Geistersee

Bodensee Krimi

(2)
Der renommierte Archäologe Alexander Stetten wird bedroht. Er erhält ein Paket mit verstörendem Inhalt, die Absenderin ist seine längst verstorbene Mutter. Nachts lockt ihn eine geisterhafte Erscheinung auf den nebligen Bodensee, er überlebt nur knapp. Als ein grausam zugerichteter toter Schwan in seinem Garten liegt, engagiert er Privatdetektiv Martin Schwarz. Der stößt auf Ungereimtheiten – auch im Leben seines Auftraggebers. Was geschah wirklich mit Stettens Jugendliebe, die angeblich vor vielen Jahren Selbstmord beging, und wo ist Stettens Lebensgefährtin, die sich vor einigen Monaten von ihm trennte?
Portrait
Matthias Moor, Jahrgang 1969, lebt seit über zwanzig Jahren am Bodensee. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Gymnasiallehrer, Autor wie auch als freier Journalist in Konstanz. Er liebt den See mit seinen vielgestaltigen Landschaften. www.matthias-moor.de
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 18.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95451-979-8
Reihe Bodensee Krimi
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 20,3/13,6/3,2 cm
Gewicht 311 g
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Spannend bis gruselig
von Leserella am 31.03.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Humor sucht man hier vergebens, aber der Bodensee-Krimi ist sehr spannend verfasst. Der Fall wirkt bereits zu Anfang gruselig (vor allem durch den Inhalt der Postsendung), und die Reaktion des Empfängers zeigt, dass es sich hierbei um eine komplexe Geschichte handelt, die mit Geschehnissen aus seiner Vergangenheit zusammenhängt. Es... Humor sucht man hier vergebens, aber der Bodensee-Krimi ist sehr spannend verfasst. Der Fall wirkt bereits zu Anfang gruselig (vor allem durch den Inhalt der Postsendung), und die Reaktion des Empfängers zeigt, dass es sich hierbei um eine komplexe Geschichte handelt, die mit Geschehnissen aus seiner Vergangenheit zusammenhängt. Es werden einige Fährten gelegt, auf Grund der seltsamen und vor allem wechselnden Verhaltensweisen der Beteiligten fragt man sich immer wieder, wer jetzt zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Es wird aus den Perspektiven unterschiedlicher Beteiligter erzählt, und jeder für sich wirkt authentisch und glaubwürdig, jedoch muss einer von ihnen ein Mörder sein. Fast alle Beteiligten sind psychisch angeschlagen, handeln unberechenbar und sind Extremsituationen ausgesetzt. Auch der Privatdetektiv Martin Schwarz, der mit seinem aktuellen Job und seiner neuen Familie wieder in ein normales Leben starten möchte, hat eine grausige Vergangenheit, die im Laufe der Geschichte erklärt wird. Man wünscht ihm, dass er es schafft. Die Zusammenhänge des Mordfalls klären sich erst am Ende in einem nächtlichen Showdown, der mich ein wenig an amerikanische Gruselschocker erinnert. Nicht alle Erläuterungen zu den Hintergründen waren für mich schlüssig, was auf die psychischen Erkrangungen einiger Beteiligten zurückzuführen sein mag. Was am Ende mit dem Haupthandlungsort (dem Schloss) passiert, scheint mir übertrieben. Man hätte die Aufklärung zurückhaltender gestalten können, aber das ist Geschmackssache. Insgesamt ein spannender Krimi, der in Richtung Psycho-Thriller geht.

Ermittlungen am Bodensee
von NiWa aus Euratsfeld am 29.11.2016

Alexander Stetten - in Fachkreisen als führender Archäologe bekannt - erhält ein Paket mit grausigem Inhalt von seiner längst verstorbenen Mutter zugesandt. Außerdem wird er nachts von nebulösen Erscheinungen gequält, die tote Schwäne in seinem Garten hinterlassen. Wer oder was hat es auf den Schlossherrn am Bodensee abgesehen? Alexander... Alexander Stetten - in Fachkreisen als führender Archäologe bekannt - erhält ein Paket mit grausigem Inhalt von seiner längst verstorbenen Mutter zugesandt. Außerdem wird er nachts von nebulösen Erscheinungen gequält, die tote Schwäne in seinem Garten hinterlassen. Wer oder was hat es auf den Schlossherrn am Bodensee abgesehen? Alexander Stetten fackelt nicht lange und zieht Privatermittler Martin Schwarz hinzu. Schwarz soll Licht ins Dunkel bringen und außerdem ist er ebenfalls am Bodensee daheim, wodurch er die Gegend kennt. Anfangs war mir nicht bewusst, dass es sich bei „Geistersee“ um den dritten Teil der Krimireihe um den Privatermittler Martin Schwarz handelt. Allerdings wurde ich sehr positiv überrascht, weil es nicht notwendig ist, andere Bände der Reihe zu kennen, sondern man sofort ins kriminalistische Lesevergnügen einsteigen kann. „Geistersee“ ist ein typischer Krimi, der meiner Meinung nach durch zwei Besonderheiten besticht. Erstens ist es die Umgebung des Bodensees, der die Nachbarländer Deutschland, Österreich und Schweiz mit seinen Gewässern eint, und zweitens, zeichnet sich die Handlung durch die vielschichtige Erzählweise aus. Der Bodensee an und für sich ist schon ein interessantes Gebiet. Schon allein dadurch ist es spannend, einen Kriminalfall an dessen Ufern zu verfolgen. Martin Schwarz nimmt die Ermittlungen direkt im Schloss des bekannten Archäologen auf und tuckert dazu mit seinem Boot über den See, wobei er von dicken Fischen an seiner Angelrute träumt. Die Erzählweise hat von der ersten Seite an mein Interesse geweckt. Dem Leser werden verschiedene Zeitstränge präsentiert, die jeder für sich, spannend zu lesen sind. Manches spielt in den 1960er-Jahren, ein weiterer Erzählstrang in der näheren Vergangenheit, und natürlich sind die Ermittlungen in der Gegenwart anberaumt. Durch diesen Wechsel wird deutlich Spannung erzeugt und das Interesse geweckt, weil man sich lange nicht erklären kann, wie alles zusammenhängt. Sehr schön fand ich eingearbeitete Zeitungsartikel, die meiner Meinung nach immer einen Schliff Authentizität verleihen und dadurch noch neugieriger machen. Einzig unangenehm waren mir die vielen Personen, die an der Ermittlung beteiligt sind. Martin Schwarz schart ein kleines Team um sich, die teilweise nur eine Randnotiz sind und trotzdem das Geschehen vorantreiben. Hier fiel es mir manchmal schwer den Überblick zu behalten, und ich denke, dass weniger Personen für die Handlung ausreichend gewesen wären. Die Handlung bzw. der Fall an sich war etwas speziell und hat mir sehr gut gefallen. Die Verwicklungen und Verstrickungen waren für mich nicht vorhersehbar und am Ende wurde ich mit der Auflösung überrascht, weil der Autor ein gelungenes Verwirrspiel geliefert hat. Die Ermittlungen am Bodensee punkten bei mir durch Lokalkolorit, interessantes Hintergrundwissen und dem einnehmenden Handlungsaufbau, der durch seine Dynamik einen besonderen Krimi schafft. Insgesamt hat mir „Geistersee“ daher gut gefallen und ich war sehr gern mit Martin Schwarz am Bodensee unterwegs. Wer sich auf den Reiz dieser besonderen Umgebung einlassen und einen soliden Krimi lesen will, dem kann mit bestem Gewissen dieses Buch empfehlen. Bisher erschienen: 1) Flammensee 2) Finstersee 3) Geistersee