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Tibbi und der Feuerteufel

Marjana Poppinga

Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Kater Tibbi will eigentlich ein ganz beschauliches Leben auf seinem Pferdehof führen. Wenn es da nicht diese Probleme gäbe. Problem Nr.1 ist der Auftrag des alten Fipsi, sich als Mentor um den kleinen Jungkater Pico zu kümmern. Einen Sack Katzenflöhe zu hüten, ist einfacher. Und da ist noch ein zweites Problem: ein Feuerteufel, der die Quartiere der obdachlosen Artgenossen abfackelt. Tibbi und seine Freude müssen all ihr kriminalistisches Können bündeln, um diesem Treiben ein Ende zu machen.
Eine heiter-ironische Lektüre für Jung und Alt an verregneten Ferientagen.

Marjana Poppinga: 1944 in Grünberg/Schlesien geboren, danach Flucht, Hunger und Nachkriegszeit im Westen Deutschlands. Die Schule überstanden, Abitur geschafft, in Bonn Germanistik / Geografie studiert, im Dienst des Landes Bayern in der Schule Jugendliche unterrichtet. Nach 15 Jahren war es genug, der Liebe wegen nach Nordhessen -in die Gegend von Kassel- gezogen, geheiratet und einen Traum verwirklicht: Wiesen, Weiden, kleiner Hof mit Pferdezucht. Und dann kamen sie, die Samtpfoten, angelockt vom Duft des Heus und dem Geraschel der Mäuse: erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier. Nun genießen wir das Glück, bei ihnen wohnen zu dürfen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 84
Altersempfehlung 10 - 12 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 29.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95544-056-5
Verlag Manuela Kinzel Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/14,8/1 cm
Gewicht 136 g
Abbildungen mit 4 Abbildungen
Auflage 1. Auflage

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  • 'Auf der Pappel'Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.'Es soll keiner sagen, ich hätte mir Fipsis Vermächtnis nicht zu Herzen genommen. Gewissenhaft komme ich meinen Pflichten als Katzenmentor nach, was meine Schlaf- und Ruhezeiten erheblich einschränkt. Heute hat sich der Kleine in den Kopf gesetzt, das Rattenrevier am Bach zu erkunden.'Du kannst doch noch keine Ratten fangen. Du bist doch selber kaum größer als sie. Und ich sage dir, die Biester sind hochgefährlich, heimtückisch und nichts für kleine Jungen.''Sooo?''Du sollst nicht immer alles in Frage stellen...', fauche ich ihn an und hoffe, dass ich jetzt in Ruhe mein Gesundheitsbad auf dem Strohballen fortsetzen kann.'Aber ich muss es doch lernen', nörgelt der Kleine weiter. 'Zeig mir, wie es geht!'Ich L I E B E die Regentage, an denen er mit seiner Mami auf dem Aquariumdeckel kuschelt, aber heute scheint nun mal die Sonne.'Frag deine Mutter, ob sie mitgeht.'Dies ist mein letzter Funke Hoffnung auf Ruhe.'Mami sagt, du seist der beste Rattenfänger, den sie kennt, der Champion im Revier, der König der Rattenfänger!''Sooooo, sagt sie das?'Ungewollt fühle ich mich geschmeichelt. Diesen Trick beherrscht das kleine Luder also auch schon.'Zeig es mir doch!'Na schön, meine Siesta ist sowieso gestört. War nicht so geplant, aber was soll's. Also ziehe ich mit dem Kleinen im Schlepptau los, über das Nachbargrundstück hinunter zum Bach. Der Bachlauf mit seinem dichten Gestrüpp ist für alle Artgenossen ein beliebtes Jagdrevier. Hier gibt es vielfältige Beute, und deshalb hat jeder hier freien Zutritt und keiner beansprucht es als sein eigenes Revier. Also setzten wir beide an einem Busch unseren Urin ab, um den anderen zu zeigen, dass wir gerade ungestört jagen wollen. Aber da liegt noch ein anderer frischer Geruch - nein Gestank - in der Luft, der mir wohlbekannt ist. Und tatsächlich: Aus dem Gebüsch am Ufer beobachtet uns ein graues, fieses Gesicht, ähnlich einer Ratte, hässlich und gemein, aber es gehört dennoch unserer Spezies an. Es ist der Graue - mein alter Feind und Rivale. Ausgerechnet der ist jetzt hier.'Was haste denn da für ne Flohschleuder aufgegabelt?', spuckt er mit hämisch schnarrender Stimme durch seine Zahnlücke.'Is der etwa von dir und der weißen Lady, hä? Sieht dir aber gar nicht ähnlich. Hat se dir zum Schluss noch ein Kuckucksei untergeschoben, wa?''Hau ab, du Stinktier!", fauche ich. An meine angebetete Weiße möchte ich auf diese Art und Weise nicht erinnert werden, außerdem gilt es ihre Ehre zu verteidigen. Gerade, als ich mich auf ihn stürzen will, um ihm eine runterzuhauen, biegt der einfältige Bello überraschend um die Ecke. Er sieht Pico und...'Oh mein süßer Kleiner!'Und mit dem ganzen Körper wedelnd will er sich wieder auf ihn stürzen. Doch Pico, sich nur zu gut an die große nasse Zunge erinnernd, schreit auf:'Nein, nein! Nicht schon wieder!', und flüchtet in wilder Panik davon.
    Zugegeben, ich habe ihm erzählt: 'Wenn eine gefährliche Töle dich angreift, dann flüchte auf den nächsten Baum, Tölen können nicht klettern." Mein braver Zögling nimmt diese Aussage Wort wörtlich und neigt mal wieder zum absoluten Größenwahn. Statt die niedrige, aber dicht belaubte Erle am Bach zu nehmen, erklimmt er eine Pappel, die schlank und hoch in den Himmel wächst. Nun hängt er in einer Astgabel auf halber Höhe, schaut ängstlich hinunter, und seine aufgerissenen Augen zeigen an, dass er sich übernommen hat.'Ich hab Angst. Wie komme ich hier wieder runter?', miaut er kläglich.'Im Rückwärtsgang, du Angsthase, nur dann greifen die Krallen.'Das ist alles, was ich ihm an Ratschlägen erteile. Soll er doch selber sehen, wie er da wieder runterkommt. Man soll es der Jugend auch nicht so leicht machen. Selbst macht die Katz! Gelassen setze ich mich auf einen Stein in der Nähe der Pappel und schaue hoch. Pico schaut hinunter. Ich gähne. -

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