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Der Koran

Botschaft der Liebe. Botschaft des Hasses

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Die Bürgerkriege innerhalb der islamischen Welt und die Konfrontation mit dem Westen sind die Grundkonflikte unserer Zeit. Im Koran selbst liegen die Wurzeln dieser Auseinandersetzungen, denn einerseits birgt er eine Botschaft der Toleranz und des Mitgefühls, andererseits ist er ein religiöser Text, der Brutalität und Mord legitimiert. Dieser Widerspruch rührt von der Person und dem Leben Mohameds her, dem anfangs friedlichen Prediger und späteren Warlord. Hamed Abdel-Samad stellt zentrale Suren vor, leitet sie ein und kommentiert sie mit Blick auf Entstehungsumstände und Rezeption. Er zeigt, warum sich friedliebende Muslime ebenso auf den Wortlaut des Korans stützen, wie dies gewalttätige Islamisten tun, und welche Konflikte daraus erwachsen.
Portrait
Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, studierte Englisch, Französisch, Japanisch und Politik. Er arbeitete für die UNESCO, am Lehrstuhl für Islamwissenschaft der Universität Erfurt und am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der Universität München. Abdel-Samad ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Seine Autobiographie „Mein Abschied vom Himmel“ sorgte für Aufsehen: „Was er von seinen Landsleuten erwartet, hat er selbst vorgemacht: Aufklärung durch Tabubruch.“ ZDF-Aspekte
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 06.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-27701-0
Verlag Droemer HC
Maße (L/B/H) 20,8/13/2,5 cm
Gewicht 360 g
Verkaufsrang 13.444
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Martin Roggatz, Thalia-Buchhandlung Bonn (Universitätsbuchhandlung Bouvier)

Unverständnis führt auf religiösem Gebiet schnell zu Vorurteilen. Eine kritische - nicht destruktive - Betrachtung ist aber gerade hier nötig um Ressentiments abbauen zu können. Unverständnis führt auf religiösem Gebiet schnell zu Vorurteilen. Eine kritische - nicht destruktive - Betrachtung ist aber gerade hier nötig um Ressentiments abbauen zu können.

„Für Aufklärung und eigenständiges Denken“

Karin Thuma, Thalia-Buchhandlung Dresden

Wer sich näher und genauer mit dem Inhalt des Koran beschäftigen will, dem sei dieses Buch empfohlen. Als Sohn eines ägyptischen Imams und als Islamwissenschaftler weiß der Autor, wovon er spricht. Er zeigt die Entstehungsgeschichte der Suren und ihre jeweiligen Interpretationen auf. Es geht ihm um Aufklärung und kritisches Denken, um den freien Geist. Dafür hat er meine Hochachtung. Wer sich näher und genauer mit dem Inhalt des Koran beschäftigen will, dem sei dieses Buch empfohlen. Als Sohn eines ägyptischen Imams und als Islamwissenschaftler weiß der Autor, wovon er spricht. Er zeigt die Entstehungsgeschichte der Suren und ihre jeweiligen Interpretationen auf. Es geht ihm um Aufklärung und kritisches Denken, um den freien Geist. Dafür hat er meine Hochachtung.

„Spiritueller Leitfaden oder Aufruf zum Krieg?“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Mit den Thesen aus seinem Buch "Der islamische Faschismus" schaffte es Hamed Abdel-Samad, dass eine Todes-Fatwa gegen ihn ausgesprochen wurde, aber anstatt zurück zu weichen, legte er nach. Nun folgt nach "Mohammed - Eine Abrechnung" sein neues Werk "Der Koran - Botschaft der Liebe. Botschaft des Hasses" und der Autor widmet sich erneut sehr kritisch dieser Thematik.
Das wunderbare daran ist, dass er nicht einfach nur verteufelt und polemisch seine Thesen in die Welt schreit, sondern alles wird kritisch und auf intelligente Weise hinterfragt ohne direkt zu pauschalisieren. Er beleuchtet die Entstehung des Koran und fordert dazu auf, den Text kritischer zu betrachten und zudem ihn zu vermenschlichen. In Sure 49:2-3 wird das Hinterfragen des Propheten zwar untersagt, aber genau das wird von Abdel-Samad eingefordert. Er stellt mit der Biografie Mohameds im Hintergrund heraus, dass sich die Suren sehr stark an Mohameds Leben orientiert haben: "Etwas zugespitzt könnte man sagen, nicht Allah hat Mohamed nach seinem Vorbild erschaffen, sondern Mohamed legte Gott jene Sätze in den Mund, die ihm in seiner jeweiligen Lebenssituation gerade zupasskamen." (S. 47)
Zudem macht er eins sehr deutlich, denn für ihn ist der Koran nicht das Problem, sondern seine Auslegung: "Es gibt all die wunderbaren, meditativen Passagen im Koran, die trostspendenden, mutmachenden Botschaften der Liebe. Es wäre ein Zeichen gewesen, eine solche Botschaft auch in der letzten offenbarten Sure zu vermitteln. [...]. Das Gegenteil ist der Fall. Hass und Krieg gibt es seit Jahrtausenden, mit oder ohne den Koran. Doch erst der Koran macht aus diesem Hass eine Tugend und aus dem Krieg einen Gottesdienst. Das macht es sehr schwer, die anderen Botschaften zu hören." (S. 133)
Anhand von zentralen Passagen im Koran zeigt Abdel-Samad, dass der Koran wesentlich vielschichtiger ist, als die meisten glauben, zeigt aber auch die Widersprüche auf und begründet diese durch die Biografie Mohameds. Er erläutert Passagen des Korans zu verschiedenen Aspekten, wie z.B. Krieg und Frieden, Frauen, Homosexualität und in Bezug auf andere Religionen. Anfangs sehr milde und verständnisvoll, wird der Ton im Koran mit der Zeit immer härter. Dies lässt sich dem Autor zufolge mit Mohameds Leben und den dort passierenden Ereignissen begründen. Die Suren waren als Reaktion auf die Umstände zu sehen: "Der Koran ist nicht nur durch die Form der Offenbarung, sondern auch durch die historischen Fakten untrennbar mit Mohamed verbunden. Nur wenn man diesen Zusammenhang erkennt und den Koran als Reaktion auf bestimmte Situationen betrachtet, kann es gelingen, ihn vom Sockel der Allgemeingültigkeit herunterzuholen." (S. 227)
Dieses Buch ist letztendlich kein Angriff auf den Koran, sondern eine unverzichtbare und kritische Auseinandersetzung mit diesem Werk, von einem Menschen, der sich wirklich auskennt. Dieses Buch ist somit allen Menschen ans Herz gelegt, die sich mehr mit dem Islam beschäftigen wollen, ohne ihn direkt in die Kategorie "schwarz" oder "weiß" zu schieben, sondern sich differenzierter mit dieser Religion auseinandersetzen möchten!
Mit den Thesen aus seinem Buch "Der islamische Faschismus" schaffte es Hamed Abdel-Samad, dass eine Todes-Fatwa gegen ihn ausgesprochen wurde, aber anstatt zurück zu weichen, legte er nach. Nun folgt nach "Mohammed - Eine Abrechnung" sein neues Werk "Der Koran - Botschaft der Liebe. Botschaft des Hasses" und der Autor widmet sich erneut sehr kritisch dieser Thematik.
Das wunderbare daran ist, dass er nicht einfach nur verteufelt und polemisch seine Thesen in die Welt schreit, sondern alles wird kritisch und auf intelligente Weise hinterfragt ohne direkt zu pauschalisieren. Er beleuchtet die Entstehung des Koran und fordert dazu auf, den Text kritischer zu betrachten und zudem ihn zu vermenschlichen. In Sure 49:2-3 wird das Hinterfragen des Propheten zwar untersagt, aber genau das wird von Abdel-Samad eingefordert. Er stellt mit der Biografie Mohameds im Hintergrund heraus, dass sich die Suren sehr stark an Mohameds Leben orientiert haben: "Etwas zugespitzt könnte man sagen, nicht Allah hat Mohamed nach seinem Vorbild erschaffen, sondern Mohamed legte Gott jene Sätze in den Mund, die ihm in seiner jeweiligen Lebenssituation gerade zupasskamen." (S. 47)
Zudem macht er eins sehr deutlich, denn für ihn ist der Koran nicht das Problem, sondern seine Auslegung: "Es gibt all die wunderbaren, meditativen Passagen im Koran, die trostspendenden, mutmachenden Botschaften der Liebe. Es wäre ein Zeichen gewesen, eine solche Botschaft auch in der letzten offenbarten Sure zu vermitteln. [...]. Das Gegenteil ist der Fall. Hass und Krieg gibt es seit Jahrtausenden, mit oder ohne den Koran. Doch erst der Koran macht aus diesem Hass eine Tugend und aus dem Krieg einen Gottesdienst. Das macht es sehr schwer, die anderen Botschaften zu hören." (S. 133)
Anhand von zentralen Passagen im Koran zeigt Abdel-Samad, dass der Koran wesentlich vielschichtiger ist, als die meisten glauben, zeigt aber auch die Widersprüche auf und begründet diese durch die Biografie Mohameds. Er erläutert Passagen des Korans zu verschiedenen Aspekten, wie z.B. Krieg und Frieden, Frauen, Homosexualität und in Bezug auf andere Religionen. Anfangs sehr milde und verständnisvoll, wird der Ton im Koran mit der Zeit immer härter. Dies lässt sich dem Autor zufolge mit Mohameds Leben und den dort passierenden Ereignissen begründen. Die Suren waren als Reaktion auf die Umstände zu sehen: "Der Koran ist nicht nur durch die Form der Offenbarung, sondern auch durch die historischen Fakten untrennbar mit Mohamed verbunden. Nur wenn man diesen Zusammenhang erkennt und den Koran als Reaktion auf bestimmte Situationen betrachtet, kann es gelingen, ihn vom Sockel der Allgemeingültigkeit herunterzuholen." (S. 227)
Dieses Buch ist letztendlich kein Angriff auf den Koran, sondern eine unverzichtbare und kritische Auseinandersetzung mit diesem Werk, von einem Menschen, der sich wirklich auskennt. Dieses Buch ist somit allen Menschen ans Herz gelegt, die sich mehr mit dem Islam beschäftigen wollen, ohne ihn direkt in die Kategorie "schwarz" oder "weiß" zu schieben, sondern sich differenzierter mit dieser Religion auseinandersetzen möchten!

Kundenbewertungen

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"Ich sehe, dass dein Herr dir in deinen Gelüsten entgegenkommt." (Hadith Nr. 1464)
von Dr. M. am 07.07.2018

Glaubt man den Überlieferungen, so stammt dieser Satz von Mohameds Lieblingsfrau Aischa. Ihr war anscheinend aufgefallen, dass die angeblich dem Propheten Mohamed vom Erzengel Gabriel übermittelten göttlichen Verse sehr gut zu Mohameds Verlangen passen. Der Verdacht, dass die Koranverse gar nicht übermittelt wurden, sondern von Mohamed selbst stammen, ist... Glaubt man den Überlieferungen, so stammt dieser Satz von Mohameds Lieblingsfrau Aischa. Ihr war anscheinend aufgefallen, dass die angeblich dem Propheten Mohamed vom Erzengel Gabriel übermittelten göttlichen Verse sehr gut zu Mohameds Verlangen passen. Der Verdacht, dass die Koranverse gar nicht übermittelt wurden, sondern von Mohamed selbst stammen, ist weder neu noch tatsächlich überprüfbar. Obwohl Hamed Abdel-Samed diesen Verdacht nicht explizit ausspricht, kann man dennoch davon ausgehen, das er genau dies meint, wenn er fordert, den Koran zu "vermenschlichen". Er umschreibt das so: "Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Koran kann indes nur gelingen, wenn man die Schrift nicht als allumfassendes, letztgültiges Wort Allahs betrachtet, sondern >>vermenschlicht<<." (S.23). Oder später: "Wenn man den Text dagegen vermenschlicht, gewinnt er an Würde. Dann kann man die Passagen, die sich auf den historischen Kontext beziehen, richtig einordnen und die allgemeinen Passagen, die spirituelle Kraft vermitteln oder ethisch soziale Lehren, aktivieren." (S.226). Ob das je gelingen wird, ist sehr zweifelhaft. Wenn die Koranverse nicht von Allah stammen, wessen Prophet ist dann Mohamed? In dem Augenblick, wo man die Herkunft der Koranverse anzweifelt, bricht die gesamte Konstruktion des Islam in sich zusammen. Die Forderung oder Hoffnung des Autors, den Islam auf diese Weise reformieren zu können, ist eine mehr als naive Vorstellung. Sie ändert jedoch nichts daran, dass ihm in seinem Buch eine brillante Analyse des Korans gelungen ist. Wenn man den Koran liest, stößt man schnell auf unüberwindbare Hindernisse. Die Suren sind nicht etwa in der Reihenfolge ihrer angeblichen Übermittlung, sondern der Länge nach geordnet. Da damit der historische Kontext erst einmal verschwunden ist, bleiben viele der sowieso schon schwer verständlichen Verse erst recht unbegreiflich. Obendrein widersprechen sich viele von ihnen, weil Allah offenbar seine Meinung in den mehr als zwei Jahrzehnten der Übermittlung mehrfach geändert hat. Wie kann das bei einem allwissenden Gott eigentlich sein? Genau diese Frage stellt sich der Autor auch gleich zu Beginn seines Textes. Im Koran steht, dass dieses Buch unabänderbar ist. Die offenkundigen Widersprüche wurden dann später mit dem Prinzip der Abrogation trickreich aus der Welt geschafft. Dieses Prinzip, von dem im Koran natürlich nicht die Rede ist, besagt, dass ältere Verse durch jüngere aufgehoben werden, falls sie sich widersprechen. Folgt man diesem Prinzip, dann ist der Koran ein Buch des Hasses und der Gewalt, denn die letzte Sure ist erfüllt von Hass und dem Aufruf zum Abschlachten aller Ungläubigen. Der Prophet selbst hat dies mit der Vernichtung des jüdischen Stammes Banu Quraiza eindrucksvoll vorgeführt. Die Taten des IS haben also sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun, denn seine Anhänger können sich auf das angebliche Wort Allahs und die letzte, die 9. Sure berufen. Der Autor erklärt gleich in der Einführung zu seinem Buch, dass man aus dem Koran alles herauslesen kann, was man will. Das erkläre auch die Verwirrung, die in manchen Streitgesprächen entsteht, wenn sich Leute Koranverse um die Ohren hauen. Ein solcher Zugang bringt gar nichts. Deshalb versucht Hamed Abdel-Samad thematisch vorzugehen, um auf diese Weise die Widersprüche mit den sich verändernden Lebenssituationen Mohameds zu erklären. Nur so kann man den Koran wirklich verstehen und nur so lösen sich alle Widersprüche auf. Wenn nämlich die Koranverse nicht von Allah stammen, dann hat er sich auch nicht widersprochen, was schließlich bei einem Gott nicht vorkommen sollte. Darüber hinaus lässt sich so auch die Tatsache verstehen, dass in mehreren Versen der Prophet über seinem Gott steht. Beispielsweise kann man Allah durchaus einmal beleidigen, wenn man es hinterher reuevoll einsieht. Tut man die jedoch dem Propheten an, dann ist dies unverzeihlich. Das Buch geht also einerseits thematisch vor: (1) Der Koran über den Menschen, (2) Der Koran über das Leben, (3) Die Drohung im Koran, (4) Toleranz und Intoleranz im Koran, (5) Krieg und Frieden im Koran, (6) Sure 9 - das allerletzte Manifest, (7) Juden im Koran, (8) Christen im Koran, (9) Frauen im Koran, (10) Homosexualität im Koran, (11) Was vom Koran übrigbleibt. Andererseits untersucht der Autor dann in den einzelnen Kapiteln die Entstehungsgeschichte der Verse in ihrem historischen Kontext und ihre späteren Interpretationen von Koran-Theologen. Abgesehen vom Wunschdenken des Autors über eine mögliche Reform des Islam in dem von ihm vorgeschlagenen Sinne ist dies eine brillante Analyse des Koran. Sie wird den Lesern dieses Buches helfen, gegen die Verwirrungstaktiken um den Islam imun zu werden. Um zu begreifen, um was es eigentlich geht, reicht allerdings bereits ein Blick dorthin, wo der Islam herrscht. Der Islam ist keine normale Religion, sondern ein allumfassendes Gesellschaftskonzept, das sich nicht mit den Errungenschaften der europäischen Aufklärung vereinbaren lässt.

Was lehrt der Koran
von einer Kundin/einem Kunden am 09.10.2016

Hamed Abdel-Samad erklärt in diesem Buch die Hauptthemen des Koran und beleuchtet so zentrale aktuelle Streitfragen wie z. B. Frauenrechte, Homosexualität, Andersgläubige (Ungläubige) oder Jihad. Er erläutert, wie die Muslime selber diese Texte des Koran lesen, stellt die aber auch in den geschichtlichen Kontext und deutet sie an der... Hamed Abdel-Samad erklärt in diesem Buch die Hauptthemen des Koran und beleuchtet so zentrale aktuelle Streitfragen wie z. B. Frauenrechte, Homosexualität, Andersgläubige (Ungläubige) oder Jihad. Er erläutert, wie die Muslime selber diese Texte des Koran lesen, stellt die aber auch in den geschichtlichen Kontext und deutet sie an der damaligen Situation. Gerade das wird im Islam aber abgelehnt, da der Koran als von Gott geschrieben gilt. Abdel-Samad sieht in diesem Gültigkeitsanspruch die Entstehung des Islamismus, der zur Nachahmung verschiedener Greueltaten Mohameds verleitet. Dieses Buch ist natürlich sehr informativ für Leser, die den Islam verstehen möchten und eine Erläuterung suchen. Andererseits richtet sich dieses Buch besonders an Muslime, um einen Weg zu entwickeln, das Gewaltproblem zu überwinden. Eigentlich handelt es sich hier um ein harmloses Buch. Dass Abdel-Samad seine Lesungen jedoch mit kugelsicherer Weste und Polizeischutz durchführen muss, offenbart die Aggression, mit der die Unantastbarkeit des Islam verteidigt wird. Auch wenn man Abdel-Samads Meinung nicht immer teilt, sollte es in Europa doch eine Selbstverständlichkeit sein, heilige Bücher historisch zu erklären, ohne dafür getötet zu werden. Und würde dieses Buch von der Bibel handeln, gäbe es keinerlei Vorwürfe und Beschuldigungen. Warum auch. Dass Abdel-Samad überhaupt Probleme mit und innerhalb des Islam wahrnimmt, wird ihm jedoch auch in Europa verübelt und zeigt, dass auch wir anfällig sind für die Faszination, die vom autoritären Islam ausgeht.