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Lebensgeister

Roman

Nach einem schweren Unfall und dem Verlust ihres Geliebten ist Sayoko nicht mehr sie selbst. Sie hat das Zwischenreich der Geister betreten und Geheimnisse der unsichtbaren Welt erfahren. In der Tempelstadt Kyoto lernt sie allmählich das Leben so zu akzeptieren, wie es ist: voller Ungewiss­heiten und Rätsel, dem Tod immer nahe, ob man jung ist oder alt. Aber sie begreift auch, wie einmalig und geheimnisvoll das Diesseits ist.

Portrait

Banana Yoshimoto, geboren 1964, hieß ursprünglich Mahoko Yoshimoto. Ihr erstes Buch >Kitchen< schrieb sie während ihres Studiums, jobbte nebenbei als Kellnerin in einem Café und verliebte sich dort in die Blüten der >red banana flower<, daher ihr Pseudonym. Ihr Vater Ryumei Yoshimoto war ein bekannter Essayist und Literaturkritiker. Sie schrieb zahlreiche Bücher, die auch außerhalb Japans ungewöhnlich hohe Auflagen erreichten. Ihr Debütroman verkaufte sich auf Anhieb millionenfach - ein Phänomen, für das dann die Bezeichnung >Bananamania< gefunden wurde.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 28.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-30042-0
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 19,3/12,6/1,7 cm
Gewicht 210 g
Originaltitel Sweet Hereafter
Auflage 1
Übersetzer Thomas Eggenberg
Verkaufsrang 53776
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Nachrichten aus der Zwischenwelt

Michaela Höher, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die japanische Autorin Banana Yoshimoto steht schon länger auf meiner Bucket List, um genau zu sein seit exakt 30 Jahren, als ihr Debut “Kitchen” in England erschien. “Lebensgeister” knüpft stilistisch und thematisch an “Kitchen” an. Yoshimoto hat diesen Roman als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima geschrieben, wobei die zwar keine Rolle in der Geschichte spielt, dafür aber um so mehr die Nahtoderfahrung nach einem schweren Unfall, Tod, Verlust, Trauer und das eigene Überleben und Weiterleben in einer Art Zwischenwelt. Wie selbstverständlich stehen hier Geister herum oder schieben ihr Fahrrad durch die Straßen. Es ist eine Erzählung zwischen Faszination und Befremden. Dabei findet sich alles wieder, was für mich japanisches Schreiben ausmacht: Sprachliche und erzählerische Eleganz, dazu eine kühle Distanziertheit, die auch in Anbetracht der schlimmen Erlebnisse abgeklärt und kaum emotional, dann wiederum total naiv wirkt. So manches scheint etwas zusammenhangslos. Eliptische Handlungssprünge, eingestreute Lebensweisheiten und Aphorismen, ständige Stilbrüche zwischen “elitärer” Sprache und Umgangssprache (“kann man nix machen, was soll’s”). Der Roman bildet eine Zwischenwelt ab, durch und durch. “So lauert, wo der Himmel ist, stets auch die Hölle.” “Änderung bedeutet, dass die Zeit plötzlich zerrissen wird. Eine Person, die eben noch da war, ist plötzlich nicht mehr da. Dinge, die man eben noch hatte, sind auf einmal verschwunden. Außer der eigenen Existenz im Hier und Jetzt ist nichtsmehr gewiss.” “Im Jetzt leben – schön und gut, aber vielleicht bedeutet es auch, dass man zu einem Einfaltspinsel wird, der sich keinerlei Gedanken mehr macht.” Ein Roman wie ein literarisches Manga, in dem seelische Verwundungen sichtbar werden und das zeigt, wie die Dinge im Fluss sind und nichts bleibt, wie es ist. Das einzige, das bleiben kann und muss, ist Akzeptanz. Ein ähnliches “literarisches Manga” (wenn auch dusterer), ebenfalls bei Diogenes erschienen und wie “Lebensgeister” übersetzt von Thomas Eggenberg ist Fuminori Nakamuras “Die Maske.” Eggenberg hat die Übersetzung von “Lebensgeister” mit zahlreichen Fußnoten ausgestattet, die u.a. die japanischen Ortsbezeichnungen sowie kulturelle Gegebenheiten erklären.

Julia Dyroff, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Nach einem schweren Verlust lernt Sayoko das Zwischenreich der Geister kennen und erkennt mit jedem Tag wie schön und wichtig das eigene Leben ist.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
15
17
4
1
0

Kurz und poetisch
von Nalik am 15.12.2016

In klarer einfacher Sprache und dennoch sehr poetisch erzählt Banana Yoshimoto die Geschichte von Sayoko, die ihren Geliebten Yoichi bei einem Autounfall verliert und seitdem nicht mehr zu sich selbst findet. Das Buch erzählt eindrucksvoll von dem Prozess der Trauer, den sie durchläuft, ihrem Weg zurück ins Leben sowie... In klarer einfacher Sprache und dennoch sehr poetisch erzählt Banana Yoshimoto die Geschichte von Sayoko, die ihren Geliebten Yoichi bei einem Autounfall verliert und seitdem nicht mehr zu sich selbst findet. Das Buch erzählt eindrucksvoll von dem Prozess der Trauer, den sie durchläuft, ihrem Weg zurück ins Leben sowie Ihre Gedanken über Leben und Tod. Aufgrund der Leseprobe habe ich eher eine Geschichte über Sayoko und die Geister erwartet, da wurde ich jedoch enttäuscht. Um ehrlich zu sein gibt das Buch nicht allzuviel Handlung wider, es geht eigentlich eher um Sayokos weg zurück ins Leben und dies zu akzeptieren so wie es ist. Was ich sehr schön fand war die Bekanntschaft von Ataru. Für mich ein Buch, dass man lesen kann aber nicht unbedingt muss.

Einfühlsames Buch über Verlust und das Weiterleben
von einer Kundin/einem Kunden aus Leinfelden-Echterdingen am 16.11.2016

Lebensgeister erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die bei einem schlimmen Unfall ihren geliebten Lebensgefährten verliert und selber schwer verletzt wird. Die junge Japanerin braucht viel Zeit, um ins Leben zurück zu finden. Ihre Nahtoderfahrung hat sie sehr beeindruckt, so schön und hell alles, und der geliebte Hund und ... Lebensgeister erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die bei einem schlimmen Unfall ihren geliebten Lebensgefährten verliert und selber schwer verletzt wird. Die junge Japanerin braucht viel Zeit, um ins Leben zurück zu finden. Ihre Nahtoderfahrung hat sie sehr beeindruckt, so schön und hell alles, und der geliebte Hund und der bewunderte Opa für Sie da! Sie lässt sich diese Zeit, erlebt vieles jetzt ganz anders als zuvor, nimmt anders wahr. Aber sie merkt auch, dass die Dinge sich ändern, sie wird nicht mehr dieselbe sein, aber dennoch kann sie wieder Dinge annehmen, genießen. Das Buch ist eine schöne Geschichte des Weiterlebens, ohne Drama erzählt, leise, oft traurig, oft voller Dankbarkeit, meistens mit Hoffnung - nicht darauf, dass alles wieder sein wird wie zuvor sondern darauf, dass das Leben, sie selber jetzt anders ist, reifer, reflektierter, offener? Das Cover ist dazu passend trotz des traurigen Inhalts fröhlich, es zeigt Hoffnung, Farbe, Bewegung.

Leichte Lektüre zu schweren Themen
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 14.11.2016

Das neue Buch von Banana Yoshimoto handelt von einem schweren Verlust und dem Kampf einer jungen Frau zurück in ihr Leben. Die Hauptfigur, eine junge Japanerin, verliert ihren Freund bei einem schweren Autounfall. Sie selbst springt dem Tod nur ganz knapp von der Schippe und sie benötigt auch eine ganze Weile, bis sie gesundheit... Das neue Buch von Banana Yoshimoto handelt von einem schweren Verlust und dem Kampf einer jungen Frau zurück in ihr Leben. Die Hauptfigur, eine junge Japanerin, verliert ihren Freund bei einem schweren Autounfall. Sie selbst springt dem Tod nur ganz knapp von der Schippe und sie benötigt auch eine ganze Weile, bis sie gesundheitlich wieder hergestellt ist. Allerdings ist danach auch nichts so wie früher. Denn die junge Frau beginnt Geister zu sehen. Die Geisterwelt und die Realität haben sich in ihrem Leben vermischt. Doch schnell erkennt sie, dass diese Vermischung nichts Schlechtes ist. Durch ihre Fähigkeit trifft sie Menschen, denen ein gleiches Schicksal widerfahren ist und mit ihrer Hilfe findet sie in ein neues Leben. "Lebensgeister" von Banana Yoshimoto ist eine leichte Lektüre und lässt sich sehr gut lesen. Teilweise wiederholt sich die Hauptfigur in ihren Gedanken und man könnte das Buch vielleicht noch um ein paar Seiten kürzen, aber trotzdem ist es eine wirklich interessante Geschichte über den Verlust von wichtigen Menschen und regt zum Nachdenken an.