Himbeeren mit Sahne im Ritz

Erzählungen

Zelda Fitzgerald

(6)
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Beschreibung


Ein Sensationsfund nun in deutscher Erstübersetzung

Kaum jemand verkörpert den Zeitgeist der Roaring Twenties so wie Zelda Fitzgerald. Sie war der Prototyp des «Flappers»: frech, abenteuerlustig, extravagant. Das Lebensgefühl dieser Ära hat sie in bezaubernden Erzählungen eingefangen, die nun erstmals auf Deutsch zu entdecken sind.

Im Mittelpunkt stehen bei Zelda Fitzgerald stets Frauen: eigensinnige und eigenständige Heldinnen, sich auf einem Ozeandampfer ebenso zu Hause fühlen wie im Ritz oder auf den Champs-Élysées. Die nach der Theaterprobe lieber noch um die Häuser ziehen, als zu Mann und Kind zu eilen. Die es nach Hollywood schaffen und ihre Filmkarriere für die Liebe ihres Lebens wieder aufgeben. Oder die in einem Provinznest in den Südstaaten von der weiten Welt und ihrem großen Auftritt träumen.

Zelda Fitzgerald wirft uns mitten hinein in das glamouröse, schillernde, unstete Bühnenuniversum der Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen. Die Lichter des Broadway, Schrankkoffer voller Tüllkleider, Orchideen in onduliertem Haar: In opulenten Details erweckt sie das Jazz Age zum Leben. Ihre hinreißend sinnlichen, atmosphärisch dichten Erzählungen handeln von der hohen Kunst, sich selbst zu inszenieren – und von dem Preis, den man dafür zahlt.

"Man ist erstaunt über ein ganz eigenes grosses Talent dieser Autorin. ... Dank den besonderen Qualitäten ihrer Texte sollte sie wenigstens postum endlich Fuss fassen dürfen." Neue Zürcher Zeitung, Renate Wiggershaus

Zelda Sayre Fitzgerald (1900–1948) wurde in Montgomery, Alabama geboren und heiratete mit 19 Jahren F. Scott Fitzgerald. Ab 1922 veröffentlichte sie zahlreiche Zeitschriftenartikel, Erzählungen (meist unter Scotts Namen) und einen Roman, «Save Me the Waltz». Vor allem aber war sie eine Stilikone der 1920er-Jahre. Sie starb bei einem Brand in einer Nervenklinik..
Felicitas von Lovenberg, 1974 in Münster/Westfalen geboren, studierte Neuere Geschichte in Bristol und am St. Antony's College in Oxford und war von 1998 bis 2016 Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2003 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 26.09.2016
Verlag Manesse
Seitenzahl 224
Maße (L/B/H) 20,7/13,4/2,5 cm
Gewicht 349 g
Übersetzer Eva Bonne
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7175-2400-7

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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1
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1
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Habe mir bei weitem mehr versprochen
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberursel am 19.12.2019

Aus dem Klappentext: „Elf eigensinnige Frauen im Taumel der wilden 20er Jahre“. Zelda Fitzgerald, Ehefrau von F. Scott Fitzgerald, war wie ihr Mann schriftstellerisch aktiv und dieses Büchlein beinhaltet eine Zusammenstellung diverser Kurzgeschichten / Frauenportraits aus den „roaring twenties“, einer Zeit, die auch von der Au... Aus dem Klappentext: „Elf eigensinnige Frauen im Taumel der wilden 20er Jahre“. Zelda Fitzgerald, Ehefrau von F. Scott Fitzgerald, war wie ihr Mann schriftstellerisch aktiv und dieses Büchlein beinhaltet eine Zusammenstellung diverser Kurzgeschichten / Frauenportraits aus den „roaring twenties“, einer Zeit, die auch von der Autorin exzessiv gelebt wurde, und als dessen Stilikone sie galt. Jedes der 11 Kapitel widmet sich einer Protagonistin, und die Frauen kommen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen, es eint sie ihr Zeitalter. Die Welt am Sonntag sagt hierzu, es handelt sich um „stilistisch betörende Frauenportraits und Stimmungsbilder des Jazz Age, detailreich, voller Witz und Sinnlichkeit“. Scott F. Fitzgerald gehört zu einem meiner Lieblingsschriftsteller, und da ja immer der Vorwurf / Verdacht im Raum steht, er habe viele Werke seiner Frau Zelda als die seinigen ausgegeben und unter seinem Namen veröffentlicht, war ich positiv gespannt auf dieses Buch, ich hatte im Kopf die Prämisse, es kann nur gut werden. Und nein, ist es nicht. Ich habe jetzt die Hälfte der Kurzgeschichten gelesen, die restlichen werde ich nur noch überfliegen, ich bin enttäuscht. Der Stil ist völlig überdreht, überladen, teilweise detailliert bis zum geht-nicht-mehr, aber auch wenn die Umgebung so klar wie ein Drehbuch beschrieben wird, so nichtssagend bleiben doch die beschriebenen Frauen. Die Autorin wählt einen für mich skurrilen Stil, einerseits wird die Ich-Perspektive genutzt, aber nur, um Sätze wie „Ich erinnere mich, wie…“ / „als ich klein war, liebte ich….“ einfliessen zu lassen, und dann doch keinerlei persönlichen Bezug herzustellen, sprich, die Autorin selbst ist nie im Geschehen involviert. Wobei Geschehen zu viel gesagt ist, es handelt sich um ellenlange Beschreibungen von Klamotten, Parties, Reisen, Reichtum (oder eben nicht vorhandenem Reichtum), aber um null Beschreibung von Persönlichkeiten. Da könnte ich auch die „Gala“ aufschlagen und mir eine Bildbeschreibung ausdenken, dann bin ich der Dame auf dem Foto genauso nahe, wie ich es den Damen in Zeldas Kurzgeschichten nach dem Lesen derer bin. Schade eigentlich. Die Ladies sind für mich allesamt farblos, ich konnte zu keiner einen Bezug aufbauen. Oder doch, die allererste – die ist, sorry, strunzdumm. Sieht aber halbwegs nett aus. Nun denn. Wenn F. Scott Fitzgerald Zeldas Geschichten für sich selbst beansprucht hat, muss da definitiv noch ein Lektorat zwischengeschaltet gewesen sein, denn ich vermisse hier jegliche Tiefe, die in seinem Werk eben vorhanden ist. Zelda Fitzgerald litt zeitlebens an manischen Depressionen und verbrachte viel Zeit in psychatrischen Einrichtungen, und vielleicht steht der für mich überkandidelte Stil in direktem Zusammenhang mit ihrer psychischen Gesundheit, teilweise deutet sich in den einzelnen Portraits auch Trauer und Unverstandenheit an (das habe ich mal autobiographisch gedeutet), aber auch wenn ich das alles in Betracht ziehe: sorry, ich kann mit diesem Buch nicht viel anfangen.

Einblick in eine längst vergangene Ära
von Siderea am 07.12.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In diesem Kurzgeschichtenband gibt es elf Episoden, in denen verschiedenste Frauen im Mittelpunkt stehen. Mal ist es eine Revuetänzerin, mal eine Leinwandkönigin oder eine Ballerina, und trotz ihres unterschiedlichen Hintergrundes und Lebenslaufs sind es in der Regel typische "Flapper". Also Frauen, die sich nicht um überholte K... In diesem Kurzgeschichtenband gibt es elf Episoden, in denen verschiedenste Frauen im Mittelpunkt stehen. Mal ist es eine Revuetänzerin, mal eine Leinwandkönigin oder eine Ballerina, und trotz ihres unterschiedlichen Hintergrundes und Lebenslaufs sind es in der Regel typische "Flapper". Also Frauen, die sich nicht um überholte Konventionen scheren, die unabhängig und selbstbestimmt durchs Leben gehen, aber trotzdem auf der Suche nach der großen Liebe sind. Die 20er Jahre sind meine absolute Lieblingsdekade des 20. Jahrhunderts, denn sind wir mal ehrlich, die erste Hälfte war, von diesen zehn Jahren einmal abgesehen, keine Epoche in der man gerne gelebt hätte. Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Zweiter Weltkrieg - alles in allem eine traurige Bilanz für ein halbes Jahrhundert. Nur in den 20ern hatten die Menschen die Gelegenheit, das Leben in vollen Zügen zu genießen, und unter dem Eindruck des gerade beendeten Krieges haben sie das auch getan, wenn sie die Möglichkeit dazu hatten. Aus diesem Grund lese ich gerne Romane, die in dieser Zeit angesiedelt sind, aber in der Regel sind das dann natürlich historische Romane. In diesem Fall ist die Autorin aber Zelda Fitzgerald, die berüchtigte Ehefrau des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald, und die Ikone (heutzutage würde man wahrscheinlich sagen: das "It-Girl") ihrer Ära. Das macht diese Anthologie zu etwas besonderem, denn sie ist ein Zeitzeugnis, geschrieben von einer Schriftstellerin, an der sich eine ganze amerikanische Frauengeneration gemessen hat. Die Geschichten selbst sind sehr unterschiedlich, die Protagonistinnen kommen mal aus einfachsten Verhältnissen, mal sind sie reiche Erbinnen oder auch Ehefrauen. Aus heutiger Sicht wirkt das Lebensgefühl der 20er oft sehr oberflächlich und ichbezogen, denn es ging ja hauptsächlich darum, sich zu amüsieren und das Leben zu genießen, und sich selbst - vor allem als Frau - richtig in Szene zu setzen, um ein möglichst geheimnisvolles und anrüchiges Image zu kreieren. Zelda Fitzgerald lüftet den Schleier für den Leser und lässt ihn in diesen ganz und gar nicht oberflächlichen Geschichten hinter die perfekt inszenierten Fassaden blicken. Besonders gut hat mir ihr Stil gefallen, am Anfang ungewohnt, doch Geschichte für Geschichte vertrauter und ansprechender. Obwohl in Kurzgeschichten eigentlich wenig Platz dafür ist, werden Schauplätze und ihre Atmosphäre auf sehr besondere und plastische Art zum Leben erweckt. Manche Geschichten haben einen traurigen oder melancholischen Hintergrund ("Miss Ella" oder "Zwei Verrückte"), aber es gibt auch heitere, die mit feiner Ironie zeigen, dass Zelda Fitzgerald ihre Generation selbst nicht immer völlig ernst nahm ("Unsere Leinwandkönigin" oder "Ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen"). Dass in allen Geschichten ausschließlich die weibliche Sicht auf die Welt zum Tragen kommt, macht das Buch in meinen Augen außergewöhnlich, denn die meisten zeitgenössischen Werke wurden ja immer noch von Männern geschrieben. In Zelda Fitzgeralds Geschichten sind die männlichen Figuren bestenfalls Staffage, was bei einer Autorin, die bezüglich ihres Schaffens zeitlebens im Schatten ihres berühmten Ehemannes stand, nicht weiter verwundert. "Himbeeren mit Sahne im Ritz" ist ein literarisches Denkmal für die erste Generation von Frauen, die das althergebrachte Rollenbild in Frage stellten und bewiesen haben, dass Frauen nicht zwangsläufig ihre Erfüllung als Ehefrau und Mutter finden, sondern genauso wie die Männer nach den Sternen greifen dürfen.

Das bekannteste Flapper Girl packt endlich aus
von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 22.07.2017

Sie kann es auch. Es wird schon lange darüber diskutiert, inwieweit Zelda Anteil an dem Erfolg ihres Mannes F. Scott Fitzgerald hat, ob sie vielleicht sogar die Anregungen für seine bekanntesten Bücher lieferte. Wird sich diese Frage wohl nie eindeutig beantworten lassen, kann eines dennoch festgehalten werden. Zelda Fitzgerald ... Sie kann es auch. Es wird schon lange darüber diskutiert, inwieweit Zelda Anteil an dem Erfolg ihres Mannes F. Scott Fitzgerald hat, ob sie vielleicht sogar die Anregungen für seine bekanntesten Bücher lieferte. Wird sich diese Frage wohl nie eindeutig beantworten lassen, kann eines dennoch festgehalten werden. Zelda Fitzgerald steht ihrem Mann literarisch in Nichts nach. Ihr Erzählstil ist leichtfüßig, ihre Heldinnen sind markant, unabhängig und gerissen. Sie streben alle nach dem ganz großen Gewinn, nach einem Leben in Selbstbestimmtheit und scheitern dabei oftmals kläglich. Und doch tun sie dies auf eine quirlige, liebenswerte und eloquente Art, so dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, als einzutauchen in das schräge Leben der "Roaring Twenties". Zelda Fitzgeralds Schreibstil, ihre Art Geschichten zu erzählen, ist ein literarischer Genuss und spielt in der absoluten Oberklasse. Ein großartiges Buch, von einer großartigen Frau, die viel zu wenig Anerkennung bekommt und nicht hoch genung gelobt werden kann. Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.


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