Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Sind Tote immer leichenblass?

Die größten Irrtümer über die Rechtsmedizin

(1)
Werden Mordopfer tatsächlich von den Angehörigen in der Rechtsmedizin identifiziert? Sind Rechtsmediziner bei der Verhaftung eines Verdächtigen dabei? Nehmen sie an der Vernehmung von Zeugen teil? Und reiben sie sich vor der Obduktion Mentholpaste unter die Nasenlöcher, damit sie den Leichengeruch überhaupt ertragen können? Szenen wie diese gehören zum Standardrepertoire von Fernsehkrimis. Doch mit der Realität haben sie nur selten etwas zu tun. Meist handelt es sich um Klischees von Vorgängen im Sektionssaal. Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und vielfacher Bestsellerautor, nimmt die bizarrsten Irrtümer aufs Korn. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend zugleich über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin.
Portrait

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783426438756
Verlag Droemer eBook
Dateigröße 4202 KB
Illustrator Christoph Kellner
Verkaufsrang 4.601
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Sind Tote immer leichenblass?

Sind Tote immer leichenblass?

von Michael Tsokos
eBook
9,99
+
=
Die Klaviatur des Todes

Die Klaviatur des Todes

von Michael Tsokos
eBook
9,99
+
=

für

19,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
0
0
1
0
0

"Rechtsmediziner sind teilweise schon recht schräge Vögel"
von Dr. M. am 06.07.2018
Bewertet: Paperback

Ob die Kollegen von Herrn Tsokos über diese Feststellung sehr erfreut waren, ist nicht überliefert. Man findet diese Aussage unter Irrtum 16: "Rechtsmediziner sind chronisch schlecht gelaunte Zyniker". Wahrscheinlich soll der Leser auch hier wieder lernen, dass der Fernsehprofessor Karl-Friedrich Boerne aus dem Münsteraner Tatort nicht unbedingt typisch für... Ob die Kollegen von Herrn Tsokos über diese Feststellung sehr erfreut waren, ist nicht überliefert. Man findet diese Aussage unter Irrtum 16: "Rechtsmediziner sind chronisch schlecht gelaunte Zyniker". Wahrscheinlich soll der Leser auch hier wieder lernen, dass der Fernsehprofessor Karl-Friedrich Boerne aus dem Münsteraner Tatort nicht unbedingt typisch für die Gilde der Rechtsmediziner ist. Das hätte man auch so wahrscheinlich vermutet. Ebenso, dass der gewöhnliche Rechtsmediziner nicht selbst konkurrierend zur Kriminalpolizei ermittelt. Weil aber in diesen Serien nun neuerdings ständig irgendwelche genialen Rechtsmediziner auftreten, sah sich Michael Tsokos wohl genötigt, endlich einmal über die wahre Tätigkeit seiner Kollegen aufzuklären. Immerhin ist Tsokos Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Charite und des Landesinstituts für gerichtliche und soziale Medizin. Nebenbei schrieb er noch zahlreiche populäre Bücher. Sicher wird auch dieses hier wieder ein Bestseller, weil es dem Fernsehtrend folgt. Tatsächlich kann man eine Menge aus diesem schmalen Büchlein lernen, wenn die nötige Vorbildung fehlt. Zum Beispiel, dass Leichen gewöhnlich nicht blass sind. Oder dass Rechtsmediziner und Pathologen verschiedene Arbeitsgebiete haben. Wer Gefallen an diesem Thema findet oder wer gerne in schlechter Luft arbeitet und dabei wenig freudvolle Dinge sehen möchte, der wird bei diesem Buch sicher auf seine Kosten kommen, weil er es immer wieder in relativer Deutlichkeit geschildert bekommt. Selbstverständlich kann man bei Tsokos eine Menge lernen, was die Grundlage für meine Bewertung ist. Nicht gefallen hat mir jedoch der herablassende arrogante Unterton in diesem Text. Manche Ausführungen erschienen mir zusätzlich reichlich grenzwertig. Zum Beispiel Irrtum 17: "Der Tod ist umsonst". Der Autor klärt auf: "Falsch. Er kostet das Leben." Und schon sind wieder zwei Buchseiten gefüllt. Immerhin weiß man nach dem Lesen dieses Textes auch, dass man sich nicht selbst erwürgen kann. Falls man nicht schon selbst darauf gekommen war. Kurz: Neben recht vielen interessanten Erklärungen erhält man auch viel Klugschiß im belehrenden Modus.