Das Mädchen, das rückwärts ging

Roman

(27)

»Über Trennung und Trauer.Seite für Seite liest man in rasendem Tempo.«
Celeste Ng in >The Guardian<
Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln.
Carmels Mutter, seit kurzem wieder Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind? Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht die Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück in der gemeinsamen Zeit, jede Kleinigkeit zählt. Währenddessen beginnt für Carmel eine lange und ungewöhnliche Reise.

Portrait
Kate Hamer wuchs in Pembrokeshire (England) auf und studierte Kunstgeschichte an der Manchester University. Nach zehn Jahren als Dokumentarfilmerin nahm sie 2011 ein Creative-Writing-Studium auf. Ihr Debüt ›Das Mädchen, das rückwärts ging‹ wurde bereits während ihrer Arbeit daran mit einem Preis für den besten Romananfang ausgezeichnet. Für eine ihrer Kurzgeschichten erhielt sie den Rhys-Davies-Short-Story-Preis. Kate Hamer lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Cardiff (Wales).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 424
Erscheinungsdatum 23.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14521-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/2,5 cm
Gewicht 348 g
Originaltitel The Girl in the Red Coat
Übersetzer Brigitte Aus dem Englischen Jakobeit
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Etwas langatmiger spannungsarmer Roman über eine sonderbare Kindesentführung
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 12.09.2018

Die achtjährige Carmel ist mit ihrer Mutter Beth bei einem Märchenfestival, ist aber schon bald so genervt von ihrer übertriebenen Fürsorge, dass sie sich vor ihrer Mutter versteckt. Beth sucht verzweifelt nach ihr, aber niemand hat das Mädchen im roten Mantel gesehen. Die geschiedene Beth macht sich schwere Vorwürfe,... Die achtjährige Carmel ist mit ihrer Mutter Beth bei einem Märchenfestival, ist aber schon bald so genervt von ihrer übertriebenen Fürsorge, dass sie sich vor ihrer Mutter versteckt. Beth sucht verzweifelt nach ihr, aber niemand hat das Mädchen im roten Mantel gesehen. Die geschiedene Beth macht sich schwere Vorwürfe, gibt sich die Schuld am Verschwinden ihrer verträumten, etwas altklugen Tochter. Durch den Verlust kommt es zu einer freundschaftlichen Annäherung mit ihrem Exmann Paul, der ihr Halt gibt. Nach einer Phase des sozialen Rückzugs und der Verzweiflung bis hin zu einem Selbstmordversuch kommt Beth wieder zu sich und erlernt den Beruf der Krankenschwester. Auch Jahre später hat sie die Hoffnung nicht aufgegeben, ihre Tochter wiederzufinden. Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Beth und Carmel geschrieben, so dass man als Leser weiß, was mit der Achtjährigen passiert ist. Die Entführung gleicht einem Roadtrip mit einer neuen Familie durch die USA. Das Buch beginnt düster im nebligen Norfolk, wobei die Spannung vor allem dadurch aufgebaut wird, dass der Hintergrund der Entführung - ohne Spuren für die Polizei, ohne Leiche und ohne Lösegeldforderung - zunächst unklar ist. Die Verzweiflung von Beth und ihre Reaktionen auf das Verschwinden ihrer Tochter ist glaubwürdig und nachvollziehbar. Auch hat mir gefallen, dass sie sich mit ihrem Exmann annähert, ohne dass amouröse Gefühle zwischen den beiden aufkamen. Die Erzählungen aus Sicht von Carmel empfand ich als zu erwachsen für ihr Alter, auch wenn sie von Beginn als sehr reif dargestellt wurde. Die Beschreibung des Umhervagabundierens mit ihrer neuen Familie war mir zu lang, der Grund für die Entführung etwas absurd und vor allem völlig unerwartet. In der Regel mag ich es, wenn mich ein Buch überraschend und ein Handlungsverlauf nicht vorhersehbar ist, zu dieser Thematik um übersinnliche Kräfte, Sekten und religiösen Fanatismus konnte ich allerdings keinen Bezug finden. Hier hätte ich mir gewünscht, wenn die Autorin mehr auf die Person des Entführers, einer Art Prediger, eingegangen wäre, als auf seine Gebrechen und die ungewöhnliche Reise mit Carmel. Weniger langatmige Ausführungen und etwas mehr Hintergrundinformationen zu der Philosophie des Predigers und seiner Anhänger hätten dem Roman mehr Spannung und Stringenz verleihen kennen.

Licht und Schatten
von Karlheinz aus Frankfurt am 16.04.2017

Als die achtjährige Carmel spurlos verschwindet, macht sich die alleinerziehende Beth große Vorwürfe, aber sie gibt die Hoffnung nicht auf, das Carmel noch lebt und wieder zu ihr zurückkommt. Schon das außergewöhnliche und vor allem auffällige Cover, welches mir nicht wirklich gefällt, weist auf ein eher ungewöhnliches Buch hin. So... Als die achtjährige Carmel spurlos verschwindet, macht sich die alleinerziehende Beth große Vorwürfe, aber sie gibt die Hoffnung nicht auf, das Carmel noch lebt und wieder zu ihr zurückkommt. Schon das außergewöhnliche und vor allem auffällige Cover, welches mir nicht wirklich gefällt, weist auf ein eher ungewöhnliches Buch hin. So wird abwechselnd aus der Sichtweise von der entführten Carmel und ihrer Mutter Beth erzählt. Diese Perspektivwechsel vermitteln dem Leser die Möglichkeit sich in beide Seiten hinein zu versetzen ohne jedoch hektisch oder verwirrend zu sein. Die Handlung ist passend zu den Perspektivenwechseln, ohne dass dabei der rote Faden des Buchs verloren geht. Manches hätte man gerne genauer erfahren und teilweise sind die Zeitsprünge für mich ein wenig zu groß geraten. Es besteht von Anfang an eine Spannung, ohne dass reißerische Elemente benötigt werden. Die Spannung kommt aus der Handlung und wird durch immer wieder kleine Einblicke in das Gesamtgeschehen aufrechterhalten. Der Schreibstil von Kate Hammer ist ein eher sachlicher und mir persönlich bei dieser er Art von Buch und Handlung nicht emotional genug. Für einen Erstlingsroman verzeihlich, dennoch wäre ein wenig mehr Herzblut erfrischend gewesen. Wäre dann nicht das schnelle und schmerzlose Ende des Romans wären es vier Sterne geworden, jedoch wirkt der Roman am Ende zu überhastet und im Gegensatz zum Rest des Buches nicht gelungen. Fazit: Guter Erstlingsroman der durch die Perspektivenwechsel und die Handlung auf 416 Seiten überzeugt. Der Schreibstil, sowie das abrupte Ende führen zu Abzügen, somit drei Sterne.

Mutter-Tochter-Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus syke am 01.11.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Fünf Jahre und zweihundertfünfzehn Tage sind Beth und ihre achtjährige Tochter Carmel voneinander getrennt, nachdem das Mädchen bei einer gemeinsam besuchten Veranstaltung unter falschen Tatsachen von seinem vorgeblichen Großvater verschleppt wird. Beth geht während dieser Zeit fast zu Grunde, gibt aber den Glauben an ein Wiedersehen mit der Tochter... Fünf Jahre und zweihundertfünfzehn Tage sind Beth und ihre achtjährige Tochter Carmel voneinander getrennt, nachdem das Mädchen bei einer gemeinsam besuchten Veranstaltung unter falschen Tatsachen von seinem vorgeblichen Großvater verschleppt wird. Beth geht während dieser Zeit fast zu Grunde, gibt aber den Glauben an ein Wiedersehen mit der Tochter und die Suche nach ihr niemals auf. Vor allem gibt sie sich die Schuld an deren Verschwinden, weil sie, gerade vom Ehemann verlassen, zu sehr an der nach Eigenständigkeit strebenden Carmel geklammert hat aus Angst, sie zu verlieren. Carmel, im Glauben gelassen, ihre Mutter sei tot, wird von England nach Amerika verbracht und vagabundiert mit dem Großvater umher, der aus ihren Heilungskräften Kapital schlägt. Ohne ein Thriller zu sein, ist das Buch dennoch spannend wie ein ebensolcher. Es fesselt zu erfahren, ob es letztendlich ein Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter gibt. Statt wie in anderen Kindesentführungsfällen die polizeilichen Ermittlungen in den Fokus zu rücken, konzentriert sich hier die Geschichte auf die Tragödie, die es für Mutter und Tochter bedeutet, getrennt voneinander zu sein. Was sie dennoch verbindet, auch wenn sie fern voneinander sind, wird ergreifend dargestellt. Jede Mutter wird sich gut in Beth hineinversetzen können. Wir spüren quasi zwischen den Zeilen ihre Panik, Wut und Hilflosigkeit. Beide Protagonistinnen entwickeln sich während all der Jahre weiter. Beth reift und ist am Ende ein besserer Mensch. Carmel leidet weniger. Sie arrangiert sich mit ihrer Lage, ruft sich aber immer wieder ins Gedächtnis, wer sie ist, um sich nicht zu verlieren. Ihr Blick auf die Welt ist erfrischend. Ein gelungener Kunstgriff ist es, die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Carmel und Beth zu schildern. So lässt es sich gut an beider Gedanken und Gefühle teilhaben. Wie endlos das Leben für Beth ohne ihre Tochter ist, wird dadurch kenntlich gemacht, dass ihren Abschnitten die Zahl der Tage vorangestellt ist, die sie schon ohne ihre Tochter ist. Etwas gestört habe ich mich daran, dass das spirituelle Geschehen und der religiöse Fanatismus rund um den vermeintlichen Großvater ebenso wie Carmels besondere Gabe zu unrealistisch sind. Ein vielversprechender Debütroman, der sich aus der Masse anderer Romane hervorhebt.