Über den Winter

Roman

(9)

Über den Wasser
Lennard Salm ist fünfzig und ein international durchaus erfolgreicher Künstler, doch richtig angekommen ist er nicht, weder äußerlich noch innerlich. Als seine ältere Schwester stirbt, kehrt er zurück nach Hamburg, die Stadt seiner Kindheit, und in die Familie, der er immer entfliehen wollte. So schnell wie möglich will er wieder zurück in sein eigenes Leben - aber was ist das eigentlich? In einem bitterkalten Winter in Hamburg-Wilhelmsburg entdeckt Lennard Salm, dass seine Eltern und Geschwister ihm mehr bedeuten, als er je für möglich gehalten hätte.

Portrait
Rolf Lappert, geboren 1958 in Zürich, absolvierte eine Ausbildung zum Grafiker, bevor er sich entschloss, Schriftsteller zu werden. In den Achtzigerjahren unterbrach er für längere Zeit das Schreiben, gründete mit einem Freund einen Jazzclub und reiste kreuz und quer durch Amerika. Zwischen 1996 und 2004 arbeitete er als Drehbuchautor, u.a. für eine Serie im Schweizer Fernsehen. Sein dritter Roman, ›Nach Hause schwimmen‹, wurde 2008 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Für sein Jugendbuch ›Pampa Blues‹ erhielt er 2012 den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Rolf Lappert lebt seit Ende 2011 nach vielen Jahren im Ausland wieder in der Schweiz.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 13.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14548-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,2 cm
Gewicht 328 g
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Das Motto von Lappert lautet: "Hinter die Kulissen schauen". Das bringt bei einer Familiengeschichte so einiges zutage! Sehr einfühlsam geschrieben. Der Roman spielt in Hamburg. Das Motto von Lappert lautet: "Hinter die Kulissen schauen". Das bringt bei einer Familiengeschichte so einiges zutage! Sehr einfühlsam geschrieben. Der Roman spielt in Hamburg.

Dorothea Weiss, Thalia-Buchhandlung Jena

Lennard Salm ist immer auf der Flucht vor der Vergangenheit. Rastlos reist er von Ort zu Ort, von Frau zu Frau - bis seine Schwester stirbt und ihn plötzlich alles einholt. Lennard Salm ist immer auf der Flucht vor der Vergangenheit. Rastlos reist er von Ort zu Ort, von Frau zu Frau - bis seine Schwester stirbt und ihn plötzlich alles einholt.

Ein wohltuend ruhiger Roman über die Heimkehr eines Mannes zu seiner Familie und die Aussöhnung mit ihr. Ein Genuss ist die Sprache, die Lappert verwendet. Ein wohltuend ruhiger Roman über die Heimkehr eines Mannes zu seiner Familie und die Aussöhnung mit ihr. Ein Genuss ist die Sprache, die Lappert verwendet.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Faszinierend! Literarisch wie inhaltlich fesselnder Roman über das Leben mit all seinen Widrigkeiten. Eine besondere Empfehlung für die anspruchsvolle Leserschaft. Faszinierend! Literarisch wie inhaltlich fesselnder Roman über das Leben mit all seinen Widrigkeiten. Eine besondere Empfehlung für die anspruchsvolle Leserschaft.

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Über den Winter Rolf Lappert

Roman Verlag Hanser

Mit seinem Roman „ Über den Winter“ ist der Autor Rolf Lappert auf der Longlist des Deutschen Buchhhandels gelandet. Lappert , ein Schweizer Autor wurde mit seinem 2008 erschienen Roman „ Nach Hause schwimmen“ bekannt.
Die Hauptfigur in „Über den Winter“ ist Lennard Salm, ein fünfzig Jahre alter Künstler, der mit verschiedenen Aktionen und Projekten einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Durch die Nachricht vom plötzlichen Tod seiner ältesten Schwester Helene, wird er von seinem derzeitigem Projekt weggeholt: Salm sucht die Habseligkeiten von Flüchtlingen an einem italienischen Strand, und entdeckt dabei, unter einem umgedrehten Boot einen toten Säugling.
Lennard fliegt nach Hamburg zur Beerdigung seiner Schwester. Da sein Koffer verloren geht, muss er sich noch mit dem Nötigsten eindecken. Dadurch kommt er fast zu spät.Seine Schwester Bille eilt auf ihn zu. Alle anderen Familienmitglieder sind bereits am Grab versammelt: sein Vater sitzt gebeugt auf einem Stuhl, begleitet von seiner polnischen Pflegerin, seine Mutter steht hoch aufgerichtet auf der anderen Seite, sein jüngster Bruder Paul ist mit Frau und Kindern angereist, und einige bekannte und ihm nicht bekannte Gesichter schauen ihm entgegen. Salm überlegt einen Begrüßungssatz für seine Mutter, mit der er seit sich seine Eltern getrennt haben, und er bei seinem Vater aufwuchs, wenig Kontakt hatte. Seinen Vater umarmt er herzlich. Der Vater bittet ihn doch vom Hotel zu ihm in die Wohnung zu ziehen. Eigentlich wollte Lennard sich nicht länger bei seiner Familie aufhalten, doch irgendwie weiß er auch , dass die Zeit, die er noch mit seinem Vater verbringen kann endlich ist. Sein letzter Aufenthaltsort, eine heruntergekommene Ferienanlage in Italien, davor ein zugiges Atelier in New York, das jetzt mit einigen seiner Kunstwerken ausgebrannt ist, sind keine Orte an die er zurückkehren möchte.
Mit Schrecken stellt Lennard fest, das der Verlust seiner Kunstwerke in New York keine Bedeutung für ihn hat. Er stellt sich die Gäste bei der Vernissage seines künftigen Projekts vor: gutgekleidete, Sekt trinkende Menschen, zwischen den angeschwemmten Fundstücken der ertrunkenen Flüchtlinge. Irgendwie möchte er das so nicht mehr. Salm zieht zu seinem Vater und seiner polnischen Pflegerin nach Wilhelmsburg. Seit er vor zwei Jahren hier gewesen ist, sieht alles noch etwas trostloser aus: es gibt noch den alten Friseur, einen Imbiss und ein paar mehr oder weniger gut erhaltene Mietshäuser. Salm besucht öfters seine Schwester Bille, die gerade ihren Job am Theater geschmissen hat. Für Bille ist es wichtig, dass sich ihr Bruder mit der in Florida lebenden Mutter aussöhnt.
Am Ende taucht noch Salms weit gereister Koffer wieder auf. Lennard Salm ist irgendwie an seinen Ausgangspunkt zurückgekehrt und weiß noch nicht wohin.
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Mit seinem Roman „ Über den Winter“ ist der Autor Rolf Lappert auf der Longlist des Deutschen Buchhhandels gelandet. Lappert , ein Schweizer Autor wurde mit seinem 2008 erschienen Roman „ Nach Hause schwimmen“ bekannt.
Die Hauptfigur in „Über den Winter“ ist Lennard Salm, ein fünfzig Jahre alter Künstler, der mit verschiedenen Aktionen und Projekten einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Durch die Nachricht vom plötzlichen Tod seiner ältesten Schwester Helene, wird er von seinem derzeitigem Projekt weggeholt: Salm sucht die Habseligkeiten von Flüchtlingen an einem italienischen Strand, und entdeckt dabei, unter einem umgedrehten Boot einen toten Säugling.
Lennard fliegt nach Hamburg zur Beerdigung seiner Schwester. Da sein Koffer verloren geht, muss er sich noch mit dem Nötigsten eindecken. Dadurch kommt er fast zu spät.Seine Schwester Bille eilt auf ihn zu. Alle anderen Familienmitglieder sind bereits am Grab versammelt: sein Vater sitzt gebeugt auf einem Stuhl, begleitet von seiner polnischen Pflegerin, seine Mutter steht hoch aufgerichtet auf der anderen Seite, sein jüngster Bruder Paul ist mit Frau und Kindern angereist, und einige bekannte und ihm nicht bekannte Gesichter schauen ihm entgegen. Salm überlegt einen Begrüßungssatz für seine Mutter, mit der er seit sich seine Eltern getrennt haben, und er bei seinem Vater aufwuchs, wenig Kontakt hatte. Seinen Vater umarmt er herzlich. Der Vater bittet ihn doch vom Hotel zu ihm in die Wohnung zu ziehen. Eigentlich wollte Lennard sich nicht länger bei seiner Familie aufhalten, doch irgendwie weiß er auch , dass die Zeit, die er noch mit seinem Vater verbringen kann endlich ist. Sein letzter Aufenthaltsort, eine heruntergekommene Ferienanlage in Italien, davor ein zugiges Atelier in New York, das jetzt mit einigen seiner Kunstwerken ausgebrannt ist, sind keine Orte an die er zurückkehren möchte.
Mit Schrecken stellt Lennard fest, das der Verlust seiner Kunstwerke in New York keine Bedeutung für ihn hat. Er stellt sich die Gäste bei der Vernissage seines künftigen Projekts vor: gutgekleidete, Sekt trinkende Menschen, zwischen den angeschwemmten Fundstücken der ertrunkenen Flüchtlinge. Irgendwie möchte er das so nicht mehr. Salm zieht zu seinem Vater und seiner polnischen Pflegerin nach Wilhelmsburg. Seit er vor zwei Jahren hier gewesen ist, sieht alles noch etwas trostloser aus: es gibt noch den alten Friseur, einen Imbiss und ein paar mehr oder weniger gut erhaltene Mietshäuser. Salm besucht öfters seine Schwester Bille, die gerade ihren Job am Theater geschmissen hat. Für Bille ist es wichtig, dass sich ihr Bruder mit der in Florida lebenden Mutter aussöhnt.
Am Ende taucht noch Salms weit gereister Koffer wieder auf. Lennard Salm ist irgendwie an seinen Ausgangspunkt zurückgekehrt und weiß noch nicht wohin.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
4
4
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 13.06.2016
Bewertet: anderes Format

"Über den Winter" ist ein eindringliches Buch über Familie, Schuldgefühle und den Versuch Beziehungen wieder aufzubauen.

Auf der Suche...
von Xirxe aus Hannover am 23.02.2016
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Lennard Salm, ein nicht erfolgloser Konzeptkünstler (oder etwas in der Art), erhält die Nachricht, dass seine ältere Schwester gestorben ist. Er kehrt nach Hamburg zurück, wo sein pflegebedürftiger Vater und seine jüngere Schwester lebt. Sein Leben gerät aus dem scheinbaren Gleichgewicht, in dem es sich die letzten Jahre befand... Lennard Salm, ein nicht erfolgloser Konzeptkünstler (oder etwas in der Art), erhält die Nachricht, dass seine ältere Schwester gestorben ist. Er kehrt nach Hamburg zurück, wo sein pflegebedürftiger Vater und seine jüngere Schwester lebt. Sein Leben gerät aus dem scheinbaren Gleichgewicht, in dem es sich die letzten Jahre befand und er ist sich nur bei einem sicher: dass er seinem Vater nahe sein möchte. All das, was sein Leben bisher bestimmte, die Kunst, Reisen, Ausstellungen, interessiert ihn nicht mehr. Doch was statt dessen sein soll, weiß er nicht. Es ist kein ereignisreiches Buch. Man begleitet Salm während seiner Wintertage in Hamburg und erhält Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt, wobei letztere eher wenig ausgeprägt ist. Ich empfand ihn als einen Menschen auf der Suche nach dem, was er wirklich will. Seine Vergangenheit war bis dahin mehr durch Zufälligkeiten geprägt, die ihn dahin und dorthin brachten, ohne dass wirkliche Entscheidungen zu treffen waren. Wie bei seinem verloren gegangenen Koffer, der durch die Welt reist und ihn erst am Ende des Buches wieder erreicht. Und auch jetzt ist es keine aktive Suche. Vielmehr ein Sichtreibenlassen ohne sich tatsächlich offen zu etwas bekennen zu müssen. Vieles in diesem Roman hängt mehr miteinander zusammen als man auf den ersten Blick ahnt, zumindest habe ich es so wahrgenommen (siehe auch den verlorenen Koffer). Im Prolog befindet sich Lennard an einer nicht näher bezeichneten Küste im Süden Europas (?). Und im ersten Kapitel ist es auf den ersten drei Seiten völlig unklar, wo er sich befindet: Noch immer in dem unbekannten Land? Nun aber im Hotel? Erst in der Mitte auf Seite 50 wird deutlich, dass es sich um Hamburg handelt. Alles scheint austauschbar, nichts von Bestand - ganz so wie Lennards Leben. Es ist eine langsame Entwicklung, die der Protagonist hier durchläuft und damit umso glaubwürdiger. Sein Erschrecken, dass auch Menschen in seiner unmittelbaren Nähe teils existentielle Probleme haben. Oder die unerwartete Freundlichkeit und das aufrichtige Interesse an seiner Person, die ihn zu deutlich überhöhten Trinkgeldern greifen lässt. Erlebnisse, die sein bisheriges Leben in Frage stellen, ohne dass er diese laut äussert. Die Lektüre regte mich zum Nachdenken an: zum Einen über das Buch selbst, zum Andern über mich. Nicht das Schlechteste, was man über ein Buch sagen kann :-)

Den Mut haben zur Revision des Lebens
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 11.12.2015
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein wirklich schönes und lesenswertes Buch ist Rolf Lappert mit diesem Werk gelungen. Es geht um den Endvierziger Lennard Salm, einen Performencekünstler und Globetrotter, der nach dem Tod seiner älteren Schwester nach Hamburg zurückkehrt und sich sich mit seiner Familie und den schwierigen Verhältnissen seiner Jugend auseinandersetzen muss. Lennard,... Ein wirklich schönes und lesenswertes Buch ist Rolf Lappert mit diesem Werk gelungen. Es geht um den Endvierziger Lennard Salm, einen Performencekünstler und Globetrotter, der nach dem Tod seiner älteren Schwester nach Hamburg zurückkehrt und sich sich mit seiner Familie und den schwierigen Verhältnissen seiner Jugend auseinandersetzen muss. Lennard, der sich in einer Sinnkrise befindet, entdeckt, dass Familie wichtig sein kann und nicht nur lästige Verpflichtung. Er klärt das Verhältnis zu seinen Eltern und den anderen Geschwistern und beschließt, bei Null anzufangen obwohl er nicht weiss, wovon er zukünftig leben soll. Eine solche Revision der Biographie erfordert viel Mut und ich finde es bewegend und überzeugend, wie der Autor seine Figur schildert. Jede Krise bietet die Chance für den Neuanfang. Wer selbst um die Fünfzig ist und sich in einer ähnlichen Lebenslage befindet, wird an dem Buch viel Lesespaß haben.