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Flatterherz

Liebesgedichte

Henry-Martin Klemt

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Beschreibung

Männer werden erst durch Frauen erwachsen, einigermaßen jedenfalls und wenn sie die Frauen lieben. Henry-Martin Klemt hat das sein Leben lang getan. Der 1960 in Berlin geborene Dichter ist zweimal der großen Liebe begegnet. Aber nicht nur ihnen wendet sich Klemt in seinem neunten Gedichtband „Mich ritt die schöne Kellnerin“ zu. In einem einzigartigen Zyklus von 20 Sonetten beschreibt er Begegnungen voller Leidenschaft, Inspiration und Tiefe, die einen Augenblick umfassen oder ein ganzes Leben. Glück und Erfüllung, Schmerz und Trauer fließen ineinander. Freude an der Körperlichkeit prägt die Bilderwelt des Dichters, für den nicht Gewalt und Härte, sondern Kraft und Weichheit Ausdruck menschlicher Stärke sind. Philosophische Verse wechseln mit ernsten und heiteren Liedern. Klemt vergewissert sich in der Liebe seiner selbst, zeichnet in seinen zärtlichen, manchmal skurrilen Balladen Porträts, die über die Beziehung zwischen zwei – oder mehr – Menschen hinausgehen, und führt nebenher ein Stück durch die Zeit und durch die Welt. Wenn es Gott gibt, ist sie eine Frau, schreibt Klemt, und lädt zur Liebe ein aus Erfahrung: Das Hohelied ist nie umsonst gesungen, und wer es hört, der geht nicht, sondern tanzt…

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 10.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7345-1096-0
Verlag Tredition
Maße (L/B/H) 21/14,8/1,2 cm
Gewicht 264 g

Kundenbewertungen

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„Flatterherz“ von Henry Martin Klemt
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt (Oder) am 06.03.2016
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Solange es Menschen gibt, bleiben Liebesgedichte in Mode, sie sind unerschöpflich und facettenreich wie die Liebe selbst. Die aktuelle Sammlung von Henry Martin Klemt beinhaltet Gedichte zwischen 1980 und 2015 und lässt den Leser eine Reise über Berge und durch Täler menschlicher Beziehungen unternehmen, bei der er seine gan... Solange es Menschen gibt, bleiben Liebesgedichte in Mode, sie sind unerschöpflich und facettenreich wie die Liebe selbst. Die aktuelle Sammlung von Henry Martin Klemt beinhaltet Gedichte zwischen 1980 und 2015 und lässt den Leser eine Reise über Berge und durch Täler menschlicher Beziehungen unternehmen, bei der er seine ganz persönlichen Entdeckungen machen kann. Starke Gefühle lodern auf, mal liedhaft, mal märchenhaft, mal schnoddrig und direkt und mal kryptisch oder gar verspielt romantisch, kaum eine Nuance sprachlicher Möglichkeiten, die dabei unberührt bleibt. Wie auch bei anderen seiner Gedichtveröffentlichungen faszinieren Bildhaftigkeit („Schmiedehammer Sehnsucht“) und die offensichtliche Freude des Poeten Klemt am Experiment Sprache, wie in „Mein U“. Wer sich in seine Verse vertieft, muss bisweilen mehrmals lesen, um dahinter zu kommen und zu verstehen. Aber liegt nicht gerade der Reiz im Mysteriösen? Für manches braucht man keine Worte („…so viel Zärtlichkeit ist nur im Schweigen zu ertragen…“), anderes ist dem Leser auf Anhieb vertraut („…mit mir ist gut Kirschenessen…“, weckt Erinnerungen („…öffnet euch, ihr Mauern…“, „Neunmalklug und Tausendschön“), lockt mit der Magie der Zahlen (das 13. Zimmer, mit hundert anderen, 12 Feen, meine sieben Sachen), fordert heraus („…Peitschenknall in den Arterien…“) ist einfach Labsal für die Seele („…lass von deinen Wegen etwas Staub in diesem Raum…“). Klemts Gedichte sind ein Angebot einzutauchen in die Farben der Liebe und dabei Erwartungen, Enttäuschungen, Hoffnungen und Zukunftsvisionen aufzuspüren. Sinnliches und Sinnreiches werden kontrastreich verwoben. Lüge und Wahrheit, das Begehren und das Bekenntnis zu Liebe thematisiert er ebenso wie Natur-Gegebenes als immerwährende Begleitung des Menschen – und immer steht die Frau im Zentrum. Da heißt es: “…dein Lächeln ist mein Ariadnefaden…“, da ist sie Geliebte, Kumpel, Mutter auf der Suche nach einem Vater für ihr Kind, Frau, die einem das „Zuhause“ ist. Die Rede ist auch vom Leben, das „wandern“ heißt, auch wenn „…Jahre fallen, Blatt um Blatt um Blatt…“ Klemts Gedichte sind unterwegs, auf Wanderschaft, ob Manhattan, Paris, Berlin, Moskau oder im heimischen Lennepark von Frankfurt(O), um sich auch mal einfach nur „ in einer Pfütze wieder(zu) finden…“ oder „… in den Schein der Blutorange überm See“ zu schauen. Es ist eine abwechslungsreiche Fahrt durch Klemts Poesie, nicht immer wird ein Ziel angesteuert, es geht auch mal „ irgendwohin“. Das macht Spaß zu lesen und sich erinnert zu fühlen an Tucholskis deftige Klarheit, Heines Ironie oder die Sensibilität klassischer Liebesgedichte von Goethe bis Kahlau oder Fried, aber ganz genau zu wissen, er bleibt immer ganz er selbst, Klemt eben.

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