Adressat unbekannt

Kathrine Kressmann Taylor

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Beschreibung


Der Longseller in einer exklusiven Sammlerausgabe mit Zusatzmaterial: Ein Gespräch mit der Autorin, Fotos und Dokumente - die Geschichte eines Welterfolgs.

Adressat unbekannt, der große literarische Erfolg von Kathrine Kressmann Taylor, die als Schriftstellerin nur mit ihren beiden Nachnamen an die Öffentlichkeit trat, ist ein Kurzroman von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme, schildert er die tragische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache.

»Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen «, schreibt Elke Heidenreich in ihrem Nachwort. »Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zu viel, keines fehlt … Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben.«

»Mit ungeheurer Hellsicht erzählt darin Taylor die Geschichte einer Freundschaft, auf die der Nationalsozialismus mit seinem Rassenhass immer größere Schatten wirft.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 17.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-40586-6
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/1,5 cm
Gewicht 203 g
Originaltitel Adress Unkown
Auflage 1
Übersetzer Dorothee Böhm
Verkaufsrang 16495

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Meisterwerk & Pflichtlektüre für jeden!

Marie Weis, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das so dünn ist und trotzdem so eine Wucht hat, das man den Rest seines Lebens darüber nachdenken und es nicht mehr aus dem Kopf bekommen wird. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das so dünn ist, bei dem jedoch kein weiteres Wort nötig ist. "Adressat Unbekannt" von Kressmann Taylor ist ein Buch, das meiner Meinung nach JEDER gelesen haben MUSS. Es sollte Pflichtlektüre an jeder Schule und an jeder Universität sein. Meine Tante hat mir dieses Buch zu Weihnachten geschenkt und meinte, es wäre eines ihrer absoluten Lieblingsbücher und eines der wichtigsten Bücher überhaupt. Wie Recht sie damit hat. Ich habe das Buch innerhalb von einer halben Stunde gelesen. Zum einen, weil ich eine schnelle Leserin bin, zum anderen weil es wirklich nur eine ganz, ganz kurze Briefnovelle ist. Und doch lässt mich die Geschichte seitdem nicht mehr los. Worum geht es? Es geht um zwei gute und ganz enge Freunde, den Deutschen Martin und den Juden Max. Zusammen betreiben Sie in den USA eine gutgehende Kunstgalerie. 1932 geht Martin mit seiner Familie zurück nach Deutschland. Die beiden Freunde bleiben weiterhin über Briefe in Kontakt, tauschen sich über Privates und Berufliches aus - vor allem aber vermissen sie sich ganz furchtbar. Doch so langsam nehmen politische Entwicklungen ihren Lauf. Martin, der das anfangs sehr kritisch betrachtet, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten... Was sich daraus entwickelt kann man sich denken und doch auch wieder nicht. Nun möchte ich gerne mit euch teilen, was Elke Heidenreich in ihrem grandiosen Nachwort über das Buch sagt. Besser kann man es nämlich gar nicht in Worte fassen: "Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt. Ohne Umschweife werden exemplarische Lebensgeschichte erzählt, wird Zeitgeschichte dokumentiert. [...] Ich würde wieder mehr Vertrauen in dieses Land haben, wenn ich dieses Buch in den nächsten Monaten und Jahren aus vielen Jackentaschen ragen sähe. Ich träume von einer morgendlichen vollen U-Bahn in Berlin, in der Hunderte von Menschen Kressmann Taylor lesen, aufsehen und sich mit Blicken versichern: NIE WIEDER. Ja, das ist sentimental. Aber ich vertraue auf die Kraft von Büchern." Und genau deshalb, ihr Lieben. Genau deshalb, müsst ihr dieses Buch lesen. Weil die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten darf. Weil die Vergangenheit sich NIEMALS wiederholen darf. Und weil es in unserer Hand liegt, wir dafür verantwortlich sind, dass sie sich NIEMALS wiederholen wird.

Vanessa Rahlmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Auf wenigen Seiten entsteht allein durch den Briefwechsel zwischen zwei Männern eine unheimlich dramatische Geschichte über Freundschaft zu Zeiten des Nationalsozialismus. Unglaublich gut und wichtig!

Kundenbewertungen

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Aufwühlend.
von Nachtblume aus Hemsbach am 12.04.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Über das Buch bin ich zufällig in der Onleihe gestolpert und eigentlich wollte ich gar keine Rezension dazu schreiben. Ein kurzer Briefroman. Was soll ich dazu schon großartig sagen? Allerdings merkte ich schnell, dass die Briefe von Martin und Max mich bewegen und meinen Kopf mit Gedanken füllen. Kressmann Taylor schafft es ... Über das Buch bin ich zufällig in der Onleihe gestolpert und eigentlich wollte ich gar keine Rezension dazu schreiben. Ein kurzer Briefroman. Was soll ich dazu schon großartig sagen? Allerdings merkte ich schnell, dass die Briefe von Martin und Max mich bewegen und meinen Kopf mit Gedanken füllen. Kressmann Taylor schafft es mit wenig Worten so viele Gefühle in mir auszulösen. Während der Briefwechsel recht locker startet, merkt man sehr schnell Veränderungen im Ton der Beiden. Max zeigt sich schon im ersten Brief leicht besorgt und ich als Leser kenne die Geschichte ja bereits. Ich weiß, dass seine Sorge berechtigt ist. Und ich hoffte. Hoffte, dass Martin ihn beruhigen kann und ihre Freundschaft bestehen bleibt. Aber Martin schreibt selbst "Überwundene Verzweiflung treibt die Menschen oftmals in törichte Richtungen." und auch so erfahren wir Leser schneller als uns lieb ist, dass auch Martin törichte Richtungen eingeschlagen hat. Schnell wird klar, dass er sich den Nationalsozialisten angeschlossen hat. Dass er Hitler unterstützt und nicht mehr hinterfragt, obwohl auch er zuvor Zweifel geäußert hat. Dass er seine Stellung rechtfertigt, in dem er meint "Vierzehn Jahre lang haben wir unseren Kopf unter der Schmach der Niederlage gebeugt." Mit "Wir" sind natürlich die Deutschen gemeint. Und genau da liegt der Punkt, denn Martin hat in den USA gelebt und seinen Kopf überhaupt keiner Schmach gebeugt. Von Brief zu Brief wurde die Spannung größer und greifbarer. Wut, Enttäuschung, leise Trauer und Resignation sind aus den Briefen zu lesen. Man hört förmlich, wie spottend Martin über Max spricht und ich war wirklich schockiert, welche Worte er seinem alten und doch guten Freund schreibt. Der Höhepunkt des Briefwechsels kommt schnell und ich war wirklich getroffen. Das Buch redet nichts schön und zeigt eine Geschichte auf, die so tatsächlich hätte passieren können. Die vielleicht auch so stattfand? Wer weiß das schon. Wie viele Freundschaften aufgrund der damaligen Politik zerbrochen sind, weil Menschen wie Martin sich einlullen und mitreißen lassen. Ich war so bestürzt von seiner unglaublichen Abgebrühtheit, dass ich nicht glauben konnte, dass wirklich Martin diese Worte schrieb. Seine Wendung zum Ende hin konnte ich dann nur mit ähnlichem Spott verfolgen, den er zuvor Max entgegenbrachte. Das Nachwort von Elke Heidenreich ist wirklich grandios und sie trifft mit ihren Worten mitten ins Schwarze, denn sie fasst genau das zusammen, was auch ich beim Lesen dachte. Ich kann mich ihr nur anschließen, wenn sie sagt, dass "Adressat unbekannt" unbedingt überall Pflichtlektüre werden sollte, denn so gerne ich die Zeit des Zweiten Weltkrieges im Unterricht auch behandelt hätte, noch interessanter wäre es mit dieser Lektüre geworden, denn trotz ihrer Kürze bewegt sie und drückt unheimlich viel aus.

Wichtig! Adressiert an DICH!
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer am 11.12.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Büchlein umfasst nur 50 Seiten, bestehend aus einem Briefwechsel zwischen zwei Freunden und Geschäftspartnern. Während Dr. Martin Schulse 1932 aus Amerika nach Deutschland zurückkehrt, führt sein Freund (der zufällig jüdischen Glaubens ist) Max Eisenstein die gemeinsame Galerie weiter. Doch während Max seinen Freund Martin ... Das Büchlein umfasst nur 50 Seiten, bestehend aus einem Briefwechsel zwischen zwei Freunden und Geschäftspartnern. Während Dr. Martin Schulse 1932 aus Amerika nach Deutschland zurückkehrt, führt sein Freund (der zufällig jüdischen Glaubens ist) Max Eisenstein die gemeinsame Galerie weiter. Doch während Max seinen Freund Martin innig vermisst, schliesst dieser sich der NSDAP an und beschreibt den persönlichen, aber auch den Wandel Deutschlands im Jahr 1933. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn es kommt zu einer unglaublich tragischen und brutalen Wende. Elke Heidenreich schreibt in ihrem Vorwort: "Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen." Mir ergeht es genau so! Diese Geschichte ist fiktiv und dennoch so nah an der Realität! Diesem Buch gebührt wieder mehr Aufmerksamkeit. Liebe Lehrer: Es gibt für mich keine bessere Lektüre, als Schülern das Aufstreben Adolf Hitlers und die Beginne der Progrome zu vermitteln.

Verstörend, großartig!
von Monika Schulte aus Hagen am 03.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Martin Schulse und Max Eisenstein sind beste Freunde. In Amerika betreiben sie gemeinsam eine Kunstgalerie. 1932 entschließt sich Martin, mit seiner Familie zurück nach Deutschland zu gehen. Regelmäßig überweist Max seinem Freund die anteiligen Einnahmen der Galerie. Hitler kommt an die Macht. Martin tritt in die Partei ein.... Martin Schulse und Max Eisenstein sind beste Freunde. In Amerika betreiben sie gemeinsam eine Kunstgalerie. 1932 entschließt sich Martin, mit seiner Familie zurück nach Deutschland zu gehen. Regelmäßig überweist Max seinem Freund die anteiligen Einnahmen der Galerie. Hitler kommt an die Macht. Martin tritt in die Partei ein. Er verändert sich rapide. Er bittet Max, dem Juden, ihm nicht mehr zu schreiben. Max sieht seine Schwester, die in Deutschland ein Engagement als Schauspielerin hat, in Gefahr und bittet - trotz Verbot - seinen alten Freund, ein Auge auf sie haben, doch der ist inzwischen zum Judenhasser mutiert und lässt die einstige Freundin ins Messer laufen, doch er ahnt nicht, zu was Max fähig sein wird. "Adressat unbekannt " - Was für ein Buch! Die Geschichte selbst, in Briefform geschrieben, ist lediglich 78 Seiten lang. Sie ist kurz. Sie ist atemberaubend spannend. Sie ist intelligent und aufwühlend. Sie ist der Hammer! Sie lässt mich mit aufgerissenen Augen und offenem Mund zurück - den Atem anhaltend. Bereits 1938 erstmals erschienen, ist sie aktuell wie nie. Diese kleine Geschichte fesselt mit präziser Sprache! Ich habe selten ein so geniales Buch gelesen! In nur wenigen Zeilen zeigt dieses Buch, wie sich das Gift der Nationalsozialisten ausbreiten konnte. Unbedingt lesen!


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