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Die Sache mit dem Dezember

(10)

Der seltsame und stille Johnsey Cunliffe, der kaum je ein Wort sagt, erbt die Farm seiner kürzlich verstorbenen Eltern. Das Land soll das Kernstück eines millionenschweren Bauprojektes sein. Gerade als sich Johnsey das Glück zuwendet, wird er von allen Seiten unter Druck gesetzt. Er soll verkaufen. Doch genau das will er nicht.

Portrait

Donal Ryan, geboren 1976 in Nenagh, im Süden Irlands, studierte Bauingenieurwesen und Jura in Limerick, wo er bei der Staatlichen Behörde für Arbeitnehmerrechte beschäftigt ist. Für seinen zweiten Roman >The Spinning Heart< (2012) wurde Ryan mit dem Irish Book Award und dem Guardian First Book Award ausgezeichnet. Der Roman stand außerdem auf der Longlist des Man Booker Prize 2013. Donal Ryan lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Castletroy, Limerick.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 23.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24378-9
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,5/2 cm
Gewicht 223 g
Originaltitel The Thing about December
Auflage 1
Übersetzer Anna-Nina Kroll
Verkaufsrang 105.037
Buch (Taschenbuch)
12,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Nach dem Tod seiner Eltern verbleibt Johnsey Cunliffe alleine auf dem Hof der Familie. Ein geplantes Bauprojekt stellt sein bisher ruhiges Leben komplett auf den Kopf. Nach dem Tod seiner Eltern verbleibt Johnsey Cunliffe alleine auf dem Hof der Familie. Ein geplantes Bauprojekt stellt sein bisher ruhiges Leben komplett auf den Kopf.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
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Johnsey
von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Schicksal des geistig zurückgebliebenen Johnsey berührt nachhaltig. Ein starktes Buch, deprimierend und auf gar keinen Fall eine leichte Lekture, aber genau aus diesem Grund, fand ich dieses Buch so gut.

mit dem Dezember endet das Jahr
von einer Kundin/einem Kunden am 15.06.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Die Sache mit dem Dezember“ kommt ganz zum Schluss, zunächst begleiten wir Johnsey durchs Jahr. Jeder Monat ist ein Kapitel und beginnt mit einer Aussage, wodurch dieser Monat bislang geprägt war – ein sehr schöner Ansatz. „Bislang“ ist hier allerdings ein Schlüsselwort, denn nun ist alles anders. Johnsey, ein... „Die Sache mit dem Dezember“ kommt ganz zum Schluss, zunächst begleiten wir Johnsey durchs Jahr. Jeder Monat ist ein Kapitel und beginnt mit einer Aussage, wodurch dieser Monat bislang geprägt war – ein sehr schöner Ansatz. „Bislang“ ist hier allerdings ein Schlüsselwort, denn nun ist alles anders. Johnsey, ein junger Mann von eher schlichtem Gemüt, lebt nach dem Tod seiner Eltern alleine auf dem Hof, von Freunden seiner Eltern ein wenig betüttelt, aber eigentlich ziemlich einsam. Die Gleichaltrigen im Dorf sind schon lange weggezogen oder hängen arbeitslos auf dem Dorfplatz herum und schikanieren ihn, wann immer sie ihn sehen. Als sie es zu weit treiben, landet Johnsey im Krankenhaus und trifft dort zum ersten Mal Freunde. Und plötzlich wird er auch vom Rest des Dorfes nicht mehr ignoriert, doch das liegt wohl eher daran, dass sein Land im neuen Bebauungsplan eine wichtige Rolle spielt… Gerade am Anfang musste ich das Buch nach ein paar Seiten immer mal wieder zur Seite legen und durchatmen. Der Stil, das Tempo mit dem Johnseys Gedanken auf den Leser abgefeuert werden, machte mich regelrecht atemlos. Dabei versuchte ich zu ergründen, wie 'blöd' Johnsey eigentlich ist: Er selbst hält sich für einen ziemlichen Idioten und manche Äußerungen von ihm bzw. sein Nicht-Verstehen bestimmter Begriffe passen einem eher unterdurchschnittlichen IQ, andererseits blitzt immer wieder Wissen auf, was deutlich darüber hinausgeht. Johnsey fehlt zumindest die "Bauernschläue", mit der man sich seinen Vorteil sichert, aber moralisch steht er auf sehr sicheren Füßen und lässt sich nicht von der Fassade der anderen Menschen blenden, sondern durchschaut sie. Seine Einsichten werden mit schönen sprachlichen Bildern beschrieben. Ist sein größtes Problem nur seine Unsicherheit, dass er lieber schweigt als etwas Falsches zu sagen und im Großen und Ganzen "zu gut für diese Welt" ist? Andererseits zeigt gerade das Ende ein absolutes Unverständnis der realen Welt… Ryans zweites Buch „The Spinning Heart" beschäftigt sich ebenfalls mit Iren im Angesicht des (dann schon gescheiterten) Finanzbooms und so denke ich, dass Johnsey irgendwie auch ein vereinfachtes Sinnbild für die "einfache" Landbevölkerung Irlands ist, die von dem Finanzboom, den das Land zwischendurch hatte, überrannt wurde. Einfach nur brav zu arbeiten und sonntags zur Messe gehen, reicht nicht mehr, es gibt neue tolle Möglichkeiten und wer die nicht ergreifen will, ist dumm. Dass das Leben nicht für alle aus Gewinnmaximierung besteht, sondern sie zufrieden sind, mit dem was sie haben, gilt nicht. Und das ist dann das Tiefgründige an dem Buch, was über die Erzählung des aufregendsten Jahres eines einfachen Kerls hinausgeht.

8760h-365Tage-12Monate-1Jahr voller Veränderungen!
von fibroe am 13.04.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch „Die Sache mit dem Dezember“ von Donal Ryan umfasst ein Jahr aus dem Leben des jungen Mannes Johnsey das ereignisreicher nicht sein könnte. Es ist sein Buch über viele wunderbare Erinnerungen, über Freundschaft, die Liebe, den Glauben an Gott und über Selbstfindung, aber auch über Selbsthass, Gewalt,... Das Buch „Die Sache mit dem Dezember“ von Donal Ryan umfasst ein Jahr aus dem Leben des jungen Mannes Johnsey das ereignisreicher nicht sein könnte. Es ist sein Buch über viele wunderbare Erinnerungen, über Freundschaft, die Liebe, den Glauben an Gott und über Selbstfindung, aber auch über Selbsthass, Gewalt, Schikane, Macht, Geldgier und Rache. Auf den ersten Seiten des Buches bekommt man einen umfassenden Eindruck von der Hauptperson Johnsey und erfährt eigentlich alles was in seinem Leben eine Rolle spielt. Er ist dick von Statur, ein bisschen langsam im Denken, und unglaublich unglücklich, weil er sich schlecht, dumm und nicht geliebt fühlt. Frauen machen ihm Angst und die Männer aus seinem Ort schikanieren ihn mit Vorliebe, dass man Dauerangst um den armen Kerl hat. Sein geliebter Vater ist gestorben. Er ist getrieben von Selbstmordgedanken, die sich in seinem Kopf immer fester verankern. Nach dem Tod seiner Mutter entzieht er sich seine Daseinsberechtigung komplett. Es gibt nur einen Funken Gutes: Erinnerungen die wiederkehrend am Anfang der Kapitel erscheinen, die nach den Monaten eines Jahres benannt sind. Immer wieder erinnert sich Johnsey an die Zeit mit seinen Eltern, vor allem seinem Vater, eine Zeit die für ihn sehr glücklich war. Speziell sind es Erinnerungen an Dinge, die sie für gewöhnlich im Laufe dieses Monats erlebt haben. Seit dem Johnsey jedoch vollständig auf sich allein gestellt ist, dominieren quälende Gedanken des Selbstzweifels und -hasses. Für ihn gibt es keinen Sinn mehr im Leben. Er fühlt sich als Parasit und abstoßender Mensch. Das ändert sich, nachdem ihm Gewalt angetan wird. Er landet im Krankenhaus und lernt zum ersten Mal sowas wie Freundschaft kennen. Und wie die Liebe, denn die Liebe zu einer Frau erfüllt sein Herz. Auch das Selbstbewusstsein scheint sich zu stärken. In seiner Einfachheit schafft es Johnsey nun immer wieder negative Situationen in etwas Positives zu wandeln. Worin man nun auch bestärkt wird: Johnsey ist keineswegs dumm, oft überraschen seine Gedanken in dieser Hinsicht! Johnsey fängt sogar an, so etwas wie ein glückliches Leben zu führen. Der Glaube an Gott und an seine Eltern im Himmel, hält ihn davon ab dem Lauf der Zeit zu folgen und lässt ihn zeitlos und recht zufrieden leben. Doch die Sonne scheint nicht ewig und die Dinge ändern sich. Macht und Geldgier überschwemmen das Dorf massiv und Lügen verbreiten sich in Windeseile. Rache findet ihren Weg, Freundschaft und Liebe führen Kleinkrieg, Druck macht sich breit. Nach einer filmreichen Szene endet das Buch und lässt einen melancholisch und traurig zurück. Fazit: Es handelt sich sicher um kein besonders spektakuläres Buch mit viel Action. Es ist eher ein seichtes Dahindenken, da man Zuschauer von Johnseys Leben in seinen Gedanken ist. Es ist ein Buch der tiefen Gefühle, Gefühle wie Schrecken, Traurigkeit, Freude, Wut und Entsetzen. Am Ende bleibt man sprachlos zurück und fragt sich, ob Johnsey irgendwo hätte abbiegen sollen. Für mich war es ein Buch mit Tiefgang, ein Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Ein Buch mit Charakter, das man nicht einfach weglegt und vergisst. Es ist ein Buch, das man weiter empfiehlt, ohne auch nur den Hauch von Schamgefühl spüren zu müssen, ob eventueller Trivialität des Inhaltes.