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Wenn Männer mir die Welt erklären

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Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Sie schreibt über die Kernfamilie als Institution genauso wie über Gewalt gegen Frauen, französische Sex-Skandale, Virginia Woolf oder postkoloniale Machtverhältnisse. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.

Portrait
Rebecca Solnit, Jahrgang 1961, ist eine der bedeutendsten Essayistinnen und Aktivistinnen der USA. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 09.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71439-1
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,7/11,9/1,7 cm
Gewicht 186 g
Originaltitel Men Explain Things to Me
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Übersetzer Kathrin Razum, Bettina Münch
Fotografen Ana Teresa Fernández
Verkaufsrang 14.550
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Interessant, fundiert und immer noch aktuell
von einer Kundin/einem Kunden aus Leverkusen am 20.07.2017

Solnit steigt mit dem ein, was der Titel verspricht: Situationen, in denen Männer als Welterklärer auftraten, obwohl sie selbst genug vom Thema wusste (oder er gar nicht mal so informiert war, wie er tat). Sowohl die Autorin als auch viele Frauen kennen solche Situationen, ohne gleich die gesamte Männerwelt... Solnit steigt mit dem ein, was der Titel verspricht: Situationen, in denen Männer als Welterklärer auftraten, obwohl sie selbst genug vom Thema wusste (oder er gar nicht mal so informiert war, wie er tat). Sowohl die Autorin als auch viele Frauen kennen solche Situationen, ohne gleich die gesamte Männerwelt zum Teufel zu jagen. Dementsprechend schreibt Solnit zunehmend differenzierter und im Mittelteil mit vielen Rückgriffen auf Virginia Woolf über dieses große, aktuelle und nicht ganz einfache Thema namens Kommunikation. Insofern bietet Solnits Essay auch einen guten Überblick über Woolfs Werk für diejenigen, die mit dem Thema Feminismus bzw. mit früheren Vordenkerinnen zum Thema Frauenrechte noch nicht so vertraut sind. Sehr zu empfehlen!

Toller Titel und viele gute Gedanken
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 10.01.2017

Obwohl das Buch nun schon etwas älter ist (habe die vorherige Auflage gelesen), ist es noch immer hoch aktuell (und wird es wohl leider noch lange bleiben), denn erst vor Kurzem wurde in den Medien berichtet, dass es in Schweden eine Hotline gibt, auf der man anrufen kann, wenn... Obwohl das Buch nun schon etwas älter ist (habe die vorherige Auflage gelesen), ist es noch immer hoch aktuell (und wird es wohl leider noch lange bleiben), denn erst vor Kurzem wurde in den Medien berichtet, dass es in Schweden eine Hotline gibt, auf der man anrufen kann, wenn Männer einem eben mal wieder die Welt erklären wollen. Und das gleichnamige Buch von der US-amerikanischen Schriftstellerin Rebecca Solnit deckt solche Fälle männlicher "Überlegenheit" auf. Es ist nach verschiedenen Kapiteln gegliedert, mit kurzen Essays und vielen - auch neuen - Aspekten des Feminismus. Manchmal empfand ich die Texte als zu männerfeindlich, denn zum Glück gibt es doch auch "andere" Männer als die beschriebenen, aber im Großen und Ganzen hat mir "Wenn Männer mir die Welt erklären" viele Denkanstöße gegeben!

Mein Eindruck
von Ghostreader am 17.10.2015
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Im Mittelpunkt dieses Essay steht die persönliche Auseinandersetzung der Autorin mit Ihrem Thema und wurde vom amerikanischen Text ins Deutsche übersetzt. Rebecca Solnit wurde in jungen Jahren immer wieder und auch gewaltsam zum Schweigen gebracht, aber sie hat als Erwachsene ihre Stimme gefunden und nimmt sich jetzt Denen... Im Mittelpunkt dieses Essay steht die persönliche Auseinandersetzung der Autorin mit Ihrem Thema und wurde vom amerikanischen Text ins Deutsche übersetzt. Rebecca Solnit wurde in jungen Jahren immer wieder und auch gewaltsam zum Schweigen gebracht, aber sie hat als Erwachsene ihre Stimme gefunden und nimmt sich jetzt Denen an, die keine Stimme haben. Rebecca Solnit hat also relativ große Freiheiten in der Gestaltung dieses Buches und es weißt 168 Seiten mit 7 Thematiken auf. Bereits 17 Bücher wurden von ihr verfasst und das Jetzige wurde mit Preisen ausgezeichnet. Kein anderer Text, den die Autorin je geschrieben hatte, hat solche Verbreitung gefunden. Es wurde mit diesem Essay der Nerv getroffen und es geht um das Muster, nach dem das Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft im Allgemeinen funktioniert. Junge Frauen dürfen also erfahren, dass sie nicht wegen ihrer eigenen heimlichen Schwächen kleingemacht werden, sondern dass es sich hier um den Geschlechterkampf handelt und wir alle, die Frauen sind, so etwas früher oder später erleben. Die Schieflage wird hier erklärt, wenn man sich mit etwas genau auskennt und der Erklärende eben nicht. Ich persönlich bin der Meinung, dass es doch mehr auf die amerikanische Bevölkerung zu trifft, obwohl ich auch ab und an auf solche arrogante Männer treffe. Ich zitiere jetzt eine solche Begebenheit, eine Äußerung des republikanischen Abgeordneten Todd Akin aus Missouri im Jahr 2012, aus diesem Buch: Er erklärte, vergewaltigte Frauen eine Abtreibung zu erlauben sei überflüssig, denn „wenn es sich wirklich um eine regelrechte Vergewaltigung handelt, dann weiß der weibliche Körper sich gegen die Folgen zur Wehr zu setzen“. Um diese oder ähnliche faktenfeindliche Äußerungen geht es querbeet in diesem Buch und es ist wohl verständlich das es Feminismus gibt und warum diese Männer beängstigend sind. Können Ihnen Männer die Welt erklären?