähe berichten, die uns in der Pflege berührt. Wir möchten auch darüber aufklären, was wirklich IST in unserer Gesellschaft, wenn es um das Thema Pflege geht, was Propaganda zum Thema für uns bedeutet, wenn unser Pflegealltag etwas anderes aussagt, wenn es in dieser Gesellschaft um Pflege und Menschenwürde geht. Um wieviel besser es sein könnte, wenn wir alle SOLIDARISCH wären. Denn menschenwürdige Pflege ist ein Grundrecht und geht uns alle. Wir sitzen alle in einem Boot! Unsere Liebe braucht Mut!

Wenn Angehörige ihre erkrankten Angehörigen pflegen
von einer Kundin/einem Kunden aus Penkun am 23.01.2016

ist das nicht nur für den Staatshaushalt eine riesige Entlastung. Es entstehen tiefe, sehr enge Bindungen und die pflegenden Angehörigen entwickeln Energien, von denen sie zuvor keine Ahnung hatten. Es entstehen Konflikte, von denen sie zuvor nichts erahnten. Es entstehen neue Freundschaften mit Menschen, die sie zuvor nicht kannten, auf der anderen... ist das nicht nur für den Staatshaushalt eine riesige Entlastung. Es entstehen tiefe, sehr enge Bindungen und die pflegenden Angehörigen entwickeln Energien, von denen sie zuvor keine Ahnung hatten. Es entstehen Konflikte, von denen sie zuvor nichts erahnten. Es entstehen neue Freundschaften mit Menschen, die sie zuvor nicht kannten, auf der anderen Seite verschwinden Freunde, die offenbar keine waren. Heimische Intimsphäre reduziert sich auf Zeitabschnitte, räumlich ist sie nahezu komplett verschwunden. Einen kleiner Einblick in dieses Leben gewähren die Autorinnen und Autoren, wie eine Brücke, die den allgemeinen Lebensstrom überspannt und den Weg auf ganz spezielle Lebens- Inseln für den Leser ermöglicht. Der Erlös dieses Büchleins wird gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellt. Gründe genug, dieses Büchlein zu erwerben.