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Was vom Tage übrig blieb

Roman

Stevens dient als Butler in Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Er stellt sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn. Auch die vorsichtigen Annäherungsversuche von Miss Kenton, der Haushälterin, weist er brüsk zurück. Viele Jahre lang lebt ergeben in seiner Welt, bis ihn eines Tages die Vergangenheit einholt. Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

Zum Literaturnobelpreis 2017 jetzt als bibliophlie Sonderausgabe.

Portrait
Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 14.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-42160-8
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,7/11,8/2,5 cm
Gewicht 237 g
Originaltitel The Remains of the Day
Übersetzer Hermann Stiehl
Verkaufsrang 20404
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein Butler, der nichts preisgeben will, erzählt.

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Die Upstairs/Downstairs-Lebenswelt der englischen Aristokratie fasziniert auch heute immer wieder. Lang bevor Julian Fellowes das mit "Gosford Park" und "Downton Abbey" auskostete, gab uns Kazuo Ishiguro "Was vom Tage übrig blieb". Im Wesentlichen besteht das Buch aus Rückblenden im Kopf des Butlers Stevens, während er auf dem Weg ist herauszufinden, ob die ehemalige Haushälterin Miss Kenton bereit ist, ins Haus zurückzukehren. Es ist faszinierend, wie gut das Buch funktioniert, obwohl es komplett aus Stevens' Perspektive erzählt wird, der ein frustrierender Erzähler ist. Seine Maxime ist, dass ein Butler als Mensch komplett hinter seiner Rolle zurücktreten müsse, und er bleibt auch dem Leser gegenüber dieser Rolle verhaftet. Das heißt, Stevens lässt uns Anteil haben an dem, was geschieht, seine zusätzlichen Bewertungen geben aber nur seine Meinungen zu Manieren wieder, keinerlei emotionale Offenbarungen. Ishiguro schafft es dennoch, den Leser hinter die Fassade blicken zu lassen, indem er gegen Stevens' Widerstand plastisch macht, was hinter seinem stoischen Äußeren brodelt. Man möchte ihn als Leser teilweise schütteln und schreien "sag was" - und sicherlich geht es Miss Kenton ähnlich. Trotz dieser frustrierenden Komponente ist "Was vom Tage übrig blieb" aber ein Buch, das durchaus auch in den Humortopf greift und genau in den Bereich fällt, was das Synonym für Belletristik ist: Schöne Literatur!

Sebastian Schuy, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Bedingungsloses Dienen, ohne Fragen zu stellen: Butler Stevens geht völlig in seiner Aufgabe auf und verliert dabei jedoch sich selbst. Sprachlich und inhaltlich ein Genuss!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
17
4
3
0
0

Was vom Tage übrig blieb
von einer Kundin/einem Kunden am 05.01.2020

Stevens ist Butler mit Leib und Seele und aus voller Überzeugung. Während er durch England fährt, um eine ehemalige Angestellte zur Rückkehr in die Dienste seines Herrn zu bewegen, sinnt er über sein Leben nach. Darüber, was einen großen Butler ausmacht und welche Rolle ein jeder von uns im Weltgeschehen spielt bzw. spielen soll... Stevens ist Butler mit Leib und Seele und aus voller Überzeugung. Während er durch England fährt, um eine ehemalige Angestellte zur Rückkehr in die Dienste seines Herrn zu bewegen, sinnt er über sein Leben nach. Darüber, was einen großen Butler ausmacht und welche Rolle ein jeder von uns im Weltgeschehen spielt bzw. spielen soll. Der Protagonist wird sehr überzeugend dargestellt. Er stellt dem Leser unterschwellig Fragen, die zwar von großer Bedeutung sind, jedoch immer dieselben bleiben. Das Ende des Buches war mir persönlich zu lang und gleichzeitig zu plötzlich.

Was vom Tage übrig blieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 27.09.2019

Dieser Roman gibt tiefe Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt eines britischen Butlers. Mr Stevens stellte sein ganzes Sein in den Dienst seines Herren, strebte stets nach Perfektion und Würde, über deren Definition ausgiebig reflektiert wurde. Teilweise verlor sich die Geschichte in ausgiebigen Schilderungen über "perfekte ... Dieser Roman gibt tiefe Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt eines britischen Butlers. Mr Stevens stellte sein ganzes Sein in den Dienst seines Herren, strebte stets nach Perfektion und Würde, über deren Definition ausgiebig reflektiert wurde. Teilweise verlor sich die Geschichte in ausgiebigen Schilderungen über "perfekte Butler" oder über politische Schachzüge. Allerdings gelang dem Autor durch seine sehr an die Hauptperson angepasste Schreibweise, eine plastische Darstellung des Butlerlebens.

von einer Kundin/einem Kunden aus Solingen am 03.03.2019
Bewertet: anderes Format

Eine wunderschöne Geschichte, welche es schafft Sozialkritik mit einer liebevollen Handlung zu verknüpfen. Klug und authentisch.