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Die Schachspielerin

Im Leben von Eleni ist eigentlich alles in bester Ordnung: Sie führt eine glückliche Ehe mit Panos, dem Besitzer der Autowerkstatt, hat zwei wohl geratene Kinder und liebt ihren Beruf als Zimmermädchen im Hotel Dionysos auf Naxos. Doch dann stößt Eleni eines Morgens bei ihrer Arbeit aus Versehen die Figur einer unbeendeten Schachpartie um. Wohin gehört die kleine Holzfigur? Eleni versteht nichts vom Schach und stellt den Springer verlegen neben das Brett.
In den Tagen darauf wird sie den Gedanken an das geheimnisvolle Spiel nicht mehr los, hinter dem sich für sie eine neue, ungeheuer aufregende Welt verbirgt. Aber gehört es sich für ein einfaches Zimmermädchen, das vielleicht älteste und komplizierteste Spiel der Welt zu lernen? Darf sich eine gewöhnliche Frau auf Naxos einen ungewöhnlichen Traum erfüllen?
Portrait
Henrichs, Bertina
Bertina Henrichs wurde 1966 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Literatur- und Filmwissenschaft und lebt seit langem in Paris, wo sie als Schriftstellerin und Filmemacherin arbeitet. Ihr Debüt Die Schachspielerin (2006) wurde mit dem Corine-Buchpreis ausgezeichnet und fürs Kino verfilmt. Bei Hoffmann und Campe erschienen außerdem That’s all right, Mama (2009) und Ein Garten am Meer (2011).

Steinitz, Claudia
Claudia Steinitz übersetzt seit mehr als zwanzig Jahren Literatur aus Frankreich und der Schweiz, u. a. Véronique Olmi, Claude Lanzmann und Albertine Sarrazin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 18.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-65102-7
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 15,2/9,5/2,2 cm
Gewicht 140 g
Übersetzer Claudia Steinitz
Buch (gebundene Ausgabe)
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Eleni ist eine einfache Frau. Sie arbeitet als Zimmermädchen um das Einkommen der Familie zu erhöhen, sie hat Mann und Kinder, macht es allen recht. Und dann stößt sie im Hotelzimmer eine Figur auf dem Schachbrett um. Sie will das wieder in Ordnung bringen und plötzlich beginnt dieses Spiel, welches sie nicht kennt, sie zu faszinieren.
Eleni wird das Schachspiel lernen, erst heimlich, später gegen alles Unverständnis ihrer Familie. Und Eleni wird gut sein, verdammt gut. Das hat mich am meisten gefreut.
Eleni ist eine einfache Frau. Sie arbeitet als Zimmermädchen um das Einkommen der Familie zu erhöhen, sie hat Mann und Kinder, macht es allen recht. Und dann stößt sie im Hotelzimmer eine Figur auf dem Schachbrett um. Sie will das wieder in Ordnung bringen und plötzlich beginnt dieses Spiel, welches sie nicht kennt, sie zu faszinieren.
Eleni wird das Schachspiel lernen, erst heimlich, später gegen alles Unverständnis ihrer Familie. Und Eleni wird gut sein, verdammt gut. Das hat mich am meisten gefreut.

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Eleni ist eine ganz normale Frau: Mitte vierzig, verheiratet, zwei Kinder. Sie arbeitet in einem Hotel als Zimmermädchen. Eines Tages stößt sie beim Saubermachen ein noch nicht beendetes Schachspiel um. Der Versuch es wieder richtig aufzubauen scheitert. Jetzt entbrennt in Eleni eine neue Leidenschaft, die alles Bisherige in Frage stellt…
Dieses Buch ist ein kleines, feines Buch über eine Frau und ihren Versuch mehr aus sich und ihrem Leben zu machen. Es ist kurzweilig und es hinterlässt beim Lesen ein Lächeln auf den Lippen und ein gutes Gefühl in der Seele.
Eleni ist eine ganz normale Frau: Mitte vierzig, verheiratet, zwei Kinder. Sie arbeitet in einem Hotel als Zimmermädchen. Eines Tages stößt sie beim Saubermachen ein noch nicht beendetes Schachspiel um. Der Versuch es wieder richtig aufzubauen scheitert. Jetzt entbrennt in Eleni eine neue Leidenschaft, die alles Bisherige in Frage stellt…
Dieses Buch ist ein kleines, feines Buch über eine Frau und ihren Versuch mehr aus sich und ihrem Leben zu machen. Es ist kurzweilig und es hinterlässt beim Lesen ein Lächeln auf den Lippen und ein gutes Gefühl in der Seele.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
21
7
1
1
0

Macht des Willens und Spielleidenschaft vereint
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 15.01.2017

Wir beginnen also auf Naxos (Griechenland) und begegnen Eleni. Eleni ist ein Zimmermädchen mit einem für diese kleine Urlaubsinsel traditionellem, unspektakulärem Lebenslauf. Sie ist vor Ort groß geworden, früh aus der Schule ausgeschieden und hat den ersten passenden Mann geehelicht, von dem ein Antrag kam. Mittlerweile ist Eleni zweifache Mutter von... Wir beginnen also auf Naxos (Griechenland) und begegnen Eleni. Eleni ist ein Zimmermädchen mit einem für diese kleine Urlaubsinsel traditionellem, unspektakulärem Lebenslauf. Sie ist vor Ort groß geworden, früh aus der Schule ausgeschieden und hat den ersten passenden Mann geehelicht, von dem ein Antrag kam. Mittlerweile ist Eleni zweifache Mutter von Teenagerkindern und hängt in ihrer täglichen Arbeit als Zimmermädchen in einem der lokalen Hotels gern ihren eigenen Gedanken über die Touristen und die weite Welt nach. Der bahnbrechende Impuls Ein unerwarteter Zwischenfall in ihrer exakten Routine lenkt sie aus der Bahn. Eleni fängt an, sich für ein scheinbar weltgewandtes Pariser Pärchen zu interessieren und stößt aus Versehen in deren Zimmer beim Bettenmachen eine Schachfigur auf einem Schachbrett um. Überfordert von der Situation, wohin sie nun diese Figur zurückstellen soll, lässt sie das Schachspiel und die damit verbundenen Phantasien immer mehr ihre Gedankenwelt beherrschen. Wir lernen bereits an dieser Stelle im Buch wie eingepfercht Elenis Gemüt in den Alltagstraditionen ihrer Heimat funktioniert. Ihr Interesse an dem Schachspiel ist anfangs nicht selbstbezogen. Um einen inneren Konflikt mit ihren Gewohntheiten und den Erwartungen anderer zu meiden, schmiedet sie zu Beginn den Plan, ihrem Mann ein Schachspiel zum Geburtstag zu schenken. So – das ist die herrliche Ausrede – könnten sie beide was Neues erlernen. Allein der Kauf eines Schachspiels wird zu einem Spießroutenlauf in dem Inselstädtchen, in dem jeder jeden und alles sieht. Der Trick ist ein Verbündeter Die Not, ihr Interesse am Schachspiel und den Kauf selbst zu verheimlichen, lässt Eleni nach einem Verbündeten Ausschau halten. Sie vertraut sich Kouros, ihrem alten Schullehrer in ihrem Heimatdorf an. Er erklärt sich bereit beim Kauf zu helfen und entscheidet sich – glücklicherweise – für ein computergesteuertes Schachbrett. Nun zeigt sich das für den Leser bereits Absehbare. Der Ehemann von Eleni – Panos, der Mechaniker – hat nicht das geringste Interesse an dem Spiel und hält die ganze Geschenkidee für einen Spleen. Das Spiel lässt Eleni aber nicht los. Sie beginnt an freien Nachmittagen im beiliegenden Lehrbuch zu blättern, Spielfiguren aufzustellen und erste Züge zu üben. Schnell entwickelt sich eine ganz eigene Welt für sie und so benötigt sie bald wieder einen Helfer. Nämlich als Spielpartner. Erneut wendet sie sich an den einsamen alten Lehrer. Zu ihrem Glück findet dieser in der Situation und dem unerwarteten Interesse der jungen, einfachen Frau ein gewisses Amüsement oder eine Abwechlung. So richten die beiden regelmässige Lehrtage ein. Emotionen beim Lesen Besonders hat mich über diese erste Hälfte des Buchs die mit maßgeschneiderten Worten beschriebene Wahrnehmung von Eleni und deren Umwelt eingenommen. Obwohl deutlich wird, dass es sich nicht um einen gebildeten Menschen handelt, findet die Autorin einen Weg nicht entwertend darüber zu schreiben und trotzdem Elenis Gedankenwelt und Talent herauszuarbeiten. Phantastisch erlebt man die emanzipatorischen Schritte von Eleni anhand deren Gedanken zum Schachbrett und den Figuren mit. Besonders ist mir im Gedächtnis die Szene hängen geblieben, in der Eleni darüber grübelt, dass die mächtigste Figur des Spiels die Dame ist und nicht der König…und wie unbeweglich und starr der König ist. Ganz wie ihr Ehemann… Wunderbar sind die ersten Begegnungen zwischen Eleni und Kouros – ihrem Lehrer. Die Wandlung, die Eleni in ihrer Leidenschaft für das Spiel vollzieht wird ab diesem Punkt auch immer wieder aus Kouros Sicht beleutet und man kann es geradezu vor Augen sehen, wie Eleni aus ihrer arbeitsamen Ehefrau & Mutter-Rolle in ihr geheimes zweites Ich schlüpft. Der Preis des Glücks? Natürlich bleibt es nicht aus und Elenis Geheimnis findet doch ans Licht. Nicht unerwartet ist die ablehnende Reaktion ihrer Umwelt. Eleni lässt sich nicht beirren. Wie sie es weiter schafft, dem Druck ihrer Gesellschaft zu trotzen und ihrem Weg der neu gewonnenen Leidenschaft zu gehen, möchte ich an der Stelle nicht verraten. Zu großer Spoiler  Ein Manko? Mir persönlich hat die Lektüre sehr gut gefallen. Eine Kritik? Man könnte es als unbefriedigend empfinden, dass die Charaktere des Kouros und seines Freundes (Costa, der Apotheker) nicht weiter ausgemalt werden und dass deren Beziehung zueinander stets in Anspielungen verbleibt und nicht vertieft wird. Das Subtile, welches diesem Stil zugrunde liegt, hat mich selbst jedoch nicht gestört. Sicher geschmackssache.

Ein Spiel verändert das Leben
von Fugu am 20.10.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine wunderbare Geschichte, leise und zart erzählt, aber mit grosser Wirkung. Ein wunderbares, kleines Buch, das den Leser auf die kleine, griechische Insel Naxos entführt. Für Touristen ist Naxos ein Paradies, aber für dei EInwohner ist es ein festgelegtes Leben, mit entsprechenden Regeln und Routinen. Es ist ungeschriebenes Gesetzt, sich... Eine wunderbare Geschichte, leise und zart erzählt, aber mit grosser Wirkung. Ein wunderbares, kleines Buch, das den Leser auf die kleine, griechische Insel Naxos entführt. Für Touristen ist Naxos ein Paradies, aber für dei EInwohner ist es ein festgelegtes Leben, mit entsprechenden Regeln und Routinen. Es ist ungeschriebenes Gesetzt, sich einzufügen und unterzuordnen. Die Gemeinschaft hält sich im Grossen und Ganzen daran und so läuft das Inselleben gemächlich ab. Doch als Eleni, das ZImmermädchen, eine Schachfigur in einem der Zimmer im Hotel umwirft, wirft sie damit ihr ganzes Leben um. Das Schachspiel zieht sie in ihren Bann und sie nimmt mit ihrem alten Lehrer Kontakt auf, um das Spiel zu erlernen. Damit bricht sie aus dem Leben aus und ihre Ehe steht auf dem Spiel. Eleni kämpft um ihr altes Leben, ohne aber auf die neue Leidenschaft und die Freundschaft zu ihrem Lehrer aufzugeben.

Eine wunderbare Geschichte...
von einer Kundin/einem Kunden aus Kessin am 19.05.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine wunderbare Geschichte, die Einen so in den Bann nimmt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legt... . Ein Lehrstück darüber, was man erreichen kann, wenn man an sich selbst glaubt. Während der Lektüre umfächelte den Leser der duftende, milde Wind Griechenlands und man hat das Gefühl,... Eine wunderbare Geschichte, die Einen so in den Bann nimmt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legt... . Ein Lehrstück darüber, was man erreichen kann, wenn man an sich selbst glaubt. Während der Lektüre umfächelte den Leser der duftende, milde Wind Griechenlands und man hat das Gefühl, im Urlaub dort zu sein. Gekonnt übersetzt die Autorin den griechischen Alltag anschaulich in das optische Bild der Leser.