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Brüder für immer

(21)
Wenn ich vor dir sterbe“, sagte ich, „werde ich ein Buch über dich schreiben.“ „Wenn ich vor dir sterbe“, sagte Julian, „dann habe ich keinen Bruder mehr.“   Quentins Buch hält der Leser in den Händen. Er schreibt über die Kindheit mit seinem Bruder Julian, bis dieser in den Spanischen Bürgerkrieg zieht. Vom englischen Landleben der zwanziger und dreißiger Jahre, den Künstlern, die in ihrem Haus ein und aus gehen und von einem schrecklichen Geheimnis, das ans Licht kommt und alles verändert.     Brüder für Immer beruht auf wahren Begebenheiten und realen Personen. Quentin, Julian und ihre kleine Schwester Angelica waren die Kinder der Malerin Vanessa Bell. Vanessa und ihre Schwester Virginia Woolf waren zentrale Figuren der sogenannten Bloomsbury Group, einer bunten Gemeinschaft von Künstlern, die Anfang des vorigen Jahrhunderts in England wohnten und wirkten.
Rezension
Rindert Kromhout schreibt „Brüder für immer“ so, dass man sich mitten in der Gesellschaft fühlt, das Vertrauen der Brüder zueinander spürt und selbst den Moment dramatisch miterlebt, da das ganze Familiengebäude einen gefährlichen Knacks bekommt, der nachwirkt.
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung

Das ist ein Kunststück. Mehr noch, es gibt diesem Buch einen ganz eigenen Sound, eine sehr eigene Energie, der man sich nur schwer entziehen kann.
Dr. Sylvia Schwab, Deutschlandradio Kultur

… eine großartige Leseerfahrung, ein toller Lesesog.
Deutschlandfunk: Die Besten 7esten 7

„Kromhout gelingt es, den Geist der Bloomsburys tiefenscharf einzufangen.“
Steffen Gnam, FAZ

„...eine durch und durch glaubwürdige Geschichte.“
Dana Hartmann, Plus 5
Portrait
Rindert Kromhout, geboren 1958 in Rotterdam, veröffentlichte seine erste Geschichte im Alter von 19 Jahren in einem Kindermagazin. Bis heute sind von ihm 143 Bücher in vielen Genres erschienen. Kromhouts Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden und gewannen zahlreiche Preise. Der Autor lebt und schreibt in Amsterdam.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 256
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 30.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95854-068-2
Verlag Mixtvision Medienges.mbH
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/3,2 cm
Gewicht 453 g
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Birgit Erdmann
Buch (Paperback)
14,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Erinnerungen“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Rindert Kromhout hat erreicht, dass ich sofort wieder nach England fahren, Charleston Farmhouse und Monk`s House besuchen möchte....
Und vielleicht ist das auch das Größte, was man nach der Lektüre eines Buches sagen und fühlen kann - sich erneut in die Gesellschaft der Protagonisten begeben, bei ihnen sein zu wollen.
Alle sind mir vertraut, bekannt - und ihnen auf diese Weise, durch die Erinnerungen von Julian Bell wieder zu begegnen, hat mich erneut reicher gemacht. Warum bloß wusste ich nicht, dass die Lieblingsfarbe von Virginia Woolf grün war?
Wer sich also auf diese Erinnerungen einlässt, ist nach der Lektüre ganz nah in der Bloomsbury-Group, in dieser großen Künstler-Familie, mit all ihren Eigenheiten, Träumen, Schwächen, Stärken - möglicherweise sitzt man in dem Baumhaus und schaut von oben auf alle Geschehnisse...
Rindert Kromhout hat erreicht, dass ich sofort wieder nach England fahren, Charleston Farmhouse und Monk`s House besuchen möchte....
Und vielleicht ist das auch das Größte, was man nach der Lektüre eines Buches sagen und fühlen kann - sich erneut in die Gesellschaft der Protagonisten begeben, bei ihnen sein zu wollen.
Alle sind mir vertraut, bekannt - und ihnen auf diese Weise, durch die Erinnerungen von Julian Bell wieder zu begegnen, hat mich erneut reicher gemacht. Warum bloß wusste ich nicht, dass die Lieblingsfarbe von Virginia Woolf grün war?
Wer sich also auf diese Erinnerungen einlässt, ist nach der Lektüre ganz nah in der Bloomsbury-Group, in dieser großen Künstler-Familie, mit all ihren Eigenheiten, Träumen, Schwächen, Stärken - möglicherweise sitzt man in dem Baumhaus und schaut von oben auf alle Geschehnisse...

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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Wenn Heldenbilder Risse kriegen...
von Die Art der Ida Gratias am 05.02.2017

Ich bin ein Fan der legendären Bloomsbury Group, jener Truppe von vielseitig begabten Malern, Kunstkritikern, Verlegern, Schriftstellern und Wissenschaftlern um die Schwestern Virginia und Vanessa Stephen, ihren Ehemännern, Liebhabern, Freundinnen und Freunden, die Anfang des 20. Jh. zusammen arbeiteten, feierten, liebten und stritten. Die für diese Freiheit ganz... Ich bin ein Fan der legendären Bloomsbury Group, jener Truppe von vielseitig begabten Malern, Kunstkritikern, Verlegern, Schriftstellern und Wissenschaftlern um die Schwestern Virginia und Vanessa Stephen, ihren Ehemännern, Liebhabern, Freundinnen und Freunden, die Anfang des 20. Jh. zusammen arbeiteten, feierten, liebten und stritten. Die für diese Freiheit ganz sie selbst sein zu dürfen kämpften, einen Kampf, der ihnen wichtig war als Künstler und Mensch. Ihr Einfluss auf die Bildende Kunst, die Literatur und die Gesellschaft in England und darüber hinaus ist beispielhaft. Sie sind wegweisend für viele Künstlergenerationen nach ihnen. Dieser Jugendroman des preisgekrönten niederländischen Schriftstellers Rindert Kromhout will einen Einblick geben in die Welt dieser verschworenen Künstlergemeinschaft, deren Ansichten, Wertevorstellungen und Lebensformen von denen ihrer Zeitgenossen abwichen und die Stolz auf ihr Anderssein waren. Kromhout erzählt die Geschichte der Familie Bell aus der Perspektive des jüngsten Sohnes der Malerin Vanessa Bell und ihres von ihr in Freundschaft getrennt lebenden Ehemann es und Verlegers Clive. Quentin, schon als Kind ein ambitionierter Autor und Chronist seines Umfelds, heute als renommierter Kunsthistoriker, Kritiker, Autor und als ?der Virginia Wolfs Biograph? anerkannt, hat mit 17 Jahren seinem idealistischen, älteren Bruder Julian kurz vor dessen freiwilligen Eintritt in den Spanischen Bürgerkrieg versprochen, sollte er dort sterben, ein Buch über ihn zu schreiben. Dieses fiktionale, literarische Denkmal für den geliebten Bruder und besten Freund ist der vorliegende Jugendroman. Der zum Abschied geschworene und Titel gebende Ausspruch ?Brüder für immer? erzählt das Leben der Familie in Charleston Farmhouse. In dieses malerische, aber komfortlose Landhaus in der Grafschaft Sussex sind die Brüder und ihre jüngere Schwester, Angelika, mit ihrer Mutter und Duncan Grant, einem homosexuellen Malerkollegen, gezogen, als Quentin 6 Jahre alt war. Der Ort befindet sich nur wenige Kilometer von Monk?s House, in dem Tante Virginia Wolf, eine heute weltbekannte Schriftstellerin der klassischen Moderne, mit ihrem Mann, Leonard, lebt. Mit ihm zusammen führt sie den Hogarth Press Verlag, der ihre und Bücher von Freunden wie E.M. Forster verlegt, deren Bucheinbände wiederum von Vanessa gestaltet werden. Quentin erzählt rückblickend von den 12 Jahren, die er als Bewohner in dieser doch sehr eigenen Welt, in der die Kinder zum kritischen Denken und künstlerischer Entfaltung ermutigt werden, in der der Papa in London lebt und mit seinen Freundinnen zu ihnen zum Essen kommt, in der die Erwachsenen und Kinder gemeinsam stundenlang Theater spielen und Männer Männer lieben, gelebt hat. Er erkennt mit zunehmenden Alter, dass seine ?erweiterte? Familie anders ist als die der anderen, und dass sie es der Welt außerhalb auch nicht unbedingt einfach macht sie zu verstehen. Er begreift, dass das Paradies seiner Kindheit, auch eine Art Kokon war. Als die in der Ferne heraufziehenden politischen Veränderungen in Europa in seine Welt eindringen und seine familiäre Helden auch nur Fehler behaftete Menschen sind, die ihren eigenen Ansprüchen nicht immer gerecht werden können, erkennt er, dass zum Erwachsenwerden auch Veränderung, ob gewollt oder ungewollt, gehören, und dass die nie ganz schmerzfrei sind. Ich finde Kromhout gelingt es gut den jugendlichen Leser an Quentins persönlicher Entwicklung teilhaben zu lassen, durch seine Augen einen Blick auf sein bohemienhaftes, künstlerisches und freigeistiges Umfeld zu werfen, die Ideale vertraten, die heute immer noch aktuell sind. Bemerkenswert finde ich die altersgerechte Darstellung der Zusammenhänge der politischen Veränderungen in Europa. Mir persönlich fehlen aber Informationen zur Besonderheit des künstlerischen Schaffens der Gruppe. Den erläuternden Anhang finde ich unbefriedigend, wenn er denn Interesse an den historischen Personen wecken soll, hätte ich gerne mindestens Kurzbiographien gelesen. Außerdem hätte ich mir noch etwas Bild- und Kartenmaterial gewünscht. Zu guter Letzt frage ich mich und vielleicht auch der ein oder andere jugendliche Google-Nutzer, trotz zugestandener literarischer Freiheit des Autors, warum gerade Julians schriftstellerische Leistung, keine Erwähnung findet.

Brüder und ihr Baumhaus
von einer Kundin/einem Kunden aus Steinhagen am 14.01.2017

"Abenteurer bringen es im Leben weiter", sagte Julian. "Aber Schriftsteller leben länger", sagte ich. Mit diesen Sätzen beginnt die Geschichte. Rindert Kromhout lässt sein Buch "Brüder für immer" sozusagen am Ende beginnen. Danach erfolgt der Rückblick. Zwei Brüder, die nicht nur Brüder, sondern auch beste Freunde sind. Teilen sozusagen... "Abenteurer bringen es im Leben weiter", sagte Julian. "Aber Schriftsteller leben länger", sagte ich. Mit diesen Sätzen beginnt die Geschichte. Rindert Kromhout lässt sein Buch "Brüder für immer" sozusagen am Ende beginnen. Danach erfolgt der Rückblick. Zwei Brüder, die nicht nur Brüder, sondern auch beste Freunde sind. Teilen sozusagen Freud und Leid. Sie wachsen mit ihrer Mutter, die Künstlerin ist, auf. Obwohl die Eltern getrennt sind, kommt auch der Vater oft vorbei. Die Brüder sind unzertrennlich. Gemeinsam erleben sie eine schöne unkonventionelle Kindheit. Aber als einer von ihnen ein Familiengeheimnis aufdeckt ist er tief verletzt. Der Abenteurer geht seinen Weg, einen Weg in die Ungewissheit, den Weg, den er gehen muss. Der Schriftsteller schreibt über die gemeinsame Zeit bis zum Tod seines Bruders. Man erfährt, wie sie aus London aufs Land gezogen sind. Es wird über die Jugend der Mutter und ihrer berühmten Schwester berichtet. Der Vater hat ihnen beigebracht, selbst zu denken, nicht alles zu glauben, was andere sagen, sondern es zu hinterfragen. Der Schreibstil ist leicht und die Geschichte liest sich fließend. Die Seiten fliegen nur so dahin. Es ist eine besondere Geschichte mit besonderen Charakteren. Alle, ob reale oder fiktive, ob Haupt- oder Nebendarsteller, sind liebevoll gezeichnet. Das Buch nach Spaß, aber es macht auch nachdenklich. Und es ist ein Buch, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Ein Buch von 12 bis 99, es ist alterslos. Gerne gebe ich diesem Buch meine Leseempfehlung.

Diese Leute aus Charleston
von D. Brown aus München am 18.11.2016

Rindert Kromhout hat einen wunderbaren Roman geschrieben über eine Zeit die schon lange vergangen ist, jedoch nichts an Faszination verloren hat. Der Erzähler der Geschichte ist Quentin Bell Neffe der berühmten Schriftstellerin Virginia Woolf, und Sohn der ebenso zu ihrer Zeit sehr bekannten Malerin Vanessa Bell, der Schwester Virginia... Rindert Kromhout hat einen wunderbaren Roman geschrieben über eine Zeit die schon lange vergangen ist, jedoch nichts an Faszination verloren hat. Der Erzähler der Geschichte ist Quentin Bell Neffe der berühmten Schriftstellerin Virginia Woolf, und Sohn der ebenso zu ihrer Zeit sehr bekannten Malerin Vanessa Bell, der Schwester Virginia Woolfs. Er erzählt in wunderschönen Bildern seine Kindheitserinnerungen der zwanziger und dreißiger Jahre. Damals als sich die Bloomsbury Group, eine lose Verbindung von britischen Künstlern zusammen schloss, schildert er das Leben auf dem Land in Sussex, wo er mit seinem Bruder Julian, seiner Mutter deren Liebhaber, manchmal mit seinem leiblichen Vater und dessen Liebschaften, seiner Halbschwester Angelica, einer treuen Haushälterin und vielen Besuchern des Hauses lebt. Was sich zu Anfang wie eine Lausbubengeschichte liest, entwickelt sich schließlich zu einer sehr genauen Beschreibung der vielfältigen, bisweilen auch komplizierten, Beziehungen der verschiedenen Protagonisten mit- und untereinander, aus der Sicht eines kleinen Jungen bis zu dessen Alter von über zwanzig Jahren, als sein älterer Bruder Julian, der sich als Freiheitskämpfer und überzeugter Kommunist zum spanischen Bürgerkrieg als Unterstützer der Republikaner meldet, dort bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt. Die Liebe zu seinem Bruder, den er als seinen besten Freund empfindet und liebt wird ihn auch zum Schriftsteller machen der sowohl ihrer beider als auch die Familiengeschichte schreiben wird. Besonders spannend finde ich wie hier ein Stück britischer Kulturgeschichte dargestellt wird, die bis in die dritte Generation also auch bis heute in die englische Kunst und das Design hineinreicht. Dieser Roman ist nicht nur für Jugendliche sondern auch für erwachsene Leser eine wunderbare Lektüre. Mein Fazit: Sehr empfelenswert!