Winter im Sommer – Frühling im Herbst

Erinnerungen

Joachim Gauck

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Beschreibung

Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der jüngsten deutschen Geschichte erinnert sich: Joachim Gauck – engagierter Systemgegner in der friedlichen Revolution der DDR und herausragender Protagonist im Prozess der Wiedervereinigung als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Ihm ist ein gleichermaßen politisches wie emotional berührendes Buch gelungen, in dem er in klaren Bildern die traumatisierende Erfahrung der Unfreiheit und das beglückende Erlebnis der Freiheit beschreibt.

Joachim Gauck, geboren 1940 in Rostock, studierte Theologie und war viele Jahre als evangelischer Pfarrer tätig. Schon in seiner Jugendzeit trat das spätere Mitglied des Neuen Forums in Opposition zum Sozialismus und zur Diktatur der DDR. Von 1990 bis 2000 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes (Stasi). Von 2003 bis 2012 war er Vorsitzender des Vereins »Gegen Vergessen – Für Demokratie«, 2012 bis 2017 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Bei Siedler erschien 2013 „Nicht den Ängsten folgen, den Mut wählen. Denkstationen eines Bürgers.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 09.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10071-3
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 18,8/11,6/3 cm
Gewicht 335 g

Buchhändler-Empfehlungen

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Wenn Joachim Gauck zurückblickt, so ist das auch immer ein Abriss deutscher Geschichte. Sprachlich präzise, bewertend ohne moralischen Zeigefinger. Großartig!

Ein bewegtes Leben

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Die Erinnerungen von Joachim Gauck - "Winter im Sommer - Frühling im Herbst" - zeigen die vielen Facetten des Lebens von Joachim Gauck. Geboren an der Ostseeküste, als Theologie nicht DDR-Linienkonform und nach der Wende der erste Beauftragte für die Stasiunterlagenbehörde. Joachim Gauck hat es ich zur Aufgabe gemacht immer wieder zu Erinnern. Die Ereignisse und das Leben in der DDR sollen nicht in Vergessenheit aber auch nicht verklärt werden. Ein beeindruckendes Leben und ein Mann, der zu seinen Worten steht.

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Zivilcourage gegen Opportunismus
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 07.02.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zivilcourage gegen Opportunismus „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“, hatte Brandt anlässlich der Wiedervereinigung gesagt. Recht hatte er natürlich, nur zwei Wörter haben gefehlt: „Ganz langsam.“ Gaucks Rückblick ist ein erschütterndes Dokument der Deformierung einer Gesellschaft. Bei 17 Mio. Einwohnern hatte das Min... Zivilcourage gegen Opportunismus „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“, hatte Brandt anlässlich der Wiedervereinigung gesagt. Recht hatte er natürlich, nur zwei Wörter haben gefehlt: „Ganz langsam.“ Gaucks Rückblick ist ein erschütterndes Dokument der Deformierung einer Gesellschaft. Bei 17 Mio. Einwohnern hatte das Ministerium für Staatssicherheit 90 000 hauptamtliche Mitarbeiter. Die Gestapo begnügte sich bei 80 Millionen mit 31 000. Dazu kamen in der DDR noch 180 000 inoffizielle Mitarbeiter. Andere Quellen nennen übrigens wesentlich höhere Zahlen. Im Rückblick ist es erschütternd zu lesen, wie wenig Zivilcourage dem Opportunismus entgegen gesetzt wurde. Was hätte diese Schar verbohrter alter Männer ausrichten können, wenn sich eher Widerstand gezeigt hätte? Aber auch Politiker und Prominente der Bundesrepublik äußerten sich den Politikern der DDR gegenüber und über die dortigen Verhältnisse positiver, als es je gerechtfertigt war. Im Schlusskapitel äußert sich Gauck höchst eindrucksvoll über den Wert der Freiheit, über das Glück, in unserem wiedervereinigten Deutschland zu leben. Wenig Verständnis hat er für die Nörgeleien über unser demokratisches System. Es ist nicht vollkommen, verlangt ständiges Engagement. „Aber kein System ist so lernfähig wie die Demokratie…Sie ist das Komplizierte, was auch einfache Menschen machen können. Die Erwachsenen und Diktaturerfahrenen der Länder sollten zusammenstehen und für ein kleinformatiges Politikmotto werben: nicht für die Gestaltung des absolut ‚Guten‘ und ‚Richtigen‘, sondern des jeweils Besseren.“ Gaucks Buch ist eine wertvolle Hilfe, aus dem Versagen in der Vergangenheit Erfahrungen für eine bessere Zukunft zu schöpfen.

Vom Pastor zum Bürgerrechtler
von Silke Stahl aus Rosenheim am 21.10.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wie war das Leben damals in der DDR? An was haben die Menschen geglaubt? Was bewog Sie zu bleiben und was zu fliehen? In seiner Biographie liefert uns Joachim Gauck beeindruckende und erschreckende Bilder einer Gesellschaft im totalitären System der DDR. Gespannt verfolgt man das Leben des selbstbewussten Jungen aus Rostock. Wa... Wie war das Leben damals in der DDR? An was haben die Menschen geglaubt? Was bewog Sie zu bleiben und was zu fliehen? In seiner Biographie liefert uns Joachim Gauck beeindruckende und erschreckende Bilder einer Gesellschaft im totalitären System der DDR. Gespannt verfolgt man das Leben des selbstbewussten Jungen aus Rostock. Warum er sich für die Theologie entscheidet und wie er zu dem Mann wurde der im Zentrum des politischen Widerstands stand.

Informativ und berührend in einem.
von Teresa Kopp aus Pforzheim am 06.04.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zu seinem 70. Geburtstag hat Joachim Gauck seine Erinnerungen festgehalten; er erzählt von seiner Kindheit und Jugend in der DDR, wo er an der Ostseeküste aufwuchs. Mit seinem Beschluss, Theologie zu studieren, entfernt er sich immer mehr vom Regime, dem er ohnehin nie nahe stand. Er wird immer mehr zu einem bekannten Gegner des... Zu seinem 70. Geburtstag hat Joachim Gauck seine Erinnerungen festgehalten; er erzählt von seiner Kindheit und Jugend in der DDR, wo er an der Ostseeküste aufwuchs. Mit seinem Beschluss, Theologie zu studieren, entfernt er sich immer mehr vom Regime, dem er ohnehin nie nahe stand. Er wird immer mehr zu einem bekannten Gegner des Systems. Als die Mauer 1989 fällt, wird er Abgeordneter im ersten frei gewählten Parlament und erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Gauck schildert die Geschichte der DDR und erzählt seine eigene in einem. Er schreibt von Unfreiheit und Familienglück zu Zeiten der DDR; von Freiheit und zerbröselnder Ehe nach dem Mauerfall. Hervorragend.


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