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Die Glücklichen

Roman

Kristine Bilkau

(26)
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Beschreibung


Ein großes Generationsporträt unserer Zeit

Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie oft in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Bei abendlichen Spaziergängen werden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.

Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch der Druck und die Verunsicherung. Für Isabell erweist sich die Rückkehr in ihren Beruf als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Gleichzeitig verdichten sich in Georgs Redaktion die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt damit ein leiser sozialer Abstieg. Isabell und Georg beginnen mit einem Mal zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Je schwieriger ihr Alltag wird, desto mehr verunsichert sie, was sie sehen. Die gesicherten Existenzen mit ihren geschmackvollen Wandfarben sagen jetzt: Wir können, ihr nicht. Was vertraut und selbstverständlich schien – die Cafés, Läden, der Park, die Spielplätze mit jungen Eltern –, wirkt auf einmal unzugänglich. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.

Kristine Bilkau zeichnet in ihrem Debütroman »Die Glücklichen« das präzise Bild einer nervösen Generation, überreizt von dem Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die sich davor fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden.

Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik in Hamburg und New Orleans. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 09.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71458-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,9/2,5 cm
Gewicht 281 g
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 100253

Buchhändler-Empfehlungen

Eindrücklicher Roman über die leise Zerbrechlichkeit des Glücks

Almuth Brenner, Thalia-Buchhandlung Berlin East Side Mall

Ein junges Paar mit kleinem Kind, glücklich im Leben stehend. Als sie, die Orchester-Cellistin, in den Beruf zurückkehrt, zittern beim Spiel die Hände. Zeitgleich wird er seine Anstellung als Journalist los. Beide versuchen für sich mit der Situation klarzukommen und verlieren sich - beinahe! Bilkau schreibt wunderschön und lässt ihre Figuren zwar leiden aber niemals im Stich. Ein sehr bewegendes Buch!

Ahnt man am Titel schon, wieviel Mühe das macht? Glücklich sein. Die Glücklichen.

Dorothea Rose, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Die Generation zwischen 30 und 40 Jahren wird fast erschreckend wiedererkennbar geschildert. Ursprünglich oft in Watte gepackt,geht es im Ernst der kleinen jungen Familie schnell an die Nerven. Der Roman hat Zug und auch ich, aus der älteren Generation darüber, bin bewegt und erschreckt,was das Leben mit dem Paar durch Unsicherheiten und gesundheitliche Kleinigkeiten macht. Mit Erkenntniswert zu lesen. Ich kann es empfehlen ( frei nach Fuchsberger: aber nicht für Feiglinge).

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
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Wie geht es Euch ... wirklich?
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleve am 05.05.2017

Isabell hat als Cellistin eigentlich ein sicheres Engagement, und Georg ist Journalist bei einer renommierten Zeitung, aber in unserer schnelllebigen Zeit sind die jungen Eltern plötzlich auf der sozialen Abstiegsleiter. Kristine Bilkau schafft durch ihre klare, präzise beschreibende Sprache eine sehr greifbare Atmosphäre und e... Isabell hat als Cellistin eigentlich ein sicheres Engagement, und Georg ist Journalist bei einer renommierten Zeitung, aber in unserer schnelllebigen Zeit sind die jungen Eltern plötzlich auf der sozialen Abstiegsleiter. Kristine Bilkau schafft durch ihre klare, präzise beschreibende Sprache eine sehr greifbare Atmosphäre und einen realistischen Einblick in das Leben dieser Familie; so könnte es sich anfühlen, wenn man nicht mehr mithalten kann und umdenken muss. Ein feinsinnig beobachtetes Bild unserer Gesellschaft, deren Ansprüche immer größer werden. Ehrlich, nachhaltig und sehr lesenswert, nicht nur für die Generation 30+ ...

Ehrlich und realitätsnah
von einer Kundin/einem Kunden aus Bayreuth am 26.03.2017

Ein einfühlsames und gelungenes Werk über ein junges Paar mit Kind, das sich mit drohender Arbeitslosigkeit, unterschiedlichen Lebensträumen und Ansichten sowie dem Dahinscheiden eines Elternteiles auseinandersetzen muss. eine wundervolle Lektüre, die auch zum Nachdenken anregt.

Wenn das Leben plötzlich unsicher wird
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 19.03.2017

Soeben habe ich diesen Roman von Kristine Bilkau gelesen und bin absolut begeistert von diesem sehr gelungenen Debüt. Es geht um ein junges Paar aus Hamburg. Beide haben gute Jobs und einen zweijährigen Sohn. Das Glück scheint perfekt doch dann wird die Zeitung, bei der Georg arbeitet verkauft und Isabella kann aufgrund Auftritt... Soeben habe ich diesen Roman von Kristine Bilkau gelesen und bin absolut begeistert von diesem sehr gelungenen Debüt. Es geht um ein junges Paar aus Hamburg. Beide haben gute Jobs und einen zweijährigen Sohn. Das Glück scheint perfekt doch dann wird die Zeitung, bei der Georg arbeitet verkauft und Isabella kann aufgrund Auftrittsangst nicht mehr als Cellistin arbeiten. Nun stehen beide ohne Job da und alles bisher gewohnte gerät aus dem Takt. Wie die beiden erst versuchen, sich die Situation schönzureden aber zunehmend die Verzweiflung über den langsamen sozialen Abstieg Oberhand gewinnt und die Beziehung der beiden zu zerstören droht, das schreibt die Autorin mit viel Wärme und großer sprachlicher Eleganz. Ein starker Text der dem Leser zeigt, wie sehr die unsichere Lebenssituation in den Zeiten von prekären Arbeitsverhältnissen den Menschen zusetzen kann. Die gut gemeinten Ratschläge von gut verdienenden Leuten in Bezug auf den Umgang mit wenig Geld empfinden Georg und Isabell als Hohn. Es ist eben verletzend, wenn selbst der spontane Kaffee im Bistro zum Luxus wird. Aber der Schluss ist doch sehr positiv. Es gibt keine beruhigende Lösung mit tollen neuen Jobs sondern pragmatische Lösungsansätze die der jungen Familie eine Chance gibt.


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