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Butcher's Crossing

Roman


Ein überwältigender Roman über die Zerbrechlichkeit von Menschlichkeit und Würde.

Es ist um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«.

In Butcher’s Crossing, einem kleinen entlegenen Städtchen in Kansas, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen – und entfesseln eine Tragödie.

Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dadurch gewinnen kann.

Rezension
"Klar, einfach und mit höchst anschaulicher Präzision schildert Williams dieses Abenteuer mit seinen Strapazen, Konflikten und Gefahren."
Alexander Cammann, Die Zeit 12.02.2015
Portrait
John Edward Williams (1922 -1994) wuchs im Nordosten von Texas auf. Er besuchte das örtliche College und arbeitete dann als Journalist. 1942 meldete er sich widerstrebend, jedoch als Freiwilliger zu den United States Army Air Forces und schrieb in der Zeit seines Einsatzes in Burma seinen ersten Roman. Nach dem Krieg ging er nach Denver, 1950 Masterabschluss des Studiums Englische Literatur. Er erhielt zunächst einen Lehrauftrag an der Universität Missouri. 1954 kehrte er zurück an die Universität Denver, wo er bis zu seiner Emeritierung Creative Writing und Englische Literatur lehrte.
Williams war vier Mal verheiratet und Vater von drei Kindern. Er verfasste fünf Romane (der letzte blieb unvollendet) und Poesie. John Williams wurde zu Lebzeiten zwar gelesen, erlangte aber keine Berühmtheit. Dank seiner Wiederentdeckung durch Edwin Frank, der 1999 die legendäre Reihe New York Book Review Classics begründete, zählt er heute weltweit zu den Ikonen der klassischen amerikanischen Moderne.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 09.12.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14518-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12/2,2 cm
Gewicht 306 g
Übersetzer Bernhard Robben
Verkaufsrang 49800
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Der Wilde Westen als Metapher - großartig erzählt

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Will Andrews, Student in Harvard und begeisterter Anhänger von Emersons Naturphilosophie begibt sich 1870 auf einen Selbstfindungstrip in den Wilden Westen – und als Leser ahnt man schnell, das dies eigentlich nur schief gehen kann. Von diesem Scheitern schreibt John Williams auf brillante und großartige Weise, so eindringlich und berührend, das der Leser sich diesem Sog nicht entziehen kann. Wie gesagt, wir befinden uns im sogenannten Wilden Westen, und zwar in Kansas und es ist die Zeit der großen Büffeljagden. Will Andrews trifft in Butcher´s Crossing ein, einem verlassenen kleinen Nest, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Er hat ein bisschen Geld gespart, das er gerne investieren möchte, um das „wahre“ Leben kennenzulernen und wendet sich nun an Mr.McDonald, einen Büffelfellhändler, der ihm als Verbindungsmann genannt wurde. Dieser vermittelt ihn eher widerwillig, weil er schon eine dunkle Vorahnung hat, an den Büffeljäger Miller, der schnell Feuer und Flamme dafür ist, eine Expedition von Andrews finanziert, zu starten. Bald schon hat Miller alles Notwendige besorgt, einen Karren mit Ochsen, Proviant, Munition, einen Häuter namens Fred Schneider und auch sein alter stark dem Alkohol zugeneigter Freund Charley Hoge ist mit von der Partie. Währenddessen knüpft Andrews zarte Bande zu der Prostituierten Francine, die ihn in ihr Herz geschlossen hat und ihn auch nicht wirklich ziehen lassen will. Aber dann geht es doch los, in ein einsames Tal weit weg in den Bergen, in dem Miller einst eine riesige Büffelherde entdeckt hatte. Nur das dies schon zehn Jahre her ist...wird es dort immer noch Büffel geben und werden die Büffeljäger den Widrigkeiten wie Durst, Hunger und schlechtem Wetter trotzen können? John Williams hat ein leises und schlichtes Buch geschrieben, das fast beiläufig dem Menschen in seinem tiefsten Inneren nahekommt. Der Wilde Westen als Metapher, als Bild für das Leben in all seiner erbarmungslosen Wahrhaftigkeit. Nach seinem Überraschungserfolg mit „Stoner“ hat Williams endgültig bewiesen, dass er zu den Großen der Literatur zählt.

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Nach "Stoner" nun ein Roman über die Büffeljagd eines aus besten Bostoner Verhältnissen stammenden Harvard-Stundenten, der das andere, wilde Leben sucht. Starke Symbolkraft!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
28 Bewertungen
Übersicht
18
9
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 23.06.2017
Bewertet: anderes Format

Ruhig und mit klaren Worten aber dennoch eindrucksvoll schildert Williams den Weg eines jungen Mannes zu sich selbst und zeigt die ganze schrecklich-schöne Gewalt der Natur.

Ein stiller verstörender Western
von einer Kundin/einem Kunden aus Bernburg (Saale) am 06.08.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein ruhig erzählter Roman, der thematisch aber extrem aufwühlt. Die Sinnlosigkeit der Jagd auf Büffel wird durch den abgeklärten und sachlichen Ton des Autors umso deutlicher. Ein Buch, das sprachlich phantastisch geschrieben ist und inhaltlich noch für lange Zeit nachwirkt.

von einer Kundin/einem Kunden aus Augsburg am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Anders als in "Stoner" zieht es den Protagonisten in die Einsamkeit der Wildnis. Ein eindringliches Portrait über den Mythos der ungezähmten Natur Nordamerikas.