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Die Knochenuhren

(ungekürzte Lesung)

(17)
An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, was die alte Frau für ihre Existenz bedeutet. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und der Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht haben.
Portrait
Johannes Steck, 1966 in Würzburg geboren, absolvierte die Schauspielschule Wien. Neben zahlreichen Engagements an verschiedenen Theatern ist er dem breiten Publikum vor allem als Fernsehschauspieler bekannt. In den letzten Jahren widmete sich Johannes Steck vorwiegend seiner Sprechertätigkeit im Hörbuch; die Virtuosität seiner Stimme macht ihn bis heute zu einem der bekanntesten deutschen Sprecher.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Johannes Steck
Erscheinungsdatum 11.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783863462574
Verlag Kuebler Verlag
Spieldauer 1589 Minuten
Format & Qualität MP3, 1589 Minuten, 1137.55 MB
Übersetzer Volker Oldenburg
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Buchhändler-Empfehlungen

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Was für ein Roman- ausufernd, phantasievoll und clever sind nur einige der Adjektive, die mir einfallen. Mitchell sprengt alle Genregrenzen und konnte mich absolut begeistern. Was für ein Roman- ausufernd, phantasievoll und clever sind nur einige der Adjektive, die mir einfallen. Mitchell sprengt alle Genregrenzen und konnte mich absolut begeistern.

„Ein Hoch aufs Mitchell - Versum!“

Alina Borzenkova, Thalia-Buchhandlung Trier

Mitchell weiß zu begeistern und den Leser in seine realistisch-fantastische Welt mit zu nehmen.

Die Geschehnisse winden sich rund um das Leben der Holly Sykes und eine kleine Entscheidung, die sie zu Beginn trifft. Erzählt aus mehreren verschiedenen Sichtweisen, packt einen die Geschichte und nimmt einem mit auf eine Reise durch die Zeit von 1984 bis 2043, mitsamt Identitätsfindung, Reinkarnation und Gesellschaftsbild.

Mitchell ist einfach großartig!
Mitchell weiß zu begeistern und den Leser in seine realistisch-fantastische Welt mit zu nehmen.

Die Geschehnisse winden sich rund um das Leben der Holly Sykes und eine kleine Entscheidung, die sie zu Beginn trifft. Erzählt aus mehreren verschiedenen Sichtweisen, packt einen die Geschichte und nimmt einem mit auf eine Reise durch die Zeit von 1984 bis 2043, mitsamt Identitätsfindung, Reinkarnation und Gesellschaftsbild.

Mitchell ist einfach großartig!

Esther Kolbe, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine Odyssee durch die Vergangenheit direkt in die Zukunft, erlebt durch die Augen der Beteiligten. Gesellschaftskritik verbunden mit der faszinierenden Frage nach Unsterblichkeit. Eine Odyssee durch die Vergangenheit direkt in die Zukunft, erlebt durch die Augen der Beteiligten. Gesellschaftskritik verbunden mit der faszinierenden Frage nach Unsterblichkeit.

„Cloudatlas meets Harry Potter, Lord Voldemort and the Highlander - das Buch zum noch nicht geschriebenen Film“

Cornelia Hilbk, Thalia-Buchhandlung Münster

Ähnlich wie im "Wolkenatlas" liefert David Mitchell auch hier mehrere miteinander verknüpfte, sehr spannend geschriebene Handlungsstränge, diesmal zwischen 1984 und 2043. Die wie in einer Serie angeordneten Episoden werden aus Sicht unterschiedlicher Personen geschrieben rund um die Protagonistin Holly Sykes. Die buddhistische Prise kommt in diesem Buch durch Wiedergeburten der Horologen ("die Guten"), die sich zu jeder Zeit ihrer früheren Leben bewusst sind und auf ein Ziel hin arbeiten; anders als die Anachoreten ("die Bösen"), die Dank des Verzehrs von Seelen anderer erst gar nicht sterben. Die fantastische, mit viel Fantasie ausgemalte Geschichte erschliesst sich der Protagonistin und dem gefesselten Leser erst im Laufe des Buches u.a. durch fulminant geschriebene, zunächst unerklärbare traumartige Erlebnisse. Ähnlich wie im "Wolkenatlas" liefert David Mitchell auch hier mehrere miteinander verknüpfte, sehr spannend geschriebene Handlungsstränge, diesmal zwischen 1984 und 2043. Die wie in einer Serie angeordneten Episoden werden aus Sicht unterschiedlicher Personen geschrieben rund um die Protagonistin Holly Sykes. Die buddhistische Prise kommt in diesem Buch durch Wiedergeburten der Horologen ("die Guten"), die sich zu jeder Zeit ihrer früheren Leben bewusst sind und auf ein Ziel hin arbeiten; anders als die Anachoreten ("die Bösen"), die Dank des Verzehrs von Seelen anderer erst gar nicht sterben. Die fantastische, mit viel Fantasie ausgemalte Geschichte erschliesst sich der Protagonistin und dem gefesselten Leser erst im Laufe des Buches u.a. durch fulminant geschriebene, zunächst unerklärbare traumartige Erlebnisse.

„Die Macht der kleinen Entscheidungen“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Im Gegenzug für etwas Tee gewährt Holly Sykes einer alten Frau "Asyl". Ein kurzer Akt, ohne langfristige Folgen. Denkt Holly.
Erst später wird ihr bewusst, welche geheimen Vorgänge sie damit in Gang gesetzt hat und wie sie unbewusst Teil eines schon lange währenden Kampfes wird.
David Mitchell führt den Leser durch das Leben von Holly Sykes und das auf eine Art und Weise, die seinesgleichen sucht. Jedes Kapitel aus einer anderen Sichtweise, jedes Kapitel erzählt von einem anderen Protagonisten.
Auf diese Weise wird der Leser buchstäblich mitten hineingezogen in das Universum von Mitchell, welches, mal wieder, nur so vor Energie, unerwarteten Wendungen und magischen Elementen trotzt.
Dabei fügen sich alle Teile in ein beinahe unfassbares Ganzes und erst mit Ende des Romans wird deutlich, welche Folgen Hollys Entscheidungen wirklich nach sich ziehen.
Ein typischer Mitchell, für mich einer seiner besten Romane.
Im Gegenzug für etwas Tee gewährt Holly Sykes einer alten Frau "Asyl". Ein kurzer Akt, ohne langfristige Folgen. Denkt Holly.
Erst später wird ihr bewusst, welche geheimen Vorgänge sie damit in Gang gesetzt hat und wie sie unbewusst Teil eines schon lange währenden Kampfes wird.
David Mitchell führt den Leser durch das Leben von Holly Sykes und das auf eine Art und Weise, die seinesgleichen sucht. Jedes Kapitel aus einer anderen Sichtweise, jedes Kapitel erzählt von einem anderen Protagonisten.
Auf diese Weise wird der Leser buchstäblich mitten hineingezogen in das Universum von Mitchell, welches, mal wieder, nur so vor Energie, unerwarteten Wendungen und magischen Elementen trotzt.
Dabei fügen sich alle Teile in ein beinahe unfassbares Ganzes und erst mit Ende des Romans wird deutlich, welche Folgen Hollys Entscheidungen wirklich nach sich ziehen.
Ein typischer Mitchell, für mich einer seiner besten Romane.

Benjamin Zobel, Thalia-Buchhandlung Bonn

Wow! Was für ein Buch! Eine phantastische Geschichte, bestehend aus 6 Teilen, aus verschiedenen, äußerst menschlichen Sichtweisen. Klug, spannend, komplex - Ich liebe Mitchell! Wow! Was für ein Buch! Eine phantastische Geschichte, bestehend aus 6 Teilen, aus verschiedenen, äußerst menschlichen Sichtweisen. Klug, spannend, komplex - Ich liebe Mitchell!

„Bewusstseinserweiternder Lesegenuss!“

T. Spring, Thalia-Buchhandlung Halle

...und wieder ein sprachgewaltiges Werk David Mitchells: utopisch, verträumt, kreativ, gewaltig und trotzdem von einer beispiellosen Intensivität, die einen fast schon übersteigt! ...und wieder ein sprachgewaltiges Werk David Mitchells: utopisch, verträumt, kreativ, gewaltig und trotzdem von einer beispiellosen Intensivität, die einen fast schon übersteigt!

„Eine ganz eigene Welt“

A. Fischer, Thalia-Buchhandlung Brühl

Großartiges Epos! Fantastisch gemacht und dennoch definitv kein klassischer Fantasyroman. Über viele Jahrzehnte hinweg begleiten wir verschiedenste Protagonisten auf einer spannenden und eigenen Reise. Großartiges Epos! Fantastisch gemacht und dennoch definitv kein klassischer Fantasyroman. Über viele Jahrzehnte hinweg begleiten wir verschiedenste Protagonisten auf einer spannenden und eigenen Reise.

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

David Mitchell entführt uns wie auch damals bei "Cloud Atlas" in eine wunderbare Welt voller Fantasie und Träume. David Mitchell entführt uns wie auch damals bei "Cloud Atlas" in eine wunderbare Welt voller Fantasie und Träume.

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Bunter mystisch esoterischer Genremix. Nimmt auch Nicht-Fantasy-Leser mit und lässt am Ende Fragen offen. Nicht aus einem Guss, genau darum gefällts. Bunter mystisch esoterischer Genremix. Nimmt auch Nicht-Fantasy-Leser mit und lässt am Ende Fragen offen. Nicht aus einem Guss, genau darum gefällts.

Sabrina Hüper, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Ein beeindruckendes Werk von epischer Länge. Eine mystische Verbindungslinie zieht sich durch verschiedene Generationen und Geschichten. Toll und verwirrend, für geduldige Leser! Ein beeindruckendes Werk von epischer Länge. Eine mystische Verbindungslinie zieht sich durch verschiedene Generationen und Geschichten. Toll und verwirrend, für geduldige Leser!

„Fantastisch!“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda


Man kann die Story nicht knapp zusammenfassen, denn dieses Buch birst vor lauter Geschichten aus den Nähten: 808 Seiten...und keine Minute langweilig.

Trotz aller fantastischen Elemente ist es kein Fantasyroman...David Mitchell sagt, er brauchte die Unsterblichen, um mit deren Blick die Vergänglichkeit unseres Lebens darzustellen. “Dickens hat sich keine Gedanken um Genres gemacht: er brauchte einen Geist - und baute ihn ein. Ishiguro brauchte einen Drachen, um seine letzte Geschichte zu erzählen...ich brauchte die Unsterblichen, und zwar beide, die Fleischfresser und die Vegetarier!“

Lassen Sie sich mitreissen!

Man kann die Story nicht knapp zusammenfassen, denn dieses Buch birst vor lauter Geschichten aus den Nähten: 808 Seiten...und keine Minute langweilig.

Trotz aller fantastischen Elemente ist es kein Fantasyroman...David Mitchell sagt, er brauchte die Unsterblichen, um mit deren Blick die Vergänglichkeit unseres Lebens darzustellen. “Dickens hat sich keine Gedanken um Genres gemacht: er brauchte einen Geist - und baute ihn ein. Ishiguro brauchte einen Drachen, um seine letzte Geschichte zu erzählen...ich brauchte die Unsterblichen, und zwar beide, die Fleischfresser und die Vegetarier!“

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
12
5
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4,5 Sterne - Komplex, fantastisch und fesselnd
von Vanessas Bücherecke am 04.04.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt aus dem Klappentext: An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt... Inhalt aus dem Klappentext: An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Meinung: Die Knochenuhren gehört auf jeden Fall zu einem der Bücher auf die ich dieses Jahr schon ganz besonders gespannt war und auf das ich sehnsüchtig gewartet habe. Nachdem ich den Wolkenatlas und zuletzt Die tausend Herbste des Jacob de Zoet gelesen habe, wollte ich unbedingt wissen, wohin der Autor mich diesmal führen wird. Im Buch begleiten wir Holly Sykes auf ihrem Lebensweg, quer durch die Welt und durch die Zeiten. Mit knapp 16 Jahren reißt die junge Holly nach einem Streit mit ihrer Mutter von daheim aus. Aus dem Plan bei ihrem Freund unterzukommen, wird leider nichts, denn dieser betrügt sie gerade mit Hollys bester Freundin. Erschüttert verlässt Holly die Stadt. Auf ihrer Flucht trifft sie auf eine alte Frau, die sie im Gegenzug zu einem Gefallen für Holly um Asyl bittet, wenn sie diesen benötigt. Holly willigt ein und setzt damit Ereignisse in Gange, die ihr Vorstellungsvermögen übertreffen werden. Denn rund um Holly entspinnt sich ein Krieg, der Holly nicht zur zu einer wichtigen Figur in diesem macht, sondern auch zu einer wichtigen Waffe werden lässt. Holly ist zeitgleich Hauptfigur und Nebenfigur in diesem Roman. Zwar greift die Geschichte immer wieder auf sie zurück, trotzdem sind die Ereignisse und Personen rund um Holly ebenso Mittelpunkt und Holly setzt zwischenzeitlich nur den Rahmen für das jeweilige Geschehen. Klingt merkwürdig, ist aber so und lässt sich auch nicht besser beschreiben. Aber gerade das macht die Besonderheit dieses Romans aus. Trotzdem ist Holly keine einfach mal so eingesetzte Protagonistin, sondern eine sehr plastisch ausgearbeitete Figur. Sie hat Fehler und Launen, ist nicht immer sympathisch in ihrem Verhalten, aber trotzdem mochte ich sie unheimlich gerne und habe ihren Lebensweg mit viel Spannung verfolgt. Auch die vielen Nebenfiguren, die Hollys Leben begleiten, sind sehr gut ausgearbeitet. Ich will gar nicht zu viel von ihnen erzählen, um den Zauber der Geschichte nicht vorwegzunehmen. Die Knochenuhren ist ein Roman, der sich schwer in eine Richtung setzen lässt. Das Buch ist paranormal und normal, es hat fantastische Elemente und beinhaltet ernste, aktuelle Themen. Es beschäftigt den Leser über die Lektüre hinaus, ganz so, wie ich es von David Mitchell gewohnt bin. Dabei muss man aber ein wenig Geduld mitbringen, denn die Geschichte braucht ein wenig, bis sie seinen Sog entfaltet. Anfangs ertappte ich mich viel zu oft dabei, dass ich das Buch bereitwillig zur Seite legen konnte, doch nach und nach nahm mich der Roman immer mehr gefangen, bis ich ihn dann nicht mehr aus der Hand legen wollte. Wie schon im Wolkenatlas hat der Autor auch hier wieder einen besonderen Stil gewählt. So wird der erste Teil des Buchs noch aus Hollys Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, im zweiten Teil aber kommt ein anderer Protagonist zu Wort, ebenso wie in den darauffolgenden Teilen, die alle in der Ich-Perspektive bleiben. Dabei verliert man Holly nie ganz aus den Augen, denn sie ist der rote Faden in diesem Werk. David Mitchells Erzählweise ist dabei jedem Buchteil entsprechend angepasst, er erzählt plastisch und ausschmückend, aber nicht ausufernd. Der Plot des Romans ist sehr gut ausgearbeitet und schlüssig schließen sich die offenen Fragen zum Ende hin, lassen aber noch genügend Spielraum für eigene Gedanken und Schlüsse. Und wer z. B. Die tausend Herbste des Jacob de Zoet gelesen hat, wird in diesem Buch sogar Anspielungen dazu finden ;) Man muss aber nicht die anderen Bücher des Autors gelesen haben, um die Handlung verfolgen zu können. Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar. Fazit: Es braucht ein wenig Geduld, um in Die Knochenuhren rein zu finden, dann aber entfaltet sich die Geschichte mit einer so enormen Sogkraft, dass man nicht mehr mit dem Lesen aufhören möchte. Mit seinem ungewöhnlichen Erzählstil hat David Mitchell es wieder einmal geschafft, aktuelle Themen und fantastische Elemente eindrucksvoll zu einem sehr komplexen und dichten, aber spannenden Roman umzusetzen. Das Buch beschäftigt einen auch über die Lektüre hinaus und bleibt lange in Erinnerung. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten