Blutorangen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses 2015, dem Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman 2015 und dem Grimmelshausen-Förderpreis 2015

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„Verena Boos verbindet großes Erzähltalent mit historischer Präzision.“ Jan Brandt

Für die junge Spanierin Maite ist das Studium in München vor allem eine Chance, ihrem konservativen Elternhaus zu entfliehen. Ihre Heimat Valencia, berühmt für den Handel mit makellosen Orangen, wird ihr allmählich fremd. Sie verliebt sich in Carlos, der aus einer deutsch-spanischen Familie stammt, und befreundet sich mit seinem Großvater Antonio. Der alte Emigrant berichtet von nie gehörten Ereignissen und erzählt doch nicht alles. Eines Tages wird aus der Zuhörerin eine Fragerin: Wie gelangte ihr Vater in eine deutsche Uniform?

Ausgezeichnet mit dem
Mara-Cassens-Preis für das beste Debüt
Debütpreis des Buddenbrookhauses Lübeck
Grimmelshausen-Förderpreis
Gerhard-Beier-Preis
Portrait

Verena Boos, geboren 1977 in Rottweil. Studium der Anglistik und Soziologie, Promotion in Zeitgeschichte. Mehrjährige Aufenthalte in Italien, Großbritannien und Spanien. Arbeit als Journalistin, Referentin und Autorin. Teilnahme am Klagenfurter Literaturkurs und der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung. Sie wurde für die Bayerische Akademie des Schreibens ausgewählt und las beim Open Mike. Im Aufbau Verlag liegen ihre Romane "Blutorangen" und "Kirchberg" vor.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 413
Erscheinungsdatum 17.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3250-6
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 18,8/11,5/3,2 cm
Gewicht 327 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 66.143
Buch (Taschenbuch)
12,99
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Vergangenheitsbewältigung
von gaby2707 aus München am 17.03.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Maria Teresa Molins, genannt Maite, hat es geschafft. Sie hat sich gegen ihren strengen Vater durchgesetzt, verlässt ihre Heimatstadt Valencia und studiert nun in München. Hier lernt sie Carlos kennen, einen spanischstämmigen jungen Mann und verliebt sich in ihn. Bei seinem Großvater Antonio, der sich in München eine neue... Maria Teresa Molins, genannt Maite, hat es geschafft. Sie hat sich gegen ihren strengen Vater durchgesetzt, verlässt ihre Heimatstadt Valencia und studiert nun in München. Hier lernt sie Carlos kennen, einen spanischstämmigen jungen Mann und verliebt sich in ihn. Bei seinem Großvater Antonio, der sich in München eine neue Existenz aufgebaut hat, stößt sie auf ein Foto eines jungen Mannes in deutscher Uniform. Eine solche Uniform trägt ihr Vater auf einem Foto, dass sie zufällig einmal bei sich zuhause gesehen hat. Nun stellt sie Fragen und beginnt nachzuforschen. Alte Wunden reißen auf und ein totgeschwiegenes Kapitel ihrer Vorfahren kommt immer mehr ans Licht. Dies ist kein Roman, den man mal schnell zwischendurch liest. Durch die drei Zeitzonen, durch die er mich führt, brauche ich meine ganze Aufmerksamkeit um dem äußerst interessanten Geschehen folgen zu können. Spannung baut sich auf und hält mich gefangen, nachdem ich die Familienzugehörigkeiten verinnerlicht hatte, bis ich die letzte Seite erreicht und zusammen mit Maite ihr Leben bzw. ihre Vergangenheit und die ihrer Familie aufgearbeitet habe. In einer eindrucksvollen, berührenden, bildhaften und sehr lebendigen, hier und da aber auch abgehackten Sprache, was meinen Lesefluss manchmal aus dem Tritt gebracht hat, nimmt mich Verena Boos mit in die Aera Francos und dem spanischen Bürgerkrieg. Mir war bis jetzt nicht bekannt, dass spanische Männer auch im deutschen Krieg gegen Russland dabei waren. Für mich war es sehr interessant zu lesen, wie sich der Bogen der Geschichte von Spanien, wo er schließlich auch wieder endet, über Frankreich nach Deutschland, weiter nach Russland zieht. Die Personen finde ich gut beschrieben. Vor allem Maites Vater Francisco und Carlos Opa Antonio, dessen Schicksal mich tief berührt hat, kann ich mir sehr gut vorstellen. Bei der Vielzahl an Personen hätte ich mir hier zu Beginn der Geschichte einen Stammbaum gewünscht, an dem man die Zugehörigkeiten immer mal wieder nachsehen kann. Dieses Buch und diese Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Solides Debüt mit Tiefgang
von einer Kundin/einem Kunden aus Düren am 21.01.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Boos Protagonistin Maite hält es in ihrer konservativen Familie nicht mehr aus. Sie will weg aus ihrer Heimat Valencia, vor allem möchte sie sich endlich der strengen Hand ihres Vaters entziehen. So beginnt sie ein Studium in Deutschland, und lernt den Deutsch-Spanier Carlos kennen und lieben. Carlos Großvater Antonio... Boos Protagonistin Maite hält es in ihrer konservativen Familie nicht mehr aus. Sie will weg aus ihrer Heimat Valencia, vor allem möchte sie sich endlich der strengen Hand ihres Vaters entziehen. So beginnt sie ein Studium in Deutschland, und lernt den Deutsch-Spanier Carlos kennen und lieben. Carlos Großvater Antonio freundet sich mit Maite an, und erzählt von Ereignissen von denen Maite noch nie etwas gehört hat. Aus der anfänglichen Zuhörerin, entwickelt sich Maite zur aktiven Fragerin. Vor allem eine Frage stellt sie sich: Inwiefern kreuzt sich die Vergangenheit des verfolgten Antonio und die ihres angesehenen Vaters? Dieses Debüt überzeugt durch gekonnt vermitteltes historisches Wissen gekoppelt an einen Erzählstil der den Leser fesselt. Frau Boos hat es geschafft, dem Leser verständlich zu machen, wie es sein könnte mit einem Täter unter einem Dach zu leben oder sogar verwandt zu sein. Dieses Konstrukt was sie mit dieser Geschichte erschaffen hat, geht unter die Haut: Gut und Böse stehen sich indirekt in Form von Vater und Stiefvater gegenüber. Antonio, der sich immer noch lieber bückt und Maites Vater, der immer noch der festen Überzeugung ist, richtig gehandelt zu haben. Dabei bekommt man in das Leben beider Männer Einblick: Was hat sie zu dem gemacht was sie heute sind und was hat sie zu den Handlungen in der Vergangenheit getrieben?