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Meinen Hass bekommt ihr nicht

"Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht." (ungekürzte Lesung)

Der bewegende Bericht eines Mannes, der am 13. November 2015 während der Terroranschläge in Paris die Liebe seines Lebens verlor und mit einem einzelnen Post die ganze Welt bewegte.

Am 13. November 2015 sah Antoine Leiris seine Frau Hélène zum letzten Mal – sie wurde an diesem Tag mit neunzig weiteren Personen im Konzertsaal Le Bataclan Opfer der Terroranschläge in Paris. Während die Welt geschockt und in tiefer Trauer versuchte, eine Erklärung für das Unfassbare zu finden, postete der vierunddreißigjährige Journalist auf Facebook einen offenen Brief. In bewegenden Worten wandte er sich darin an die Attentäter und verweigerte "den toten Seelen" seinen Hass – und den seines siebzehn Monate alten Sohnes Melvil. Die Botschaft ging um die Welt. Er, der an jenem Tag die Liebe seines Lebens verlor, hatte nur eine Waffe: seine Worte. Das Grauen, der Verlust und die Trauer haben Antoine Leiris' Leben erschüttert. Doch ehrlich und ergreifend schildert er Momente aus einem zerstörten und doch so zärtlichen Alltag zwischen Vater und Sohn – und sagt damals wie heute, dass das Leben trotzdem weitergehen soll. Antoine Leiris trotzt dem Terror und der Gewalt mit einer bewegenden und hoffnungsvollen Botschaft: "Meinen Hass bekommt ihr nicht".

Christian Baumann gibt Leiris' authentischem Zeugnis aus der würdevollen Distanz des Erzählers heraus eine Stimme, die tief bewegt.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3
Sprecher Christian Baumann
Erscheinungsdatum 09.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783837136760
Verlag Random House Audio
Spieldauer 103 Minuten
Format & Qualität MP3, 103 Minuten, 77.74 MB
Übersetzer Doris Heinemann
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Buchhändler-Empfehlungen

Verena Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Nuernberg

Ein wunderbares, einfühlsames und doch so trauriges Buch das nach leider an Aktualität nicht verloren hat. Nachdenklich und so unglaublich erschütternd aber lesenswert.

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Antoine Leiris hat seine Frau verloren, sein Sohn hat seine Mutter verloren. Die beiden stehen vor einer nicht zu lösenden Aufgabe - das alltägliche Leben zu bestreiten ohne den sonnengleichen Menschen in ihrem Leben. Schuld am Tod der jungen Frau sind die Attentäter des Terroranschlags auf Le Bataclan in Paris. Die Stelle im biografischen Roman, die sich mir am intensivsten und schmerzhaftesten eingebrannt hat, ist jene, in der der Vater dem Sohn die Nägel schneiden möchte und der Sohn überrascht zusammenzuckt beim Kontakt mit der Schere. Der Vater, panisch, glaubt, sein Kind verletzt zu haben, weil er sich absolut nicht mit der Situation auskennt, der Situation nicht gewachsen ist, überhaupt und verständlich überfordert ist, und beginnt zu weinen, das Kind schließlich auch. Eine fürchterliche Szene. Dieses Buch ist so wichtig und es ist gut, dass es verfasst wurde - denn wir alle müssen und darauf besinnen, dass Hass nur von bösen, widerwärtigen Menschen gefühlt wird: und diesem Hass schließen wir uns nicht an.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Ein zutiefst berührendes Buch, das man einfach gelesen haben muss!
von Klusi aus Hof am 22.01.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Am 13. November 2015 wurde Antoine Leiris der Liebe seines Lebens und der gemeinsame kleine Sohn Melvil seiner Mutter beraubt. Hélène Leiris kam bei dem Attentat im Le Bataclan in Paris ums Leben. Antoine Leiris ist von jetzt auf gleich mit seinem Sohn allein. Trotz seiner tiefen Trauer kann er sich nicht verkriechen, sondern mu... Am 13. November 2015 wurde Antoine Leiris der Liebe seines Lebens und der gemeinsame kleine Sohn Melvil seiner Mutter beraubt. Hélène Leiris kam bei dem Attentat im Le Bataclan in Paris ums Leben. Antoine Leiris ist von jetzt auf gleich mit seinem Sohn allein. Trotz seiner tiefen Trauer kann er sich nicht verkriechen, sondern muss für Melvil da sein. Der Kleine versteht noch nicht, was passiert ist. Er vermisst seine Mutter, und Antoine muss einen Weg finden, ihm zu sagen, dass seine geliebte Mama nicht wieder kommen wird. Das Büchlein ist mit 141 Seiten nicht sehr dick und dabei groß gedruckt, und doch enthält es so viel! Antoine Leiris erzählt seine schmerzvolle Geschichte, die das Schicksal ihm auferlegt hat. Er beschreibt seine eigene Situation und seine Gefühle sehr bildhaft. In seinen Worten kommt die ganze Tragik zum Ausdruck, die er selbst noch gar nicht in vollem Umfang begreifen kann. Für ihn war es vermutlich auch eine Art Trauerbewältigung, dieses Buch zu schreiben. Er schildert seine Bemühungen, zusammen mit seinem Sohn wieder in den Alltag zu finden, seine Erfahrungen mit Menschen im Umkreis der zerstörten kleinen Familie, und er berichtet von den liebevollen, hoffnungsvollen Momenten mit seinem Sohn, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern (ja, auch das gibt es in diesem Buch, und es ist gut so!). Das Herzstück des Buches ist jedoch der Brief, den Antoine Leiris, an die Attentäter gerichtet, auf Facebook veröffentlicht hat. Dieser beginnt mit den Worten: „Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht“. Nicht nur dieser Brief, das ganze Buch ist zutiefst berührend. Es spricht von der unendlichen Trauer eines liebenden Mannes und Vaters, es erzählt einerseits von Hoffnungslosigkeit, aber das, was Antoine Leiris geschrieben hat, zeugt auch von einer ungemein starken Geisteshaltung. Die Aufgabe, seinem Sohn das Schicksal der Mutter nahe zu bringen, ist nicht einfach und wird in der Zukunft noch viel Kraft erfordern. Aber er wird das hinbekommen und seinen kleinen Sohn zu einem freien, starken, liebenden Menschen erziehen. Antoine Leiris hasst die Täter nicht, und genau damit trifft er sie! Ich kann die Stärke dieses Mannes nur bewundern. Das kleine Buch mit dem großen Inhalt kann ich nur jedem ans Herz legen.

ein Muss!
von Huriye Celik aus Ludwigshafen am 01.01.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Oft vergisst man Daten relativ schnell, weil man selber nicht betroffen ist. Übersieht die Schmerzen anderer und denkt sich nicht mal was dabei. Wenn ihr dieses Buch liest wird euer Herz ratenweise in Stücke zerissen und ihr könnt den Autoren dafür nicht einmal verantwortlich machen. Es waren sehr schwierige Seiten, die mich seh... Oft vergisst man Daten relativ schnell, weil man selber nicht betroffen ist. Übersieht die Schmerzen anderer und denkt sich nicht mal was dabei. Wenn ihr dieses Buch liest wird euer Herz ratenweise in Stücke zerissen und ihr könnt den Autoren dafür nicht einmal verantwortlich machen. Es waren sehr schwierige Seiten, die mich sehr stark getroffen haben. Teilweise konnte ich meine Tränen nicht unterdrücken und musste Pausen einlegen. Trozt allem; LEST ES - es wird lehren! ✒ "All diese Toten dürfen nicht nutzlos sein.." Ach, es gibt also nützliche Tote? Es hätte auch ein Verkehrsrowdy sein können, der zu spät gebremst hätte, ein Tumor, der ein bisschen bösartiger gewesen wäre als die anderen, oder eine Atombombe - entscheidend ist, dass sie nicht mehr da ist. Die Waffen, die Kugeln, die Gewalt, all das ist nur Kulisse für die Szene, die sich eigentlich abspielt: ihr Fehlen.

Ein Marienkäfer als Symbol
von solveig am 03.02.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

13. November 2015: für Antoine Leiris beginnt ein Albtraum. Seine Frau Hélène besucht ein Konzert im Pariser Club Bataclan - und kehrt nie wieder zurück. Unter den vielen Menschen, die bei dem Attentat ihr Leben verloren, war auch Antoines Ehefrau, Mutter eines 17 Monate alten Jungen. Auf knapp 140 Seiten versucht Leiris, se... 13. November 2015: für Antoine Leiris beginnt ein Albtraum. Seine Frau Hélène besucht ein Konzert im Pariser Club Bataclan - und kehrt nie wieder zurück. Unter den vielen Menschen, die bei dem Attentat ihr Leben verloren, war auch Antoines Ehefrau, Mutter eines 17 Monate alten Jungen. Auf knapp 140 Seiten versucht Leiris, seinen Schmerz über den gewaltsamen Tod seiner geliebten Frau auszudrücken, seine Trauer in Worte zu fassen. Eindrucksvoll beschreibt er in kurzen Kapiteln, wie er nun allein den Alltag bewältigt, Arbeit, Haushalt und Betreuung seines kleinen Sohnes managt. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen, die nach diesem Attentat sehr groß ist, vermag Antoine zu helfen, jedoch nicht zu trösten. Doch die Sorge um das Kind gibt dem Vater eine Perspektive. Der Gedanke an seine Verantwortung als Vater und die Zukunft des kleinen Melvil gibt ihm Halt. Aber ihn beschäftigt auch die Frage nach dem „Warum“ der Tat, die Melvil eines Tages stellen wird. Bisher kam der Kleine nie mit Schrecknissen in Berührung, sondern wurde vor allen bösen Absichten oder Meinungen behütet; selbst schlimme Wendungen in seinem Kinderbuch wurden überblättert. Symbolhaft für das furchtbare Geschehen im Bataclan und die Begegnung mit bösen Dingen steht die Hauptfigur aus Melvils Lieblingsbuch: ein Marienkäfer, der von einer bösen Fee in ein Angst und Schrecken verbreitendes Insekt verwandelt wird. Antoines Appell an die Attentäter: Hier ist kein Platz für Hass oder gar Rachegedanken. Diese Genugtuung gönnt er den Tätern nicht. Wichtiger ist ihm das Gedenken an die Opfer, die Trauer - und das Weiterleben.