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Rückkehr nach Reims

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Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an – das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft. Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert er eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft zum Front National übergelaufen ist. Das Buch sorgt seit seinem Erscheinen international für Aufsehen. So widmete Édouard Louis dem Autor seinen Bestseller »Das Ende von Eddy«.

Portrait

Didier Eribon, geboren 1953 in Reims, lehrt Soziologie an der Universität von Amiens. Er gilt als einer der wichtigsten öffentlichen Intellektuellen Frankreichs und bezieht regelmäßig Stellung zum politischen Zeitgeschehen.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783518744390
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 1288 KB
Übersetzer Tobias Haberkorn
Verkaufsrang 32.993
eBook
17,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein sehr anregendes Buch, auch für Nicht-Soziologen mit Gewinn lesbar,Große Literatur! Ein sehr anregendes Buch, auch für Nicht-Soziologen mit Gewinn lesbar,Große Literatur!

„Unterricht in jüngerer französischer Geschichte“

Karin Thuma, Thalia-Buchhandlung Dresden

Des Autors unbedingtes Lebensziel war, seiner Herkunft zu entrinnen und der Pariser intellektuellen Elite anzugehören. In diesem Buch gesteht er ein, dafür einen Großteil seiner Persönlichkeit verleugnet zu haben. So beschäftigt er sich rückwirkend mit seinen Eltern, seiner Familiengeschichte, kehrt zurück in diese einfachsten Verhältnisse, zurück in die Stadt Reims und begleitet dies mit vielen soziologischen philosophischen, politischen Kommentaren, die für mich oft nicht unbedingt nachvollziehbar sind und vielfach in einer trockenen Wissenschaftssprache
daherkommen. Unterricht in jüngster französischer Geschichte und Geistesgeschichte ist dieses Buch aber allemal!
Des Autors unbedingtes Lebensziel war, seiner Herkunft zu entrinnen und der Pariser intellektuellen Elite anzugehören. In diesem Buch gesteht er ein, dafür einen Großteil seiner Persönlichkeit verleugnet zu haben. So beschäftigt er sich rückwirkend mit seinen Eltern, seiner Familiengeschichte, kehrt zurück in diese einfachsten Verhältnisse, zurück in die Stadt Reims und begleitet dies mit vielen soziologischen philosophischen, politischen Kommentaren, die für mich oft nicht unbedingt nachvollziehbar sind und vielfach in einer trockenen Wissenschaftssprache
daherkommen. Unterricht in jüngster französischer Geschichte und Geistesgeschichte ist dieses Buch aber allemal!

Kundenbewertungen

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Ein wichtiger Beitrag zum Diskurs übrigens die europäische Entwicklung
von Uwe Kirstein aus Eisenach am 21.10.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich halte 'Rückkehr nach Reims' für einen sehr interessanten und wichtigen Beitrag im gegenwärtig immer intensiver werdenden Diskurs über die Entwicklung in Europa. Was sind die Gründe für das Erstarken rechter Strömungen und für die zunehmende Rückwärts-Orientierung hin zum Nationalismus in etlichen europäischen Staaten. Am Beispiel seiner Heimat Frankreich... Ich halte 'Rückkehr nach Reims' für einen sehr interessanten und wichtigen Beitrag im gegenwärtig immer intensiver werdenden Diskurs über die Entwicklung in Europa. Was sind die Gründe für das Erstarken rechter Strömungen und für die zunehmende Rückwärts-Orientierung hin zum Nationalismus in etlichen europäischen Staaten. Am Beispiel seiner Heimat Frankreich beleuchtet Didier Eribon, den ich beim Internationalen Literaturfestival in Berlin im September 2018 kennenlernen durfte, die Entwicklung insbesondere in der Arbeiterklasse von der linken Tradition, die bis etwa zum Beginn der 90er Jahre andauerte, zur zunehmenden Hinwendung zum rechten Front National, insbesondere seit dieser von Marine Le Pen geführt wird. Interessant ist, dass Eribon das Themas anhand seiner eigenen Biographie bzw. der seiner eigenen Familie erläutert. Obwohl schon im Jahre 2009 geschrieben und leider erst 2016 ins Deutsche übersetzt, hat das Buch nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Auslöser für das Buch war nach seinen Angaben der Tod des Vaters, der ihn veranlasst hat, nach vielen Jahren nach Reims zu seiner Mutter zurückzukehren. Man darf gespannt auf das nächste Buch zu diesem Thema sein, zu dem er sich jetzt nach dem Tod seiner Mutter veranlasst sieht.

Enthält viele Antworten auf Fragen unserer Zeit
von Tante Emilia am 08.02.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wer wissen möchte, warum rechte Parteien plötzlich so viel Zulauf erhalten und wie dies mit der Globalisierung und dem Verlust einer eigenen kulturellen Identität zusammen hängt, der lese dieses Buch. Angenehm und leichtfüßig zu lesen erklärt Eribon über seine eigene Biografie dem Leser diese politischen Verwerfungen. Lesenswert und nicht umsonst... Wer wissen möchte, warum rechte Parteien plötzlich so viel Zulauf erhalten und wie dies mit der Globalisierung und dem Verlust einer eigenen kulturellen Identität zusammen hängt, der lese dieses Buch. Angenehm und leichtfüßig zu lesen erklärt Eribon über seine eigene Biografie dem Leser diese politischen Verwerfungen. Lesenswert und nicht umsonst sehr häufig gekauft.

Rückbesinnung auf die eigene Klassenherkunft
von einer Kundin/einem Kunden am 26.07.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eribon fiel mir durch ein Interview im Fernsehsender Arte auf. Bekanntheit erlangte Eribon hierzulande durch seine biografische Arbeit zu Foucault. Eribon ist Schüler von Bourdieu und besitzt eine Professur an der Fakultät für Philosophie, Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität von Amiens. Als Soziologe publiziert er Fragen der Homosexualität und Psychoanalyse. Mit... Eribon fiel mir durch ein Interview im Fernsehsender Arte auf. Bekanntheit erlangte Eribon hierzulande durch seine biografische Arbeit zu Foucault. Eribon ist Schüler von Bourdieu und besitzt eine Professur an der Fakultät für Philosophie, Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität von Amiens. Als Soziologe publiziert er Fragen der Homosexualität und Psychoanalyse. Mit dem Phänomen, dass zurzeit vor allem Arbeiter und Arbeiterinnen rechtspopulistische Parteien wählen, obwohl sie traditionell zum Wählerklientel linker Parteien sind, fällt Eribon mit der These auf, dass die sogenannte Linke keine Klassenfrage mehr kennt und ihre traditionellen Wählerkreise aus dem Blick verloren haben. Sein neues Buch ist so gesehen seine biografische Rückbesinnung auf die eigene Klassenherkunft, die eben die Arbeiterklasse ist. Das Buch ist wunderbar geschrieben. Leichtfüßig und dennoch zeugt es von einer belesenden Klugheit. Ich kann nur hoffen, dass das Buch seine Leserinnen findet.