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Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

Roman


In einem Wohnheim für behinderte Menschen wird die junge Natalie Reinegger Bezugsbetreuerin von Alexander Dorm. Der Mann sitzt im Rollstuhl, ist von unberechenbarem Temperament und gilt als »schwierig«. Dennoch erhält er jede Woche Besuch – ausgerechnet von Christopher Hollberg, jenem Mann, dessen Leben er vor Jahren zerstört haben soll, als er ihn als Stalker verfolgte und damit Hollbergs Frau in den Selbstmord trieb. Das Arrangement funktioniere zu beiderseitigem Vorteil, versichert man Natalie, die beiden seien einander sehr zugetan. Aber bald verstört die junge Frau die unverhohlene Abneigung, mit der Hollberg seinem vermeintlichen Freund begegnet. Sie versucht, hinter das Geheimnis des undurchschaubaren Besuchers zu kommen und die Motive seines Handelns zu verstehen.

Dieser Roman ist eine Bergwerksfahrt in die Welt des Clemens J. Setz. Sie fördert ihre innere Ordnung zutage, ihre Geheimnisse und Prinzipien: Macht und Ohnmacht, Sinnsuche und Orientierungsverlust, Unterwerfung und Liebe in allen Spielarten – fürsorglich, respektvoll, besessen, Liebe als Wahn und als Manipulation. Und Rache. So subtil und schmerzhaft, dass die Frage nach Täter und Opfer in namenloses Gelände führt.

Rezension
"Dieser geniale Roman ... hat das Zeug dazu, zu einem Kultroman zu werden."
Ijoma Mangold, DIE ZEIT 27.08.2015
Portrait
Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren, wo er Mathematik sowie Germanistik studierte und heute als Übersetzer und freier Schriftsteller lebt. 2011 wurde er für seinen Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sein Roman Indigo stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 und wurde mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2013 ausgezeichnet. 2014 erschien sein erster Gedichtband Die Vogelstraußtrompete. Für seinen Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre erhielt Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 1021
Erscheinungsdatum 15.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46753-4
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21,3/12,6/5 cm
Gewicht 942 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Normal ist hier gar nichts

Ines Böcker, Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

Natalie tritt eine neue Stelle in einem Behindertenwohnheim an, schon bald wird sie für einen Patienten zur sogenannten Bezugsbetreuerin. Natalie ist eine etwas seltsame junge Frau mit Interessen, Ideen und einer Lebensphilosophie, die man als nicht alltäglich, vielleicht sogar als nicht ganz normal beschreiben kann. Was immer normal bedeuten mag, denn normal ist an diesem Buch gar nichts. Vor allem nicht die Beziehung, um die sich die Geschichte hauptsächlich dreht. Bei Natalies Schutzbefohlenem Alexander Dorm handelt es sich nämlich um einen Stalker, der nur von einem einzigen Menschen besucht wird, nämlich von seinem Opfer Christopher Hollberg, dessen Frau er in den Tod trieb. Beide scheinen sehr aneinander zu hängen, doch es liegt etwas Beunruhigendes in dieser Beziehung, etwas anfangs kaum fühlbares, doch schon bald öffnet sich ein bodenloser Abgrund... Dieses Buch ist eine Herausforderung, es ist intelligent und abgründig, absurd und manchmal eklig, aber jederzeit fesselnd. Etwas ganz Besonderes eben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Gut, aber etwas lang
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 15.11.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist wirklich ein aussergewöhnlicher Roman. Gelegentliche fast Wiederholungen im Alltagsleben der Protagonisten führen aber zu gewissen Längen. Dennoch sprudelt es vor Ideen. Den Sprachgebrauch find ich jedoch nicht so vielfältig, wie einige Fans es feiern. Betrachtet man das Buch quasi als entfernten Verwandten von Foster-Wal... Es ist wirklich ein aussergewöhnlicher Roman. Gelegentliche fast Wiederholungen im Alltagsleben der Protagonisten führen aber zu gewissen Längen. Dennoch sprudelt es vor Ideen. Den Sprachgebrauch find ich jedoch nicht so vielfältig, wie einige Fans es feiern. Betrachtet man das Buch quasi als entfernten Verwandten von Foster-Wallaces "Unendlicher Spass", so fällt dieser Umstand besonders auf, wobei Andere umgekehrt anführen könnten, Foster-Wallace schreibe (schrieb) etwas zu gewunden oder aufgesetzt. Jedem Leser das Seine, allen kann mans ja nie recht machen. So gebe ich diesem eigenwilligen Werk gute 4 Sterne, gleich viele wie dem unendlichen Spass oder auch Tom Wolfes "Back to Blood". Auf jeden Fall lesenswert.