Jenseits der blauen Grenze

Dorit Linke

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Beschreibung

Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes Seil, das ihre Handgelenke verbindet, rettet sie vor der absoluten Einsamkeit …

Dorit Linke, geboren 1971 in Rostock, wuchs in der DDR auf. Sie machte Abitur, war Leistungssportlerin und Rettungsschwimmerin. Den politischen Wandel Ende der Achtziger erlebte sie bewusst mit, nahm an den Montagsdemonstrationen teil und war achtzehn Jahre alt, als die Mauer fiel. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 25.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7348-8201-2
Verlag Magellan
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,2 cm
Gewicht 302 g
Auflage 3. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Die Flucht zehrt an ihren Kräften und Hanna fragt sich, ob ihr Wunsch nach Freiheit sie das Leben kostet wird?! Sie blickt auf ihre Kindheit und Jugend in der DDR zurück. Bewegend!

Kundenbewertungen

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DDR Geschichte
von Nicole aus Nürnberg am 15.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Meinung zum Jugendbuch: Jenseits der blauen Grenze Inhalt in meinen Worten: Eine Flucht, ein Meer, ein Leben. Das findet ihr in dieser Geschichte. Es geht um das Thema Flucht aus einem Land, das eine Mauer trennt um in das gleiche Land zu kommen, doch ohne diese einengende Mauer. Ein Debüt das nicht aus einer ... Meine Meinung zum Jugendbuch: Jenseits der blauen Grenze Inhalt in meinen Worten: Eine Flucht, ein Meer, ein Leben. Das findet ihr in dieser Geschichte. Es geht um das Thema Flucht aus einem Land, das eine Mauer trennt um in das gleiche Land zu kommen, doch ohne diese einengende Mauer. Ein Debüt das nicht aus einer Erfindung diverser Dinge stammt, sondern tatsächlich mit realistischen erschreckenden Botschaften vermittelt wie es vor 30 Jahren abgelaufen ist. Wer nicht in in einer Spur läuft, dem bleibt die Flucht oder der Tod, wer jedoch auch das nicht schafft, muss in diverse Erziehungsmaßnahmen, die doch mit anderen Namen zum Teil betitelt werden. Eine erschreckende, bewegende und auch spannende Geschichte von zwei Jugendlichen die den Weg gehen, den nur wenige gehen können und wollen. Wie ich das Gelesene empfinde: Mich bewegte diese Geschichte, sie hat mich berührt, mir vor Augen aufgemalt, wie geschützt ich aufwachsen durfte und was es bedeutet Hoffnung im Herzen zu tragen obwohl es eigentlich keine Hoffnung gibt. Geschichte: Es geht um zwei Jugendliche die zusammen den Sprung in die Ostsee wagen um zu fliehen, doch werden sie es schaffen? Immer wieder gibt es Rückblenden die die Geschichte die davor abgelaufen ist darstellen und aufzeigt wie aus Aufstand und sei er noch so klein und verborgen hat seine Spuren hinterlassen und Menschen klein halten, die doch nur eines wollten frei sein. Diese Geschichte kann es so in vielen Facetten gegeben habe und zeigt dieses Buch auch sehr deutlich auf, gerade das Leben in der damaligen DDR wird auf ganz besondere Weise aufgezeichnet, dargestellt. Schreibstil: Diese Geschichte wird aus Rückblenden und aktuellen Momenten der Protagonisten aufgezeichnet. Sie werden so bunt und drastisch geschildert, das ich mitten drin bin, und nicht nur nebenbei die Geschichte lesen darf. Sie bewegt gerade durch die vielen Facetten die sich in dieser Geschichte verbergen. Durchdrungen von vielen Fachwörtern und Dingen wie Süßigkeiten, die man außerhalb der DDR wohl nicht wirklich so gut kennen lernen konnte, es zeigt aber auch die Vorurteile die man der BRD entgegen brachte. Spannung: Dieses Buch ist von den ersten Sätzen an ziemlich spannend die immer wieder extrem hochgeschaltet wird, durch die Rückblenden. Sei es welche besondere Reise die Jugendliche antraten, hier meine ich jedoch nicht die Flucht durch das Schwimmen sondern eine Reise nach Berlin, das in sich ja geteilt war und wie reich dort das Berlin in der DDR zum Beispiel war. Es zeigt eine Welt auf, die man so gar nicht mehr kennt und kennen möchte, und genau das macht das Buch so spannend und intensiv, weswegen ich es auch kaum auf die Seite legen wollte und konnte, als ich es anfing zu lesen. Charaktere: Es gibt zwei Charaktere durch die ich diese Geschichte intensiv wahr nehme, wobei das Mädchen diejenige ist, die das alles ernsthaft und realistisch darstellt, was so alles geschah in der Zeit wo sie noch Schüler waren, wie es mit den Familien war, wie es war als Andreas plötzlich aus der Schule geholt wurde um in eine "Erziehungslager" zu kommen und vieles andere. Die Charaktere sind bunt durchmischt im Buch und leider komm ich am Ende nur noch mit einer Protagonisten an das Ende. Empfehlung: Gerade für Jugendliche die von der DDR noch nicht wirklich wahr nahmen werden hier recht schnell erfahren was es damals hieß das Deutschland in zwei Länder geteilt war, und was das wirklich bedeutete. Gut finde ich aber auch die Geschichte von den zwei Hauptprotagonisten, und eigentlich ist hier nur das Mädchen die tragende Rolle, denn dank ihr kommen die Rückblenden zustande. Das Buch endet übrigens so, das ich richtig in das Eiskalte Wasser geworfen wurde wie am Anfang und das Ende offen bleibt, was ich sehr interessant finde, denn dadurch spuckt die Geschichte noch weiter im Kopf herum. Bewertung: Nachdem mir diese Geschichte wirklich gut gefallen hat, die Spannung enorm hoch war und es für ein Debüt grandios war - und selten gefallen mir Debüts auf Anhieb - gibt es fünf Sterne und ich finde, jeder sollte sich mit der Zeit die damals war beschäftigen sei es durch Bücher oder durch Filme. Nur wer sich mit der Vergangenheit auseinander setzt, kann die Zukunft gestalten.

Eine Flucht aus der DDR über die Ostsee, mit viel Spannung erzählt
von Daggy am 06.08.2019

"Ich kann nicht Biologie studieren. Mein Vater hat einen Dachschaden, meine Mutter ist nie da, mein Opa ist irre, der alte Knacker ... will mir an die Wäsche." Das ist die Situation der siebzehnjährigen Hanna. Ihrem Freund Andreas geht es nicht besser. Auch er darf nicht in der IT-Branche arbeiten, sein Vater schlägt ihn, deshal... "Ich kann nicht Biologie studieren. Mein Vater hat einen Dachschaden, meine Mutter ist nie da, mein Opa ist irre, der alte Knacker ... will mir an die Wäsche." Das ist die Situation der siebzehnjährigen Hanna. Ihrem Freund Andreas geht es nicht besser. Auch er darf nicht in der IT-Branche arbeiten, sein Vater schlägt ihn, deshalb wohnt er inzwischen in einem Abrisshaus. Ihr gemeinsamer Freund Sachsen-Jensi durfte mit seinen Eltern aus der DDR ausreisen. Hanna und Andreas überlegen deshalb 50 km über die Ostsee zu schwimmen. Das Buch beginnt mit dem Start dieser Flucht. Die beiden haben die Gegend um Warnemünde erkundet und sie wissen, wann man los kann, ohne gesehen zu werden. Hanna trainiert hart für dieses Unternehmen, beide haben einen Neoprenanzug, ohne den das Wasser viel zu kalt wäre. Durch ein dünnes Seil sind die beiden miteinander verbunden. Unterbrochen wird die Geschichte ihrer Flucht durch Rückblicke. Da geht es um die Versorgungslage, um ein Stasihaus, häusliche Gewalt, Depression, einen sozialistisch geprägten Schulalltag, mit all seinen Intrigen und Verleumdungen. Eine Welt, die den jungen Leser*innen und uns Westlern nicht bekannt ist. Manchmal möchte man da beim Lesen rufen "Seid ihr denn noch gescheit?" Dazwischen schwimmen die beiden immer weiter in die Ostsee Richtung Norden. Beinahe erwischt sie eine Streife mit ihren Scheinwerfern, dann kommen sogar Boote, die nach ihnen suchen, später ist ein Hubschrauber über ihnen. Für einige Zeit können sie sich auf einer Boje ausruhen, doch das Weiterschwimmen fällt danach um so schwerer. Die Sprache ist vom DDR-Terminus geprägt, es gibt hinten auch ein kleines Glossar. Zu Ende des Buches werden die Sätze immer kürzer, bestehen nur noch aus "Ein. Aus. Bin bald da. Aus. Wie lange. Ein. Noch." Beim Lesen wurde ich ganz kurzatmig und fühlte die Schwere der Glieder und die Nässe. Was das Buch noch einmal dramatischer macht, ist der Zeitpunkt der Handlung. Es ist August 1989 und die beiden hätten nur noch bis zum 9.11.1989 durchhalten müssen. Aber das wusste ja damals keiner. Gerade jetzt nachdem sich die Wiedervereinigung zum 30 Mal jährt, finde ich das Buch besonders wichtig. Gerade aus Schullektüre macht es Sinn. Es ist spannend zu lesen und man erfährt viel aus dieser Zeit der Wende aus erster Hand von einer Autorin, die damals so alt war wie Hanna.

von einer Kundin/einem Kunden aus Weimar am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Geschichte die jedem ans Herz geht. Begebt euch zusammen mit Hanna und Andreas auf die Flucht in die Freiheit.


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