Salz für die See

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Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Tausende Menschen flüchten aus Angst vor der Roten Armee nach Westen. Darunter Florian, ein deutscher Deserteur, Emilia, eine junge Polin, und Joana, eine litauische Krankenschwester. Eine Notgemeinschaft, in der jeder ein Geheimnis hat, das er nicht preisgeben will. Denn der Krieg hat sie Misstrauen gelehrt.
Im eiskalten Winter wählt der kleine Flüchtlingstrek den lebensgefährlichen Weg über das zugefrorene Haff. In Gotenhafen, so heißt es, warte die Wilhelm Gustloff, um sie nach Westen zu bringen. Doch auch dort sind sie noch lange nicht in Sicherheit.
Portrait

Ruta Sepetys wurde in Michigan geboren und hat litauische Vorfahren. Ihren Wurzeln ging sie in ihrem ersten Buch, "Und in mir der unbesiegbare Sommer", nach. Für ihren zweiten Roman, „Ein Glück für immer“, hat sie ihre Lust an historischer Recherche mit dem Interesse an New Orleans und seinem schillernden French Quarter verbunden.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Altersempfehlung 14 - 99
Erscheinungsdatum 29.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-56023-0
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 21,2/15,1/3,3 cm
Gewicht 540 g
Originaltitel Salt to the Sea
Übersetzer Henning Ahrens
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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„Ein Meisterwerk!“

Katja Wiezorek, Thalia-Buchhandlung Dresden

Der Königskinder-Verlag ist dafür bekannt und beliebt, anspruchsvolle und nicht alltägliche Literatur zu veröffentlichen. Und er landet jedes Mal einen Volltreffer.
Im „Kaleidoskop“-Programm des Verlags vom Herbst 2016 findet sich dieser beeindruckende historische Roman der US-amerikanischen Autorin Ruta Sepetys, die ihre litauischen Wurzeln und Teile ihrer Familiengeschichte in „Salz für die See“ hat einfließen lassen.
Wir begegnen vier Leben, vier ungewissen Schicksalen kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Ostpreußen. Der Krieg hat sie alle auf die eine oder andere Art gezeichnet und die Wilhelm Gustloff, ein riesiges Schiff, das gen Westen auslaufen soll, scheint ihre einzige Rettung zu sein.
Selten habe ich einen so bewegenden Roman zu diesem Thema gelesen. Der wunderbare Schreibstil und die grandios herausgearbeiteten Charaktere lassen einen mitfiebern bis zum Schluss.
Dieses fesselnde Buch über eine fast vergessene historische Katastrophe muss man gelesen haben!
Der Königskinder-Verlag ist dafür bekannt und beliebt, anspruchsvolle und nicht alltägliche Literatur zu veröffentlichen. Und er landet jedes Mal einen Volltreffer.
Im „Kaleidoskop“-Programm des Verlags vom Herbst 2016 findet sich dieser beeindruckende historische Roman der US-amerikanischen Autorin Ruta Sepetys, die ihre litauischen Wurzeln und Teile ihrer Familiengeschichte in „Salz für die See“ hat einfließen lassen.
Wir begegnen vier Leben, vier ungewissen Schicksalen kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Ostpreußen. Der Krieg hat sie alle auf die eine oder andere Art gezeichnet und die Wilhelm Gustloff, ein riesiges Schiff, das gen Westen auslaufen soll, scheint ihre einzige Rettung zu sein.
Selten habe ich einen so bewegenden Roman zu diesem Thema gelesen. Der wunderbare Schreibstil und die grandios herausgearbeiteten Charaktere lassen einen mitfiebern bis zum Schluss.
Dieses fesselnde Buch über eine fast vergessene historische Katastrophe muss man gelesen haben!

Kundenbewertungen

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Vom Untergang
von NiWa aus Euratsfeld am 30.06.2018

1945. Eine Flüchtlingswelle flieht vor der Roten Armee nach Westen. Deutsche Deserteure, Polen, Litauer, Alte, Kranke, Kinder und Frauen - sie alle wollen noch rechtzeitig den Hafen von Gotenhafen erreichen. Darunter sind auch Florian, Emilia und Joana, die auf ein Schiff in einen sicheren Hafen hoffen. Werden sie sich... 1945. Eine Flüchtlingswelle flieht vor der Roten Armee nach Westen. Deutsche Deserteure, Polen, Litauer, Alte, Kranke, Kinder und Frauen - sie alle wollen noch rechtzeitig den Hafen von Gotenhafen erreichen. Darunter sind auch Florian, Emilia und Joana, die auf ein Schiff in einen sicheren Hafen hoffen. Werden sie sich rechtzeitig auf die Gustloff retten? "Salz für die See" ist ein ergreifender Roman, der auf der wahren Katastrophe des Schiffes Wilhelm Gustloff beruht. Ruta Sepetys erzählt die fiktive Geschichte der Flüchtlinge, der Offiziere und Passagiere, und auch, wie und warum sie auf dem Schiff gelandet sind. Dabei wird der Roman aus den Perspektiven verschiedener Figuren erzählt, wobei Ruta Sepetys auf ein rundes Bild bedacht ist. Joana ist eine litauische Krankenschwester und gehört dem Flüchtlingstrek im Mittelpunkt der Erzählung an. Sie hat Schreckliches gesehen und erlebt. Außerdem meint sie, eine Mörderin zu sein. Ihr Ziel ist es, diese Schuld zu vergelten, daher hilft sie, wo sie nur kann. Emilia ist Polin und vor den Nazis sowie vor der Roten Armee gleichermaßen auf der Flucht. Denn sie wird von keiner Seite als Mädchen, ebenbürtig oder gar als Mensch gesehen. Jedoch hat sie Glück und trifft auf Florian. Florian bahnt sich einen ganz eigenen Weg. Er ist von höherer Stelle im deutschen Kriegsdienst desertiert, obwohl er mit einem imposanten Projekt beauftragt war. Nach jahrelangem Eifer hat er erkannt, dass er von Führer, Vorgesetzten und Vaterland nur missbraucht wurde, um eine Ideologie zu verherrlichen, die er nicht als richtig ansehen kann. Alfred tritt seinen Dienst bei der Marine auf der Wilhelm Gustloff an. Stets war er dem Vaterland treu ergeben, so lange es nur nicht zu unangenehm war. Denn statt des tapferen Helden - als den er sich gerne sieht - ist er ein kleiner, mieser Feigling, der sich in der Not auch gern einmal auf's stille Örtchen verzieht. Als Leser steigt man zuerst in die Flucht vor der Roten Armee ein. Man schließt sich Joanas Flüchtlingstrek an und merkt dabei, wie sich die Menschen trotz der Not gegenseitig helfen. Sie passen aufeinander auf, reichen sich die Hand und versuchen gemeinsam das rettende Schiff zu erreichen. Außerdem schildert die Autorin anschaulich die erschreckenden Umstände der Flucht. Die beissende Kälte, die durchgelaufenen Schuhe, die mangelnde Nahrung und ständige Angst zerren an jedem Einzelnen. Zusätzlich drohen weitere Gefahren, seien es nun Soldaten oder der nächtliche Erfrierungstod. Anschaulich wird das Grauen in Gotenhafen geschildert. Hier sammeln sich die Menschen, sind verzweifelt und mit ihrem letzten Hab und Gut bepackt. Kranke, Verstümmelte und Alte haben kaum eine Überlebenschance und die Fahrkarten für die letzten Schiffe sind heiß begehrt. Zuletzt wird der Untergang der Wilhelm Gustloff geschildert, wogegen der Untergang der Titanic eher ein Zwischenfall war. Die Gustloff hat 10 000 Menschen mit sich in die Tiefe gerissen, worunter großteils Frauen und Kinder waren. Meiner Meinung nach ist ?Salz für die See? ein wichtiger Roman, weil der Untergang der Gustloff kaum in den Geschichtsbüchern anzufinden ist. Ruta Sepetys erweist mit diesem Buch den Opfern ihren Respekt und versucht sie durch ihre Erzählung am Leben zu halten. Obwohl sämtliche Figuren erfunden sind, hat die Autorin wahre Ereignisse eingebaut, was ihr exzellent gelungen ist. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist, dass ein Strang ins Leere läuft und hier eine zentrale Frage offen bleibt. Das hat einen unfertigen Eindruck auf mich gemacht und die Autorin hat mich hier ratlos zurückgelassen. Dennoch denke ich, dass dieses Buch noch viel, viel mehr Leser braucht und kann es an Interessierte nur weiterempfehlen. Ermöglicht den Frauen, Kindern und Alten ein Gedenken, damit sie in der Geschichte nicht untergehen.

Wichtiges Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wilhelmshaven am 13.02.2018

Ein gutes historisches Jugendbuch erkennt man daran, dass man nach dem Lesen den Drang hat, sich zu informieren. Sich alle Infos zu suchen, das Buch nachzuvollziehen und den Wissensdurst zu stillen. "Salz für die See" ist ein solches Buch. Die Geschichte hat mich gefesselt und sprachlos gemacht. Mir wieder... Ein gutes historisches Jugendbuch erkennt man daran, dass man nach dem Lesen den Drang hat, sich zu informieren. Sich alle Infos zu suchen, das Buch nachzuvollziehen und den Wissensdurst zu stillen. "Salz für die See" ist ein solches Buch. Die Geschichte hat mich gefesselt und sprachlos gemacht. Mir wieder einmal vor Augen geführt, was ich über den zweiten Weltkrieg alles nicht wusste. Habt ihr schon mal von der Wilhelm Gustloff gehört? Nein?! Tja dann solltet ihr unbedingt dieses Buch lesen. Eine Geschichte die viel Aufmerksamkeit verdient und sehr gut recherchiert ist.

Salz für die See
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 21.10.2016

Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Die russische Rote Armee ist auf dem Vormarsch und alle Deutschen und deutschstämmigen Menschen flüchten vor Tod, Vergewaltigung und Vernichtung. Kälte und Hunger fordern ebenso ihre Opfer wie die Luftangriffe und die Soldaten am Boden. Viele Kinder verlieren auf der Flucht ihre Eltern,... Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Die russische Rote Armee ist auf dem Vormarsch und alle Deutschen und deutschstämmigen Menschen flüchten vor Tod, Vergewaltigung und Vernichtung. Kälte und Hunger fordern ebenso ihre Opfer wie die Luftangriffe und die Soldaten am Boden. Viele Kinder verlieren auf der Flucht ihre Eltern, Familien werden auseinander gerissen. Viele Menschen taumeln allein durch das Land oder schließen sich zu Notgemeinschaften zusammen. So auch der deutsche Deserteur Florian, die litauische Krankenschwester Joana, und die junge Polin Emilia. Bald ist ihr Ziel der Hafen von Gotenhafen, wo sie hoffen auf Schiffen in Sicherheit gebracht zu werden. Wie Hunderttausende andere Menschen auch. Nach vielen Entbehrungen und gefährlichen Situationen gelingt es ihnen auch bis dorthin zukommen und mit Hilfe des Matrosen Alfred schaffen sie es auch auf ein Schiff. Die Wilhelm Gustloff. Mehr möchte ich nicht verraten. Dass die Gustloff abgeschossen wurde, ist interessierten Lesern sicher bekannt. Ein dramatisches Finale ist also absehbar. Das Buch ist ab 14 Jahren empfohlen und ich denke, daran sollte man sich bei diesem Thema und den deutlichen Worten, die die Autorin im Buch für Krieg und Kampf findet, auch halten. Es wird abwechselnd aus den Blickwinkeln der drei Flüchtenden und des regimetreuen Alfred erzählt. Die Kapitel sind mit eineinhalb bis drei Seiten meistens sehr kurz gehalten und da sie in der Ich-Perspektive geschrieben sind, muss man auf die Überschriften Acht geben, wer jeweils der Erzählende ist. Die Sprache ist klar, auf das Notwendige reduziert, arbeitet manchmal mit stakkatoartigen Sätzen und Worten. Die Gefühle und die Dramatik kommen intensiv beim Leser an. Die Geschehnisse werden teilweise aus mehreren Blickwinkeln geschildert, wodurch der Leser so etwas wie einen Rundum-Blick bekommt. Auch wenn Marinesoldat Alfred durch seine Parteiblindheit und seinen Glauben an die Nazi-Parolen ein eher unsympathischer Charakter ist, sind seine Abschnitte für das Buch sehr wichtig und ermöglichen auch hier eine Perspektive, die nicht eindimensional und vereinfacht wirkt, sondern durchaus nach Erklärungen und Details zu den Geschehnissen sucht, die für so viele Menschen Leid und Unglück aber auch Rettung bedeuten konnten. Ein anspruchsvolles Jugendbuch, welches für jugendliche Leser aber unbedingt auch für Erwachsene zu empfehlen ist. Mir persönlich waren die Kapitel etwas zu kurz. Es fiel mir anfangs schwer, mein Leseempfinden auf diese abrupten Wechsel einzustellen. Dies wurde aber im Laufe des Buches besser und ist mein einziger Kritikpunkt an „Salz für die See“.