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Die Welt im Rücken

Ausgezeichnet mit dem mit dem Literaturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2017 und nominiert für die Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2016

Thomas Melle

(17)
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Beschreibung

Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2016

«Wenn Sie bipolar sind, hat Ihr Leben keine Kontinuität mehr. Die Krankheit hat Ihre Vergangenheit zerschossen, und in noch stärkerem Maße bedroht sie Ihre Zukunft. Mit jeder manischen Episode wird Ihr Leben, wie Sie es kannten, weiter verunmöglicht. Die Person, die Sie zu sein und kennen glaubten, besitzt kein festes Fundament mehr. Sie können sich Ihrer selbst nicht mehr sicher sein. Und Sie wissen nicht mehr, wer Sie waren. Was sonst vielleicht als Gedanke kurz aufleuchtet, um sofort verworfen zu werden, wird im manischen Kurzschluss zur Tat. Jeder Mensch birgt wohl einen Abgrund in sich, in welchen er bisweilen einen Blick gewährt; eine Manie aber ist eine ganze Tour durch diesen Abgrund, und was Sie jahrelang von sich wussten, wird innerhalb kürzester Zeit ungültig. Sie fangen nicht bei null an, nein, Sie rutschen ins Minus, und nichts mehr ist mit Ihnen auf verlässliche Weise verbunden.»

Thomas Melle leidet seit vielen Jahren an der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. Nun erzählt er davon, erzählt von persönlichen Dramen und langsamer Besserung – und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in das, was in einem Erkrankten so vorgeht. Die fesselnde Chronik eines zerrissenen Lebens, ein autobiografisch radikales Werk von höchster literarischer Kraft.

Wie Thomas Melle sein eigenes Zerreißen zwischen überfunkenden Nervenenden und nicht mehr kontrollierbaren Synapsenabstürzen als körperlichen wie geistigen Prozess beschreibt, ist schlicht umwerfend.

Thomas Melle, 1975 geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmanns Roman «Huren für Gloria». Sein Debütroman «Sickster» (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2014 folgte der Roman «3000 Euro», der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. 2015 erhielt Thomas Melle, der in Berlin lebt, den Kunstpreis Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 26.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87134-170-0
Verlag Rowohlt Berlin
Maße (L/B/H) 21,3/13,7/2,9 cm
Gewicht 436 g
Auflage 5. Auflage
Verkaufsrang 166014

Buchhändler-Empfehlungen

Ein bipolares Leben

Iris Rosenthal, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

Eindrucksvoll und nachvollziehbar erzählt der Autor Thomas Melle von seiner psychischen Erkrankung. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise, die wie eine Achterbahn der Gefühle verläuft. In der Manie entwickelt Thomas Melle unglaubliche gedankliche Logikketten, die dann in der Depression zerreißen. Der Stil und die Sprache, mit der der Autor erzählt, sind beeindruckend. Vor allem die Ehrlichkeit verblüfft den Leser. Ein ernstes Thema, das trotzdem humorvoll beschrieben wird.

Philine Witt, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ganz ähnlich der von ihm geschilderten Bipolaren-Störung reißt dieses Buch seinen Leser mit. Unaufhaltsam, eindringlich, manchmal auch verstörend gibt Melle intensive Einblicke in das Leben mit der Bipolarität.

Kundenbewertungen

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Wenn die Welt aus den Fugen gerät
von einer Kundin/einem Kunden aus Gotha am 09.08.2020

Was ist, wenn nach kreativer und beflügelnder Euphorie plötzlich der tiefe Fall kommt? Wenn eben noch alles bunt und fröhlich war und man plötzlich die positiven Zeichen als missgünstig betrachtet und die Menschen und die Welt einem nur noch die hässliche und gemeine Fratze zeigen? Dann ist man verloren und weiß nicht mehr, wer ... Was ist, wenn nach kreativer und beflügelnder Euphorie plötzlich der tiefe Fall kommt? Wenn eben noch alles bunt und fröhlich war und man plötzlich die positiven Zeichen als missgünstig betrachtet und die Menschen und die Welt einem nur noch die hässliche und gemeine Fratze zeigen? Dann ist man verloren und weiß nicht mehr, wer man war und wer man eigentlich ist. Genau so ging und geht es dem Autoren Thomas Melle. Er ist bipolar und hat darüber einen gewaltigen Roman geschrieben: ‚Die Welt im Rücken‘. Wer nicht selbst betroffen ist, kann nur erahnen und versuchen, zu verstehen. In einer Psychose verbündet sich alles und jeder gegen den Betroffenen: die Gesichter, die Hinweisschilder, die Zeitungen und auch die Bücher. Aus dem Nichts wird der Freund zum Fremden. Auch für die Angehörigen sind die Depressionen der Betroffenen schwer zu ertragen. Die Zeit fällt aus den Fugen und der Depressive fällt noch aus der Zeit. Quasi zwischen die Fugen. Ein ehrliches Buch, ein verstörendes Buch, aber wer sich aufmacht in die Welt von Thomas Melle, lernt etwas dazu.

ein buch über bipolare störung
von einer Kundin/einem Kunden am 02.06.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

mir gefiel das buch sehr gut, der schriftsteller ist selbst erkrankt und kann sehr gut beschreiben, wie er sich in den phasen fühlt. es ist hiflreich, freunde die ebenfalls erkankt sind, besser zu verstehen und auch zu verstehen, daß man ihnen nicht viel helfen kann, so gerne man auch möchte, sondern einfach nur freund sein muß.

von einer Kundin/einem Kunden am 03.07.2018
Bewertet: anderes Format

Wahnsinnig ehrlich und schonungslos schreibt Melle über seine Bipolarität und das tut er so sprachgewaltig und intelligent, dass einem geradezu der Atem stockt. Sehr lesenswert!


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