Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt

Von der irren Jagd nach dem Geld

(31)
Als der Historiker und Comedian Sebastian Schnoy die vergangenen Jahrhunderte nach den besten Finanzstrategien durchsuchte, wurde er selbst zum Goldgräber. In fast jeder Epoche schlummern für ihn versteckte Anlagetipps: Ludwig der XIV. erfindet im Barock das »must have«, der Vatikan versichert seit dem Mittelalter Unglücke, die im Sündenfall garantiert erst nach dem Tod eintreten und die zu Thurn und Taxis hätten aufmüpfige Konkurrenten wie Uber einfach hinrichten lassen. Schnoy seziert die Geschichte des Geldes mit so großem Spaß an der Provokation, dass man dabei fast nicht merkt, wie viele fundierte Antworten auf aktuelle Wirtschaftsfragen dieses Buch bereithält.
Portrait

Sebastian Schnoy lebt in Hamburg und ist ein vielfach ausgezeichneter Kabarettist. Sein Programm, das Geschichte humorvoll beleuchtet, hat er erfolgreich in seinen Büchern aufbereitet. »Smörrebröd in Napoli«, »Von Napoleon lernen, wie man sich vor dem Abwasch drückt« und »Heimat ist, was man vermisst« waren allesamt Spiegel-Bestseller.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-06055-4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 21,6/13,7/3 cm
Gewicht 384 g
Verkaufsrang 98.086
Buch (Paperback)
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Ökonomisches Halbwissen locker dargeboten
von Dr. M. am 07.07.2018

Sebastian Schnoy studierte einst in Hamburg Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politik und Psychologie. Allerdings vermied er es, auch nur in einem dieser Fächer einen Abschluss zu machen. Stattdessen entschloss er sich, sein Geld auf der Bühne zu verdienen. Und Bücher zu schreiben. Leider habe ich mich dazu überreden lassen, sein... Sebastian Schnoy studierte einst in Hamburg Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politik und Psychologie. Allerdings vermied er es, auch nur in einem dieser Fächer einen Abschluss zu machen. Stattdessen entschloss er sich, sein Geld auf der Bühne zu verdienen. Und Bücher zu schreiben. Leider habe ich mich dazu überreden lassen, sein jüngstes Werk zu lesen. Gelohnt hat es sich nicht. Schnoy versucht sich in humorvoller Weise der Geschichte des Geldes zu nähern. Welches Geld er dabei wirklich meint, bleibt immer im Unklaren. Wirkliche Tiefe in seinen Betrachtungen kommt nie zustande. Vermutlich war eine tatsächlich interessante Abhandlung auch nicht sein Ziel. Und so plätschert die ganze Geschichte meist belanglos vor sich hin. Unterhaltungsliteratur eben. Sein ökonomisches Halbwissen garniert Schnoy mit Anekdoten und augenzwinkernde Geschichten über seinen Kumpel Dimitri, der die Kunst, auch ohne Geld zurechtzukommen, offenbar besser beherrscht als er selbst. Nach etwa hundert Seiten verrät Schnoy seinen Lesern, wie im modernen Papiergeldsystem Geld aus dem Nichts entsteht. Vielleicht sind einige seiner Leser dann tatsächlich verblüfft. Ich war es an nicht, sondern bin dann über den Satz "... aus Schulden wird nur dann Geld, wenn es auch zurückgezahlt wird" gestolpert, weil mir damit Zweifel an Schnoys Verständnis gekommen sind. Geld im gegenwärtigen System ist immer Schuld. Wird die Schuld zurückgezahlt, ist das Geld wieder verschwunden. Man kann während des Lesens das unterschwellige Gefühl bekommen, dass Schnoy Geld eigentlich verabscheut und lieber in einem System leben möchte, das kein Geld braucht. Geld ist ja auch irgendwie schmutzig. Oder? Es verwundert dann auch nicht, dass Schnoy mit dem Sozialismus sympathisiert und Konsum ganz fürchterlich findet. Was würde er eigentlich machen, wenn niemand mehr seine Bücher oder Auftritte konsumiert? Schnoy hat nie im Sozialismus gelebt, sondern ist im linksbürgerlichen Wohlstand groß geworden. Und dort ist er offenbar zu der Erkenntnis gekommen, dass Sozialismus nur funktionieren kann, wenn alle Ländern in diesem System leben und nicht vom bösen Kapitalismus bedrängt werden. Leider begreift Schnoy nicht, dass jede Art von Sozialismus immer zu wirtschaftlichem Elend und Despotismus führen wird, weil sich ein modernes komplexes Wirtschaftssystem nicht ohne die Existenz von freien Märkten entwickeln kann. Und weil sich Menschen anders verhalten als das von linken Intellektuellen immer vermutet wird. Und leider verbreitet Schnoy auch jede Menge Märchen in seinem Buch. So hat die Ausbreitung von Wölfen in der Lausitz nichts mit dem Verschwinden von Industrie zu tun. Das gilt ebenso für die Verbesserung der Wasserqualität der Elbe. Oder ist etwa am Rhein die Industrie verschwunden? Ebenso stimmt es nicht, dass die schrecklichen Hungersnöte unter Stalin entstanden sind, weil der Diktator die Bauern für Missernten verantwortlich machte. Vielmehr ging es ihm bereits schon vorher um die physische Ausrottung der Mittel- und Großbauern als Klasse (wie es so schön hieß), die dann erst zu diesen Katastrophen führte. Der ökonomische Grund, warum ein sozialistisches Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann, ist zu Schnoy offenbar noch nicht durchgedrungen. Wenn also die zahlreichen zweifelhaften ökonomischen oder politischen Aussagen in diesem Buch nicht wären, würde man es wenigstens als ganz unterhaltsam empfinden können. So aber bleibt ein eher schwacher Eindruck.

Unterhaltsames Buch mit kleineren Schwächen
von Karlheinz aus Frankfurt am 02.05.2017

Der Kabarettist und Historiker Sebastian Schnoy wirft einen Blick auf das Geld und das macht er wie man es von einem Kabarettisten erwartet mit einem Augenzwinkern und dennoch informativ und lehrreich. Es gelingt ihm dabei immer neutral zu bleiben und die verschiedenen Standpunkte zu beleuchten ohne seine eigene Meinung einfließen... Der Kabarettist und Historiker Sebastian Schnoy wirft einen Blick auf das Geld und das macht er wie man es von einem Kabarettisten erwartet mit einem Augenzwinkern und dennoch informativ und lehrreich. Es gelingt ihm dabei immer neutral zu bleiben und die verschiedenen Standpunkte zu beleuchten ohne seine eigene Meinung einfließen zu lassen. Es werden viele Informationen geliefert, manchmal sind diese nicht ganz sauber recherchiert, was eine kleinen negativen Punkt darstellt, mich jedoch nicht weiter gestört hat. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen mit einem Schuss hintergründigen Humor und in der Ich-Erzählung geschrieben, was den Leser direkt in das Buch einsteigen lässt. So kann das Buch trotz der vielen Informationen schnell gelesen werden und ist unterhaltsam ohne Langeweile zu verbreiten. Das Cover muss ich noch erwähnen, denn es passt so gar nicht zum Inhalt des Buches. Es wirkt flach und wäre eher für ein oberflächliches Comedybuch geeignet, aber nicht für dieses Bucht, das doch ein wenig Tiefe bietet. Der Aufbau mit den unterhaltsamen Überschriften ist gelungen, so können immer wieder einzelne Kapitel nachgelesen werden. Fazit: Unterhaltsames Buch mit einem Schuss Humor wie ich es mit von einem Kabarettisten erwarte. Einzig die kleineren Rechercheschwächen trüben das sonst tolle Buch, dafür vier Sterne.

Wirtschaft verpackt, so dass sie jeder versteht
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2016

Gerade der Einstieg ist für studierte Volkswirte ein Traum! Wie Dimitri sich durch weit verlaufende Verwandtschaft über Wasser hält, sich Umzugskosten und Übernachtungskosten im befreundeten Ausland spart und sich auch sonst durchs Leben schlägt, lässt Volkswirte glänzende Augen bekommen ;-) Und ob man nun jemanden unbedingt bezahlen muss, um... Gerade der Einstieg ist für studierte Volkswirte ein Traum! Wie Dimitri sich durch weit verlaufende Verwandtschaft über Wasser hält, sich Umzugskosten und Übernachtungskosten im befreundeten Ausland spart und sich auch sonst durchs Leben schlägt, lässt Volkswirte glänzende Augen bekommen ;-) Und ob man nun jemanden unbedingt bezahlen muss, um bei den Beziehungsproblemen zu helfen oder mit einem joggen zu gehen, stellt dieses Buch auch in Frage. Reicht es nicht einfach, mal ein paar Tage mit einem Kumpel saufen zu gehen, um die optimale Lage seiner Beziehung auszuloten? Kann man nicht einfach - und völlig kostenlos - seinen Schweinehund überwinden und im Park laufen gehen? Die - zum Teil - völlig ins Absurde geratene Dienstleistungsbranche wird in Frage gestellt. Nicht zuletzt, weil einem plötzlich die Freunde, die sonst bei jedem Umzug geholfen haben, nun vorschlagen, man solle doch einen Spediteur beauftragen. Tja, die Studententage sind vorbei und ab Mitte 30 hat eben keiner mehr Bock auf einen Umzug - und sei es der eigene. Da reicht eben kein selbstgemachter Kartoffelsalat und kein Kasten Bier mehr - die körperliche Kraft ist damit nicht mehr aufzuwiegen! "Du hast Geld, und ich habe Freunde" ist die lapidare Antwort von Dimitri - was das Prinzip zwar völlig vereinfacht, es aber im Kern auch trifft. Deshalb ist das Buch zwar auch kein Geldratgeber, regt aber dennoch zum Nachdenken an. Muss man für jeden Handschlag jemanden engagieren? Wenn man es nicht tut, sind dann ganze Berufszweige auf einen Schlag arbeitslos? Was passiert dann mit den Arbeitslosen? Machen diese dann andere Berufszweige platt, weil sie kein Geld mehr haben? Fragen über Fragen, aber auch Antworten auf Kettenreaktionen. Die Wirtschaft verpackt in einem sehr unterhaltsamen Buch und zwar so, dass es wirklich jeder versteht! ;-)